Israelischer Botschafter sprach auf der Demonstration gegen den Al-Quds-Marsch

Jährlich am letzten Freitag des muslimischen Monats Ramadan findet der vom Iran ausgerufene „Al-Quds-Tag“ statt, bei dem die islamische „Befreiung Jerusalems“ und damit die Vernichtung Israels propagiert wird. 

In Berlins City-West fand dazu am Samstag (1.6.) eine Demonstration von Israel-Hassern und Antisemiten statt.

Dagegen protestierte eine breites Bündnis. Der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff (siehe Foto) sprach auf dem George-Grosz-Platz vor ca. 1000 Demonstranten gegen den Al-Quds-Marsch.

Er forderte in seinem Redebeitrag, dass nicht nur der militärische Flügel der Hisbollah auf die Terrorliste gesetzt, sondern die Hisbollah insgesamt verboten werden müsse.

Der Botschafter bezeichnete den Iran als führend bei der Förderung von Terror und bei Menschrechtsverletzungen und forderte von Deutschland, die Machtdemonstration Irans in Form des Al-Quds-Tages, der seit 40 Jahren weltweit begangen wird, auf Berlins Straßen zu verbieten.

Israel betrachte nicht das iranische Volk oder die islamische Religion als seine Feinde, sondern das iranische Regime als die größte Gefahr für Frieden im Nahen Osten. Erst jüngst hat Iran 

Quelle und vollständiger Text hier: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Demonstration-gegen-den-Al–Quds–Marsch.aspx


Historiker Wolffsohn: Linken und islamischem Judenhass nicht weiter ausblenden!

Häufige Einseitigkeit aus Gründen „politischer Steuerung“

Der deutschjüdische Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn ist seit langem als Buchautor, Vortragsredner und durch TV-Talkrunden bekannt. 2017 wurde er als „Hochschullehrer des Jahres“ ausgezeichnet. 
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Am heutigen 1. Juni 2019 kritisiert er in BILD-online die unsachgemäße Fixierung deutscher Politiker und Medien auf den Antisemitismus von rechtsextremer Seite. 
Der linke Antisemitismus werde hingegen kaum beachtet – und noch weniger der islamische. Das gilt laut Wolffsohn (siehe Foto) auch für Angela Merkel.
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Unter dem Titel „Die Wurzeln des Judenhasses in Deutschland Antisemitismus – hier irrt (nicht nur) die Kanzlerin“ heißt es in einem ausführlichen Artikel des Geschichtsprofessors, die einseitige Betrachtung dieses Themas erfolge „aus Gründen der politischen Steuerung“ und sie sei „gewollt“.
Der Autor sieht diese Problematik auch beim Bundespräsidenten sowie fast der gesamten „politische Klasse“ und auch bei den „meisten nationalen und internationalen Medien„.Bei der amtlichen Antisemitismus-Statistik sei nicht die Zählung der Taten als solche falsch, sondern die politische Zuordnung der Täter:

„Das ist geschichts- und integrationspolitisch gewollt oder zumindest so gesteuert, dass der muslimische Antisemitismus in Gedanken, Wort, Tat und somit in Zahlen verniedlicht wird.“

BILD: Wolffsohns Bestseller mit dem Titel „Deutschjüdische Glückskinder“

Für Judenfeindlichkeit gäbe es – sowohl früher wie heute – drei Quellen bzw. Ursachen: den Rechtsextremismus, den (ultra)linken Antizionismus und vor allem den muslimischen Antisemitismus.
Entgegen dieser offensichtlichen Sachlage gäbe es in der öffentlichen Debatte aber Tabus:
„Benannt wird eigentlich nur der rechte, selten der linke und noch seltener der muslimische. Aus Angst, integrationspolitisches Porzellan zu zerschlagen, wird der muslimische tabuisiert und damit befördert. Doch Angst ist ein schlechter Diagnostiker und ein noch schlechterer Therapeut. Ohne richtige Diagnose keine Heilung.“

Wer sich von „Fake statt Fakten“ leiten lasse, könne Antisemitismus nicht wirksam bekämpfen, betont der Geschichtswissenschaftler.

