Der Komet Churyumov-Gerasimenko enthält Bausteine für Leben

Pressemitteilung der Universität Bern:

Das ROSINA-Messinstrument auf der Raumsonde Rosetta hat Aminosäure und Phosphor – beides wichtige Bestandteile von DNA, RNA und Zellmembranen – in der Staub- und Gaswolke nachgewiesen, die den Kometen Churyumov-Gerasimenko (siehe Foto) umgibt.  Comet_wide-angle_view_l

Seit langem wird die Möglichkeit diskutiert, dass Wasser und organische Moleküle durch Kometen auf die frühe Erde gebracht wurden. Mittlerweile ist dank dem Berner Massenspektrometer ROSINA bekannt, dass Kometen beim Entstehen des irdischen Wassers eine weniger grosse Rolle spielten als angenommen.

Ob sie hingegen organische Moleküle auf die Erde brachten und damit zur Entstehung des Lebens beitrugen, konnte bisher nicht geklärt werden.

Unter den über 140 verschiedenen Molekülen, die im interstellaren Medium – der Materie im Raum zwischen den Sternen – bereits identifiziert werden konnten, befanden sich keine Aminosäuren. Einzig in Staubproben des Kometen Wild-2, welche die Stardust-Mission der NASA zurückbrachte, fanden sich Spuren von Glyzin, der einfachsten aller Aminosäuren.

Wegen verunreinigter Proben konnte allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um irdische Aminosäure handelte. Nun konnte das Massenspektrometer ROSINA erstmals Glyzin direkt in der Gas- und Staubwolke des Kometen Churyumov-Gerasimenko nachweisen.

Entdeckt wurde das Glyzin bereits im Oktober 2014, und am häufigsten gemessen wurde es kurz vor dem Perihelion, dem sonnennächsten Punkt der Umlaufbahn des Kometen – zu der Zeit, als seine Ausgasung am stärksten war.

«Dies ist der erste direkte Nachweis von Aminosäuren in der dünnen Atmosphäre eines Kometen», sagt Prof. Kathrin Altwegg vom Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern, Projektleiterin des Massenspektrometers ROSINA und Co-Autorin der Studie. Die Erkenntnisse werden nun im Fachjournal «Science Advances» publiziert.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2016/medienmitteilungen_2016/rosettas_komet_enthalt_bausteine_fur_leben/index_ger.html


Gibt es menschenähnliches Leben im Weltall?

Unser Autor Horst Ditz schrieb folgenden Leserbrief an die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ zu dem Beitrag „Nachrichten aus dem All“ von Henning Hoffgaard in der Nr. 23/2015 vom 7.8.2015:

Seit Menschen die Sterne staunend beobachten, fragen sie sich, ob sie in dieser „weiten Welt“, dem Universum, einzigartig sind  – oder „da draußen am Nachthimmel“ unter den Begleitern (Planeten) der zehn Trilliarden (1022)  Sonnen Geschwister von uns leben. Eigentlich könnte man glauben, es müssten bei dieser gigantischen Anzahl von Möglichkeiten auch mehrere sein. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Der Online-Redakteur Henning Hoffgard nimmt in seinem Beitrag „Nachrichten aus dem All“ in der Jungen Freiheit an, dass „hunderte Sternwarten rund um den Globus damit beschäftigt sind, den Nachthimmel abzusuchen.“  – Und weiter, dass dabei möglicherweise eine unvorstellbar große Zahl an Daten und (Radio)-Signalen von „Außerirdischen“ aufgefangen, aber bisher von den Radioastronomen nicht wahrgenommen worden sind.

Derart fantastische Beobachtungen, die wie Spekulationen klingen, können nur dann als realistisch angesehen werden, wenn man davon ausgeht, dass menschliches Leben rein zufällig an irgendeinem Ort in unserem Universum entstanden ist.

Doch dagegen spricht eine wissenschaftliche Erkenntnis, die in den letzten Jahrzehnten in der Chemie und Biologie gewonnen wurde:

Eine lebende Zelle besteht im Mittel aus etwa zwanzig Aminosäuren, die eine enge „Kette“ bilden. Deren Funktion hängt ihrerseits von ca. 2000 spezifischen Enzymen („Biokatalysatoren“) ab. Danach berechnen die Biologen, dass etwa tausend verschiedene Enzyme sich auf geordnete Weise einander annähern und schließlich im Verlauf von mehreren Milliarden Jahren eine lebendige Zelle bilden. Dr. Pelz.

Dabei ist noch nicht einmal die „Reproduktion“ (Kunstgriff, von sich selbst identische Kopien zu bilden) von lebenden Zellen berücksichtigt. Es ist zu betonen: Keine der erwähnten Operationen konnte durch Zufall erfolgen!

Die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt in einer Größenordnung von 1 zu 1010o0, eine Eins mit tausend Nullen. Die Chance für die Zellbildung nähert sich also dem Wert Null. Das heißt in Wikipedia:

„Die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung des Lebens durch blinden Zufall beträgt nach Berechnung des Karlsruher Makromolekularchemikers Prof. Dr. Bruno Vollmert (der einst mein Chef war) höchstens 1 zu 10000.

Eher würde ein funktionsfähiger Pentium-Rechner dadurch entstehen, dass man alle seine Elektronikteile in zigtausendfacher Ausführung von der Aussichtsplattform des Eifelturms auf die Straße würfe“, meint Vollmert.

In der Tat konnte man bei endlosen Wiederholungen des 1953 von Stanley L. Miller zum ersten Mal in Chicago p.txtdurchgeführten Laborexperiments zur Simulierung der Lebensentstehung aus der „Ursuppe“ immer nur Aminosäuren, aber nicht einmal einfachste Eiweißmoleküle gewinnen. Dafür fehlte die Information, die heute durch DNA und RNA übermittelt wird.

Die Mehrzahl der heute praktizierenden Astronomen geht davon aus, dass das Universum sowie Zeit und Raum 13,7 Milliarden Jahren vor unserer Zeitrechnung durch den sog. „Urknall“ entstanden sind.

Damit die Verbindung der Nucleotiden (Grundbausteine der DNA) „durch Zufall“ zur Entwicklung eines verwendbaren RNS-Moleküls führt, hätte die Natur die Versuche aufs Geratewohl mindestens hunderttausendmal länger, als unser Universum alt ist, fortsetzen müssen.

Deswegen ist das gigantische Zahlenspiel abenteuerlich und man kann solch technisch aufwendige Unternehmen durchaus infrage stellen, weil die „zufällige Entstehung des Menschen“, gleich auf welchem Planeten vermutet, eher dem Versuch gleich kommt, einen Tennisball auf den Mond zu „schlagen“ und ihn in einem dort vorgezeichneten Loch zu platzieren.

Literatur:
1. „Das Molekül und das Leben“ vom Ursprung des makromolekularem Ursprung des Lebens und der Arten. Was Darwin nicht wissen konnte und die Darwinisten nicht wissen wollen“ von Vollmert, Bruno
2. „Gott und die Wissenschaft“ von Jean Guitton, Grichka und Igor Bogdanov sowie
3. „Vor dem Urknall“ von Brian Glegg)

Unser Autor Horst Ditz aus Ludwigshafen ist ausgebildeter Chemo- und  Physikotechniker; er war dreißig Jahre lang Ausbilder und Ausbildungsleiter für naturwissenschaftliche Berufe beim Chemie-Unternehmen BASF SE.