Im Jahr 2018 wurden weltweit 40 katholische Priester bzw. kirchl. Mitarbeiter ermordet

Im Jahr 2018 wurden weltweit insgesamt 35 katholische Priester und 5 kirchliche Laien-Mitarbeiter/innen ermordet  – damit fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr (23 Tote).

Nachdem acht Jahre lang Amerika an erster Stelle stand, was die Zahl der ermordeten Kirchenvertreter anbelangt, war es im Jahr 2018 Afrika.

In Afrika wurden 19 Priester, 1 Seminarist und eine kirchliche Mitarbeiterin im Laienstand ermordeten. In Amerika waren es 12 Priester und 3 Laien; in Asien kamen drei Priester gewaltsam ums Leben; und in Europa wurde ebenfalls ein Priester ermordet.

Viele dieser Opfer kamen bei versuchten Raubüberfällen ums Leben. Auf allen Breitengranden teilen Priester, Ordensleute und Laien den Alltag mit einfachen Menschen und helfen ihnen an Leib und Seele.

Dabei sind die Ermordeten nur die Spitze des Eisbergs, da die Liste der unbekannten Pastoralmitarbeiter, die angegriffen, misshandelt, ausgeraubt und bedroht werden, lang ist. Dies gilt auch für katholische Einrichtungen, die sich in den Dienst der Bevölkerung stellen und Zielscheibe von Anschlägen und Plünderungen sind, weil sie ihrem Auftrag treu bleiben.

Quelle: Fidesdienst


FOCUS-Autor kritisiert Verunglimpfung konservativer Christen in Westeuropa

Lehramtstreue Katholiken werden zunehmend ausgegrenzt

Am gestrigen Allerheiligen-Fest veröffentlichte das Wochenmagazin FOCUS einen zeitkritischen und sehr lesenswerten Beitrag des Kommunikationsexperten und Schriftstellers Guiseppe Gracia unter dem Titel: „Innere Zensur: Wer hierzulande zur katholischen Lehre steht, zahlt hohen Preis.“

Darin beschwert sich der Schweizer Autor darüber, daß Meinungsfreiheit, Vielfalt und Toleranz in Westeuropa zunehmend schwinden, wenn es sich z.B. um „lehramtstreue Katholiken“ handle.

Zwar dürften diese konservativen Christen „sagen, was sie denken“, allerdings bleibe dies bisweilen nicht ohne Folgen, denn „sie sinken im öffentlichen Ansehen bis hin zur Ausgrenzung“.

Gracia sieht die „Gefahr einer inneren Zensurschere“  – und dies besonders bei „heißen Eisen wie Familienpolitik, Sexualmoral oder Abtreibung.“

Er fügt hinzu: „In vielen europäischen Medien erscheint die Lehre der katholischen Kirche als etwas Krankhaftes oder Menschenfeindliches.“

In Schweden habe eine sozialdemokratische Politikerin sogar Abtreibungsgegner mit radikalen Islamisten gleichgesetzt. Zudem habe der ZDF-Moderator Klaus Kleber kürzlich den Katechismus der katholischen Kirche mit der Scharia in Zusammenhang gebracht. 

In Deutschland, England oder Frankreich könne niemand Arzt oder Hebamme werden, wenn er schon während des Studiums verdeutliche, daß er Beihilfe zur Selbsttötung oder Abtreibung ablehne. 
Der Verfasser schlußfolgert: „Das fördert ein Klima, in dem Gläubige, die einen Job zu verlieren haben, sich hüten, Artikel oder Videoclips mit christlichen Ansichten zu liken.“
Er erinnert sodann an den Fall des konservativen italienischen Katholiken Buttiglione: „Trotz bester Qualifikation für das Amt des Vizepräsidenten der Europäischen Kommission (…) hat es ihn die politische Laufbahn gekostet, zumindest auf EU-Ebene.

Grundsätzlich anders sei die Lage in den USA: „Im Vergleich dazu können Politiker offen von Gott und ihrem Glauben sprechen. Ob jemand Pro-Choice oder Pro-Life ist, für oder gegen Homoehe: Er hat immer die Chance auf ein höheres Amt. Das ist in Westeuropa inzwischen undenkbar.“

Das Ausgrenzen gläubiger Konservativer sei kein Ausdruck der „offenen Gesellschaft“, so der Autor, sondern ihres Scheiterns.

