Linkspartei fordert mehr Asylanten als bisher

Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, hat die Bundesregierung aufgefordert, mehr Asylsuchende in Deutschland aufzunehmen. Deutschland verfüge über „große humanitäre Aufnahmekapazitäten“, die „umgehend genutzt werden“ müßten, teilte Jelpke mit.

Handlungsbedarf sehe sie „bei der Aufnahme von aus Seenot geretteten Flüchtlingen, bei der Übernahme von Schutzsuchenden aus überforderten Erstaufnahmeländern, beim Familiennachzug zu subsidiär Geschützten und bei einer humanitären Bleiberechtsregelung“. Zudem müßten „unbegleitete Flüchtlingskinder aus den völlig überlasteten EU-Hotspots“ in die Bundesrepublik überführt werden. Diese dürfe sich „nicht aus der Verantwortung stehlen und auf Abschottung setzen“.

Jelpke reagierte auf eine Stellungnahme der Bundesregierung, wonach vom 31. Dezember 2016 bis 31. August 2019 insgesamt 38.187 Nigerianer Asylanträge gestellt hatten. Davon seien bislang 12.229 Personen ausreisepflichtig. Rund 23.000 Verfahren werden derzeit vom Migrations-Bundesamtbearbeitet.

Von Januar bis August 2019 wurden 282 abgelehnte Asylbewerber nach Nigeria abgeschoben. Rückführungen der Personen in ihr Heimatland scheiterten zumeist an fehlenden Papieren. Die Chance auf einen Aufenthaltstitel in Deutschland ist für Nigerianer sehr gering; die Schutzquote liegt bei 6,5 Prozent.

„Bund und Länder haben daher das gemeinsame Ziel, die Zahl der Rückführungen nach Nigeria deutlich zu erhöhen“, heißt es in dem Schreiben der Regierung.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/linkspartei-fordert-vermehrte-aufnahme-von-asylbewerbern/


Burkina Faso versinkt im islamischen Terror

Im afrikanischen Burkina Faso sind laut Human Rights Watch (HRW) seit April mindestens 256 Menschen allein durch radikal-islamische Terrorangriffe ums Leben gekommen. Das geht aus einem Report der amerikanischen Menschenrechtsorganisation hervor.

Nach Angaben der EU-Bischofskommission COMECE ist rund ein Drittel des Landes aufgrund von Kämpfen für humanitäre Helfer unzugänglich. Mehr als 1.000 Menschen, vor allem Zivilisten, seien seit Anfang 2019 der andauernden Gewalt zum Opfer gefallen.

Rund 20 Terroranschläge verzeichnet Human Rights Watch für die vergangenen Monate. Sie sollen Augenzeugen zufolge von Terrorgruppen wie Al-Kaida, dem „Islamischen Staat in der Größeren Sahara“ (ISGS) oder der lokalen Miliz Ansaroul Islam verübt worden sein. 

Bereits im Sommer 2019 hatte der Bischof von Dori, Laurent Birfuore Dabire, ein Waffenverkaufsverbot an dschihadistische Gruppen gefordert. Islamisten, die Christen ermordeten, dürften nicht unterstützt werden.

„Wenn die Welt weiter nichts unternimmt, werden diese Handlungen zum Verschwinden der christlichen Gemeinschaft in dieser Region und vielleicht mittelfristig im ganzen Land führen“, so Bischof Dabire.

Quelle und vollständigre Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-01/burkina-faso-islamisten-angriffe-tote-eu-bischoefe-human-rights.html


Kamerun: Bischöfe warnen vor Tribalismus

Die katholischen Bischöfe Kameruns beklagen in ihrem Hirtenbrief vom 10. Dezember eine wachsende, „sehr besorgniserregende Verschlechterung des sozialen Klimas“ seit der letzten Präsidentschaftswahl.

Die Oberhirten befürchten eine Zunahme des Tribalismus (Vorherrschaft der Stammestraditionen), denn durch die politischen Probleme könnten sich die „Stammeskonflikte weiter zuspitzen“.

Die Bischöfe kritisieren jene Politiker, die durch Medien versuchen, „ihre politischen und ideologischen Gegner als Feinde des ganzen Volkes abzustempeln“.

Die Zugehörigkeit zu einem Stamm sei zunächst positiv, heißt es weiter:  „Gemeinsame Sprachen, Bräuche und Traditionen sind Faktoren des Zusammenhalts innerhalb einer Gruppe.“

Wenn sich die Menschen jedoch vom Staat im Stich gelassen fühlen, „wenden sie sich zurück an ihre Stammesgruppe, zu der sie gehören“. Der Tribalismus könne aber die Einheit der Nation gefährden.

Quelle: Fidesdienst


Burkina Faso: Islamische Gewalttaten gegen Christen weiter auf dem Vormarsch

Zwei Angriffe am vor-vergangenen Wochenende haben die Lage im afrikanischen Burkina Faso weiter verschärft.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, wurden bei Überfällen auf zwei Dörfer im Norden des westafrikanischen Landes mindestens 19 Menschen getötet. Bewaffnete islamische Kämpfer stürmten den Ort Pobe Mengao in der Provinz Soum und ermordeten mindestens 16 Menschen; in Rounga in der Provinz Loroum wurden drei Menschen ermordet.

Die Angriffe zeigen den weiter zunehmenden Einfluss islamischer Extremisten, der besonders die Christen bedroht.

Im Nordosten Burkina Fasos haben extremistische Gruppen eine Art islamischen Staat etabliert. Sie wenden sich gegen staatliche Sicherheitskräfte und Institutionen, aber auch gezielt gegen Christen.

So drangen am 27. Juni bewaffnete Kämpfer in das Dorf Bani nahe Bourzanga im Norden Burkina Fasos ein und zwangen die Dorfbewohner, sich auf den Boden zu legen. Vier Dorfbewohner, die ein Kreuz trugen, wurden als Christen identifiziert und ermordet: David und Philippe Zoungrana, Théophile Ouedraogo und Ernest Kassoaga.

Seit Januar 2019 wurden ca. 27 Christen gezielt getötet. Zuerst wurden einzelne Pastoren und Priester ermordet: am 15. Februar der Priester Antonio Cesar Fernandez (72), am 19. Februar der evang. Pastor Jean Sawadogo (54), der seine Frau und sieben Kinder hinterlässt, und am 23. April Elie Zoré, der Leiter der Assemblies-of-God-Gemeinde in Bouloutou.

Im April verübten islamische Extremisten den ersten Überfall auf eine Kirche in Burkina Faso, worauf weitere Angriffe auf Kirchengebäude folgten. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Pastoren, die mit ihren Familien entführt wurden.

Zahlreiche Christen wurden aus Dörfern im Norden Burkina Fasos vertrieben, mehrere Kirchen wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Bischof Laurent Birfuoré Dabiré, der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz in Burkina Faso und Niger, fürchtet angesichts der Angriffe und Vertreibungen um das Fortbestehen christlicher Gemeinden in der Region: »Wenn die Welt weiterhin nichts unternimmt, wird es hier bald keine Christen mehr geben.«

Burkina Faso ist mehrheitlich muslimisch geprägt, etwa 25 % der Bevölkerung sind Christen. Lange Zeit waren die Beziehungen zwischen Muslimen und Christen in Burkina Faso weitgehend friedlich. Seit Mitte 2018 gewinnen jedoch radikal-islamisch Gruppen an Einfluss und gehen gewaltsam gegen Christen vor.

Quellen: Open Doors, AP, Catholic News Service

Hinweis: Am 10. November 2019 ist wieder der „Weltweite Gebetstag für verfolgte Christen“ des evangelilkalen Hilfswerks „Open Doors“. Werden Sie mit Ihrer Gemeinde aktiv und bestellen Sie das kostenlose Materialpaket zur Gestaltung eines Gebetsgottesdienstes: hier direkt online oder telefonisch unter der Nummer 06195 6767-167.


Niger: Islamische Dschihadisten verwüsten zwei kirchlich geförderte Schulen

Am Abend des 19. Oktober wurden zwei Schulgebäude  – eines in Bomoanga und eines im Nachbardorf Kiki  – von radikal-islamischen Dschihadisten verwüstet. Dies berichtet Pater Mauro Armanino aus dem Bistum Niamey.

Es handelt sich um jene Gemeinden, in denen der italienische Missionar Pater Pierluigi Maccalli vor mehr als 13 Monaten entführt wurde.

Beide Schulen  – eine privat-kirchliche und eine öffentliche – wurden von der Diözese Niamey mitfinanziert und mitaufgebaut.

Wie das Nachrichtenportal „Actuniger“ berichtet, sollen die Angreifer mit Motorrädern in die Dörfer gekommen sein.

„Die Regierungstruppen scheinen nicht in der Lage zu sein, diese zerstörerische Welle aufzuhalten“, beklagt der Missionar:

„Dieser Vorfall, der vor allem die Kinder der armen Bauern in der Region betrifft, bestätigt ein weiteres Mal die Instabilität in der Grenzregion zu Burkina Faso. In diesem Land werden Kinder daran gehindert, das Recht auf Schulbildung wahrzunehmen“, so Pater Mauro abschließend.

Quelle: Fidesdienst


Eritrea: Katholische Bischöfe beklagen Beschlagnahmung von kirchlichen Schulen

Nach der Enteignung von Krankenhäusern und Apotheken beginnt die Regierung in Eritrea nun mit der Beschlagnahmung von Schulen, die von religiösen Gemeinden getragen werden.

In den letzten zwei Jahren wurden 29 Kliniken beschlagnahmt und in den letzten Wochen sieben Schulen (davon vier katholische Schulen).

Zu dieser erzwungenen Verstaatlichung äußerten sich nun auch eritreische Kirchenvertreter, darunter Erzbischof Mengistheb Tesfamariam von Asmara. 

Er und drei weitere Bischöfe schreiben in einem an den Bildungsminister Semere Re’esom gerichteten Brief:

„In Anbetracht dessen, dass die Maßnahmen, die gegen unsere Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen ergriffen werden, gegen das Gesetz verstoßen und die Religionsfreiheit sowie die Ausübung des Glaubens, der Mission und ihrer sozialen Dienste stark beeinträchtigen, fordern wir, dass die jüngsten Beschlüsse überprüft werden und die daraus resultierende Vorgehensweise unverzüglich gestoppt wird.“

 Zudem wird beklagt, daß die Regierung jeden Gesprächswunsch von bischöflicher Seite abgelehnt habe.

Quelle: Fidesdienst


Mit dem roten Diktator Mugabe starb einer der übelsten Despoten Afrikas

Jürgen Braun, menschenrechtspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, erklärt zum Tod des kommunistischen Diktators Robert Mugabe:

„1980 wurde Robert Mugabe der erste Premierminister von Simbabwe (dem früheren Rhodesien). Das Land war frisch in die Unabhängigkeit von Großbritannien entlassen und galt damals als die Kornkammer Afrikas, es war voller wertvoller Bodenschätze.

Ohne jegliches Mitgefühl zu seinem Volk, dafür mit umso größerer Gier nach Macht und Geld, wirtschaftete Mugabe Simbabwe zu einem failed state herab, mit Hunger, endemischer Korruption und Kriminalität. Mit Robert Mugabe starb einer der übelsten Despoten Afrikas.

Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Bischof Desmond Tutu nannte den Diktatur die ‚Karikatur eines schwarzen Führers‘.

Mugabes Karriere ist auch ein unrühmliches Beispiel für die Außenpolitik westlicher Staaten, korrupte Despoten zu stützen.

Die UNO schaffte es nicht, ihn vor Gericht zu bringen, im Gegenteil: sie gab ihm bis zum Schluss Ehrenposten.

Wir helfen Afrika nicht, wenn wir solche Tyrannen wie Mugabe über Jahrzehnte mit dem Geld unserer Bürger unterstützen.“