USA: Trump will den Lebensrechtler Jeff Sessions zum Justizminister ernennen

Donald Trump, der kürzlich gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, wird den Republikaner-Politiker und Senator Jeff Sessions aus Alabama zum Justizminister ernennen. Sessions ist Abtreibungsgegner und Kritiker der Homo-„Ehe“. In einer ersten Erklärung bezeichnete er es als eine Ehre, für dieses Amt nominiert zu werden.  Embryo

Vor 10 Jahren hatte der Senator sich für einen verfassungsrechtlichen Schutz der Ehe zwischen Mann und Frau eingesetzt und eine Umdefinierung der Ehe durch das höchste Gericht der USA abgelehnt. Bei Abstimmungen zum Thema Abtreibung handelte er stets als konsequenter Lebensrechtler. Er ist Mitglied der Methodisten, einer evangelischen Freikirche, und verheirateter Vater von drei Kindern.

Trump hatte zudem in der vergangenen Woche erklärt, er werde für das höchste US-Gericht baldmöglichst einen Abtreibungsgegner ernennen und insgesamt eine konservative Ausrichtung des „Supreme Court“ veranlassen.


USA: Oberster Gerichtshof in Alabama bestätigt „Personsein“ des ungeborenen Kindes

Der Oberste Gerichtshof im US-Bundesstaat Alabama hat in einer neuen Entscheidung ungeborenen Kindern den Status einer Person zugesprochen. Abtreibungsgegner sehen einen Meilenstein auf dem Weg zum Abtreibungsverbot.

Hintergrund des Urteils, das der Gerichtshof am vergangenen Freitag fällte, war der Mißbrauch von Drogen durch zwei schwangere Frauen:  imagesCA2YAIGF

In einem Fall hatte die Mutter im Jahr 2000 aufgrund ihres Kokainkonsums ein süchtiges Kind zur Welt gebracht, im anderen Fall starb ein in der 25. Schwangerschaftswoche vorzeitig geborenes Baby nur wenige Minuten nach der Entbindung.

Amanda Kimbrough, die Mutter des verstorbenen Neugeborenen, hatte ihr Kind durch Meth-Konsum vergiftet, wie die Ärzte in der anschließenden Obduktion feststellten. Die Frau gab zu, drei Tage zuvor die in den letzten Jahren populär gewordene Droge Meth konsumiert zu haben.

Der Oberste Gerichtshof von Alabama entschied in seiner Bestätigung des im April 2012 gefällten Urteils, daß auch ein ungeborenes Baby bereits als Kind   – mithin als Person mit gesetzlich garantierten Rechten  – anzusehen sei.

Die 32-jährige Mutter habe daher gegen ein im US-Bundesstaat seit 2006 geltendes Gesetz verstoßen, das es verbietet, Kinder einer Umgebung auszusetzen, in der ihre Gesundheit oder ihr Leben durch chemische Stoffe gefährdet werden könnte.

Kimbrough wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Das Gesetz war erlassen worden, um Kinder vor den Dämpfen und Abfallprodukten der sich ausbreitenden Meth-Küchen im Land zu schützen. Obwohl das Gesetz nicht ausdrücklich von ungeborenen Kindern spricht, haben Staatsanwälte seitdem immer wieder für die Ausdehnung des Tatbestandes auf den Mutterleib argumentiert.

Obgleich dieses Urteil nicht direkt das Abtreibungsthema betrifft, stieß die Entscheidung des Gerichtshofs bei Lebensrechtsgruppen auf großen Beifall.

Quelle: Kultur und Medien online