Die ALfA tagte in Rheine und diskutierte über aktuelle Lebensrechtsthemen

Am Mittwoch, dem 17. März, trafen sich in Rheine im Pfarrheim St. Antonius abends Mitglieder des ALfA-Regionalverbands Münsterland zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung.
Die „Aktion Lebensrecht für alle“ hielt sich dabei an alle geforderten Hygieneauflagen.


Es wurde zunächst eine Dokumentation mit dem Titel „Programm Desinformation“ angeschaut, die sich kritisch dem Umgang öffentlich-rechtlicher Sender mit der Lebensrechtsbewegung widmete. Dabei ging es auch um das Thema Gehsteigberatung vor Abtreibungseinrichtungen

In der anschließender Diskussion wurde darüber informiert, dass diese Gehsteigberatung zunächst von der Stadt München untersagt wurde, aber dann durch ein Gerichtsurteil im Jahre 2016  erlaubt wurde. Somit dürfen Schwangere, die vor einer Abtreibung stehen, von Lebensrechtlern vor der Klinik oder Praxis angesprochen werden.
 

Seit langem gibt es ehrenamtliche Schwangerenberatungen per Telefon und Internet. Auch in Rheine können Frauen in Konfliktsituationen sich an die ALfA wenden, die den Müttern und Vätern mit Rat und Unterstützung zur Seite steht. Deutschlandweit unter der Vita-L-Telefonnummer 0800 3699963.

Danach sprachen die Mitglieder über Vorschläge für Aktivitäten im laufenden Jahr.  Für einen geplanten Infostand in der Innenstadt erklärten sich die Anwesenden freudig zur Mitarbeit bereit.

Der Marsch für das Leben in Berlin, der voraussichtlich im September 2021 stattfindet, soll an diesem Infostand bekannt gemacht und Interessenten angesprochen werden. Auch Vorträge sollen noch durchgeführt werden, wenn Präszenz-Veranstaltungen wieder möglich sind.


Am 21. März ist der weltweite Gedenktag für Kinder mit Down-Syndrom. Dabei wurde der Schwangeren-Bluttest für das Aufspüren von Trisomie 21 von allen Mitgliedern sehr kritisch beleuchtet. Die Kosten hierfür sollen demnächst von der Krankenkasse übernommen werden. Somit wird die Allgemeinheit mit daran beteiligt,  liebenswerte Downkinder vorgeburtlich auszusortieren, wobei schon derzeit 95% der betroffenen Ungeborenen abgetrieben werden.

Die Vorsitzende des ALfA-Regionalverbands Münsterland, Cordula Mohr (siehe Foto), ist im ALfA-Bundesverband Ansprechpartnerin als Beraterin für Schwangere, die ein behindertes Kind erwarten.

Somit ist das sensible Thema in der ALfA Münsterland besonders präsent. Frau Mohr erklärte, ihr Verband wolle die Bürger weiter auf die diesbezüglichen Entscheidungen aus der Politik aufmerksam machen und sie aus der Sicht des Lebensrechts kommentieren.

Dieser Artikel wurde heute auch in der Münsterländischen Volkszeitung veröffentlicht
 


Das Tötungsverbot gilt auch bei Ungeborenen

Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags am 8. Mai erklärt die Bundesvorsitzende der Lebensschutzorganisation Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski (siehe Foto), heute in Augsburg:

Der Internationale Weltfrauentag, der ursprünglich Forderungen nach Einführung des Frauenwahlrechts sowie der immer noch nicht vollständig erreichten Gleichberechtigung von Frauen in Familie und Beruf Nachdruck verlieh, wird missbraucht, wo er mit der Fiktion eines sogenannten (Frauen-)Rechts auf Abtreibung verbunden wird.

Ein Recht auf die Tötung wehrloser und unschuldiger Kinder gibt es weder vor noch nach der Geburt. Kinder sind, außer im Falle von Vergewaltigungen, stets das Ergebnis sexueller Handlungen, für deren Folgen diejenigen, die sie vornehmen, auch die volle Verantwortung tragen. Die Selbstbestimmung von Frauen und Männern über den jeweils eigenen Körper, für die auch die ALfA eintritt, setzt nicht erst dann ein, wenn ein Schwangerschaftstest positiv ausgefallen ist.

In Zeiten, in denen die Rechtsordnungen vieler Staaten sowohl Männern als auch Frauen die Vornahme von Sterilisationen ohne medizinische Indikation ermöglichen und einer der häufigsten Abtreibungsgründe ein bereits erfüllter Kinderwunsch ist, erscheint die Forderung nach einem (Frauen-)Recht auf Abtreibung noch einmal ganz besonders brutal und menschenverachtend.

Ein Rechtsstaat kann unmöglich Frauen vom allgemeinen Tötungsverbot ausnehmen.

Frauen das Recht einzuräumen, Ärzte im Falle einer unerwünschten Schwangerschaft mit der Tötung des Kindes zu beauftragen, bedeutet letztlich, sie für unfähig zu erklären, Verantwortung für ihre Handlungen zu übernehmen. Das käme einer Entmündigung von Frauen gleich.

Wer daher ein (Frauen-)Recht auf Abtreibung fordert, mag vieles sein: ein Frauenfreund ist er nicht.

Auch die Verharmlosung der Tötung von Kindern im Mutterleib als „Entfernung von Schwangerschaftsgewebe“ ist eine Beleidigung für selbstständig denkende Frauen: jede Schwangere kann sich in Internetforen über das tatsächliche  Aussehen und die Fähigkeiten des ungeborenen Kindes auch zu einem frühen Stadium der Schwangerschaft informieren. Von „Gewebe“ reden ausschließlich Abtreibungsbefürworter, und das auch nur dann, wenn das ungeborene Kind unerwünscht ist.

Wer meint, Frauen auf diese Weise für dumm verkaufen zu können, handelt ebenso diskriminierend wie all diejenigen, die mit so merkwürdigen Wortschöpfungen wie „Person mit Uterus“ Frauen auf ihre reproduktiven Organe reduzieren.

Es besteht Einigkeit in der Einschätzung, dass Frauen sich die Entscheidung zur Abtreibung nicht leicht machen. Viele Frauen erkennen im Nachhinein, dass die Entscheidung falsch war oder sie im entscheidenden Moment nicht die Kraft besaßen, das Leben ihres Kindes zu schützen. Denn nicht selten müssen sie sich gegen ein Umfeld behaupten, das zur Abtreibung rät oder gar drängt.

Manche Frauen verfolgt die Abtreibung des eigenen Kindes daher für den Rest ihres Lebens. Einige ziehen sich dabei körperliche und/oder seelische Schädigungen zu, die zu ernsthaften Beeinträchtigungen führen können. Es wäre sehr im Sinne dieser Frauen, wenn statt eines Rechts auf Abtreibung ein Recht auf umfassende Aufklärung und Unterstützung im Schwangerschaftskonflikt verankert würde.


ALfA kritisiert Suizid-Urteil vom 26.2.2020

Gesetzgeber muss Ideenwettbewerb starten und Alternativen bewerben

Anlässlich des Jahrestages des Bundesverfassungsgerichts-Urteils zum sog. „Recht auf selbstbestimmtes Sterben“ und ersten Entwürfen zu dessen gesetzlicher Regelung erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski (siehe Foto), heute in Augsburg:

Die Zumutungen, die den Abgeordneten des Deutschen Bundestags aus dem Urteil des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Februar 2020 erwachsen, gleichen einer Quadratur des Kreises.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich die Richter in ihrem Urteil auf ein „mehrdimensionales Konstrukt der Freiverantwortlichkeit“ stützten, welches sich nach Ansicht in der Suizidprävention tätiger Experten empirisch nicht belegen lässt [i].