Ouelle für die Zitate: https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/antisemitismus-hier-irrt-nicht-nur-die-kanzlerin-62329984.bild.html

 


Zwischenruf eines deutsch-israelischen Judenchristen zur aktuellen Politik

Von Klaus Moshe Pülz

Deutschland könnte das reichste Land der Erde sein, wenn der „deutsche Michel“ nicht durch seine jeweilige Obrigkeit derart manipuliert werden könnte. Einst war es das Kaisertum, das uns in den Ersten Weltkrieg stürzte; schließlich dann die Verführung durch einen ungebildeten Obdachlosen aus Österreich namens Adolf Hitler, der letzten Endes 60 Millionen gewaltsam getöteter Menschen und sämtliche deutsche Städte zerstört hinterließ.

Und heute regiert seit 16 Jahren eine ehemalige Mitläuferin des letzten Despoten der DDR, Erich Honecker, in Deutschland, eine gewisse Angela Merkel, als gäbe es keine fähigeren Köpfe in Deutschland.

Es ist eine Tragödie, was aus Deutschland seit Ludwig Erhardts Tagen geworden ist. Eingeleitet hat diese desaströse Politik Helmut Kohl mit der Abschaffung der soliden deutschen Währung in Form der „Deutschen Mark“. Es war stets nicht nur den Franzosen ein Dorn im Auge, daß Deutschland niemals seine harte Währung gegenüber den anderen europäischen Währungen abwerten mußte. Selbst Israel deckte seine heimische Währung Schekel zu 20 Prozent mit der DM ab.

Der wirtschaftliche Niedergang war nur möglich, weil Frau Rita Süßmuth  –  auch auf meine Anfrage hin –  Referenden (Volksbefragungen) ablehnte. Und so mauserte sich die deutsche Demokratie zu einer Art Diktatur, wonach der Deutsche seine Möglichkeiten auf den Urnengang beschränkt bekam.

Bereits zu Beginn ihrer Amtszeit erhöhte Frau Merkel die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent, was zur Verteuerung sämtlicher Waren und Dienstleistungen führte. Daher hätte diese Dame kein zweites Mal zur Bundeskanzlerin gewählt werden dürfen.

Dieser Entwicklung folgte die Kreation der unseligen Europäischen Union, deren Zahlmeister mit 26 Prozent in die Brüsseler Kasse Deutschland ist. Damit finanziert der deutsche Steuerzahler das Verwaltungsmonster in Belgien, und ein Italiener regiert wie einst Ludwig XIV. (l’état c’est moi!) ein gewisser Mario Dragi, der kurzum seit vielen Jahren zum ersten Mal in Deutschlands Geschichte die Verzinsung der deutschen Sparguthaben annullierte. Auf einen Protest der Massen warte ich noch heute vergebens.

Ein Land mit der höchsten Besteuerung der Welt lebt sozusagen von seiner Substanz, nämlich was die Nachkriegsgeneration aufgebaut hat.

Heute indes werden Menschen von dieser Regierung präferiert, die gar nicht zum deutschen Volke gehören. Als Nahost-Experte, der ich als Deutsch-Israeli sein darf, der aber seit dem Ableben des Verlegers Axel C. Springer nicht mehr gefragt ist, kenne ich allzu gut die Mentalität der arabischen Menschen im Nahen Osten.

Das Gerücht, wonach man in Deutschland Geldzuwendungen, Sprachunterricht, Unterbringung, medizinische Versorgung sowie sogar universitäre Ausbildung ohne Arbeitseinsatz erhält, ist nicht nur im Munde dieser Leute, sondern auch halb Afrika schließt sich dem Wunsche an, in Deutschland eine Art Scharaffenland zu sehen.

Und wenn „Pro Asyl“ dieses Streben nach Ausbeutung Deutschlands massiv unterstützt, so dient dies dem Niedergang des deutschen Wohlstands. Solchen Institutionen müßte der Status der Gemeinnützigkeit entzogen werden!

Fatal dabei ist der Umstand, daß die christliche Kirchen aller Couleur diesen Influx von antichristlich eingestellten Muslimen offen unterstützt, so daß sie sich dabei selbst das Wasser zu ihrem eigenen Nachteil abgräbt, was auch auf die beiden christlichen Parteien CDU und CSU zutrifft, die sich noch wundern über den enormen Zuwachs der Grünen, da Muslime bekanntlich keine christlichen Parteien wählen (dürfen).

