Führender Polizeivertreter übt scharfe Kritik am politischen Umgang mit Maaßen

Im aktuellen Leitartikel des POLIZEISPIEGEL beschäftigt sich der stellv. Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer, mit den politischen Ereignissen und Diskussionen der vergangenen Wochen.

Er kommt dabei zu dem Schluss: „Wenn Politiker sich dem unterordnen, was für viele andere Menschen gilt, die eben nicht Politiker sind, wird mit Sicherheit die Akzeptanz der politischen Entscheidungen eher vorhanden sein, als wenn Politiker ihre eigenen ‚Wertmaaßstäbe‘ festlegen.“

Mich  hat das „maaßlos“ aufgeregt…

Zur Causa Maaßen (der ehem. Chef des Bundesverfassungsschutzes wurde unlängst amtsenthoben) erklärt Kusterer in seinem Editorial u.a. folgendes:

„Wo kommen wir hin, wenn diejenigen, die rechten Parteien vorwerfen, sich nicht an Fakten zu halten und mit falschen Fakten Menschen in die Irre zu leiten, selbst sich nicht mehr an Fakten halten?
Wer, wenn nicht staatliche Institutionen haben gerade dann die Aufgabe, sich nur, und zwar ausschließlich, an Fakten zu halten und nur solche zu verbreiten, von denen sie sicher sind, dass diese Fakten belegbar sind.
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Wer dieser These zustimmt, der kann an den Äußerungen des ehem. Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz zur unklaren Bewertung eines Mitschnittes keinen Fehler feststellen. Aber weil dessen Äußerungen so überhaupt nicht in die Fakten- und Bewertungswelten der Presse und einiger Politiker, die sich ihre Meinung vermutlich ausschließlich durch Medienberichte bilden, passten, traf ihn die Welle einer Entrüstung…Mich hat das „maaßlos“ aufgeregt.
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Das i-Tüpfelchen hat dabei sogar eine Pastorin gesetzt, die im „Wort zum Sonntag“ in einer Art und Weise „maaßlos“ über einen Menschen geurteilt hat, dass es mir als bekennendem und aktivem Christen die Sprache verschlug. Wo leben wir denn, wenn Amtsträger der Kirche ihre Redezeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen dazu missbrauchen, persönliche politische Einstellungen zu verkünden und einfache christliche Werte und Tugenden mit Füßen treten.“
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Quelle: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/politik-und-medien-sollten-sich-besinnen/

Kardinal Burke zu Sex-Skandalen: Diese schwere Krise trifft das Herz der Kirche

Der US-amerikanische Kardinal Raymond Leo Burke erklärte, dass sich die katholische Kirche aufgrund des „massiven Versagens“ einiger Bischöfe in einer „sehr schweren Krise“ befindet, die das „Herz der Kirche trifft“.

Die Skandale um sexuellen Missbrauch und Vertuschung durch Priester und Bischöfe seien „ein schwerer Vertrauensverlust in unsere Hirten“, sagte der 70-jährige Würdenträger weiter in einem Interview mit der EWTN-Sendung „World Over“ am 16. August.

Kardinal Burke ist ehem. Präfekt der Apostolischen Signatur im Vatikan; er kehrte kürzlich nach einem fast einmonatigen Besuch in den USA nach Rom zurück.

Er habe „noch nie so viel Wut, so viel Enttäuschung, so viel Frustration von guten, katholischen Gläubigen gehört“ wie während dieses Aufenthalts in den USA, so Burke:

„Wir haben es hier mit schwersten Sünden zu tun. Für den Bischof, der in diesem Bereich schmerzlich versagt hat, sind die Strafrechtsmittel der Kirche auch Sühnemittel für sein Wohl“.

Er fügte hinzu: „Dass ein Bischof die Herde ausnutzt und Todsünden begeht: Das ist einfach inakzeptabel und muss aufhören“.

Der einzige Weg, wie dieses Vertrauen wiederhergestellt werden kann, sei „der ganzen Sache auf den Grund zu gehen und für die Zukunft sicherzustellen, dass dies nicht geschieht“, unterstrich Burke.

Diese falle in die Verantwortung des Papstes, denn diesem sei es aufgetragen, Anschuldigungen gegen einen Bischof entgegenzunehmen und diese zu untersuchen, betonte er. Dafür sei nicht die Bischofskonferenz zuständig.

