Podiumsdiskussion am 18. März 2015 in München zur Causa Hollemann

„Medienkampagne gegen überzeugte Christen? – Der Fall Hollemann und die Folgen“

Die Initiative FaireMedien lädt ein zur Podiumsdiskussion am Mittwoch, den 18.3. 2015 um 19 Uhr

im Movimento, Neuhauser Straße 15 in 80331 München

Das Podium moderiert Michael Ragg von der Agentur Ragg´s Domspatz, der mit folgenden Gästen diskutieren wird:
Dr. Liane Bednarz, Rechtsanwältin und Publizistin
Dr. Andreas Püttmann, Politologe, Journalist
Norbert Geis, ehem. CSU-Bundestagsabgeordneter
Thomas Schührer, Vorsitzender der Initiative Durchblick e.V.
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Weitere Infos hier: https://fairemedien.de/fairemedien-laedt-ein-zur-podiumsdiskussion-medienkampagne-gegen-ueberzeugte-christen/
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Um Anmeldung unter info@fairemedien.de wird gebeten bis spätestens zum 17.3.2015.
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Initiative FaireMedien, Thomas Schührer
Weinbergstr. 22 in 76684 Östringen
Telefon: 07251 359183  / Telefax: 07251 359182
E-Mail: info@faireMedien.de
http://faireMedien.de

Püttmanns Seitenhiebe gegen das christlich-konservative Spektrum betr. Homosexualität

Von Felizitas Küble

Der katholische Schriftsteller und Politologe Dr. Andreas Püttmann äußert sich am heutigen Freitag, den 10. Januar 2014, erneut sehr kritisch bis heftig über bestimmte christliche, vor allem konservativ-katholische Gruppierungen.

Der westfälische Publizist hat sich bereits im vergangenen Jahr mitunter ähnlich zu Wort gemeldet.

Aus Sicht des Autors, dessen Artikel im Kölner Domradio online veröffentlicht wurde, sind die Ansichten des konservativen Spektrums zur Homosexualität vielfach veraltet und insgesamt fehl am Platze.

Dr. Püttmann nimmt das derzeit im Blätterwald hochgekochte Fußballer-Outing zum Anlaß, um reichlich Seitenhiebe und Sticheleien zu verteilen, allerdings nicht etwa Richtung Medienzirkus:

Die begeisterte Resonanz auf Hitzlspergers  – wie er es nennt  – „Austritt aus der Selbstverleugnung“ sei vielmehr eine „zutiefst mitmenschliche“, ja „brüderliche“ Reaktion, wie schon der Titel seines Beitrags zu verstehen gibt, womit die weitere Richtung seiner Ausführungen bereits anklingt.  IMG_1468 (2)

Hinsichtlich des öffentlichen Wirbels stellt der Verfasser die rhetorische Frage:

Liegt die säkulare Mediengesellschaft also wieder einmal total daneben mit ihren Maßstäben und Aufmerksamkeitsproportionen? Einzelne, auch christliche Stimmen im Internet und in den sozialen Medien schimpften oder mokierten sich schon in diesem Sinne.“

FOTO: Die Ehe ist und bleibt das gültige Leitbild gemäß der Schöpfungsordnung Gottes; zugleich ist die christliche Ehe ein hl. Sakrament in der Kirche des HERRN.

Püttmann beschwert sich darüber, daß christliche Konservative die „Courage“ das ehem. Fußballers „in Abrede stellen“  – und fügt hinzu:

„Das unechte, saloppe, zynische Reden solcher Kommentatoren ist des Christentums unwürdig. Es spiegelt aber leider jenes humanitäre Versagen durch moralische Stumpfheit und einen eklatanten Mangel an Empathie wieder, das in kirchlich-konservativen Kreisen gegenüber der seelischen Not und äußeren Bedrängnis Homosexueller immer noch so verbreitet ist wie die pöbelnde Homophobie in der Kurve vieler Fußballstadien.“

Sodann beklagt der empörte Autor, es gäbe in der Bevölkerung und im Kirchenvolk vielfach immer noch eineverächtliche Haltung und verhöhnende Diktion gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe“.