Der zeitgeistkritsche Artikel erhielt bislang 72 Leserkommentare. Peter Zollo schrieb heute früh um 7,55 Uhr folgendes:

Katholisch bin ich nicht, aber ich stehe als Christ mit jüdischem Familienangehörigen hinter christlichen Werten und akzeptiere Menschen, die hinter der katholischen Lehre stehen, vollkommen. In vielen Punkten ist ja auch eine gewisse Wahrheit und Sinnhaftigkeit darin. Wenn Fernsehmoderatoren nunmehr schon Katholizismus und Scharia gleichsetzen, kann man ersehen, wie auch dort schon der Mainstream und Undifferenziertheit um sich greift.“

FOCSU-Quelle für die Zitate: http://www.focus.de/politik/experten/gastbeitrag-wer-hierzulande-zur-katholischen-lehre-steht-zahlt-hohen-preis_id_7785815.html

 


Netanjahu dankt Trump für seine wohlwollende Haltung gegenüber Israel

Premierminister Netanyahu ist am vergangenen Montag in New York mit US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen. Der israelische Ministerpräsident sagte vor dem Treffen zu Trump: 

Donald Trump und Ministerpräsident Netanyahu

„Die Allianz zwischen Amerika und Israel ist unter ihrer Führung noch enger, noch tiefgehender geworden. Ich möchte Ihnen dafür danken. Darüber hinaus freue ich mich darauf, mit Ihnen zu besprechen, wie wir das angehen können, was Sie richtig als den schrecklichen Nukleardeal mit Iran bezeichnet haben und die wachsende iranische Aggression in der Region, besonders in Syrien.

Wie Sie gesagt haben, werden wir besprechen, wie wir die Gelegenheit für Frieden zwischen Israel und den Palästinensern, sowie Israel und der arabischen Welt nutzen können.

Zuletzt werden wir morgen bei der UNO sprechen, und ich werde sagen, dass unter Präsident Trump Amerikas Position gegenüber Israel in der UNO unmissverständlich ist; sie ist sehr stark; sie hat sowohl Klarheit als auch Überzeugung. Und ich möchte Ihnen im Namen der Menschen in Israel und Israels vieler Freunde weltweit danken.“

Am Rande der UN-Vollversammlung kam Premierminister Netanyahu außerdem auch mit weiteren Staas- und Regierungschefs zusammen. Er traf den Präsidenten Panamas, Juan Carlos Varela, den japanischen Premierminister Shinzo Abe und den Präsidenten Ruandas Paul Kagame.

Quelle: Amt des Premierministers


Israelischer Regierungschef bekräftigt die Freundschaft mit den USA und die Feindschaft mit dem „militanten Islam“

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu hat sich per Videobotschaft an die AIPAC Policy Conference gewandt. In seiner Rede sagte er:

„Liebe Freunde, Israel hat keinen größeren Freund als Amerika und Amerika hat keinen größeren Freund als Israel.  Für die Sicherheit sowohl Israels als auch der Vereinigten Staaten müssen wir sicherstellen, dass die Kräfte des militanten Islam besiegt werden. Wir werden nicht zulassen, dass sie die Menschheit von  dem Versprechen einer lichten Zukunft in das Leid einer dunklen Vergangenheit zerren. 

Wie Sie wissen, hatte ich im vergangenen Monat ein außerordentlich warmherziges Treffen mit Präsident Trump. Ich möchte dem Präsidenten für seine starke Unterstützung Israels danken.

Ich möchte Vizepräsident Pence für seine warmen Worte für Israel gestern Abend danken. Die US-Regierung zeigt ihre Verpflichtung zu Israel, indem sie Worte in Politik umsetzt. Dies findet seinen Ausdruck darin, dass die US-Botschafterin bei den UN, Haley, bei den Vereinten Nationen dafür eingestanden ist, was richtig für Israel und wahr ist.

Sie sehen es in dem Haushaltsvorschlag von Präsident Trump. Es belässt die militärische Unterstützung in ihrer vollen Höhe, obwohl der fiskalische Gürtel enger geschnallt wird. Und das schätzen wir. 