Dort, wo sich herausstelle, dass ein Bischof „sehr schwer gescheitert“ sei, müsse er „einfach aus dem Amt entfernt werden“, sagte der Kardinal.

Nun gehe es darum, alles zu tun, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen und Gerechtigkeit in der Kirche wieder herzustellen – „aber gleichzeitig müssen wir alle immer inniger für die Kirche beten und fasten, und andere Opfer zum Wohl der Kirche bringen. Wir brauchen wirklich ernsthafte Wiedergutmachungen für das Leid, das den Gläubigen, der Herde unseres HERRN, zugefügt wurde, und das ist unsere Verantwortung“, bekräftigte Kardinal Burke:

„Ich kann jeden nur auffordern, sich unserem Herrgott, der uns führt und leitet, anzuvertrauen. Er wird uns nie im Stich lassen.“

Quelle und vollständiger Text hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/kardinal-burke-wir-befinden-uns-in-einer-schweren-krise-die-das-herz-der-kirche-trifft-3530

Hier einige weitere Infos zu Kardinal Burke: https://charismatismus.wordpress.com/2013/12/20/lebensrechtler-weltweit-entsetzt-papst-entlast-kardinal-burke-aus-der-bischofskongregation/


Simbabwe: Bischöfe hoffen nach dem Ende der Mugabe-Diktatur auf bessere Zeiten

Nach der Amtsenthebung bzw. dem erzwungenen „Rücktritt“ des sozialistischen Diktators und Präsidenten Robert Mugabe steht Simbabwe (früher: Rhodesien) vor neuen Wahlen und hofft auf Rechtsstaat und Demokratie.

„Wir hoffen und beten, dass die bevorstehenden Wahlen am 30. Juli eine froher Anlass für uns alle sein werden“, erklären die katholischen Bischöfe von Simbabwe in einem Hirtenbrief mit dem Titel „Eine neue Tür öffnen“, in der sie sich zur Präsidentschaftswahl Ende des Monats äußern.

Seit November 2017, als Mugabe, der das Land seit der Unabhängigkeit 1980 regierte, zum Rücktritt gezwungen wurde, befindet sich Simbabwe zwischen Hoffnungen und Enttäuschungen, was auch die Bischöfe in ihrem Hirtenbrief beschreiben:

„In den sechs Monaten nach dem Rücktritt von Mugabe und dem Amtsantritt von Emmerson Mnangagwa zum Interims-Präsidenten haben wir viele Gründe für  Zuversicht gesehen“, wobei die Oberhirten an neue politische Freiheiten und den Kampf gegen die Korruption seitens der Regierung erinnern.

Die Bischöfe schreiben, man solle sich nicht von einzelnen „Episoden der Gewalt“ entmutigen zu lassen. Am vergangenen 23. Juni waren bei einer Wahlkundgebung mit dem vorübergehenden Präsident Mnangagwa zwei Leibwächter bei einem Sprengstoffanschlag ermordet worden.

Weiter heißt es in dem Hirtenbrief: „Wie auch immer das Ergebnis aussehen wird, Simbabwes neue Politik muss kooperativer und integrativer sein und nicht auf einem oder zwei führenden Politikern basieren“. Vielmehr gehe es darum, auf „starke demokratische Institutionen“ zu setzen und über die bevorstehende Wahl hinauszudenken.

Präsident Mugabe war trotz seiner diktatorischen Machenschaften – darunter die Enteignung von weißen Farmern –  für das Jahr 2015 zum Präsidenten der „Afrikanischen Union“ gewählt worden.

Die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) und „Amnesty international“ warfen ihm mehrfach die Verletzung von Menschenrechten und politische Unterdrückung von Dissidenten vor. 

