Rekord-Einschaltquote für „Tatort“ mit Liefers

Wie bereits im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, haben sich 53 deutsche Schauspieler unter dem ironischen Motto #allesdichtmachen mit den regierungsamtlichen Maßnahmen zur Coronakrise befaßt und ihre Kritik daran durch satirische Kurzfilme dargestellt, was zu einer Empörungswelle im „Staatsfunk“ und in vielen Maeinstream-Medien führte.

Dabei wurde teils sogar ein Boykott der Künstler gefordert, wobei vor allem Jan Josef Liefers als Initiator der Videos im Blickfeld stand. Ein erheblicher Teil der Schauspieler fühlte sich derart stark unter Druck gesetzt, daß viele der Satire-Filme gelöscht wurden.

Umso aufschlußreicher ist es nunmehr, daß der jüngste mit Münster-Tatort mit Liefers („Professor Börne“), der am vergangenen Sonntagabend ausgestrahlt wurde, eine Rekord-Einschaltquote erzielen konnte. Laut Medienberichten haben sich 14,22 Millionen Zuschauer (39,6 Prozent) die Episode „Rhythm and Love“ angesehen, bislang die höchste Einschaltquote dieses Tatorts.

Eine Abstimmung der Bürger mit dem Fernsehknopf?

Die satirische Künstler-Aktion und den jüngsten Erfolgs-„Tatort“ etc. erwähnt auch der Bestsellerautor, ehem. ZDF-Moderator und evangelische Theologe Peter Hahne: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/nach-dem-fall-liefers-wider-den-kampagnenjournalismus/


Kabarettist und Philosoph kritisieren das Kesseltreiben gegen #allesdichtmachen

Widerspruch von Dieter Nuhr und Dr. Alexander Grau

Der Kabarettist Dieter Nuhr hat sich in der Tageszeitung „Die Welt“ zur Debatte um die Künstler-Aktion „allesdichtmachen“ geäußert. Er findet die öffentliche Empörung gegen die Kurzfilme „größtenteils überzogen und hysterisch, weil sie völlig unberechtigt die Etiketten ‘rechts’ und ‘Querdenker’ verwendet“.

Es gebe Ideologen, die „immer gleich rechts ihrer eigenen Meinung den Faschismus“ witterten. „Auch ich wurde ja schon als rechts oder als Rassist bezeichnet“, ergänzte der Satiriker.

Es sei „absurd, daß inzwischen bei jeder Kritik untersucht wird, ob sie der AfD oder den ‘Querdenkern’ oder wem auch immer in die Hände spielt“. Er beklagte: „Darf man deshalb die Linke oder die Mitte nicht mehr kritisieren? Das ist doch Quatsch.“

Gleichzeitig bezeichnete Nuhr die Schauspieler-Aktion als „ein bißchen naiv“. Die Videos hätten dem Erkenntnisstand über Corona-Einschränkungen nichts Neues hinzugefügt können.

Kritisch über das empörte Jagdtreiben äußert sich außerdem der Philosoph Dr. Alexander Grau im Kulturmagazin CICERO:

„In bedrückender Geschlossenheit und mit teils unverhohlener Aggressivität stürzen sich Journalisten, Meinungsmacher, Kommentatoren, Kulturschaffende und Kollegen auf jene 53 Schauspieler, die sich an der Aktion #allesdichtmachen beteiligten. Es grenzt an eine Hetzjagd. Und kaum jemand stellt sich ihr entgegen.“

Siehe dazu auch eine aktuelle Stellungnahme von Prof. Michael Wolffsohn: https://charismatismus.wordpress.com/2021/04/26/wolffsohn-ja-zur-freiheit-der-kunst-aktion-allesdichtmachen-ist-mutig-und-notig/

KRITIK an einer heuchlerischen Vereinnahmung von Pflegekräften und Krankenschwestern als Kampagnenmittel: https://www.nachdenkseiten.de/?p=71898