Donald Trump und Benjamin Netanyahu

In Israel sind wir sehr dankbar für die großzügige Unterstützung des Präsidenten, des Kongresses und des amerikanischen Volkes. Wir wissen, wie Sie auch, dass diese Unterstützung eine Investition in unsere gemeinsame Sicherheit und unsere gemeinsame Zukunft ist. Weil wir denselben Feinden gegenüber stehen und dieselben Werte verteidigen.

Unsere offenen Gesellschaften, unser Respekt für den Rechtsstaat und die vielen Freiheiten, die wir zu Recht hochhalten – dies sind die Dinge, die Amerikaner und Israelis zusammenbringen.

Und dies gilt auch für den Wunsch nach Frieden. Israels Hände und auch meine Hand sind all unseren Nachbarn zum Frieden hin ausgestreckt. Wir lehren unsere Kinder den Frieden. Und es ist an der Zeit, dass die Palästinensische Autonomiebehörde dasselbe tut.  Israel ist der gemeinsamen Arbeit mit Präsident Trump an einem Frieden mit den Palästinensern und all unseren Nachbarn verpflichtet.

Ich glaube, dass die gemeinsamen Gefahren, denen Israel und viele unserer arabischen Nachbarn jetzt gegenüberstehen, eine seltene Gelegenheit bieten, Brücken in eine bessere Zukunft zu bauen – eine Zukunft, die glücklicher, sicherer, friedlicher sein wird. Und um diese Zukunft zu erreichen, wird Israel immer wachsam sein, niemals unsere Sicherheit aufs Spiel setzen, immer bereit sein, sich selbst zu verteidigen.

Wir werden uns selbst nicht nur auf dem physischen Schlachtfeld verteidigen, sondern auch auf dem moralischen. Wir werden uns gegen Verleumdung und Boykotte verteidigen. Wir werden klar unsere Stimme gegen Antisemitismus aus jeder Ecke erheben. 

Vielen Dank dafür, dass Sie an der Seite Israels stehen. Danke dafür, dass Sie für Israel einstehen.“

Zum Videomitschnitt »

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Wird Trump dem größten Abtreibungsverband PP die Staatszuschüsse streichen?

Presseberichten zufolge wird der neue amerikanische Präsident Donald Trump der Organisation „Planned Parenthood International“ (PP) am kommenden Sonntag per img_2317Dekret alle staatlichen Gelder streichen. Dieses Datum wäre sehr symbolkräftig, denn an jenem Tag wurde in den 70er Jahren die Abtreibung vom höchsten US-Gericht legalisiert bzw. für straffrei erklärt.

Die Streichung der Staatsknete war bereits früher vom republikanischen US-Präsidenten George Bush verfügt worden, doch Demokraten-Präsident Obama hatte die Zuschüsse für diesen weltweit größten Pro-Abtreibungsverband schnell wieder eingeführt  – es war dies eine seiner ersten Amtshandlungen. PP erhält pro Jahr rd. 500 Millionen Dollar von der US-Regierung.

BILD: Dieses junge Mädchen sang die amerikanische Nationalhymne bei der Amtseinführung von Präsident Trump

Die Tochter-Organisation von PP heißt hierzulande „Pro Familia“ und ist als gemeinnütziger Verein anerkannt, obwohl der Verband nicht „nur“ für Abtreibungen wirbt, sondern diese  – ebenso wie in den USA – auch selber durchführt.

Besonders Mike Pence, der neue Vizepräsident der Vereinigten Staaten, ist neben einer Reihe von Ministern im Trump-Kabinett ein entschiedener Lebensrechtler, der sich seit Jahrzehnten gegen Abtreibung einsetzt, die schon Millionen von ungeborenen Kindern in den USA das Leben kostete.