Der sozialistische Mugabe und seine Frau leben inmitten von Armut und Elend des Volkes selber im größten Luxus. Wikipedia berichtet dazu: „An seinem 86. Geburtstag sollen mehr als 500.000 US-Dollar für Champagner und Kaviar ausgegeben worden sein. Die Kosten für die Feier zu seinem 93. Geburtstag wurden auf 1,9 Millionen Euro geschätzt.“     (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Mugabe)


Türkei: Die erste christliche Bürgermeisterin des Landes wurde gefeuert

In den politischen Institutionen und Organisationen der Türkei kommt es zu weiteren Säuberungsmaßnahmen der Regierung gegen Mitarbeiter und Beamte, die verdächtigt werden, mit der Gülen-Bewegung in Verbindung zu stehen. foto-dcubillas-www_freimages_com_

Der im Exil in den USA lebende türkische islamische Prediger wird von der Regierung in Ankara für den gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli verantwortliche gemacht. Dasselbe gilt für Personen, die mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK in Verbindung stehen.

Von den Säuberungsmaßnahmen ist auch Februniye Akyol Benno betroffen, die als erste syrische Christin in der Türkei in das Amt des zweiten Bürgermeisters der Stadt Merdin gewählt wurde. Sowohl sie als auch der kurdische Amtskollege Ahmet Turk wurden ihres gemeinsamen Amtes enthoben, das nun „kommissarisch“ von einem Beauftragten der Regierung geführt wird.

Bei der Wahl am 30. März 2014, bei der die Partei des damaligen Premierministers Erdogan bestätigt wurde, hatten in verschiedenen Städten auch Frauen für das Amt des Bürgermeisters kandidiert.

In der im Südosten der Türkei an der Grenze zu Syrien gelegenen Stadt Mardin hatte der bewährte Politiker Ahmet Türk die Wahl gewonnen. In das Amt des zweiten Bürgermeisters wurde die junge syrische Christin Februniye A. Benno gewählt, die damals erst 25 Jahre alt war, und als erste Christin ein solches Amt innehatte. Frau Benno machte damals ein Masterstudium für syrische Sprache und Kultur an der Universität Artuklu in Mardin.

In ihren Interviews hatte die junge Wissenschaftlerin erklärt, sie werde sich für eine Reduzierung der Umweltverschmutzung einsetzen und häusliche Gewalt gegen Frauen in der vom Patriarchat geprägten Region bekämpfen.

Bisher wurden insgesamt 30 Bürgermeister ihres Amtes enthoben, die durch “kommissarischen Beauftragten” (so genannten “Qayyum”) ersetzt werden. Betroffen sind besonders viele Städte im Südosten der Türkei.

Quelle: Fidesdienst


Kritik an Amtsenthebung von Pfarrer Eckert: Je kirchentreuer, desto mehr Mobbing?

Pressemeldung des ZpV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen):

Je kirchentreuer ein Pfarrer in seiner Gemeinde arbeitet, desto sicherer trifft ihn die Keule als „Spalter“ dieser Gemeinde. Und je kleiner die Gruppe ist, die sich über einen Pfarrer beim Bischof beschwert, desto sicherer kann sie sein, von diesem auch gehört zu werden.

Und schließlich: Als generelles Verhaltensmuster erscheint  –  vielleicht als Absprache in der Deutschen Bischofskonferenz? –  die Losung:  Einen Pfarrer können wir versetzen, die Gemeinde nicht! 

Neuestes Opfer solch bischöflichen Willkürverhaltens: Pfarrer Christoph Eckert aus Beckingen im Saarland  –  Mobbing-Akteur: sein Oberhirte ist Bischof Ackermann von Trier.

Wie weit unsere Kirche seit dem Abschluss von Vaticanum II schon abwärts getrudelt ist, kann man in der Skala ablesen, die kirchentreue Geistliche zum Maßstab garantierter bischöflicher Ungnade macht.

Die andere Seite der Skala: Bereitschaft zur Anpassung an den Mainstream sowie Vermeidung jedes Ärgers für den Bischof und seine Behörde als obersten Leitsatz ist Voraussetzung für die Übertragung bedeutungsvoller Ämter.

„Pfarrer wird sturmreif geschossen“

Ein Pfarrer, der die kirchliche Lehre und ihr Lehramt zum Maßstab seines Handelns macht, weil er dies bei seiner Weihe versprochen hat, wird medial und bischöflich sturmreif geschossen, auch dann, wenn alle Räte des Pfarreienverbundes sich eindeutig für diesen Priester ausgesprochen haben.

Der Bischof als Anführer und Erfüllungsgehilfe der Beschwerdemeute?