Nein, es gibt nicht nur einen Hans-Georg Maaßen, der geschasst wurde, selbst ein kompetenter Politiker wie Herr Merz war und ist noch Opfer der Frau Merkel!

Nicht zu vergessen die einstigen Kommunisten, die sich als Partei „Die Linke“ plötzlich menschenfreundlich gibt, wobei die „DDR“-Diktatur einst die eigenen Landsleute bei ihrer Republikflucht an der Grenze abknallte wie die Hasen.

Inzwischen verfügt jeder fünfte Deutsche über einen Migrationshintergrund. Damit wird das Lernniveau in den deutschen Ausbildungsstätten derart herabgesenkt, daß Deutschland auf dem internationalen Parkett bald nicht mehr konkurrenzfähig ist. Ich weiß durch meine hebräischen Kenntnisse, wie schwierig es ist, eine orientalische Sprache zu erlernen. Ich kenne auch das Lernniveau in arabischen Universitäten, wo der Professor wichtige Kernaussagen ihres Studienganges in die Feder diktieren muß. Ein freies akademisches Denken und Forschen gibt es nicht!

So ist die Kurzsichtigkeit deutscher Politik geradezu unverantwortlich für ein Land, das seit Jahrhunderten eine christlich-jüdische abendländische Kultur gepflegt hat, auch wenn deren antisemitische Ausrichtung letztendlich den Segen Gottes entzogen erhält!

Es ist ein Gericht Gottes, daß die Anhänger der Kantschen Aufklärung im Zeitalter der Digitalisierung und des Robotertums noch gar nicht gemerkt haben, wie dabei unsere Gesellschaft sukzessive entseelt wird. Wo sind jene deutschen Wissenschaftler, die diesen Mißstand ebenfalls erkannt haben?

Dies geht sogar so weit, daß man die deutsche Sprache für Ausländer sozusagen „mundgerecht“ gemacht hat, indem man das „daß“ wieder abschaffte und zum „das(s)“ veränderte. Weder Franzosen noch Engländer kämen in den Sinn, aus Gründen der Sprachvereinfachung ihre Landessprache zu verändern.

Kaum einem Menschen hierzulande fällt auf, daß neuerdings speziell Migranten unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung dazu mißbrauchen, deutschen Frauen Gewalt anzutun und zudem Messer mit sich führen, von denen sie gegenüber deutschen Bürgern eifrig Gebrauch machen.

Auch das unselige Schengen-Abkommen macht es möglich, daß man heutzutage ohne Gefahr Drogen und Sexsklavinnnen über Landesgrenzen chauffieren kann. Es gibt schlichtweg keine Grenzkontrollen im Raum der Europäischen Union mehr, was naturgemäß die internationale Kriminalität (Mafia) potenziert. „Europol“ ist dabei nur eine Art „Feigenblatt“.

Daher gilt es in summa den Status quo wiederherzustellen, d.h. einen Zustand, wonach jeder europäische Staat seine Integrität und Souveränität sowie seine eigene monetäre Währung zurückerhält. Dazu gehört auch die eigene Gerichtsbarkeit ohne einen luxemburgischen Internationalen Gerichtshof in einem Land, das als „Steuerparadies“ gilt, wo Großkonzerne vor ihrem Fiskus Gewinne hinterziehen. Juncker ist demnach eine völlige Fehlbesetzung als EU-Präsident!

„Denke ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um meinen Schlaf gebracht“, sagte einst der Jude Heinrich Heine. Was würde er erst heute über die Mischkultur dieses heutigen Deutschlands sagen?

Ich bitte um eine möglichst große Verbreitung dieses Statements aus einem tränenreichen Herzen!