Hier unser Bericht über diesen bewährten christlichen Republikaner: https://charismatismus.wordpress.com/2016/11/10/der-neue-us-vizepraesident-mike-pence-christlich-konservativ-israelfreundlich/

Foto: Fox-News / Dr. E. Breburda


USA heute: Donna – vom Leben und Überleben einer amerikanischen Indianerin

Von Dr. med. Edith Breburda

Jeden Donnerstag und Samstag kann man Donna in der letzten Bank einer Stadtkirche in Scottsdale im Bundesstaat Arizona finden. Ihr immer zu ihrem Kleid passender Hut umrahmt ein sympathisches, fast jungenhaftes Gesicht der Anfang 70-jährigen Dame. Dr. Breburda

Tief in Gedanken versunken, lässt sie ihren Rosenkranz durch ihre Hand gleiten. Es sind kaum noch Leute in der Kirche, das Allerheiligste wurde nach der Messe wieder eingesetzt, und die Schlange der Beichtenden hat sich verflüchtigt.

So wage ich es Donna anzusprechen. Es interessiert mich ob sie mit den vielen Christen an der 54ig-tägigen Rosenkranz-Novene für einen guten Ausgang der Wahl teilnimmt. Vielleicht hätte ich es nicht tun sollen, denn wir beide saßen geschlagene zwei Stunden und plauderten, leise und verhalten, obwohl die Kirche nun wirklich leer war. Nur der Kirchendiener schlich an uns vorbei, schloss die Tür jedoch nicht ab und verschwand nach ein paar Sekunden wieder.

Donna hatte etwas sehr Einnehmendes an sich; ihre Mutter war Deutsche und Ihr Vater Indianer. Ja, jetzt wo sie es sagt, sah man es  –  warum ich da nicht sofort drauf gekommen bin?

Donna erzählt von den letzten Jahren in den USA, von der großen Rezension: „Nein, es war keine Rezension, es war eine Depression, schlimmer als in den zwanziger Jahren.“

Sie und ihre Familie waren in Kalifornien. Sie waren sehr wohlhabend, haben jedoch 2007 alles verloren. Donna und ihr Mann fuhren damals durch die Stadt und schauten sich die Brücken an, bis sie eine fanden, wo ein Fastfood-Restaurant gleich um die Ecke war. img_1349

„Hier ist es schön”, sagten wir zueinander, „dort gibt es ein McDonald, so müssen wir wenigstens nicht verhungern.“

So viel realistischer Optimismus inmitten einer Notlage ist erstaunlich: „Ich sitze hier immer und übergebe alles dem lieben Gott, er wird sich wohl denken: ‚Oh schon wieder unsere Donna! Ich kann es nicht mehr hören!’“

FOTOS: Viele Menschen wohnen in „Homeless“, in Zelten im Freien, da sie sich keine Wohnung leisten können

Und dann wurde ihr Mann sehr krank. Er hatte 30 Jahre nicht mehr die Sakramente empfangen. Doch er kam zurück, verlangte nach einem Priester und ging plötzlich zur Beichte. Donna berichtet:

„Ich habe ihn nicht darum gebeten. Er wollte das von sich aus. Vor 3 Jahren ist er gestorben. Viele haben ihn danach gesehen. Es geht ihm gut. Selbst hier in der Kirche sah ihn eine Frau. Sie sprach mich nach der Messe an und sagte zu mir: ‚Wie schön, dass du mit deinem Sohn da warst!’  –  Ich war ganz perplex: ‚Mein Sohn? Der geht nicht in die Kirche mit mir. Das ist unmöglich.’ – ‚Aber doch, es war ein junger Mann, und er ging hinter dir zur Kommunion und betete ganz andächtig.’

Als ich nachfragte, wir er aussah, beschrieb sie ihn mir wie meinen Mann, als er 20 Jahre alt war. Auch zu mir kam er, und ich konnte ihn umarmen. Es war in einem Traum. Die Umarmung spürte ich ganze 3 Wochen lang. img_1126

Wissen Sie, meine Großmutter hatte als Indianerin die Gabe der spirituellen Träume. Sie betete und betete. Als ich 19 Jahre alt war, besuchte ich sie. Mir wurde ganz anders. Sie redete von Engeln, die vom Himmel kamen und mit ihr beteten. Sie hörte wunderbare Musik.