Jede halbwegs seriöse Ermittlung eines freiverantwortlichen Suizidwunsches, der – sofern es ihn überhaupt gibt – die Ausnahme und keinesfalls die Regel ist, ist eine geradezu herkulische Aufgabe, die große Expertise und jahrelange Erfahrung erfordert. Sie lässt sich daher auch nicht von diesbezüglich angelernten Arbeitskräften, die am Ende eine Checkliste abarbeiten, in einem einzigen Beratungsgespräch ermitteln.

Menschen mit Suizidwünschen, die Studien zufolge [ii] in der ganz überwiegenden Mehrzahl zumindest mit psychiatrisch diagnostizierbaren Krankheiten korrelieren, verdienen mindestens dieselbe Fürsorge wie betagte und durch Vorerkrankungen immungeschwächte Menschen, deren Gesundheit und Leben durch ein Virus bedroht wird, für das es keine Herdenimmunität gibt.

Da Suizidalität ebenfalls hochgradig ansteckend ist (Werther-Effekt), fordert die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), dass der Gesetzgeber nun nennenswerte Mittel bereitstellt, um die Suizidprävention nachhaltig zu verbessern und humane Alternativen – wie insbesondere die bestehenden Angebote der Palliativmedizin und Hospizarbeit – aktiv zu bewerben und weiter auszubauen.

Die ALfA erwartet vom Gesetzgeber ferner, dass er einen Ideenwettbewerb für die Entwicklung und Produktion von „Impfstoffen“ startet, die Menschen gegen Suizidalität immunisieren können. Heiße Kandidaten sind nach Ansicht der ALfA hier vor allem Mittel wie „Zuwendung“, „Wertschätzung“ und „Anteilnahme“ sowie „tatkräftige Hilfe und Unterstützung“.

In einer Gesellschaft, in der es – angesichts jahrzehntelanger Vernachlässigung durch den Staat – vielerorts an intakten Familien mangelt, die im Grunde wie geschaffen für die Wahrnehmung dieser Aufgaben wären, wird der Gesetzgeber zweifellos zunächst neue Wege finden müssen, um hier Ersatzstrukturen zu schaffen.

Sollte er dabei zu einer nachträglichen Wertschätzung von auf Dauer angelegten und natürlich gewachsenen Sozialverbänden wie der Familie finden, steht es ihm aus Sicht der ALfA selbstverständlich frei, diesen durch vermehrte Wahrnehmung seiner verfassungsgemäßen Pflichten gemäß Art. 6 Abs. 1. zu neuer Blüte zu verhelfen.


[i] Vgl. Schreiben des Nationalen Suizid Präventions Programm (NASPRO) an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vom September 2020. https://www.naspro.de/dl/2020-NaSPro-AssistierterSuizid-Spahn.pdf. Hier S. 5 Upload zuletzt am 24.2.2021.

[ii] Vgl. https://bmcpsychiatry.biomedcentral.com/articles/10.1186/1471-244X-4-37 Upload zuletzt am 24.2.2021.


Kritik an Cancel Culture des AStA in Münster

Zu den Forderungen des AStA der Universität Münster, Professor Dr. med. Paul Cullen die außerplanmäßige Professur zu entziehen und ihn nicht länger lehren zu lassen, erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski (siehe Foto), heute in Augsburg:

Die Berichte über die Vorgänge um Professor Dr. med. Cullen, ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins „Ärzte für das Leben“, lösen Empörung und Entsetzen aus.

Wer die gegen Cullen erhobenen Vorwürfe anhand der vom AStA Münster ins Feld geführten Quellen überprüft, kann nur den Kopf schütteln über so viel Dreistigkeit.

Da stellt eine Gruppe angehender Akademiker/innen unter dem Vorwand, man mache sich um Wissenschaftlichkeit und Fairness an der Uni Sorgen, Behauptungen ins Netz, die unwissenschaftlich, unredlich und unhaltbar sind.

Abtreibungen – die Tötung ungeborener Menschen im Mutterleib – sind nach deutschem Recht rechtswidrige Handlungen, die unter bestimmten Voraussetzungen lediglich straffrei gestellt werden.

Einem Arzt, der das Wohl aller seiner Patienten in Blick haben muss, zum Vorwurf zu machen, sein diesbezügliches ehrenamtliches Engagement sei antifeministisch, ist absurd und lächerlich. Schließlich sind Frauen von Abtreibungen doppelt betroffen: Als handelnde Subjekte, die in Schwangerschaftskonflikten häufig von ihrem Umfeld allein gelassen und bisweilen gar zur Abtreibung gedrängt werden.

Aber auch als Opfer: Rund die Hälfte der hierzulande abgetriebenen Kinder sind Mädchen. In anderen Teilen der Erde – in vielen Ländern Asiens oder Osteuropas – werden Mädchen sogar bevorzugt und gezielt abgetrieben. Wer wie Professor Cullen dagegen seine Stimme erhebt, kann unmöglich ein Antifeminist sein.

Die Vorgehensweise des AStA Münster grenzt an eine Rufmordkampagne und erinnert an die Cancel Culture in den USA und Kanada, der bereits 122 Professoren zum Opfer gefallen sind. Nun soll also offenbar auch hier ein Professor zu Fall gebracht werden, dessen moralische Überzeugungen nicht denen einiger Studierender entsprechen. Anders als Professor Cullen geben sie sich dabei jedoch nicht zu erkennen und verstecken sich feige hinter dem AStA und einer Gruppe namens „kritische Mediziner:innen“.

Statt offen ihre Überzeugungen zu vertreten und persönlich die Haftung für die Vorwürfe zu übernehmen, mit denen sie Professor Cullen überziehen, eröffnen sie – wie Heckenschützen aus sicherem Versteck – das Feuer auf ihr Opfer und starten eine Schmutzkampagne gegen einen Dozenten, der ihre politischen Ideologien nicht teilt und werfen ihm vor, in seinem außeruniversitären Engagement unwissenschaftliche Standpunkte zu vertreten.

In Wahrheit ist es genau umgekehrt: Das Leben von Menschen beginnt nach naturwissenschaftlichen Erkenntnissen mit der Verschmelzung von Ei und Samenzelle. Bei jeder Abtreibung stirbt ein kleiner, einzigartiger Mensch.

Wer Lehrende von der Universität jagen will, die sich auch außeruniversitär zu wissenschaftlichen Fakten bekennen, offenbart erheblichen Nachholbedarf beim Verständnis von Grundbegriffen der akademischen Lehre und der demokratischen Kultur und weckt große Zweifel an seiner eigenen Fähigkeit, ein Studium erfolgreich absolvieren und akzeptable Beiträge zur demokratischen Kultur des Landes leisten zu können.

Für Fairneß, Vielfalt und das Recht auf freie Meinungsäußerung tritt in der Causa CULLEN auch eine Petition ein, die von Studierenden der Universität Münster gestartet wurde, wobei der Aufruf bereits ca. 1400 Unterzeichner gewinnen konnte:

HIER geht es zu einer Solidaritäts-Petition pro Cullen von Studierenden aus Münster, die bereits von über 1500 Personen unterzeichnet wurde: https://www.change.org/p/studierende-der-wwu-statement-f%C3%BCr-freie-meinungs%C3%A4u%C3%9Ferung-und-kulturelle-diversit%C3%A4t-an-der-wwu

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ALfA kritisiert Biden: Sein fataler Kurs kostet zahllosen ungeborenen Kindern das Leben

Zu der Aufhebung der sog. „Mexico-City-Policy“ und der Title X Reform durch US-Präsident Joseph Biden erklärt die Bundesvorsitzende Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski (siehe Foto):

Die Aufhebung der 1984 von US-Präsident Ronald Reagan erlassenen „Mexico-City-Policy“ durch sämtliche Präsidenten der Demokratischen Partei gehört in den USA genauso wie deren Wiederaufnahme durch republikanische Präsidenten zur eingespielten und daher erwartbaren Symbolpolitik.

Die „Mexico-City-Policy“ schließt diejenigen Nicht-Regierungsorganisationen außerhalb der USA von der Entwicklungshilfe aus, die Abtreibungen durchführen bzw. bewerben. Sie rettet damit buchstäblich ungeborenen Kindern das Leben. Damit ist nun Schluss.

Biden begründete seine Unterschrift unter eine Reihe von Verfügungen, die den Zugang zu Abtreibungen in den USA und in der Welt erleichtern, mit der Aussage, er wolle damit den Schaden, den Trump angerichtet habe, wieder gut machen.

Es muss erschrecken, dass ein Katholik, der erst vor wenigen Tagen seinen Amtseid auf eine Ausgabe der Heiligen Schrift abgelegt hat, die sich seit 127 Jahren im Besitz seiner Familie befindet, nun

Bestrebungen, Kinder vor Abtreibungen zu bewahren, als „Schaden“ bezeichnet und per Dekret dafür sorgt, dass einer der Hauptsponsoren seines Wahlkampfs – Planned Parenthood – auf diese Weise Spendenzahlungen zurückbekommt, die dieser nun wieder für vorgeburtliche Kindestötungen aufwenden kann.

Ferner gilt: Auf den Leichen wehrloser und unschuldiger Kinder lässt sich kein Land einigen.

Der 46. Präsident der USA hat eine historische Chance verspielt. Genauso, wie er es versäumt, verzweifelten schwangeren Frauen eine Alternative zur Tötung ihres eigenen Kindes anzubieten, versäumt er es, den Pro-Life eingestellten Trump-Anhängern einen Präsidenten anzubieten, hinter dem sie sich sammeln könnten.

Biden setzt die vielfach kritisierte Politik des „America-First“ seines Vorgängers durch eine „Kultur des Todes“ fort. Es ist traurig, aber wahr: die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft wird so nicht überbrückt, sondern vertieft und zementiert. Schlimmer wiegt jedoch, dass diese Kultur zahllose Leben kosten wird.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).


ALfA empört über Vorstoß evang. Theologen

Kirche soll Suizidhelfern keine Konkurrenz machen

Zu Presseberichten über die Forderung hochrangiger Amtsträger der evangelischen Kirche in Deutschland, kirchliche Einrichtungen sollten künftig auch Suizide in ihren Einrichtungen zulassen und begleiten, erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski (siehe Foto):

Als überparteiliche und überkonfessionelle Lebensschutzorganisation mit protestantischen Wurzeln ist die Aktion Lebensrecht für Alle verstört und empört über die jüngste Forderung des Vorsitzenden der Kammer für öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD), Reiner Anselm, und des Präsidenten des evangelischen Wohlfahrtsverbands Diakonie, Ulrich Lilie.

Sollten EKD und Diakonie tatsächlich begleitete Suizide in von ihnen betriebenen Einrichtungen „anbieten oder zumindest zulassen“, betrieben sie de facto das Geschäft der right-to-die-societies wie des Vereins „Sterbehilfe Deutschland“ und der „Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben“. Das kann unmöglich Ziel der EKD sein. Kirchen sollten Besseres zu tun haben, als Suizidhelfern Konkurrenz machen zu wollen.

Die ALfA teilt wie andere Lebensrechtler auch den Ansatz, gemäß dem das Urteil über Suizidwillige Gott zu überlassen ist, der allein auf den Grund der menschlichen Herzen blicken kann. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass Suizide in kirchlichen Einrichtungen willkommen geheißen und begleitet werden sollten – im Gegenteil.

Wer Suizide auch „nur“ toleriert, bestätigt damit das Urteil, das der Suizident über sein Leben fällt. Ob man sich dessen bewusst ist oder nicht: Suizidhilfe anbieten bedeutet Akzeptanz der subjektiven Sicht des Selbstmordwilligen, der seine aktuelle Lebenssituation für lebensunwert hält. 

Aus Sicht der ALfA ignoriert der Vorstoß der evangelischen Amtsträger zudem zahlreiche wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse der in der Suizidforschung und -prävention tätigen Mediziner und Forscher. Demnach ist Suizidalität nicht nur heilbar, sondern auch hochgradig ansteckend.