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Natürlich kann niemand Bischof Ackermann nachweisen, er habe dazu animiert, Denunziant zu spielen. Aber allein die Annahme solcher Beschwerden  –  ohne Prüfung!  –  macht ihn zum Komplizen derjenigen, die dem Geistlichen übelnehmen, dass er die kirchliche Lehre und Disziplin zum Leitmotiv seines Handelns gemacht hat. media-390606-2

Zahl der Kirchenbesucher gestiegen

Und damit erreichte dieser Pfarrer sogar, dass der erbärmlich schlechte Gottesdienstbesuch wieder einen erfreulichen Aufschwung genommen hat. Sogar die Jugend spricht ihm ihr Vertrauen aus, was in unserer Internetgesellschaft etwas heißen will. Oder ist gerade das unerwünscht?!

Welche nachgewiesenen Prüfungen hat Bischof Ackermann vorgenommen, um die Amtsenthebung dieses Pastors rechtfertigen zu können – und mit welchen Ergebnissen? Oder ist es ihm sogar selbst peinlich, am Beispiel von Pfarrer Eckert sehen zu müssen, wie segensvoll ein kirchentreuer Priester wirkt?

Das Verhalten dieses Dienstherrn zeigt nur einmal mehr, wie dringend notwendig es ist, dass den diözesanen Behörden mit dem Bischof an der Spitze die finanziellen Möglichkeiten beschnitten werden, wenn sie sich grob fahrlässig ihres Amtes als Machtinstrument bedienen, verbunden mit Entscheidungen, die dem Wesen der Kirche völlig entgegengesetzt sind und den Gläubigen schaden!

Reinhard Dörner, Vorsitzender des ZpV
Estermannstr. 71 in 53117 Bonn
Fax 02563 905269
http://www.papsttreue-vereinigungen.de
zpv@papsttreue-vereinigungen.de

Zur Berichterstattung des „Bonner Generalanzeigers“ über die Causa Burke

Unter dem Titel „Kraftprobe im Vatikan“ befaßt sich der „Bonner Generalanzeiger“ am heutigen Montag, den 10. November, in einem Online-Artikel ausführlich mit der Amtsenthebung des konservativen Kardinalpräfekten Raymond Burke (siehe Foto). untitled

Der Untertitel des Beitrags von Julius Müller-Meiningen lautet: „Franziskus entmachtet den konservativen US-Bischof Raymond Leo Burke“

Wie nicht anders zu erwarten, präsentiert die Zeitung einige typische Schlagworte, mit denen konservative Persönlichkeiten von der Mainstreampresse häufig bedacht werden, zB. „Hardliner“ oder „Traditionalistenmilieu“.

Der Generalanzeiger stellt sodann fest, daß die Abberufung von Kardinal Burke als Chef der Apostolischen Signatur für diesen einen erheblichen „Machtverlust“ bedeutet.

Allerdings ist es unsinnig, den US-amerikanischen Kirchenmann als „einflußreichsten Gegenspieler“ von Papst Franziskus zu bezeichnen. Sachkritik an einzelnen Äußerungen oder Verhaltensweisen des Papstes beinhaltet noch lange keine Gegnerschaft.

Zudem kritisiert Kardinal Burke selber jene Medien, die ihn als Gegenspieler von „Pope Francis“ (Papst Franziskus) darstellen.  Er betonte kürzlich in einem Interview erneut seine Loyalität, nämlich daß er dem Pontifex auch nach seiner Absetzung weiter „dienen“ wird.

Radio Vatikan meldete Burkes Erklärung, er werde sich niemals gegen einen Papst stellen: „Der Papst ist der rechtmäßige Nachfolger des Apostel Petrus, und damit ist alles gesagt.“ P1020483

Abtreibung: „Wir können nie genug davon sprechen“

Freilich trifft es gottlob durchaus zu, daß Kardinal Burke in puncto Lebensrecht der Ungeborenen kein Blatt vor den Mund nimmt. Hierzu schreibt der „Bonner Generalanzeiger“:

„Im Gegensatz zu Franziskus, der gefordert hatte, weniger über kirchliche Verbote zu sprechen, sagte Burke im Hinblick etwa auf Abtreibung: „Wir können nie genug davon sprechen.“

Sodann berichtet die Zeitung, daß sich in Italien jene Stimmen  – auch von intellektueller Seite  –  mehren, die sich kritisch mit der Amtsführung des Papstes befassen:

„Öl ins Feuer hat auch der italienische Publizist Antonio Socci mit seinem (…) Buch „Non é Francesco“ (Es ist nicht Franziskus) gegossen. Darin behauptet Socci, die Wahl Bergoglios im Konklave 2013 sei wegen zwei Verstößen gegen die Konklaveordnung ungültig.