Unser judenchristlicher Autor Klaus Mosche Pülz leitet die „Messianische Bekenntnis-gemeinschaft“ und ist Herausgeber der deutschsprachigen Zeitschrift „Bote Neues Israel“, die auch im Internet vertreten ist: http://www.zelem.de


Jüdischer Autor kritisiert den islamischen Antisemitismus und „Irrenhaus Deutschland“

Der Publizist Henryk M. Broder hat scharfe Kritik an den inneren Verhältnissen in Deutschland geäußert. Anstatt die Herausforderungen anzugehen, vor denen das Land stehe, beschäftige man sich lieber mit Scheinproblemen.

„Wir reden nicht über die wirklichen Probleme, sondern erfinden künstliche, wie genderneutrale Toiletten“, sagte er während einer Podiumsdiskussion in Wien.

Vor diesem Hintergrund äußerte Broder: „Deutschland ist ein Irrenhaus. Könnte man die Bundesrepublik überdachen, wäre es eine geschlossene Anstalt.“

Anlaß der Diskussionsrunde war die Vorstellung des Buches „Tötet sie, wo ihr sie trefft  –  Islamischer Antisemitismus“ (siehe Foto) des Politikwissenschaftlers Michael Ley.

Mit Blick auf Deutschland betonte Broder vor den rund 700 Zuhörern, der Islam sei keine Frage der Höhe des Bevölkerungsanteils. „Der Islam dominiert den öffentlichen Diskurs. Er ist das Thema Nummer eins.“

In der Diskussion über zugewanderten Judenhaß äußerte er, der „Treibriemen des heutigen Antisemitismus“ seien Araber. Zusätzlich erinnerte er an verschiedene Ausprägungen wie wirtschaftlichen, linken oder rechten Antisemitismus.

Kritik äußerte Broder am Vorsitzenden der Dt. Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, der im Januar den Begriff „christliches Abendland“ verworfen hatte. So gehe ein Stück abendländischer Tradition verloren und Marx gebe eine der Grundlage des Christentums auf.

Zu welchen Werten sollten sich Moslems in Europa bekennen, wenn die Europäer keine mehr hätten, fragte er rhetorisch.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/broder-deutschland-ist-ein-irrenhaus/


Ritualmord-Legenden: Simon von Trient und die Verleumdung der Juden

Von Felizitas Küble

Wer meint, die völlig haltlosen Gerüchte über angeblichen „Ritualmord“ von Juden gegen Christen seien mittlerweile aus allen „christlichen“ Köpfen verschwunden, irrt sich leider. Vor allem in erz-traditionalistischen Kreisen hält sich z.B. hartnäckig die Verehrung des „seligen“ Anderl vom Rinn und des „heiligen“ Simon von Trient, die beide – so die frühere kirchliche Ansicht – Opfer jüdischer Ritualmörder gewesen sein sollen.

Einmal abgesehen davon, daß ein Opfer noch lange kein Märtyrer ist, weil das Blutzeugnis voraussetzt, daß der Tod für den Glauben freiwillig (!) in Kauf genommen wird, was bei Kleinkindern aber nicht der Fall sein kann, gibt es für die Ritualmordlegenden aus dem Mittelalter und der beginnenden Neuzeit keine historischen Belege. 

BILD: Menorah (siebenarmiger Leuchter) in der Synagoge von Münster

Das hat die Kirche immerhin selber eingesehen, auch im Falle des „heiligen“, sogar mit einem Fest am 24. März versehenen Knaben Simon von Trient (die meisten Heiligen erhalten kein Fest, sondern nur einen Gedenktag).

Während Papst Sixtus IV. die Verehrung des „Märtyrerkindes“ noch unter Androhung einer Exkommunikation verboten hatte, wurde der Kult von seinem Amtsnachfolger Sixtus V. gebilligt.

1965 wurde dieses vermeintliche Ritualmord-Opfer  – verstorben 1475  –  nach Abschluß einer Untersuchungskomission durch ein päpstliches Dekret aus dem Heiligen-Verzeichnis gestrichen.

Ähnlich geschah es danach mit dem „seligen“ Anderl von Rinn, einem Kind aus Österreich, dem seinerzeit dasselbe Schicksal angedichtet wurde wie Simon. Obwohl der Tiroler Bischof Stecher den Anderl-Kult 1994 verboten hat, wird von stur-katholischen Katholiken nach wie vor eine jährliche Wallfahrt zu ihm veranstaltet.