Diese Gabe, von den lieben Verstobenen zu träumen, wird vererbt, und mein Bruder hatte diese Gabe. Ich war damals verwundert, wieso ich davon nicht betroffen war. Mein Bruder war doch gar nicht so fromm wie ich.“

Und dann kommt Donna auf ihren Sohn zu sprechen. Seine Frau Michaela war ein Engel. Sie waren reich, und Michaela gab so viel weg, wie sie konnte. Sie half den Obdachlosen, besorgte ihnen eine Stelle und eine Wohnung. Sie hatten in Kalifornien eine gutgehende Firma.

Michaela fand ein Mädchen, das total entstellt war. Keiner wusste, wo sie dieses Mädchen gefunden hatte. Sie sei aus einem speziellem Behinderten-Heim, hat Michaela berichtet.

Und weil sie sehr intelligent sei, wolle Michaela ihr unbedingt helfen. In ihrer Firma richtete sie ihr ein Büro ein, dort, wo sich keiner an dem Aussehen der Mitarbeiterin störte.

Ihr Mann hatte Schwierigkeiten, der jungen Dame ins Gesicht zu sehen. Michaela hatte keine Probleme. Oft ging sie zu ihrem Schützling und versuchte alles, dass sie sich in ihrer Firma wohl und angenommen fühlte.

Doch auch sie verloren ihr Gewerbe 2007. Alles war so gut gegangen – und nun standen sie vor dem Nichts. Mein Sohn arbeitete, wo er nur konnte, er nahm mehrere Jobs an… es war ihm ganz egal was, und langsam, sehr langsam hat er sich wieder hochgearbeitet.  img_1353

Es gab Firmen, die sagten, es könne nichts passieren –  und 3 Monate später konnten sie die Löhne nicht mehr zahlen. Die Mittelschicht kämpft um’s Überleben. Aber einen Mittelstand gibt es im Grunde gar nicht mehr.

Diejenigen, denen nichts passiert ist, haben den Touch zur arbeitenden Klasse verloren, sonst gäbe es ja nicht all die ‚homeless’, jene Menschen, die vor allem in Los Angeles in Zelten hausen.

Doch Michaela ließ sich nicht unterkriegen, sie half weiterhin den Leuten. Sie ging ins Gefängnis und betete mit den Frauen. Oft wird man hier ja wegen nichts eingesperrt. In den letzten Jahren sind so viele Leute deportiert worden wie noch nie. Das weiß kaum einer.

Michaela gab den Frauen Hoffnung. Jeder wollte sie im Gefängnis sehen. Die Gebetsgruppe sei zu groß, hieß es dann von der Gefängnisleitung, es sei ein Sicherheitsrisiko. Als ob es ein Risiko ist, wenn man betet. Als ich Michaela das letzte Mal vom Gefängnis abholte, liefen ihr alle Frauen nach. Jeder wollte sie berühren.

Sie war wie ein Engel. Sie war Französin und hatte eine ganz weiße Hautfarbe. Als ich Michaela das erste Mal sah, bin ich ganz erschrocken. Sie kam hinter mir auf mich zu und sprach mich mit ‘Mama’ an. Ich drehte mich um und sagte: ‚Oh, bist Du weiß!’ Sie fragte, ob das schlimm sei  – und dann mussten wir lachen.

Mit ihrem blonden Haar stand sie auf dem Gefängnishof. Mir würde kein Mensch nachrennen, aber ihr schon. ‚Ich helfe euch’, versicherte sie, ich komme wieder, macht euch keine Sorgen!’

Doch dann wurde sie krank. Keiner wusste was sie hatte  –  und eine Woche später starb sie. Sie war 42 Jahr alt. Mein Sohn hat das nicht überwunden. Er ist an keiner anderen Frau mehr interessiert,  wenngleich Michaela schon seit 2008 tot ist. Er träumte von ihr. Sehen Sie, auch er hat diese Gabe der ‚spirituellen Träume’. Michaela kam und er umarmte sie. Sie wollte ihm etwas sagen, doch in diesem Moment klingelte der Wecker. Das war der schlimmste Tag im Leben meines Sohnes.IMG_0873

Vor sieben Monaten dachte ich, ich darf nun auch sterben. Ich hatte unerklärliche, starke Blutungen. Nur hatte ich – wie so viele ohne Arbeitsplatz – keine Krankenversicherung mehr. Früher, ja da war ich gut versichert, doch seitdem wir unser Unternehmen verloren haben, habe ich nichts mehr und jetzt brauchte ich plötzlich eine Versicherung.