Im fünften Wahlgang seien von den 115 in der Sixtinischen Kapelle anwesenden Kardinälen 116 Stimmzettel abgegeben worden. Die Episode wurde vom Vatikan bislang nicht dementiert. Die anschließende Annullierung des Wahlgangs sei laut Konklaveordnung ungültig gewesen, behauptet Socci. Zudem hätten nur vier Wahlgänge pro Tag stattfinden dürfen.“

 


Papst Franziskus hat den konservativen Kardinal Raymond Burke amtsenthoben

Von Felizitas Küble

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am heutigen 8. November online berichtet, wurde der US-amerikanische Kurienkardinal Raymond Burke (siehe Foto) als Präfekt der Apostolischen Signatur von Papst Franziskus abgesetzt. Er leitet damit nicht mehr den obersten Gerichtshof des Vatikan.  220px-Archbishop_Raymond_Leo_Burke

Das Amt des theologisch konservativen Präfekten Burke erhält nun der bisherige „Außenminister“ des Kirchenstaats, Dominique Mamberti. Dies hat der Vatikan am heutigen Samstag amtlich mitgeteilt.

Zugleich wurde bekanntgegeben, daß der 66-jährige Raymond Burke nun auf den repräsentativen, kirchenpolitisch völlig unbedeutenden Ehrenposten eines Kardinalpatrons des Malteserorden abgeschoben wird, den üblicherweise ältere Ruhestands-Kardinäle innehaben.

Aus der Kirchenleitung im Vatikan ist er damit vollständig entfernt.

Bereits vor der jetzigen Absetzung wurde Kardinal Burke durch Papst Franziskus von mehreren Kurien-Positionen entfernt; so verlor er zB. im Vorjahr seine Mitgliedschaft in der bedeutsamen Bischofskongregation, was damals zu großer Enttäuschung in konservativen Kreisen führte  –  siehe hierzu unser Bericht: https://charismatismus.wordpress.com/2013/12/20/lebensrechtler-weltweit-entsetzt-papst-entlast-kardinal-burke-aus-der-bischofskongregation/

Die FAZ schreibt zur heutigen Amtsenthebung folgendes:

„Der Konservative Burke hatte sich während der vor kurzem im Vatikan zu Ende gegangenen Familiensynode kritisch über die Außendarstellung des wichtigen Bischofstreffens zu Fragen von Ehe und Sexualität geäußert.

Burke gehörte zu jenen fünf hochrangigen Kardinälen, die sich im Vorfeld der Synode gemeinsam gegen Zugeständnisse der Kirche an geschiedene Katholiken ausgesprochen hatten. Zu seinen Mitstreitern gehörte auch der Präfekt der vatikanischen Glaubens-kongregation, der Deutsche Gerhard Ludwig Müller.“ 75743_14122011

Benedikt XVI.: Burke ist ein „großer Kardinal“

Noch vor kurzem erhielt Raymond Burke öffentliches Lob von Papst Benedikt, der ihn während seines Pontifikats gefördert und zum Kardinal ernannt hatte:

In einer Grußbotschaft an die „Wallfahrt der Tradition“ am 26. Oktober in Rom bezeichnete er Kurienpräfekt Burke als „großen Kardinal“.

Die Absetzung des tapferen und glaubensstarken Würdenträgers wird vor allem folgende Gruppierungen in der katholischen Kirche stark enttäuschen:

1. Die Lebensrechtler: Burke war ein entschiedener Abtreibungsgegner, der den seltenen Mut besaß, die Mächtigen in den USA und darüber hinaus eindringlich und deutlich an das Lebensrecht aller Menschen zu erinnern. Zudem forderte er alle katholischen Bischöfe weltweit dazu auf, persönlich am jeweiligen „Marsch für das Leben“ teilzunehmen.