Es wäre sicher sinnvoll, wenn sich Püttmann zur Abwechslung mal kritisch mit Rundumschlägen prominenter Homosexueller wie zB. Dr. David Berger befassen würde, etwa mit seiner Streitschrift „Der heilige Schein“, worin dieser in einer verächtlichen Haltung und verhöhnenden Diktion über die katholische Kirche und konservativ denkende Menschen herzieht. (Näheres HIER)

„Christlich-konservative Eheschützer“ verlören bisweilen, so beanstandet Püttmann, „den wohlwollenden Blick auf die Liebessehnsucht und Liebesfähigkeit jeder einzelnen Person, die aufs Engste mit ihrer Menschenwürde verbunden ist.“

Kath. Weltkatechismus unrichtig zitiert

Sodann zitiert er den Weltkatechismus  –  allerdings nicht korrekt  –  folgendermaßen:

„Dem trägt der katholische Weltkatechismus mit der Erwägung einer „selbstlosen Freundschaft“ Rechnung, in der Homosexuelle ihre „nicht selbst gewählte“ Disposition leben könnten.“ WeltkatN

Die Äußerung „nicht selbst gewählt“ findet sich allerdings nicht im gültig auf deutsch übersetzten Weltkatechismus, sondern lediglich in der vorigen, vom Vatikan genau an diesem Punkt korrigierten Fassung (was Püttmann aber unerwähnt läßt).

Dieser im Jahre 2003 neu übersetzte Abschnitt (KKK 2358) zur Homosexualität lautet wie folgt:

„Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen haben tiefsitzende homosexuelle Tendenzen. Diese Neigung, die objektiv ungeordnet ist, stellt für die meisten von ihnen eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen.

Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Verfaßtheit erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.“

Überdies äußert sich Dr. Püttmann geradezu ergriffen zum derzeitigen Medienhype um Hitzlspergers Outing:

„Es hat daher durchaus etwas Berührendes, wenn die säkulare Gesellschaft, von der sonst beklagt wird, dass jeder nur für seine eigenen Interessen kämpft und die Einfühlung in andere oft unterentwickelt zu sein scheint, wenn also diese Mehrheitsgesellschaft heterosexuell Empfindender einen 31jährigen schwulen Fußballer in die Arme schließt und auf seinen existenziellen Akt mit hoher Aufmerksamkeit und Anteilnahme reagiert.“

Auch dann, wenn hierbei  –  so Püttmann  –  womöglich Sensationslust, Quotenkalkül etc „mitspielen“, sei das starke Medienecho „im Kern zutiefst mitmenschlich, christlich gesprochen und  brüderlich und gesünder als manches, was im Namen moralischer Ordnung auf die Bühne tritt.“

Er fordert die katholische Kirche zu einer „steten kritischen Selbstüberprüfung im Dialog mit den Human- und Sozialwissenschaften“ auf, denn das sei „für die christliche Ethik unverzichtbar“.

Wirklich?  – Sind nun die Wegweisungen Gottes, ist das Wort der Heiligen Schrift gültiger Maßstab christlicher Sittenlehre  – oder etwa weltliche „Wissenschaften“, die im Laufe der Zeit ständig ihre Thesen, Meinungen und Theorien ändern? –  Gottlob baut die katholische Kirche ihre Moraltheologie auf den Felsen des Gotteswortes  –  und nicht auf den flüchtigen Treibsand des Zeitgeistes!

Dr. Püttmann hofft sodann, daß Thomas Hitzlsperger sein „befreiendes „Zu-sich-Finden“, seinen radikalen Schritt aus der Abhängigkeit vom Urteil anderer heraus, als eine im Grunde christlich-spirituelle Erfahrung“ zu deuten lerne.

Christen sollten sich tatsächlich nicht „vom Urteil anderer“ abhängig machen, allerdings in jener Weise, die wirklich gottgefällig ist und die den zeitlosen Geboten des Ewigen entspricht, denn:

„Abhängigkeit von Gott macht unabhängig von Menschen.“

DIESER BEITRAG wurde auch in der JOURNALISTENWATCH veröffentlicht: journalistenwatch.com/cms/2014/01/12/puettmanns-s…
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Causa Limburg: Andreas Püttmanns wohlfeiler Moralismus im Portal der Bischofskonferenz

Von Felizitas Küble

Der im konservativen Spektrum namhafte Publizist Dr. Andreas Püttmann gefällt sich in den letzten Monaten offenbar mit seiner scharfen Kritik am eigenen Lager.