Wer freilich seine Vorurteile über Juden nicht ablegen möchte und sich zudem im ultra-traditionalistischen Milieu befindet, der propagiert weiter die Verehrung dieser „Märtyrerkinder“.

Ein trostloses Beispiel dafür ist diese englisch-sprachige Webseite „St. Simon of Trent“: http://www.stsimonoftrent.com/

Nebst der Wiederbelebung von Ritualmordlegenden sammelt man dort auch zahllose Zitate von früheren Theologen und Kirchenleuten (freilich meist ohne Quellenbeleg), die für den Kampf gegen das Judentum geeignet erscheinen.

Wobei auffällt, daß der hl. Vinzenz Ferrer gleich mehrfach auftaucht. Dieser mittelalterliche Prediger hat sich freilich ohnehin mehrfach geirrt – nicht nur hinsichtlich der damaligen Päpste und Gegenpäpste, sondern auch in puncto Weltuntergang, den er aufgrund seiner Visionen (!) noch zu seinen Lebzeiten ankündigte. Bekanntlich werden Personen nicht wegen irgendeiner Unfehlbarkeit zur Ehre der Altäre erhoben, sondern wegen ihres heroischen Tugendgrads (was Irrtümer nicht ausschließt).

Auch Pater Pio wird – allerdings auch ohne jeden Beleg  –  zitiert mit dem Satz: „Die Juden sind Feinde Gottes und Feinde unserer heiligen Religion.“  – Falls diese Aussage wirklich von ihm stammt, so entspricht dies nicht dem heiligen Paulus, der sich im Römerbrief 9 – 11 deutlich differenzierte ausdrückte. Dort heißt es zwar, nichtchristliche Juden seien „Feinde um des Evangeliums willen“, aber direkt davor wird gesagt: „Sie sind Freunde um der Väter willen“. – Man soll also bitte b e i d e   Gesichtspunkte beachten, nicht allein den negativen.

Besonders schlimm ist der groß geschriebene Satz: „Die einmal auserwählten Leute sind jetzt die verfluchte Rasse.“

Einmal abgesehen davon, daß die Juden keine „Rasse“, sondern ein Religionsvolk sind, hat auch hier Paulus genau das Gegenteil geschrieben, nachzulesen in Röm. 9-11, wo der Völkerapostel klarstellt, daß das jüdische Volk  n i c h t  von Gott verworfen (und damit erst recht nicht „verflucht“) ist – vgl. Röm 11,1 ff. Aber Bibel-Lektüre scheint nicht die Stärke dieser Ultra-Traditionalisten zu sein.

Die erwähnte Webseite bereichert die Fälle der Knaben Simon und Anderl (Andreas) noch um St. Christopher, der 1490 in der Nähe von Toledo (Spanien) „durch jüdischen Ritualmord“ getötet worden sein soll. Angeblich habe dieser „Fall“  – so heißt es dort weiter  – die judenfeindlichen Dekrete der Königin Isabella seinerseits begüstigt haben (Vertreibung der Juden).

Übrigens haben sich gerade die Päpste immer wieder in amtlichen Dekreten gegen Ritualmordbeschuldigungen gewandt und entsprechende Prozesse gegen Juden verboten.

So hat z.B. Innozenz IV. bereits im Jahre 1247 derartige Greuelmärchen komplett als Verleumdungen zurückgewiesen. Näheres dazu in diesem wissenschaftlich fundierten Buch: https://www.amazon.de/Ritualmord-Legenden-Europ%C3%A4ischen-Geschichte-Buttaroni/dp/3205770285

In der Studienarbeit „Die Judenverfolgungen und Ritualmordlegenden im Mittelalter am Beispiel von Simon v. Trient“ (Grin-Verlag) heißt es dazu, der Vatikan habe die Juden vor der Trienter Causa „durchgängig in Schutz genommen“: „So existierten unzählige Bullen zum Schutz der Juden“. Diese Haltung sei „ausnahmslos verteidigt und ständig durch Bullen erneuert“ worden.