2. Die Anhänger von Papst Benedikt (Begründung siehe oben sowie der folgende Punkt 3)

3. Die liturgisch Traditionellen bzw. Freunde der „alten Messe“, also des überlieferten Ritus.

4. Die moraltheologisch Konservativen und „Familienbewegten“, die sich für hohe Ideale, für Sittlichkeit, für Ehe und Familie sowie gegen die Gender-Ideologie einsetzen.

5. Millionen amerikanischer Katholiken, denn Kardinal Burke war bislang der ranghöchste US-amerikanische Kirchenmann in der römischen Kurie (Vatikan). Er ist bei vielen Gläubigen in den Vereinigten Staaten nach wie vor sehr beliebt, auch bei theologisch konservativen Protestanten (Evangelikalen).

Wir haben bereits am 19. Oktober darüber berichtet, daß die Absetzung Burkes wahrscheinlich bevorsteht: https://charismatismus.wordpress.com/2014/10/19/wird-kardinal-burke-wirklich-amtsenthoben/

Ergänzender Kommentar zur Causa BURKE von Kollegenseite: http://totaliter-aliter.blogspot.de/2014/11/371.html


Beckingen: Pfarrei-Gremien setzen sich für den Verbleib von Pfarrer Eckert ein

Kürzlich haben wir in unserem CHRISTLICHEN FORUM über aktuelle Vorgänge in der saarländischen Pfarreiengemeinschaft Beckingen im Bistum Trier berichtet.

Bischof Stephan Ackermann möchte den  – offenbar eher konservativ orientierten  –  Pfarrer Christoph Eckert gegen dessen Willen versetzen, also zwangsversetzen.

Zugleich will der Bischof den kanonisch (kirchenrechtlich) installierten Pfarrer quasi seiner Leitungsvollmachten berauben und ihnborMedia1742201 zum Hilfsgeistlichen degradieren, obgleich seitens des Priesters keinerlei Verstöße gegen kirchliches oder weltliches Recht vorliegen.

Da Pfr. Eckert einer Versetzung widersprach, leitete der Bischof ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn ein.

Das rabiate Vorgehen des Trierer Oberhirten wirkt umso befremdlicher, als der Geistliche in seinen Pfarreien ebenso erfolgreich wie beliebt ist  –  und zudem noch im Dezember 2013 in sein Amt als leitender Pfarrer eines Verbunds mehrerer Kirchengemeinden eingesetzt wurde.

Auf einer Gemeindeversammlung in Beckingen wurden am 14. August diverse Solidaritätsaktionen für Pastor Eckert beschlossen – siehe hier: http://www.pg-beckingen.de/2014/08/14/unser-pfarrer-soll-bleiben-gemeinde-wird-aktiv/

Auch der Saarländische Rundfunk berichtete darüber: http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/zuspruch_fuer_beckinger_pfarrer100.html

Hier sprechen Gemeindemitglieder sich öffentlich per Video für den Verbleib ihres Pfarrers aus: https://www.youtube.com/watch?v=OEs1zwC96tY

Die Vertreter der Pfarrei-Gremien haben inzwischen zudem folgende Erklärung für ihren Pfarrer veröffentlicht:

STELLUNGNAHME zugunsten von Pfr. Christoph Eckert:

„Der Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann, hat gegen unseren Pfarrer ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Logo Christustag

Nach offiziellen Verlautbarungen des Bistums wird dieses Verfahren damit begründet, dass Pfarrer Eckert dem Wunsch des Bischofs, die Pfarrstelle zu wechseln nicht nachkommt.

Der Wechsel, so das Bistum, sei aus pastoralen Gründen erforderlich. Zudem sei es ein normaler Vorgang, da Pfarrer Eckert schon länger als 10 Jahre in Beckingen seinen Dienst verrichte.

„Kirchenrecht: Kein Wechsel nach 10 Jahren“

Dieser Aussage widersprechen wir. Eine solche Regel, Wechsel nach 10 Jahren, ist im allgemeinen Kirchenrecht nicht vorgesehen. Pfarrer werden auf unbestimmte Zeit ernannt. Auch im Bistum Trier ist eine solche Praxis nicht grundsätzlich üblich.

Foto: E. Gründler

Foto: E. Gründler

Noch im Dezember 2013 wurde Pfarrer Eckert, im Zuge des Ausbaus der Pfarreigemeinschaft Beckingen, in den Pfarreien St. Mauritius Haustadt und St.Andreas/Himmelfahrt Reimsbach als Pfarrer eingeführt.