Nun ist derlei Sachkritik an sich durchaus kein Problem, sondern mitunter lobenswert; es kann  –  je nachdem  –  Ausdruck von Courage und geistiger Unabhängigkeit sein, zuweilen aber auch von pubertär anmutendem Rebellentum zeugen. 

Im CHRISTLICHEN FORUM wurde Dr. Püttmanns Ausführungen zur Causa Limburg bereits vor vielen Wochen faktenorientiert widersprochen.Limburg-102 

Nun hat der katholische Buchautor erneut „losgelegt“   –  und zwar  bezeichnenderweise auf dem amtlichen Web-Portal der Deutschen Bischofskonferenz („Katholisch.de“): dort erschien gestern sein jüngster Rundumschlag zum Dauerbrenner namens Bischof Tebartz-van Elst.

Zunächst sei klargestellt:

Kein Vernünftiger im konservativen „Lager“ betreibt irgendeine „Anhimmelung“ des Limburger Oberhirten. Auch jene, die den Bischof gegen gehässige Medienjagd in Schutz nehmen, bestreiten damit keineswegs schwerwiegende Fehler, nehmen aber zur Kenntnis, daß sich Tebartz-van Elst mehrfach entschuldigte und erwarten keine zig-fache Wiederholung solch öffentlicher Bußübungen.

Unstrittig ist auch, daß sich der Limburger Bischof mit seiner Klage gegen das links agierende Wochenmagazin „Der Spiegel“ nicht mit Ruhm bekleckerte, weder moralisch noch intellektuell.

Hätte er gegenüber dem Reporter gesagt „Business-Class haben wir bezahlt“ statt „Business-Class sind wir geflogen“, hätte ihm niemand an den Karren fahren können, denn tätsächlich hat das „Upgrade“ auf die 1. Klasse dem Bistum keinen einzigen Cent gekostet.  –  Nun kann man sich in einer hektischen oder angenervten Stimmung schon mal unkorrekt ausdrücken, ohne daß man dem Betreffenden hierbei böse Absichten unterstellen muß.

Verheerender war freilich des Bischofs Fehlentscheidung, dem Drängen seines Anwalts nachzugeben und den „Spiegel“ zu verklagen, wobei TvE  –  um überhaupt eine einstweilige Verfügung zu erreichen  –  eine eidesstattliche Versicherung abzugeben hatte, was ihm womöglich zuvor nicht ausreichend klar war. 

Foto: PROWie dem auch sei: Als Quittung hierfür erhielt der Bischof eine teure Geldauflage, aber eben keinen Strafbefehl, keinen Prozeß, keine Vorbestrafung, obwohl viele offenbar damit gerechnet haben, nicht zuletzt in durchaus vorlauter Art bzw. Unart auch Erzbischof Zollitsch.

Somit hat das Hamburger Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Erlaß eines Strafbefehls eben n i c h t  entsprochen, sondern das Verfahren angesichts des bischöflichen Eingeständnisses und quasi wegen Geringfügigkeit eingestellt.

Dieses „verhältnismäßige“ Vorgehen hat viele Bischofsgegner  –  vor allem innerhalb der Kirche  –  reichlich enttäuscht, denn die Hamburger Richter haben durchaus sachorientiert entschieden und sich weder von der öffentlichen Hysterie noch von der Staatsanwaltschaft zu einem Strafbefehl verleiten lassen.

Nach diesen Vorbemerkungen nun zum bereits erwähnten Artikel von Dr. Püttmann auf dem offiziellen Bischofskonferenz-Portal:

Der Verfasser beschwert sich eingangs über die Bischofs-Unterstützer, wobei er deren sog. „Entlastungsversuche“ kurios darstellt, so daß jene TvE-Fans als lächerlich präsentiert werden, was wohl wenig fair ist.