Meine Schwester, die 15 Kinder hat, sagte mir, ich solle ins Hospital der Indianer gehen, dort werde ich umsonst behandelt.

Als die Blutungen immer stärker wurden, rief ich im Krankenhaus an. Ich solle sofort kommen. So war ich in der Notaufnahme. Ich dachte: ‚Heute darf ich also sterben. Was für ein schöner Tag. Ich habe keine Versicherung, also lassen sie mich hier sterben.’

Die Ärzte schauten mich ganz entgeistert an. Wer will schon sterben –  außer mir! Ich brauchte sofort eine Operation, doch in ganz Phoenix war kein einziges Bett frei. Endlich fanden sie ein Bett in der Mayo-Klinik in Scottsdale. Stellen sie sich vor, die beste Klinik, die es gibt.

Natürlich hatte ich – wie immer – alles dem lieben Gott überlassen, so wie ER will. Das sagte ich auch den Krankenhauspersonal. Sie sollten sich keine Gedanken machen, alles ist gut.

Als ich in der Mayo-Klinik ankam, fragte man mich sofort nach meiner Versicherung. ‚Ich habe keine’, sagte ich. Die Frau bei der Aufnahme erwiderte: ,Dann können wir sie nicht operieren.’  – Und so freute ich mich, dass ich jetzt eben in der Mayo-Klinik sterben darf. Doch nach zwei Minuten kam die Frau zurück und erklärte, sie hätten jetzt einen Weg der Finanzierung gefunden  – und so wurde ich doch operiert.

Ich hatte Unterleibskrebs und brauchte eine anschließende Chemotherapie. Die kann ich mir aber nicht leisten. Ich sagte, man möge mich einfach in Ruhe lassen. Das ist jetzt sieben Monate her. Mir geht es prima –  ganz ohne irgendwelcher Medikamente.

Ich habe meine Haare abgeschnitten, weil sie mich einfach ärgerten. Und nun kann ich endlich Hüte tragen. Zuvor sah ein Hut aus wie eine Krone, weil ich so dicke Indianerhaare hatte.

Jetzt bin ich ‚hutsüchtig’. Ich habe 18 Hüte. Eine Frau brachte mir einen Hut: ,Donna’, sagte sie ,das ist ein Hut für dich, nur du kannst so etwas tragen.  –  Und außerdem bekam ich den Hut mit einem 70-prozentigen Rabatt.’  – Dieser Satz hätte von meiner Schwiegermutter stammen können.“

Donna lächelt, es ist nun schon spät geworden, sie musste zu ihrem Sohn, bei dem sie wohnt. So lange wie mit mir hat sie noch nie mit jemandem geredet. bookcoverimage

Und so gab mir Donna einen erneuten Einblick in das Leben des Durchschnitt-Amerikaners  – kurz vor der Wahl 2016.

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda (von ihr stammen auch die Fotos) ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

 


US-Wahl: Horst Seehofer gratuliert Trump und wünscht ihm Gottes Segen

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer äußert sich zum Wahlsieg von Donald Trump folgendermaßen:

„Die Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika haben entschieden und Donald Trump gewählt. Sie haben ihm damit ihr Vertrauen ausgesprochen. Ich gratuliere Donald Trump zu diesem Wahlerfolg. seehofer_interview_01_4ddb78858c

In einer Welt der Herausforderungen, der Unordnung und der Bedrohungen durch Klimawandel, globale Fluchtbewegungen, kriegerische Auseinandersetzungen und islamistischem Terrorismus bedeutet dieses Vertrauen für das Amt des amerikanischen Präsidenten nicht nur Verantwortung für die Vereinigten Staaten, sondern für die ganze Weltgemeinschaft.

Für die schwierigen Aufgaben, die jetzt vor Donald Trump liegen, wünsche ich politische Weitsicht, Mut zum Ausgleich, eine glückliche Hand und Gottes Segen.“

Auch der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der CSU-Politiker Dr. Hans-Peter Friedrich, gratulierte auf Twitter: „Glückwunsch an die republikanischen Freunde zu ihrem überzeugenden Sieg bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus“

Foto: CSU