Israel: Uralte Grabbeigaben mit einzigartiger Skulpur eines Menschen entdeckt

Bei Ausgrabungen in Israel ist ein uraltes Gefäß gefunden worden, das gemeinsam mit Dolchen, Pfeilköpfen und einem Beilkopf wohl als Grabbeigabe für ein hohes Mitglied einer historischen Siedlung begraben wurde.

Gilad Itach, Ausgrabungsdirektor der Israelischen Antikenbehörde erzählt: „Ausgerechnet am letzten Tag der Ausgrabung wurde vor unseren Augen und deren der interessierten [bei der Ausgrabung anwesenden] Schüler ein etwa 18 cm großes, außergewöhnliches Keramikgefäß ausgegraben.

BILD: So sah der Krug aus, als er gefunden wurde (Foto: EYECON Productions, courtesy of the Israel Antiquities Authority)

Darauf befindet sich eine Skulptur einer Person. Es scheint als ob, wie typischerweise, das Gefäß zuerst hergestellt und die einzigartige Skulptur dann später hinzugefügt wurde. Vergleichbares wurde in vorangegangenen Ausgrabungen so noch nie gefunden. Das Level an Präzision und die Sorgfalt fürs Detail bei der Herstellung der fast 4000 Jahre alten Skulptur ist überaus eindrucksvoll.“

Neben dem Keramikgefäß wurden weitere Gefäße und Metallgegenstände wie Dolche, Pfeilköpfe, ein Beilkopf, Schafsknochen und Knochen, die höchstwahrscheinlich von einem Affen stammen, gefunden.

Laut Itach „scheint es als ob diese Objekte Grabbeigaben sind, die zur Ehre eines wichtigen Angehörigen der uralten Gemeinde vergraben wurden. Im Altertum war es nicht ungewöhnlich zu glauben, dass Objekte die neben den Individuen begraben wurden, mit ihnen in die Nachwelt übergehen. Meines Wissens wurde so eine reichhaltige Grabsammlung, gemeinsam mit dem uralten Keramikgefäß, in diesem Land noch nicht gefunden.“

Quelle: Israelisches Außenministerium


Sensationsfunde in Israel: Taucher entdeckten uralte Schätze unter Wasser

Zwei Taucher haben vor Pessach im Hafen von Caesarea einen spektakulären Fund gemacht: Sie entdeckten die Ladung eines antiken Schiffswracks, das wohl während der spätrömischen Ära vor etwa 1600 Jahren gesunken ist.

Sobald sie aufgetaucht waren, informierten die beiden Taucher Ran Feinstein und Ofer Ra’anan aus Ra’anana die Israelische Antikenbehörde und berichteten von ihrem Fund.

BILD: Statue der Göttin Luna (l.) und Bronzelampe mit dem Bild des Sonnengottes Sol. (Foto: Clara Amit, courtesy of the Israel Antiquities Authority)

Ein gemeinsamer Tauchgang mit Archäologen von der Antikenbehörde zeigte, dass durch einen Sandrutsch ein Schiff freigelegt worden war:

Sie fanden eiserne und Holzanker sowie Überreste dessen, was zum Bau und zum Betrieb des Segelschiffs benötigt wurde. Unterwasser-Ausgrabungen während der vergangenen Wochen brachten dann verschiedene Teile der Ladung des antiken Handelsschiffs zutage, darunter Statuen und tausende Münzen.

Es handelt sich um den größten maritimen Fund in den vergangenen dreißig Jahren. Die beiden Taucher werden mit einer Anerkennungsmedaille der Antikenbehörde ausgezeichnet.

Viele der Artefakte sind aus Bronze und außergewöhnlich gut erhalten. Darunter sind etwa eine Bronzelampe mit dem Bildnis des Sonnengottes Sol, eine Figur der Mondgöttin Luna, eine Lampe mit dem Bild des Kopfes eines afrikanischen Sklaven, Fragmente dreier lebensgroßer Statuen, Objekte in Tiergestalt, wie ein Wal und ein Bronzewasserhahn in der Form eines Wildschweins mit einem Schwan auf dem Kopf.

Zudem wurden Bruchstücke großer Gefäße gefunden, die genutzt wurden, um Trinkwasser für die Besatzung zu transportieren. Eine der größten Überraschungen war die Entdeckung zweier insgesamt 20 Kilo schwerer metallischer Klumpen aus tausenden Münzen, welche die Form der Tongefäße angenommen hatten, in denen sie transportiert worden waren.

Jacob Sharvit, Leiter der Einheit für Meeresarchäologie bei der Antikenbehörde, und sein Stellvertreter Dror Planer erklären: 1426245_577880468934571_1029821405_n

„Es handelt sich um sehr aufregende Funde, die, abgesehen von ihrer außerordentlichen Schönheit, auch historisch signifikant sind. Die Lage und Verteilung der antiken Funde auf dem Meeresgrund legen nahe, dass ein großes Handelsschiff mit einer Ladung von Metall, das eingeschmolzen werden sollte, an der Ausfahrt zum Hafen in einen Sturm geriet und abdriftete, bis es an den Felsen zerschellte.“

Eine erste Untersuchung der Eisenanker zeigt, dass versucht wurde, das Abdriften des Schiffes durch Setzen der Anker zu verhindern, diese aber zerbrachen. Sharvit und Planer betonen:

„Einen solchen Unterwasser-Fund hat es in Israel in den vergangenen dreißig Jahren nicht gegeben. Statuen aus Metall sind seltene archäologische Funde, weil sie immer eingeschmolzen wurden. Wenn wir Bronze-Artefakte finden, geschieht dies in der Regel unter Wasser. Da diese Statuen gemeinsam mit dem Schiff gesunken sind, wurden sie vor dem Einschmelzen ‚gerettet‘.“

Sharvit und Planer fügen hinzu: „Bei den vielen Unterwasser-Ausgrabungen, die in Caesarea durchgeführt wurden, wurden nur sehr wenige Bronzestatuen gefunden, während bei dem jetzigen Fund eine große Anzahl spektakulärer Statuen gefunden wurde, die sich in der Stadt befunden hatten, und auf dem Seeweg abtransportiert werden sollten. Der Sand hat sie geschützt; daher befinden sie sich in einem großartigen Zustand – obwohl sie bereits vor 1.600 Jahren gegossen wurden.“

Die gefundenen Münzen tragen die Konterfeis von Konstantin dem Großen und Licinius, römischen Eroberern, die im 4. Jahrhundert n. Chr. regierten. Licinius war ein Rivale Konstantins, bis er von diesem besiegt wurde.

Sharvit erklärt: „In den vergangenen Jahren gab es im Hafen von Caesarea viele Zufallsfunde. Dafür gibt es hauptsächlich zwei Gründe: Weniger Sand auf dem Meeresgrund führt dazu, dass alte Artefakte freigelegt werden. Darüber hinaus sind mehr Taucher vor Ort.

Bei dem jetzigen Fund haben die Taucher sich als gute Bürger erwiesen und verdienen unser Lob. Sie erhalten eine Anerkennungsmedaille und sind eingeladen, die Lagerräume der Antikenbehörde zu besichtigen. 

Die Öffentlichkeit sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie alle Funde sofort der Einheit für Unterwasserarchäologie in der Antikenbehörde melden muss, um uns maximale archäologische Erkenntnisse über den jeweiligen Ort zu ermöglichen.“

Quelle: Israelische Antikenbehörde


Israel: Antikes Fußboden-Mosaik entdeckt

Große Fülle von Motiven versammelt

Unter Feldern des Kibbuz Beit Kama im Süden Israels ist ein äußerst gut erhaltenes Mosaik aus dem vierten bis sechsten Jahrhundert entdeckt worden. Das Mosaik wurde bei Ausgrabungen der Israelischen Antikenbehörde entdeckt, die vor Ort vorgenommen wurden, bevor dort der Ausbau der Schnellstraße Nr. 6 beginnen sollte.

Bei den Grabungen wurden Reste einer antiken Siedlung entdeckt, die sich über ein Gebiet von mehr als 6000 qm erstreckte. Teil der Siedlung war eine große Halle, auf deren Fußboden sich das beeindruckende Mosaik befindet.

Abgesehen von geometrischen Formen zeigt das Mosaik Amphoren, Pfaue und ein Taubenpaar. Diese Motive sind für Mosaike aus der Zeit nicht unüblich, selten ist jedoch eine solche Fülle von Motiven in einem einzigen Mosaik.

Quelle: Israelische Botschaft / Foto: Antikenbehörde