Google hat männliche Mitarbeiter benachteiligt

Eine interne Gehälteranalyse des Software-Giganten Google hat Lohndiskriminierung von Männern ans Tageslicht gefördert. Ziel der Studie war es laut einem Bericht der New York Times, herauszufinden, ob das kalifornische Unternehmen Frauen und Minderheiten angemessen bezahlt.

Ergebnis der Studie war eine Gehalterhöhung für tausende männliche Mitarbeiter des Unternehmens, die bisher für gleiche Arbeit einen geringeren Lohn erhielten als ihre weiblichen Kollegen. Von den Gehaltsanpassungen profitierten demnach 10.677 Beschäftigte, von denen Männer 69 Prozent ausmachten.

Derzeit befindet sich das Unternehmen in einem Rechtsstreit mit ehem. Mitarbeiterinnen, an der Spitze die Ingenieurin Kelly Ellis, die Google wegen Gehaltsdiskriminierung verklagt hat.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/kultur/2019/interne-analyse-google-hat-maenner-beim-gehalt-diskriminiert/


Biohax pflanzt Angestellten Mikrochips ein

Die schwedische Firma Biohax soll Angestellten in Großbritannien Mikrochips unter die Haut verpflanzen. Laut der britischen Zeitung Guardian gibt es entsprechende Anfragen von Firmen in England, mit denen Biohax zusammenarbeitet.

Hierbei handelt es sich um Firmen im Finanz- und Justizsektor, die mit vertraulichen Dokumenten zu tun hätten. Betroffen sind den Angaben der Zeitung zufolge hunderttausende Mitarbeiter. Hintergrund der Maßnahme sind Zugangsbeschränkungen für wichtige Daten.

Auch ermöglicht der Chip Mitarbeitern einen schnelleren Zugang zu Firmendruckern. Zusätzlich können die Angestellten damit Essen in der Firmencafeteria einkaufen. Biohax-Chef Jowan Osterlund spricht von einem „opt-in“ für die Mitarbeiter und kann dabei auf die Zusammenarbeit mit der Firma „Three Square Market“ im US-Bundesstaat Wisconsin verweisen.

50 Mitarbeiter des Unternehmens hätten sich freiwillig einen entsprechenden Chip einsetzen lassen.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2018/britische-angestellte-sollen-mikrochips-implantiert-bekommen/


Der ASB verweigert Erste-Hilfe-Kurs für Angestellte von AfD-Parlamentariern

Der Arbeiter-Samariter-Bund hat einen Erste-Hilfe-Kurse für Angestellte der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag abgesagt. Die Werte des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) seien mit den Werten der AfD nicht vereinbar, so die Begründung des ASB. 

Die Bundestagsabgeordnete Ulrike Schielke-Ziesing kritisiert dieses Vorgehen:

„Der Arbeiter-Samariter-Bund hat einen bereits vereinbarten Erste-Hilfe-Kurs abgesagt und die politische Auseinandersetzung aus dem Parlament in das Leben unserer Mitarbeiter hineingetragen. Die Begründung erschließt sich mir nicht ganz, da viele unserer Mitarbeiter gar keine AfD-Mitglieder sind, werden sie jedoch zur Geisel der SPD gemacht.

Der Bundesvorsitzende des ASB, Herr Fleckenstein, sollte seine politische Arbeit lieber im europäischen Parlament verrichten und nicht die politische Auseinandersetzung auf dem Rücken der ASB sowie der AfD-Mitarbeiter austragen.

Hier geht es um einen ERSTE-HILFE-KURS, der dazu dient, im Notfall Menschenleben zu retten. Sollen unsere Mitarbeiter in einem Notfall den Verletzten erst fragen, ob seine Werte mit ihren übereinstimmen, bevor sie dessen Leben retten? Werden AfD-Mitarbeiter nun auch von Blut- oder Organspenden ausgeschlossen? Dürfen AfD-Mitarbeiter überhaupt noch denselben Bus wie die Heiligen der SPD benutzen oder im selben Restaurant speisen?“


CSU-Fraktion in Bayern jünger geworden – Viele Selbstständige und Freiberufler dabei

„Die neue CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag ist wieder ein gutes Spiegelbild der bayerischen Gesellschaft. Das unterstreicht unseren Anspruch als Volkspartei.“  – Mit diesen Worten kommentiert Thomas Kreuzer, der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, die Zusammensetzung der neuen und der wiedergewählten Abgeordneten in der Fraktion.

Die künftige Fraktion setzt sich aus 85 direkt gewählten Stimmkreis-Abgeordneten zusammen. Ihr Durchschnittsalter ist dabei mit 43,4 Jahren erheblich jünger als nach der letzten Wahl vor fünf Jahren (50,7). Die jüngste Abgeordnete ist Judith Gerlach aus dem Kreis Aschaffenburg-West (33 Jahre); Dr. Alfred Sauter wurde als ältester Abgeordneter der neuen Fraktion wiedergewählt (68 Jahre). Der Frauenanteil liegt konstant bei etwa 20 Prozent.

