Unser POSTER zu Allerheiligen/Allerseelen

PLAKAT aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

Dieses PLAKAT kann beim KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen Din-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 € inkl. Versandkosten (bitte in Briefmarken beilegen), vier Stück kosten nur 6 € inkl. Porto. – Per Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de


Unser neues PLAKAT zu Allerseelen

POSTER des ECCLESIA-Plakatdienstes in Münster:

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Allerheiligen und Allerseelen: Gemeinschaft der Gläubigen über den Tod hinaus

Von Prälat Dr. Wilhelm Imkamp

In unserer, die in „erlebnisintensiven Events“ rauschhafte Selbstvergessenheit sucht, wird das Sterben und der Tod ausgegrenzt. Verborgenes Sterben und namenlose Beerdigungen werden immer häufiger. Die Toten kommen immer öfter als „Halloween-Kürbisse“ und in „after-work-Gruselpartys“ vor, wo neuerdings auch Gruselclowns gern gesehen sind. Osternacht2012_Maria_Vesperbild_009_01

So werden Tote zur makaberen Karikatur einer im Wortsinn „gnadenlosen“ Spaßkultur. Hier haben Tote keine Lobby mehr, denn sie schreiben ja keine Leserbriefe, nehmen nicht an Meinungsumfragen teil, und vor allem gehen sie nicht mehr zu den Wahlen, sie sind gesellschaftlich nicht mehr relevant.

Gegen diese Verdrängung steht der Allerseelentag, denn Tote fallen eben nicht aus der Gemeinschaft der Kirche, entweder sind sie in der Anschauung Gottes Glieder der himmlischen Kirche oder als „arme Seelen“ Glieder der leidenden Kirche, denn nur die ewige Verdammnis schließt aus der Kirche endgültig aus.

Auch wenn man diese Möglichkeit einer ewigen Verdammnis buchstäblich „tod-ernst“ nehmen muß, sollte das schlichte Faktum, daß die Kirche zwar unzählige Menschen mit Gewißheit als Heilige verehrt und im Fest Allerheiligen diese unüberschaubare Zahl Heiliger auch besonders feiert, aber auf der anderen Seite von keinem Menschen die ewige Verdammnis eindeutig festgestellt hat, Hoffnung geben.

Und diese Hoffnung hat einen Namen: „Fegefeuer“: Wie viele Menschen würden endgültig verloren gehen, wenn es nicht diesen Reinigungs- und Vorbereitungsort gäbe, 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72csondern nur die Alternative zwischen Himmel und Hölle. Das Fegefeuer ergibt sich aus der Barmherzigkeit Gottes: „Denn es ist im Fegefeuer nicht Gottes Zorn, der uns straft, es ist Gottes Liebe“ (Herman Schell). 

Die Liebe Gottes achtet den Menschen auch als Sünder nach dem Tod so, daß sie seine Sünden ernst nimmt. Gott erklärt niemand für gerecht, ohne ihn auch gerecht zu machen. Die Seele, die nach Gott verlangt, der aber der Blick auf Gott noch durch die aufgehäuften Sündenstrafen verwehrt ist, verzehrt sich in Sehnsucht nach der Gegenwart Gottes: „Erst wenn der Wille ganz ausgeglüht ist von den Schlacken des Diesseits, ist die Seele reif für Gott, wirklich gerecht gemacht“ (Herman Schell).

Wir sollten uns das Fegefeuer allerdings nicht als gemütlichen „Transitroom“, sondern eher als sehr intensive, ja schmerzliche Reinigung vorstellen:

„Der kleinste Schmerz im Fegefeuer ist stärker als der größte Schmerz auf Erden“ meint der hl. Thomas von Aquin. Diese Qual, nämlich den Anblick Gottes entbehren zu müssen, übersteigt bei weitem all unsere Vorstellungskraft. media-390606-2

Und hier kommen wir Lebenden, die Glieder der pilgernden Kirche auf Erden ins Spiel, denn wir können den Verstorbenen ihre Qualen erleichtern:

„Stellvertretende Liebe ist eine zentrale christliche Gegebenheit, und die Fegfeuerlehre sagt aus, daß es für diese Liebe die Todesgrenze nicht gibt. Die Möglichkeit des Helfens und des Schenkens erlöschen für den Christen mit dem Tod nicht, sondern umgreifen die ganze Communio sanctorum, diesseits und jenseits der Todesschwelle“ (Joseph Ratzinger).

Im Gebet für die Verstorbenen und vor allem auch durch hl. Meßopfer können wir den Verstorbenen beistehen. So bietet der Allerseelentag die tröstende Gewißheit, daß wir mit unseren Verstorbenen in einer innigen Gebetsgemeinschaft verbunden sind.

