Koptischer Patriarch warnt Priester vor einer Vernachlässigung ihrer Familien

Verheiratete Priester der koptischen Kirche sollen sich mit Hingabe um ihre Familien kümmern und dabei das richtige Gleichgewicht zwischen ihrem seelsorglichen Dienst und den familiären Verpflichtungen finden.

Dies erklärte der koptische Patriarch Tawadros II. kürzlich nach der Weihe von 15 neuen Priestern in Alexandria (Ägypten).

BILD: Koptische Priester bei einer hl. Messe in Münster

Der Primas bzw. Papst der altorientalisch-koptischen Kirche betonte außerdem, dass das Familienleben von Priestern nicht vernachlässigt werden dürfe, da auch dies ein Teil ihrer Berufung und ihres Dienstes sei.

Bereits im Juli 2015 hatte der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. an einer Begegnung mit zwanzig Ehefrauen koptischer Priester teilgenommen, die im östlichen Teil von Alexandria tätig sind.

Bei dieser Gelegenheit hatte Papst Tawadros in seiner Meditation sowohl Überlegungen zur Berufung des Priesters angestellt als auch über die Realität der Ehefrau und Mutter, wie sie jeweils in den biblischen Texten veranschaulicht werden.

In den koptischen Kirchen besteht die Möglichkeit, Kandidaten für das Priestertum sowohl unter verheirateten Männern auszuwählen als auch unter denen, die im Zölibat leben, wobei Bischöfe ausschließlich aus der Reihe der Mönche ernannt werden und zölibatär leben.

Am Donnerstag, den 15. Februar, hat Papst Tawadros in einer Feier zum Gedenken an die neuen koptischen Märtyrer den heiligen Johannes Chrysostomus zitiert: „Der Märtyrer stirbt einmal für seinen HERRN, aber der Hirte stirbt jeden Tag für die Herde des HERRN“.

Wer nicht bereit sei, die märtyrergleiche Dimension des Priestertums anzunehmen und sich ohne Vorbehalte in den Dienst des Volkes Gottes stelle, sei nicht würdig, Hirte der Herde zu sein.

Quelle: Fidesdienst


Ein Jude namens Apollos findet zu Christus

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Apostelgeschichte 18,23-28:

Nachdem Paulus dort einige Zeit geblieben war, zog er weiter, durchwanderte zuerst das galatische Land, dann Phrygien, und stärkte alle Jünger.
Ein Jude namens Apollos kam nach Ephesus. Er stammte aus Alexandria, war redekundig und in der Hl. Schrift bewandert. Er war unterwiesen im Weg des Herrn.

Er sprach mit glühendem Geist und trug die Lehre von Jesus genau vor; doch kannte er bislang nur die Taufe des Johannes.

Er begann, offen in der Synagoge zu sprechen. Priszilla und Aquila hörten ihn, nahmen ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer dar.
Als er nach Achaia gehen wollte, ermunterten ihn die Brüder dazu und schrieben den Jüngern, sie möchten ihn freundlich aufnehmen.

Nach seiner Ankunft wurde er den Gläubigen durch die Gnade Gottes eine große Hilfe. Denn mit Nachdruck widerlegte er die Juden, indem er öffentlich aus der Hl. Schrift nachwies, daß Jesus der Messias sei.


Ägypten: Duftendes Öl eines Marienbildes erregt Aufsehen

In Ägypten soll sich laut aktuellem Bericht in der Webseite „Kopten ohne Grenzen“ ein „Wunder“ ereignet haben, über das sowohl Christen wie Moslems in Staunen geraten:

Jetzt berichte ich, weil die Kirche des Heiligen Simon in Elagamy (bei Alexandria) das Wunder bestätigte und die Ikone zur Kirche brachte. Denn diese koptische Familie findet keine Ruhe, seitdem die Videos verbreitet wurden. Tausende stehen vor ihrem Haus und alle Moslems und Christen möchten das Wunder hautnahe erleben und etwas vom Duft-Öl als Segen mitnehmen.“

Die wundersamen Phänomene sollen sich im Haus einer  orthodoxen Christin namens Martha zugetragen haben, die angeblich einen Tag vor dem Tod des Kopten-Papstes Schenuda eine Marienerscheinung erlebt hat.

Hierzu heißt es in dem erwähnten Bericht: „Die Mutter des Herrn teilte ihr den Heimgang des Oberhaupts der koptischen Kirche mit und  vertraute ihr einige Botschaften an, die geheimgehalten werden.“

Wir stehen solch mirakulösen Vorgängen   – entsprechend der kirchlichen Haltung  – grundsätzlich skeptisch gegenüber, denn „Schauwunder“   –  zumal wenn ihnen der theologische Sinn fehlt  –  sind nicht der Weg Gottes, sich den Menschen zu offenbaren.

Bei der Versuchung durch den Satan lehnte Christus das vom Widersacher geforderte „Schauwunder“ ab. – Näheres siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/06/im-gewand-der-%e2%80%9crechtglaubigkeit%e2%80%9c-tauschen/

Grundsätzliches zur nüchternen Wachsamkeit und zur biblischen Warnung vor Wundersucht siehe hier:
https://charismatismus.wordpress.com/2011/07/14/die-heilige-schrift-warnt-vor-falschen-propheten/