Zum Ritualmord-Vorwurf sei zudem angemerkt, daß er schon deshalb abwegig ist, weil gläubigen Juden sowohl der Genuß wie die Berührung von Blut verboten ist. Deshalb dürfen sie kein Fleich essen, das noch Blut enthält (das wäre „unkoscher“).  

Gottlob gab es auch Fälle, in welchem die Betreiber einer Selig- bzw. Heiligsprechung ihr Ziel nicht erreicht haben, z.B. bei dem Mädchen Ursula Pöck aus Lienz, deren Tod 1442 ebenfalls Juden zur Last gelegt wurde. Doch hier kam es nicht einmal zu einem diözesanen Seligsprechungsprozeß. Typisch, daß sich die ersten „Zeugen“des vermeintlichen Ritualmords erst 33 Jahre später (1475) erstmals dokumentarisch zu Wort meldeten. (Weitere Infos hier: https://www.zobodat.at/pdf/VeroeffFerd_70_0219-0234.pdf)

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Wien: Österr. Kanzler Kurz auf Konferenz gegen Antisemitismus und Antizionismus

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Spitzenvertreter jüdischer Organisationen und EU-Politiker diskutierten bei der Konferenz gegen Antisemitismus und Antizionismus in Wien über Strategien, das jüdische Leben in Europa zu sichern.
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Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz verwies auf die „besondere Verantwortung“ Österreichs wegen der Mittäterschaft in der Shoah. Erst wenn Juden in Österreich, Israel und auf der ganzen Welt in Frieden und Freiheit leben können, „sind wir unserer historischen Verantwortung auch gerecht geworden“, betonte  er.
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Kurz wies darauf hin, dass bei der Wiener Konferenz erstmals auch explizit der Antizionismus angesprochen werde. Erst in seiner Zeit als Außenminister sei ihm bewusst geworden, dass Antisemitismus und Israelfeindlichkeit „heute Hand in Hand gehen und oft zwei Seiten einer Medaille sind“. Der Kanzler bekannte sich zur Sicherheit des jüdischen Staates.
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Vor der Rede des Kanzlers hatte sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu (siehe Foto) in einer Videobotschaft an die Konferenz gewandt und die Initiative des österreichischen EU-Ratsvorsitzes gelobt. „Der Holocaust hat nicht in den Gaskammern von Auschwitz begonnen“, mahnte Netanyahu dazu, schon frühzeitig gegen Hass einzutreten, „wenn man noch verhindern kann, dass schlimme Dinge schlimmer werden“.
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Quelle: Israelische Botschaft in Berlin

Israel: Netanyahu nimmt nicht an der Antisemitismus-Konferenz der UNESCO teil

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu hat eine Einladung zur Teilnahme an der Antisemitismus-Konferenz der UNESCO bei den Vereinten Nationen abgelehnt. Zur Begründung erklärte er u.a.:

„Zwar begrüße ich jeden Einsatz im Kampf gegen Antisemitismus, aber ich habe beschlossen, nicht an der Antisemitismus-Konferenz der UNESCO in dieser Woche teilzunehmen wegen der andauernden und ungeheuerlichen Voreingenommenheit gegenüber Israel.

Seit 2009 hat die UNESCO 71 Resolutionen verabschiedet, in denen Israel verurteilt wurde und nur zwei Resolutionen zu allen anderen Ländern zusammen. Das ist einfach ein Skandal.

Die UNESCO muss mehr tun, als eine Antisemitismus-Konferenz abzuhalten. Sie muss aufhören, Antisemitismus zu praktizieren.

Und sie muss die Absurdität beenden, Resolutionen zu verabschieden, die eine Verbindung des jüdischen Volks mit dem Land Israel, zwischen dem jüdischen Volk und unser ewigen Hauptstadt Jerusalem, leugnen.

Durch den Austritt aus der UNESCO im Jahr 2017 haben Israel und die Vereinigten Staaten ein eindeutiges moralisches Signal gesendet, dass der Antisemitismus der UNESCO nicht länger toleriert werden wird.

Sollte die UNESCO ihre Einseitigkeit gegenüber Israel beenden, damit aufhören, die Geschichte zu leugnen und anfangen, für die Wahrheit einzustehen, dann wird es Israel eine Ehre sein, wieder einzutreten.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin