Frankreich: Brand in der Kathedrale von Nantes und tägliche Attacken auf Kirchen

Nach drei Stunden war das Feuer in der Kathedrale von Nantes unter Kontrolle. Danach war großes Aufgebot zur Stelle:

Der Premierminister Jean Castex, sein Innenminister und die Kulturministerin besichtigten die Kathedrale von Nantes, begleitet von einem Tweet des Staatspräsidenten Macron, der den Feuerwehrleuten dankte, weil  sie „große Risiken auf sich genommen haben, um dieses gotische Juwel der Fürstenstadt zu retten“.

Es gab drei Brandherde, weshalb die Polizei von Brandstiftung ausgeht, und zwar unter der Orgel im Hauptschiff sowie in jedem der beiden Nebenschiffe.

Anfang des Monats brannte die Pauluskirche in Corbeil-Essonnes, im elsässischen Munster wurde die evangelische Kirche Saint Leger beschmiert, in Whir-au-Val eine Marienfigur geköpft, im normannischen Avranges die Basilika Saint Gervais verwüstet, in Tours die Basilika des heiligen Martin beschmiert.

BILD: Vandalismus gegen Kirchen und christliche Statuen sind auch in Deutschland inzwischen an der Tagesordnung (hier ein geköpftes Christkind in Dülmen)

Schon seit Jahren werden Woche für Woche Dutzende von Kirchen in Frankreich geschändet, beraubt und eben auch angezündet. 

Die offiziell registrierte Zahl der Angriffe auf christliche Kirchen und Gräber stieg von 878 im Jahr 2017 auf über tausend im vergangenen Jahr. Es gibt auch Zahlen, die eher dafür sprechen, daß es sich um drei Kirchen pro Tag handelt, die einem Angriff zum Opfer fallen. Die Zahlen steigen dramatisch seit etwa zehn Jahren.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2020/brennende-kirchen-blitz-und-regen-sind-nicht-das-problem/


Niger: Evangelische Kirche angezündet

In der Nacht vom 15. auf den 16. Juni setzten muslimischer Demonstranten, die in Maradi gegen die Festnahme eines wichtigen lokalen Imams protestierten, eine protestantische Kirche in Brand.

„Die Kirche im Stadtviertel Zaria und das Auto des Pastors wurden von Unbekannten in Brand gesteckt. Die Gendarmerie ermittelt vor Ort“, so ein Sprecher der Gemeinde. Erst vor kurzem war die 200 km von Niamey entfernte Pfarrei Dolbel mehrfach, zuletzt am 13. Mai, angegriffen worden.

Laut lokalen Berichten errichteten jugendliche Demonstranten am Samstagabend Straßenbarrikaden, um gegen die Verhaftung des Imams, Scheich Rayadoune, zu protestieren, der einen Gesetzesentwurf der Regierung als „anti-islamisch“ kritisiert hatte. Rayadoune wurde am Sonntagnachmittag wieder freigelassen, nachdem er sein Fehlverhalten zugegeben hatte.

„Meine Anhänger müssen aufhören, Unruhen in der Stadt zu verursachen, der Islam will das nicht“, erklärte der Imam.

Niger ist ein Land mit einer überwiegend muslimischen Bevölkerung, in dem Christen eine kleine Minderheit unter einer Bevölkerung von über 20 Millionen Einwohnern sind.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Probleme mit radikalen Muslimen. Im Jahr 2015 gab es in Niamey antichristliche Aufstände, bei denen zahlreiche Kirchen in der Hauptstadt und in der zweitgrößten Stadt des Landes, in Zinder, verwüstet wurden.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst