Sahelzone: Millionen flüchten vor Islamisten

Dschihadistische Gewalt hat in den Ländern der Sahelzone die Flucht von Millionen Menschen verursacht. Laut dem Flüchtlingshochkommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) hat sich die Zahl der Menschen, die vor Gewalt in der Sahelzone Westafrikas fliehen, in den letzten zwei Jahren vervierfacht, wobei 2 Millionen innerhalb ihres eigenen Landes vertrieben wurden.

Mit Al Kaida und dem Islamischen Staat verbundene bewaffnete Gruppen haben ihre Reichweite in am Rande der Sahara erweitert und schüren ethnische Konflikte in Burkina Faso, Mali und Niger, vor denen ganze Gemeinschaften fliehen. Über die Hälfe der Binnenflüchtlinge der Region leben in Burkina Faso, wo viele gezwungen sind, im Freien zu schlafen und oft nicht genug Wasser haben.

Quelle: Fidesdienst


Burkina Faso: Terroranschlag auf katholische Kirche – Priester und sechs Gläubige ermordet

Eine Gruppe von bewaffneten Männern hat während der Sonntagsmesse eine katholische Kirche niedergebrannt und am vergangenen Sonntag im westafrikanischen Burkina Faso mindestens sechs Menschen –  darunter einen Priester –  getötet.

Die Angreifer stürzten – wie US-Medien berichten – in die Kirche in der nördlichen Stadt Dablo und begannen zu Beginn der Messe gegen 9 Uhr Ortszeit auf die Gläubigen und den Geistlichen zu schießen. Selbst auf die fliehenden und die am Boden liegenden Menschen sollen die Täter geschossen haben. Es grenzt an ein Wunder, dass es „nur“ sieben Tote gab.

France 24 zitierte Sicherheitskräfte, die sagten, dass „etwa zwanzig bis dreißig bewaffnete Männer“ an dem Angriff beteiligt waren. Die Schützen sind noch nicht identifiziert.“ – Man geht aber mit großer Wahrscheinlichkeit von muslimischen Terroristen aus.

Ein Regierungsbeamter ergänzte gegenüber der BBC, dass die Mörder auch ein nahegelegenes Geschäft und ein Gesundheitszentrum in Brand setzten. Dablos Bürgermeister Ousmane Zongo sagte, die Stadt sei „voller Panik“ und die Bürger verbarrikadierten sich „zu Hause“. Die Kirche, Geschäfte und das Gesundheitszentrum wurden komplett zerstört.

Das Volk von Burkina Faso erlebte in den letzten Jahren immer mehr Terroranschläge von islamischen Dschihadisten-Gruppen, darunter auch von Al-Kaida-Mitgliedern.

Die Behörden teilten mit, dass bereits am vergangenen Freitag fünf Lehrer einer christlichen Schule erschossen wurden. 

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://philosophia-perennis.com/2019/05/13/sonntagsgottesdienst-in-burkina-faso-fanatische-muslime-ermorden-6-christen-und-einen-priester/


Syrien: Kath. Erzbischof J. Hindo kritisiert die USA und die westliche Syrienpolitik

“Der US-amerikanische Senator John McCain beklagt, dass die russische Luftwaffe nicht die Stellungen des Islamischen Staates, sondern die von der CIA ausgebildeten Rebellen angreift. Diese Äußerung finde ich äußerst beunruhigend”, erklärt Erzbischof Jacques Behnan Hindo von Hassakè-Nisibi, „denn damit gesteht er ein, dass sich hinter dem Krieg gegen Assad auch die CIA verbirgt und es sich um einen Stellvertreterkrieg von Mächten handelt, die zusammen mit ihren Verbündeten in der Region gegen Syrien kämpfen”. IMG_0748

“Die westliche Propaganda”, so der syrisch-katholische Erzbischof, “redet weiterhin von gemäßigten Rebellen, doch die gibt es nicht: in der Galaxie der bewaffneten Gruppen sind die Soldaten der Syrischen Befreiungsarmee nur mit einer Lupe zu finden. Alle anderen, abgesehen vom IS, haben sich in der Al-Nusra-Front zusammengeschlossen, einem Ableger der Al Kaida in Syrien”.

“Wir werden selbst darüber entscheiden, wann Assad gehen muss und nicht der IS oder der Westen“, sagte Erzbischof Hindo im Gespräch mit der Fides-Nachrichtenagentur. Er fügte hinzu: „Eines ist gewiss: wenn Assad jetzt geht, dann endet Syrien wie Libyen”.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


IS-Video-Sprecher ist ein ehem. Anführer von Al-Kaida in Afghanistan

Die Terrorgruppe Islamische Staat spricht in dem Video, das die Hinrichtung von äthiopischen Christen in Libyen dokumentiert, wüste Drohungen gegen das “Volk des Kreuzes“ aus.

Wie arabische Medien berichten sollen, soll der Sprecher des Videos ein saudiarabischen Staatsbürger namens Anas Al-Nashwan sein, der auf einer Liste strafrechtlich verfolgter saudischer Terroristen steht.

Anas Al-Nashwan ist ein ehemaliger Anführer des Al-Kaida-Netzwerks in Afghanistan; er ist seit 2014 Mitglied im Terrornetzwerk Islamischer Staat. Er verließ sein Heimatland, nachdem sein Name auf der Liste der saudischen Terroristen erschienen war.