Es wäre völlig absurd, wenn die Evangelische Kirche – wie etwa an Weihnachten geschehen – Gottesdienste untersagt, um mit einfachen Mitteln zu verhindernde Ansteckungen mit dem Virus SARS-CoV-2 in ihren Kirchen völlig auszuschließen, sich aber bereitfände, das Suizid-Virus in ihren Einrichtungen durch – ganz anrührend und herzerwärmend – gestaltete Lebensabschiedsfeiern zu verbreiten.

Fakt ist: Suizidale brauchen Hilfe. Alle Anstrengungen müssen sich ausschließlich darauf richten, diese so professionell wie rechtzeitig bereitzustellen und die Lebenssituation der Suizidwilligen zu verbessern. Eine Akzeptanz oder gar Begleitung von Suiziden in kirchlichen Einrichtungen erweist nicht nur suizidalen Menschen einen Bärendienst, sondern macht auch den Suizid salonfähig und begünstigt darüber hinaus schwerwiegende seelische Verletzungen von Mitbewohnern, Angehörigen und Bekannten.“

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).


Kritik am Grundsatzprogramm der Grünen

Zum neuen Grundsatzprogramm der Grünen erklärt die Bundesvorsitzende des Verbands „Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA)“, Cornelia Kaminski (siehe Foto):

Die ALfA hat mit großer Verwunderung und ziemlichem Befremden das neue Grundsatzprogramm der Grünen zur Kenntnis genommen. Dass die Grünen vorgeburtliche Kindstötungen fälschlicherweise für ein Frauenrecht halten und folglich die Streichung der § 218 aus dem Strafgesetzbuch fordern, ist deutschen Lebensrechtlern seit langem bekannt.

Dessen ungeachtet gab es jedoch, wenn es um die Würde geborener Menschen ging, doch eine Reihe Positionen, welche die ALfA und die Grünen, die beide aus der Bürgerrechtsbewegung kommen, gemeinsam vertraten. So konnten sich Lebensrechtler der ALfA nicht nur hinsichtlich der Verbote von Eingriffen in die menschliche Keimbahn und der Patentierung von Genen mit den Grünen einig wissen, sondern auch beim Verbot von Eizellenspende und Leihmutterschaft.

Das ist nun vorbei. Auch hinsichtlich des Schutzes von menschlichem Leben an dessen Ende schienen die Grünen lange Zeit sensibler als manch andere Partei zu sein – eine weitere lobenswerte Haltung, die mit dem Bekenntnis der Partei zu einem ,Recht auf selbstbestimmtes Sterben‘ im neuen Grundsatzprogramm zu Grabe getragen wurde.

Mehr noch: Wer wie die Grünen ,selbstbestimmte Schwangerschaftsabbrüche‘ als ,Teil einer guten öffentlichen Gesundheitsversorgung‘ begreift und sicherstellen will, dass diese von Ärzten vorgenommen werden, legt unweigerlich Hand an das Weigerungsrecht von Ärzten und Hebammen.

Das aber fordert ebenso wie die Negierung des Lebensrechts ungeborener Kinder den entschiedenen Widerstand von Lebensrechtlern heraus.

Es ist an Dramatik kaum zu überbieten, dass die Grünen in ihrem neuen Grundsatzprogramm ,Selbstbestimmung‘ zwar zu einem zentralen Wert erklären. Wenn es aber auf diese ankommt, lassen sie die Selbstbestimmung von Frauen erst nach der Zeugung unschuldiger und wehrloser Kinder einsetzen, während die von Ärzten und Hebammen faktisch ignoriert wird.

Richtig wäre andersrum: Ärzte und Hebammen können niemals zur Mitwirkung an einer vorgeburtlichen Kindstötung verpflichtet werden und das Selbstbestimmungsrecht von Frauen existiert auch schon vor der Zeugung eines Kindes.