Auf der anderen Seite steht das Allerseelenfest gegen die Chimären des Aberglaubens, die Tote mit magischen Praktiken beschwören oder in Halloween-Kürbissen wiederbeleben zu wollen. Die Fegefeuerlehre ist ein wichtiger und entscheidender Beitrag zur „Psychohygiene“, gerade des modernen Menschen. Ein unverkrampftes Verhältnis zum Tod und zu den Toten macht unsere „after-live-party“ zum ewigen Freudenfest.

Unser Autor Prälat Dr. Wilhelm Imkamp ist Direktor der Wallfahrtstätte Maria Vesperbild in Ziemetshausen (Bistum Augsburg)

 


Allerheiligen und Allerseelen: CHRISTUS ist die Brücke zwischen Lebenden und Toten

An ALLERHEILIGEN (1. November) gedenkt die katholische Kirche der verstorbenen Gläubigen. Ursprünglich war dieser Tag ein österliches Fest, an dem die Kirche an die unbekannten Heiligen erinnerte.

Der neue Festtermin 1. November entstand in Irland im 8./9. Jahrhundert. Durch irisch-schottische Ordensleute gelangte das Allerheiligkeitsfest im 9. Jahrhundert auf den Kontinent. Als Initiator gilt der Theologe und Mönch Alkuin.  media-374158-2

Allerheiligen ist nicht allein das Fest der offiziell Heiliggesprochenen, denn an diesem Tag bekennt die Kirche, dass es eine große Schar von Heiligen aus allen Zeiten und Völkern gebe. Die katholische Christenheit glaubt, dass viele Verstorbene wie Heilige verehrt werden können. Von diesen Menschen wird angenommen, dass sie die höchste Vollendung ihres Lebens in Gemeinschaft mit Gott erreicht haben.

Die erste förmliche Heiligsprechung (Kanonisation) durch den Papst erfolgte für den hl. Ulrich von Augsburg (923 – 973) im Jahre 993.

ALLERSEELEN (2. November) ist der eigentliche Totengedenktag. Viele besuchen ihre verstorbenen Angehörigen und Freunde auf dem Friedhof. In den meisten Pfarreien werden die Gräber gesegnet.

Die Kirche feiert diese beide Festtage in der Überzeugung, dass durch Jesus Christus eine Verbindung zwischen Lebenden und Verstorbenen besteht. Der Allerseelentag etablierte sich seit dem Hochmittelalter, befördert durch das burgundische Benediktinerkloster Cluny.

An diesem Tag wird jener Verstorbenen gedacht, die sich noch in einem jenseitigen Läuterungszustand (dem sog. „Fegefeuer“) befinden und die volle Gemeinschaft mit Gott noch nicht erreicht haben, wenngleich ihnen das Heil gewiß ist. Für diese Menschen wird gebetet, um ihnen auf ihrem Weg in den Himmel zu helfen.

Allerheiligen ist in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland ein gesetzlicher Feiertag.

Quelle: http://www.bistum-fulda.de/bistum_fulda/presse_medien/liste_pressemeldungen/2016/2016_04/bpd_2016_10/bpf_20161025_01_Stichwort_Allerheiligen_und_Allerseelen.php


Regensburger Katholiken feierten ihren Bistumspatron, den heiligen Wolfgang

Ein Heiliger von „europäischem Format“

Alle Plätze in der Basilika St. Emmeram waren am Donnerstagabend besetzt, als Bischof Rudolf Voderholzer zusammen mit den Priestern und Gläubigen im Rahmen eines Pontifikalamts das Hochfest des heiligen Wolfgang feierten; er ist Patron des Bistums Regensburg. 

Neben dem Diözesanbischof zelebrierten Weihbischof R. Pappenberger, Dompropst Dr. Gegenfurtner, Pfarrer Roman Gerl und Prälat Siegfried Schweiger. Chor und Orchester von St. Emmeram gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

Zum Ende der Feier zogen Bischof, Priester und Ministranten zum Gebet hinunter in die Krypta der Basilika. Hier liegen die sterblichen Überreste des heiligen Wolfgang in einem Schrein.  Heiliger Wolfgang Gebet in der Krypta 2

Kritik an Halloween-Umtrieben

In seiner Predigt richtete Bischof Voderholzer seinen Blick auf den Festtag des Bistumspatrons, auf Allerheiligen und Allerseelen, aber auch auf die Umtriebe rund um Halloween, die auf das Hochfest des Heiligen fallen.

Niemanden solle seine Gaudi genommen werden, betonte der Bischof, Problematisch werde es aber, wenn die großen Themen des Menschsein: Sterben, Tod, Gericht, Ewiges Leben, nicht mehr im Licht der christlichen Erlösungsbotschaft gesehen werden, sondern in einem Wust von unernstem Geistergetue untergingen.

Als Kirche dürften wir, in der Solidarität aller ihrer Glieder über Grab und Tod hinaus, am Allerheiligentag zuerst alle die feiern, die gemäß Jesu erster Heiligsprechung in der Bergpredigt schon bei Gott vollendet sind; all jene, die die Heiligkeit, die sie in der Taufe geschenkt bekamen, durch ein Leben in Glauben, Hoffnung und Liebe bewahrt und vertieft haben.

Gebet für Verstorbene: Solidarität der Liebe

Am Allerseelentag gingen die Gläubigen an die Gräber, und beim Requiem beteten sie für alle, von denen wir annehmen, dass sie unser Gebet und unsere Solidarität der Liebe noch bräuchten. Dabei, so Bischof Rudolf, hoffen wir, dass auch für uns einmal gebetet werden wird, und unser Glaube nicht im unernsten Halloween-Aberglauben erstickt werde: Heiliger Wolfgang Gebet in der Krypta 1 - Kopie

„Wir haben in Regensburg den schönen Ineinsfall von Wolfgangsfest und Allerheiligen. Der heilige Wolfgang führt gewissermaßen die Schar der kanonisierten Heiligen an“, erklärte der Regensburger Oberhirte und verwies auf die großen Leistungen des Heiligen von der Gründung einer Domschule bis hin zur Intensivierung des geistlichen Lebens im Klerus und in den Klöstern.

Wolfgang sei ein Bischof von europäischem Format gewesen, erklärte Bischof Rudolf abschließend.

Bischof von Regensburg im 10. Jahrhundert

Wolfgang war Benediktinermönch und im 10. Jahrhundert Bischof von Regensburg. Der heilige Wolfgang wurde 924 in Pfullingen geboren. Er besuchte die Klosterschule auf der Bodenseeinsel Reichenau und später die Domschule in Würzburg. Danach lehrte er an der Domschule Trier.

965 trat Wolfgang in das Kloster Einsiedeln in der Schweiz ein. Dort wurde er Leiter der Klosterschule und 968 zum Priester geweiht. Auch als Missionar war Wolfgang in Ungarn tätig. 972 berief ihn König Otto I. zum Bischof von Regensburg.

Der Heilige Wolfgang fungierte als Lehrer und Erzieher der bayerischen Herzogskinder, des späteren Kaiser Heinrich II. sowie Gisela, Gattin des Königs Stephan von Ungarn. Während einer Reise starb Bischof Wolfgang am 31. Oktober 994 nahe Linz. Er wurde in St. Emmeram in Regensburg bestattet.

Papst Leo IX. erhob Wolfgangs Gebeine 1052 in einen Reliquienschrein und erklärte ihn für heilig. Die Reliquien des Heiligen Wolfgang ruhen in der Krypta von St. Emmeram. Der Heilige Wolfgang wird als Schutzpatron der Bildhauer, Holzarbeiter, Zimmerleute, Schiffer und Hirten verehrt. Dargestellt wird Bischof Wolfgang stets mit Bischofsstab und Kirche.

Quelle für Text und Fotos: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Unser PLAKAT zu Allerseelen: GEBET für unsere Verstorbenen

ECCLESIA-Poster aus dem KOMM-MIT-Jugendverlag in Münster:

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Der Papst betete an Allerseelen für seine Amtsvorgänger

Liebende Verbundenheit überdauert den Tod

Es war der bedeutende Abt Odilo von Cluny, der den kirchlichen Gedenktag Allerseelen im Jahr 998 einführte: als Gedächtnistag aller verstorbenen Gläubigen.

Dieser Gedenktag breitete sich unter dem Einfluß der Reformbewegung von Cluny aus und wurde auch in Rom ab dem 14. Jahrhundert gefeiert. Im Vatikan ist Allerseelen ein arbeitsfreier Feiertag. 

Der Papst besucht jedes Jahr am Abend von Allerseelen die Gräber seiner Amtsvorgänger in den Vatikanischen Grotten des Petersdoms. Der Pontifex betet in den Gewölben unterhalb der Basilika traditionsgemäß  für die an dieser Stätte beigesetzten Päpste sowie für alle Verstorbenen, die im Frieden Gottes heimgegangen sind.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Daß Christen für ihre Verstorbenen beten und die Eucharistie feiern, ist schon seit dem 2. Jahrhundert allgemein bezeugt. Vor allem die römischen Katakomben und auch die Ausgrabungen rund um das Petrusgrab unter dem Vatikanhügel belegen dies deutlich.

Der Besuch auf dem Friedhof, das fürbittende Gebet, das Schmücken der Gräber und die Kerzen sind Zeichen für den Glauben an das ewige Leben.

Die christliche Verbundenheit mit den Verstorbenen kommt in dem Wunsch zum Ausdruck, daß die Toten das ewige Leben bei Gott erlangen und in ihm die ewige Freude und den himmlischen Frieden finden, den Christus schenkt.

Quelle: Radio Vatikan