Kritik an Solidarität „bis in die hohe Kirchenhierarchie“…

Sodann kritisiert er „Solidaritätsadressen und Durchhalteparolen bis in die hohe Kirchenhierarchie hinein“, was er dramatisierend als „moralischen Supergau“ bezeichnet.

Scharfe Worte, die Dr. Püttman damit begründet: „Wahrheit, Wahrhaftigkeit und der richtige Umgang mit Schuld gehören zu ihrer Kernkompetenz.“

Besteht der „richtige Umgang mit Schuld“ im Christentum etwa darin, jemanden, der seit Monaten medienweit wüst attackiert wird, der gleichsam im Graben liegt, noch weiter mit Vorhaltungen zu traktieren?

Wünscht der Autor, daß die Kirche auch mit seiner eigenen Schuld derart umginge? Oder auf welch hohem Roß sitzt er eigentlich?

Von einem Bischof, der unter die Medienräuber fiel…

Erinnern wir uns an Christi Gleichnis:

Als der barmherzige Samariter dem verletzten Mann tatkräftig geholfen hat, erkundigte er sich nicht erst nach dessen moralisch „sauberer Weste“, sondern schritt spontan zur heilsamen Tat.

Auch der Limburger Bischof ist unter die (Medien-)Räuber gefallen   –  und wer ihm in dieser schweren Zeit beisteht „bis hinein in die hohe Kirchenhierarchie„, beweist couragierte Tapferkeit während einer geradezu haßerfüllten Hexenjagd.

Wo bleibt denn die Empörung des Autors über das verlogene öffentliche Kesseltreiben? – Erinnern wir uns zB. an die faustdicke Lüge hinsichtlich der 15.000-Euro-Badewannen-Story, die wochenlang die Runde machte und den Volkszorn hervorrief, obwohl sie komplett erfunden war.

Einseitiger Moralismus von der wenig tapferen Sorte

Warum blüht der wohlfeile Moralismus des Herrn Dr. Püttmann nur einseitig in Richtung des ohnehin am Boden liegenden Bischofs? Warum greift er nicht die herrschenden Medien wegen zahlreicher Verstöße gegen „Wahrheit und Wahrhaftigkeit“ an? – Das würde wirklich Mut beweisen, weiteres Drauftreten auf den attackierten Bischof ist hingegen kein Zeichen edelmütiger Gesinnung.

Der auf hohem moralischen Roß sitzende Verfasser fragt weiter, wo denn jetzt das „Rücktrittsangebot“ des Bischofs bleibe. Ist Püttmann etwa entgangen, daß der Papst TvE keineswegs als Oberhaupt des Bistums Limburg amtsenthoben, sondern ihm vielmehr eine wohltuende „Auszeit“ vergönnt hat?

Gerade Dr. Püttmann betont seit Jahren seine ausgeprägt „romtreue“ Haltung. Wo bleibt denn jetzt die Würdung der päpstlichen Entscheidung in der Limburger Causa?

Abschließend empört sich der Autor weiter über die Fraktion der Bischofs-Unterstützer, welche über eine „Medienkampagne lamentieren“ würden, wobei „so viel moralische Stumpfheit und Wahrheitswurstigkeit“ aus seiner Sicht „schwer zu ertragen“ sei.

Weiß er nicht, daß sich zB. auch der bekannte ZDF-Moderator und evangelische Theologe Peter Hahne scharf gegen dieses tatsächlich unfaire, ja teils hysterische Kesseltreiben im Blätterwald gewandt hat?

Der angesehene Fernsehjournalist erklärte dazu ohne Wenn und Aber: „Ich habe selten soviel Haß und Häme erlebt“. Will Püttmann dem evangelischen Schriftsteller und TV-Moderator nun etwa auch „moralische Stumpfheit“ unterstellen?

PS: Auch CICERO beschwert sich jetzt über Hetzjagd-Stimmung in den Medien: http://www.cicero.de/berliner-republik/heissgelaufen/56457

1. Foto: Dr. Bernd F. Pelz / 2. Foto: Medienmagazin PRO