Diesen Gemeinden steht jetzt nach wenigen Monaten ein neuer Wechsel bevor, wenn der Bischof seinen harten Kurs beibehält. Das ist für die Gläubigen vor Ort inakzeptabel.

„Keine Gespräche mit den Gremien geführt“

Das Bistum führt pastorale Gründe für die Versetzung an. Man hat diesen ungewöhnlich harten Weg des Amtsenthebungsverfahrens eingeschlagen ohne auch nur einmal mit den gewählten Vertretern in den Gremien der Pfarreigemeinschaft über die Situation vor Ort zu reden.

„Die Ehrenamtsförderung ist ein Feld, in das wir besonders investieren wollen. Ohne die Ehrenamtlichen hat die Kirche keine Zukunft“, betont unser Bischof auf der Internetseite des Bistums Trier.

Angesichts dieser Vorgehensweise klingen diese Worte in unseren Ohren wie Hohn.

„Pfarrer ist kooperativ und kompetent“

In allen Gremien der Pfarreien, im pastoralen Alltag und insbesondere im Umgang mit der Jugend haben wir den Pfarrer als kooperativen und kompetenten Seelsorger kennen und schätzen gelernt.

Er ist den Menschen zugewandt und stets für unsere Sorgen und Fragen ansprechbar. Die schwierigen Aufgaben des kirchlichen Strukturwandels können und wollen wir mit diesem Pfarrer gerne angehen.

Als ehrenamtlich Tätige aus allen Gemeinden der Pfarreigemienschaft Beckingen sprechen uns im Auftrag der Gläubigen unserer Pfarreien dafür aus, dass unser Pfarrer Christof Eckert weiterhin in Beckingen seinen Dienst verrichten darf.

„Nicht über unsere Köpfe hinweg entscheiden“

Wir wehren uns dagegen, dass über unsere Köpfe hinweg entschieden wird und uns jeglicher Dialog vom Bischof verweigert werden soll.

Zur Klärung der Situation sind wir gerne bereit, nach Trier zu reisen, um mit unserem Bischof ins Gespräch zu kommen.

Wir sind der Überzeugung, dass er ein offenes Ohr für die Anliegen der Ehrenamtlichen haben sollte, die ihm nach eigenen Worten so wichtig sind.“

Quelle hinsichtlich der Gremien-Erklärung: http://katholon.de/?p=7210


Trier: Will der Bischof einen 50-jährigen, konservativen Pfarrer abservieren?

Von Felizitas Küble

Wie die Tageszeitung „Trierer Volksfreund“ am 12. August berichtet, hat Bischof Stephan Ackermann die Amtsenthebung gegen einen 50-jährigen Pfarrer im saarländischen Beckingen eingeleitet.

Der Titel des Artikes von Rolf Seydewitz lautet:  „Bistum will saarländischen Priester des Amtes entheben   –   Der Geistliche wehrt sich“. 

Pfarrer Christoph Eckert ist freilich beileibe kein Kirchenrebell. Die Zeitung zitiert ihn vielmehr mit den Worten:  „Ich bin ein treuer Diener der Kirche und halte mich an die kirchliche Ordnung.“

Aber vielleicht ist genau dies das „Problem“?

Womöglich ist dieser  Pfarrer, der von sich sagt, er habe „einen konservativen Ruf“, dem bischöflichen Ordinariat zu Trier eben deshalb ein Dorn im modernistischen Auge?

Die Tageszeitung berichtet weiter: 

„Wer sich im Trierer Generalvikariat nach dem Pfarrer im saarländischen Beckingen erkundigt, bekommt zur Antwort, dass der Bischof ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet habe, weil der Geistliche einer „mehrfach vorgetragenen Bitte“ des Bischofs nicht entsprochen habe.

Die Bitte von Bischof Stephan Ackermann, die zum Schluss wohl eher eine Art Befehl gewesen sein dürfte: Christoph Eckert möge doch bitte in eine andere Pfarrei wechseln.“

Der „Trierer Volksfreund“ schreibt zwar, eine Versetzung sei nach elf Jahren für einen Geistlichen „eigentlich nicht ungewöhnlich“. 