Es ist tragisch, dass das Leben von Molchen und Kröten den Grünen offenbar als schützenswerter gilt als das Leben ungeborener Kinder und die Gewissensfreiheit von Ärzten und Hebammen, die nicht bereit sind, an deren Tötung mitzuwirken.

Für Lebensrechtler dürfte sich die Wahl dieser Partei damit auf absehbarer Zeit erledigt haben.


Babysöckchen stricken für das Leben!

Söckchen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Babygarderobe: sie halten die kleinen Füßchen warm und sorgen dafür, dass sich die Beinchen nicht im Strampler verheddern.

Besonders schön sind Unikate (Einzelstücke), meint Monika Friederich, Vorsitzende des ALfA-Regionalverbandes Hamburg und Beraterin von Vita-L (einer Initiative dieser Aktion Lebensrecht für alle / ALfA).

Ihre Idee: Babysöckchen stricken und schwangeren Frauen schenken. Viele der von ihr beratenen Frauen haben bereits ein Paar solcher Söckchen bekommen.

„Jede Schwangere freut sich darüber, wenn ihr Kind von anderen schon wahrgenommen wird“, sagt Monika Friederich. „Zu jeder Frau, die ich persönlich berate, nehme ich ein Paar mit. Es berührt die Frauen sehr zu sehen, dass es Menschen gibt, die für ihr ungeborenes Kind Söckchen stricken.“

Monika Friederich hofft, dass noch mehr Frauen diese Idee aufnehmen und zu den Stricknadeln greifen. Die fertigen Söckchen können entweder selbst verschenkt oder an die Geschäftsstelle der ALfA geschickt werden, wo sie dann von jedem, der nicht selber stricken kann, bestellt und an Schwangere verschenkt werden können.

Portal der ALFA: https://www.alfa-ev.de/


Zum Safe-Abortion-Day am 28. September: ein Save from Abortion Day ist nötig

Warum die WHO-Daten unwissenschaftlich sind

Wenn Abtreibungen nicht mehr erlaubt seien, griffen Frauen, die unerwartet schwanger geworden sind, zum Kleiderbügel und anderen Hilfsmitteln, um sich so ihres Kindes und damit des „Problems“ zu entledigen – und das koste jährlich Tausende von Frauen das Leben.

So lautet eins der Hauptargumente der Abtreibungsbefürworter. Auch Pro Familia führt in ihrer Dokumentation zur Abtreibung aus, dass jährlich von 47.000 Todesfällen durch unsachgemäße Abtreibungen weltweit auszugehen sei – eine Zahl, die keiner Überprüfung standhält.

Die Gretchenfrage bei jeder statistischen Erhebung ist die nach dem Zustandekommen des Datensatzes.

Bei einer heimlich durchgeführten Abtreibung stellt sich dies als schwierig dar, da es für Statistiker nicht so leicht ist, an Daten über illegale Eingriffe zu kommen. Allzu leicht lassen sich Abtreibungen als Fehlgeburten darstellen, und kaum jemand wird freiwillig zugeben, von einer Straftat gewusst zu haben.

Also greift die WHO zu Schätzungen. Und das sieht so aus:  Sie geht davon aus, dass eine von zwei Frauen in den USA ihre Abtreibung nicht zugibt und setzt hier einen Vergrößerungsfaktor (augmenting factor) von zwei an. Das heißt, der Datensatz wird verdoppelt.

Dieser Faktor variiert jedoch von Land zu Land, in Peru liegt er bei 7,7, in Bangladesh und Indien – zwei Länder, in denen die Abtreibung von weiblichen Kindern nahezu eine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit ist – immerhin noch bei 3,3. Diese Vorgehensweise ist bei der WHO anscheinend üblich: Die Aidszahlen in Afrika wurden teils völlig willkürlich um den Faktor 47 multipliziert. Auf ebensolchen Hochrechnungen und Schätzungen, nicht aber auf tatsächlichen Zahlen beruhen die Daten der WHO zur Sterblichkeit von Frauen nach Abtreibung.