Besonders vielfältig ist die Fraktion wieder einmal bei der Verteilung der beruflichen Gruppen: So gehören der neuen Fraktion 35 Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe an, darunter 6 Landwirte. 28 Abgeordnete kommen aus dem Öffentlichen Dienst, 21 haben vorher als Angestellte in Wirtschaft und Verbänden gearbeitet. Ein Abgeordneter war zuvor kommunaler Wahlbeamter.

Quelle: Pressemeldung der CSU-Landtagsfraktion

 


Gewerkschaft „Verdi“ akzeptiert keine Tarifverträge für eigene Mitarbeiter

Die Weigerung des Chefs der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, den eigenen Angestellten einen Tarifvertrag anzubieten, ist auf scharfe Kritik gestoßen, wie die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ berichtet. Facebook-Zitat-Stein

„Das Verhalten von Herrn Bsirske ist absolut inakzeptabel. Als Chef des Unternehmens Verdi muß er das für sich gelten lassen, was er bei anderen Betrieben fordert“, sagte der stellv. Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Fuchs, der Bild-Zeitung.

Auch die Gewerkschaft der Gewerkschaftsbeschäftigten (GdG) zeigte sich empört. „Herr Bsirske fordert immer Tarifverträge für alle Beschäftigten. Dann muß er das auch für Verdi-Mitarbeiter zulassen“, sagte GdG-Chef Bernhard Stracke.

Verdi dagegen verweist darauf, daß die Satzung keine Tarifverträge zulasse. Die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen lägen „trotzdem über denen vergleichbarer Organisationen“, sagte ein Sprecher.

Verdi hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Unternehmen bestreikt und kritisiert, die ihren Angestellten keine Tarifverträge unterbreiten. Im Fall des Logistikunternehmens Amazon drohte die Gewerkschaft: „Wir geben keine Ruhe, solange es keine Tarifverträge gibt.“

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Sexualisierte Gewalt in einer Mainzer Kita – und die Verantwortung des Bistums?

PRESSEMELDUNG der Betroffenen-Initiative „netzwerkB“:

Das Bistum Mainz, mit Kardinal Karl Lehmann an der Spitze, „feuert“ lieber sieben Angestellte, anstatt selbst die Verantwortung für den Skandal in der Mainzer Kita ‘Maria Königin‘ zu übernehmen. https://i1.wp.com/netzwerkb.org/wp-content/uploads/2015/06/kardinal-lehmann-kita-mainz.jpg

55 Kinder sollen monatelang mehrfach täglich massiv bedroht und erpresst worden sein und sexualisierte Gewalt erfahren haben. Laut Berichten soll es geradezu ein Bandenwesen von Kindern gegen andere Kinder gegeben haben.

Die Frage ist zu stellen, was für eine Kultur in dieser Kita vorherrschte, dass ein solch massives Ausagieren von Gewalt möglich war.

Die Entlassung von allen Mitarbeitern mag für manche befreiend wirken; der Anschein wird erweckt, die Wurzel des Übels sei bereits identifiziert, nötige Konsequenzen gezogen und somit alles wieder in Ordnung.

Mitarbeiter-Entlassung nur Symptombehandlung

Letztendlich ist diese Maßnahme nur eine sehr oberflächliche Symptombehandlung.

Und noch bevor der Widerhall in den Medien über diesen Skandal ganz verklungen ist, geht die katholische Kirche zum nächsten Tagesgeschäft über: die anstehende Neueröffnung ihrer Kita.

Durch die Kündigung der Erzieher wird die Annahme bestärkt, dass der Dienstgeber – also der Träger oder Geschäftsführer – davon überzeugt ist, dass die Angestellten ihre Dienstpflichten verletzt haben. Bisher werden in den Medien lediglich die Anklagepunkte durch die Staatsanwaltschaft gegen die Angestellten mitgeteilt.

Die Seite der Erzieherinnen wird ausgeklammert, wie sie die beschriebenen Vorgänge erlebt haben mögen, wie das Ganze arbeitsrechtlich zu behandeln sei, etc.

Dabei könnte es sich lohnen, näher hinzuschauen und z.B. arbeitsorganisatorische Fragen zu stellen:

Wie viele KollegInnen arbeiteten pro Schicht? Wie lange dauerte eine Schicht? Für welches Entgelt wurde gearbeitet? Wie waren die Arbeitsbedingungen? Wie lief die Kommunikation der KollegInnen untereinander? Wie war die übliche Stimmung bzw. Arbeitsatmosphäre und warum?

Und brisanter noch: Wie waren die Kommunikationsstrukturen zwischen Team und Leitung, zwischen Leitung und Geschäftsführung bzw. Träger? Interessierte die Geschäftsführung bzw. den Träger denn nicht, wie der Arbeitsalltag in dieser Kita aussah?

Informierte sie sich also oder tat sie dies nicht? Wenn sie sich informiert hatte – warum handelte sie dann erst, als eine Tageszeitung sich einschaltete? Merkwürdigerweise scheint die Aufmerksamkeit sowohl der Staatsanwaltschaft als auch der Öffentlichkeit nur auf die Ex-Angestellten gerichtet zu sein und nicht auf die Verantwortung der Bistumsleitung.

Wer versucht hier, seine Hände in Unschuld zu waschen bzw. die Verantwortung auf die weiter unten in der Arbeitshierarchie abzuwälzen?