Allerdings wurde der Priester erst im Dezember 2013 als leitender Pfarrer für die neu entstandene Pfarreiengemeinschaft eingesetzt, ist also nicht einmal seit einem Jahr in diesem Amt. Was soll also nach so kurzer Zeit eine grundlose Versetzung?

Dazu kommt höchst erschwerend, daß die „Versetzung“ im Grunde eine massive Degradierung darstellt, denn er bislang leitende Pfarrer soll künftig nur noch „Kooperator“ sein, also ein untergeordneter Hilfsgeistlicher ohne den kirchenrechtlichen Status einen Pfarrers.

Kirchengemeinde steht hinter ihrem Pfarrer

Der Pfarrgemeinderat und die meisten Gläubigen stehen hinter dem in Beckingen offenbar sehr beliebten Priester, der gegen ein Amtsenthebungs-Dekret kirchenrechtlich vorgehen will. images (2)

Noch vor wenigen Wochen feierte der Geistliche unter starker Beteiligung der Großgemeinde seinen 50. Geburtstag, was der Saarbrücker Zeitung einen eigenen Bericht wert war  – siehe HIER .

Obwohl sonst auf bischöflicher Seite so gerne und viel von „Dialog“, von „Mitarbeit der Laien“ und der „Pfarrei-Gremien“ die Rede ist, scheint die Meinung des Kirchenvolkes in der Causa Pfarrer Eckert plötzlich keine Rolle zu spielen.

In einem Leserkommentar zu dem erwähnten Zeitungsbericht schreibt Stefan Kredteck folgendes hierzu:

„…der Priester wurde auf Wunsch des Bischofs erst im Dezember 2013 mit der Leitung der Pfarreiengemeinschaft beauftragt. Da jedoch einige mit der Verwaltung des Bistums gutvernetzte Pfarrmitglieder nicht gut auf ihn zu sprechen waren, intrigierten diese gegen ihn mit der Folge, dass er nun seines Amtes aus pastoralen Gründen enthoben werden soll. Die Pfarrgemeinderäte wurden jedoch nie nach der pastoralen Situation gefragt… Sayn-Abteikirche-DSC_0195-2
 
Die Räte hätten vom Bischof zumindest erwartet, dass er dieses Gespräch abwartet bzw. schon vorher das Gespräch sucht. Offensichtlich wird die ehrenamtliche Mitarbeit nur in Sonntagsreden und Prospekten hochgehalten. Alle in der Pfarreiengemeinschaft sind aufgebracht über die Vorgehensweise des Bistums, sie entspricht ganz und gar nicht den Verlautbarungen des Papstes Franziskus,welcher solche Intrigen öffentlich verurteilt.“
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Im kath. Webmagazin „Klosterneuburger Marginalien“ berichtet Frau Annett Schiffmann aus Beckingen u.a.:
„Wir kennen Pastor Eckert als einen Menschen, der seine Überzeugungen absolut glaubwürdig lebt, aber dadurch eben auch aneckt. Meinungsverschiedenheiten mit ihm liessen sich unserer Erfahrung nach bisher immer im vernünftigen, persönlichen Gespräch klären…
Und warum werden Gremien und Ehrenamtliche in dieser Frage noch nicht einmal angehört?
Unserer Einschätzung nach ist unsere Pfarreiengemeinschaft unter Leitung von Pastor Eckert auf einem guten Weg und eine solche Vorgehensweise eine Katastrophe für alle Beteiligten!“  (Quelle: HIER)
 .
Markus Müller bringt die Sachlage in seiner Leserzuschrift an die „Saarbrücker Zeitung“ vom 13. August knapp, aber zielgenau auf den Punkt:
„Dieser ganze Prozess ist eine reine Intrige gegen unseren Pastor, den dessen Feinde eingefädelt haben, da sie die Chance sahen, sich endlich des Kirchentreuen entledigen zu können, und Verbündete gefunden haben, die am längeren Arm des Hebels sitzen.“
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Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk und den KOMM-MiT-Verlag in Münster
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Ergänzender Beitrag über SOLIDAR-Aktionen der Pfarrei: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/16/beckingen-pfarrei-gremien-setzen-sich-fur-den-verbleib-von-pfarrer-eckert-ein/
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 Fotos: Dr. Bernd F. Pelz