So wundert es nicht, dass auch die amerikanische Zahl von „tausenden Todesfällen nach illegalen Abtreibungen“ einer statistisch wissenschaftlichen Grundlage entbehrt.

Abreibungsorganisationen berufen sich stattdessen immer noch auf nahezu hundert Jahre alte Daten, wie etwa von Frederick Taussig (1872-1943), der als einflussreicher Befürworter von Abtreibungen galt und dessen Berechnungen zu Todesfällen nach Abtreibungen so unsauber waren, dass er sie selber rauf und runter korrigierte – mal waren es 3.200, dann 4.000, dann 15.000, dann wieder nur 8.000 jährlich.

Die Berechnungen stammen aus einer Zeit, als weder Verhütungsmittel noch Antibiotika flächendeckend zur Verfügung standen.

Tatsache ist daher: 1972, ein Jahr vor der Legalisierung der Abtreibung, starben in den USA 49 Frauen nach legaler Abtreibung bzw. Fehlgeburt, nach illegaler Abtreibung aber nur 39.

Die Aussage, dass illegale Abtreibungen die Frauengesundheit in hohem Maße gefährden, ist also einfach nicht belegbar. Dennoch hält Planned Parenthood an den hohen Todeszahlen fest – und das, obwohl sie selbst die Wissenschaftler mit einem Preis geehrt haben, die in ihren Arbeiten diese Zahlen widerlegten.

„Bei legalen Abtreibungen sterben Frauen. Das Risiko steigt mit fortgeschrittener Schwangerschaft und Methode: in England starben allein in diesem Frühjahr zwei junge Frauen an einer chemischen Abtreibung. Bei Abtreibungen sterben Kinder: in Deutschland jeden Tag eine ganze Grundschule“, erklärt Cornelia Kaminski. „Es wird daher Zeit für einen „Save from Abortion Day“ – rettet vor Abtreibung.“


Zahl der Abtreibungen weiter gestiegen

Die offizielle Abtreibungsstatistik für das zweite Quartal 2020 ist entlarvend. Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland lag laut Statistischem Bundesamt um ca. 2,2 % höher als im Vorjahresquartal. Besonders erschütternd: der Anteil der chemischen Abtreibung, bei dem die Frau selbst abtreibt. 

Bei diesem Verfahren muss die Frau zu Hause ein Präparat einnehmen, das starke, sehr schmerzhafte Blutungen auslöst und zu nicht unerheblichen Komplikationen bis hin zum Tod führen kann. Vor wenigen Wochen starben zwei Engländerinnen nach Einnahme der Abtreibungspille.

Zudem belegt die Statistik auf eindrucksvolle Weise, dass das Beratungsmodell, bei dem schwangere Frauen eine „ergebnisoffene“ Beratung durchlaufen, wenig dazu beiträgt, das ungeborene Leben effektiv zu schützen.

Auch die Forderung nach einer besseren „Versorgung“ mit Abtreibungseinrichtungen wird durch die Statistik widerlegt: Eine Steigerung der Abtreibungszahlen um über 2 Prozent lässt sich nur schwerlich erreichen, wenn gleichzeitig die Versorgung nicht ausreichend ist.

„Wer angesichts der Zahlen immer noch davon spricht, die Gesetzeslage in Deutschland sei zu wenig liberal und nicht frauenfreundlich genug, handelt in Wahrheit frauenfeindlich. Frauen leiden an Abtreibungen, nehmen hohe gesundheitliche Risiken bis hin zum Tod durch Abtreibungspräparate in Kauf und Kinder sterben dabei. Als Gesellschaft sind wir gefordert, dieses Leid weitestgehend einzudämmen: bessere Beratung, mehr Hilfe, mehr Schutz des ungeborenen Lebens sind dringend vonnöten“, so Cornelia Kaminski (siehe Foto), die Bundesvorsitzende der ALfA:

„Beim Marsch für das Leben am kommenden Samstag in Berlin gibt es eine gute Gelegenheit, für dieses Anliegen ein Zeichen zu setzen.“  

Die Aktion Lebensrecht für Alle  (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 10.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).