Quelle: Fidesdienst


IGFM beklagt Völkermord an Christen in Nord-Nigeria durch Boko-Haram

50.000 Morde seit Einführung der islamischen Scharia

Die Massenmorde an Christen in Nordnigeria durch die islamistische Terrororganisation Boko Haram haben das Ausmaß eines Völkermordes angenommen, erklärt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). RTEmagicC_logo_Homepage_quad_gif

Seit der offiziellen Einführung der Scharia in 13 nördlichen Bundesstaaten Nigerias seit 1999 sind nach Schätzungen rund 50.000 Menschen in der Region von Islamisten ermordet worden. Die Intensität und die Systematik der Massenmorde haben sich seit Jahresbeginn dramatisch zugespitzt, so die IGFM.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind ca. 300.000 Menschen aus dem Norden Nigerias geflohen – praktisch jeder der Flüchtlinge hat Familienangehörige verloren. Die Mehrheit der Morde ist von der internationalen Gemeinschaft bisher nicht zur Kenntnis genommen worden.

„Nordnigeria ist voll von Massengräbern“, erklärt IGFM-Afrika Referent Dr. Emmanuel Ogbunwezeh. Die Islamisten würden ihr Ziel völlig offen verfolgen: „Einen christenfreien Scharia-Staat.“  Lessenthin-Martin-IGFM-100

Das Blutvergießen durch Islamisten im Norden Nigerias reiht sich ein in eine lange und tragische Abfolge von gewalttätigen Konflikten im Vielvölkerstaat Nigeria, erläutert IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin (siehe Foto).

Das Ziel und das Ausmaß der Grausamkeiten der nigerianischen Islamisten sind nach internationalem Recht eindeutig Völkermord, so die IGFM. Opfer der Islamisten seien jedoch nicht ausschließlich Christen, sondern auch Muslime, wenn sie den Extremisten im Wege stünden.

Unterstützung auch von Al Kaida

Boko Haram bekommt Unterstützung aus dem In- und Ausland. Die IGFM berichtet, dass die Terrororganisation die Menge und die Qualität ihres Waffenarsenals erheblich ausbauen konnte und inzwischen technisch fast „auf Augenhöhe“ mit dem nigerianischen Militär operiere.

Die Waffen stammen nach Einschätzung der IGFM zu einem erheblichen Teil von Sympathisanten und korrupten Offizierenkinder_witwe_buzu aus dem nigerianischen Militär selbst. Der überwiegende Teil des nigerianischen Offizierskorps sei muslimisch. Zumindest ein Teil davon stünde den Islamisten nahe. Doch nach Ansicht der IGFM scheint es so, dass diese Offiziere und auch die islamischen Oligarchen Nigerias ihren Einfluss auf Boko Haram verloren hätten.

Unter Berufung auf Quellen im nigerianischen Militärgeheimdienst erklärt die IGFM, dass zur Zeit angeblich mindestens sechs Mitglieder von Boko Haram in Algerien von „Al Kaida im Islamischen Maghreb“ technisch und taktisch ausgebildet werden. Die praktische Zusammenarbeit soll bereits seit 2010 bestehen.

Forderungen der IGFM

Die IGFM fordert von der nigerianischen Regierung einen breiteren Ansatz bei der Bekämpfung des islamischen Extremismus und mehr Hilfe für die Opfer:

„Zurzeit setzt die Regierung ausschließlich auf einen militärischen Erfolg gegen Boko Haram. Das kann zwar kurzfristig Ergebnisse erzwingen, vor allem tote Terroristen für die Fernsehkameras, aber es kann niemals eine langfristige Lösung sein.“

Der Extremismus müsse inhaltlich bekämpft und Aussöhnung gefördert werden. Ansonsten strömten weiter junge, radikalisierte Muslime in die Reihen von Boko Haram. Zudem müsse die Regierung den Opfern des islamistischen Terrors helfen, die in vielen Fällen aus ihrer angestammten Heimat vertrieben wurden und sich nun mittellos auf der Flucht befinden, so die IGFM weiter.

Foto: HMK

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Sprecher der Vorstandes: Martin Lessenthin, Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33, info@igfm.dewww.menschenrechte.de

Peter Scholl-Latour: Anschlag in Damaskus trägt die Handschrift von Al Kaida

Eine mögliche Christenverfolgung in Syrien könnte bald so schlimm werden wie seinerzeit im Irak. Das befürchtet der Nahost-Experte Peter Scholl-Latour.

Es sei ein Skandal, daß in Europa niemand über die Bedrohung der Christen in dem Bürgerkriegsland spreche, kritisierte der Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.   –  Die Zukunft des syrischen Regimes sei ungewiß. Assad habe nur wenige Alternativen: „Wenn Aufständische siegen und er ihnen in die Hände fällt, wird er umgebracht“, sagte Scholl-Latour.

Der jüngste Anschlag auf den Krisenstab der syrischen Regierung in Damaskus trägt nach Scholl-Latours Auffassung die Handschrift des radikal-islamischen Terrornetzwerks Al Kaida.

Die Attacke sei von Spezialisten ausgeführt worden und passe in das Muster extremistischer Salafisten oder der Al Kaida.

Quelle: RadioVatikan