Zwischenruf eines deutsch-israelischen Judenchristen zur aktuellen Politik

Von Klaus Moshe Pülz

Deutschland könnte das reichste Land der Erde sein, wenn der „deutsche Michel“ nicht durch seine jeweilige Obrigkeit derart manipuliert werden könnte. Einst war es das Kaisertum, das uns in den Ersten Weltkrieg stürzte; schließlich dann die Verführung durch einen ungebildeten Obdachlosen aus Österreich namens Adolf Hitler, der letzten Endes 60 Millionen gewaltsam getöteter Menschen und sämtliche deutsche Städte zerstört hinterließ.

Und heute regiert seit 16 Jahren eine ehemalige Mitläuferin des letzten Despoten der DDR, Erich Honecker, in Deutschland, eine gewisse Angela Merkel, als gäbe es keine fähigeren Köpfe in Deutschland.

Es ist eine Tragödie, was aus Deutschland seit Ludwig Erhardts Tagen geworden ist. Eingeleitet hat diese desaströse Politik Helmut Kohl mit der Abschaffung der soliden deutschen Währung in Form der „Deutschen Mark“. Es war stets nicht nur den Franzosen ein Dorn im Auge, daß Deutschland niemals seine harte Währung gegenüber den anderen europäischen Währungen abwerten mußte. Selbst Israel deckte seine heimische Währung Schekel zu 20 Prozent mit der DM ab.

Der wirtschaftliche Niedergang war nur möglich, weil Frau Rita Süßmuth  –  auch auf meine Anfrage hin –  Referenden (Volksbefragungen) ablehnte. Und so mauserte sich die deutsche Demokratie zu einer Art Diktatur, wonach der Deutsche seine Möglichkeiten auf den Urnengang beschränkt bekam.

Bereits zu Beginn ihrer Amtszeit erhöhte Frau Merkel die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent, was zur Verteuerung sämtlicher Waren und Dienstleistungen führte. Daher hätte diese Dame kein zweites Mal zur Bundeskanzlerin gewählt werden dürfen.

Dieser Entwicklung folgte die Kreation der unseligen Europäischen Union, deren Zahlmeister mit 26 Prozent in die Brüsseler Kasse Deutschland ist. Damit finanziert der deutsche Steuerzahler das Verwaltungsmonster in Belgien, und ein Italiener regiert wie einst Ludwig XIV. (l’état c’est moi!) ein gewisser Mario Dragi, der kurzum seit vielen Jahren zum ersten Mal in Deutschlands Geschichte die Verzinsung der deutschen Sparguthaben annullierte. Auf einen Protest der Massen warte ich noch heute vergebens.

Ein Land mit der höchsten Besteuerung der Welt lebt sozusagen von seiner Substanz, nämlich was die Nachkriegsgeneration aufgebaut hat.

Heute indes werden Menschen von dieser Regierung präferiert, die gar nicht zum deutschen Volke gehören. Als Nahost-Experte, der ich als Deutsch-Israeli sein darf, der aber seit dem Ableben des Verlegers Axel C. Springer nicht mehr gefragt ist, kenne ich allzu gut die Mentalität der arabischen Menschen im Nahen Osten.

Das Gerücht, wonach man in Deutschland Geldzuwendungen, Sprachunterricht, Unterbringung, medizinische Versorgung sowie sogar universitäre Ausbildung ohne Arbeitseinsatz erhält, ist nicht nur im Munde dieser Leute, sondern auch halb Afrika schließt sich dem Wunsche an, in Deutschland eine Art Scharaffenland zu sehen.

Und wenn „Pro Asyl“ dieses Streben nach Ausbeutung Deutschlands massiv unterstützt, so dient dies dem Niedergang des deutschen Wohlstands. Solchen Institutionen müßte der Status der Gemeinnützigkeit entzogen werden!

Fatal dabei ist der Umstand, daß die christliche Kirchen aller Couleur diesen Influx von antichristlich eingestellten Muslimen offen unterstützt, so daß sie sich dabei selbst das Wasser zu ihrem eigenen Nachteil abgräbt, was auch auf die beiden christlichen Parteien CDU und CSU zutrifft, die sich noch wundern über den enormen Zuwachs der Grünen, da Muslime bekanntlich keine christlichen Parteien wählen (dürfen).

Nein, es gibt nicht nur einen Hans-Georg Maaßen, der geschasst wurde, selbst ein kompetenter Politiker wie Herr Merz war und ist noch Opfer der Frau Merkel!

Nicht zu vergessen die einstigen Kommunisten, die sich als Partei „Die Linke“ plötzlich menschenfreundlich gibt, wobei die „DDR“-Diktatur einst die eigenen Landsleute bei ihrer Republikflucht an der Grenze abknallte wie die Hasen.

Inzwischen verfügt jeder fünfte Deutsche über einen Migrationshintergrund. Damit wird das Lernniveau in den deutschen Ausbildungsstätten derart herabgesenkt, daß Deutschland auf dem internationalen Parkett bald nicht mehr konkurrenzfähig ist. Ich weiß durch meine hebräischen Kenntnisse, wie schwierig es ist, eine orientalische Sprache zu erlernen. Ich kenne auch das Lernniveau in arabischen Universitäten, wo der Professor wichtige Kernaussagen ihres Studienganges in die Feder diktieren muß. Ein freies akademisches Denken und Forschen gibt es nicht!

So ist die Kurzsichtigkeit deutscher Politik geradezu unverantwortlich für ein Land, das seit Jahrhunderten eine christlich-jüdische abendländische Kultur gepflegt hat, auch wenn deren antisemitische Ausrichtung letztendlich den Segen Gottes entzogen erhält!

Es ist ein Gericht Gottes, daß die Anhänger der Kantschen Aufklärung im Zeitalter der Digitalisierung und des Robotertums noch gar nicht gemerkt haben, wie dabei unsere Gesellschaft sukzessive entseelt wird. Wo sind jene deutschen Wissenschaftler, die diesen Mißstand ebenfalls erkannt haben?

Dies geht sogar so weit, daß man die deutsche Sprache für Ausländer sozusagen „mundgerecht“ gemacht hat, indem man das „daß“ wieder abschaffte und zum „das(s)“ veränderte. Weder Franzosen noch Engländer kämen in den Sinn, aus Gründen der Sprachvereinfachung ihre Landessprache zu verändern.

Kaum einem Menschen hierzulande fällt auf, daß neuerdings speziell Migranten unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung dazu mißbrauchen, deutschen Frauen Gewalt anzutun und zudem Messer mit sich führen, von denen sie gegenüber deutschen Bürgern eifrig Gebrauch machen.

Auch das unselige Schengen-Abkommen macht es möglich, daß man heutzutage ohne Gefahr Drogen und Sexsklavinnnen über Landesgrenzen chauffieren kann. Es gibt schlichtweg keine Grenzkontrollen im Raum der Europäischen Union mehr, was naturgemäß die internationale Kriminalität (Mafia) potenziert. „Europol“ ist dabei nur eine Art „Feigenblatt“.

Daher gilt es in summa den Status quo wiederherzustellen, d.h. einen Zustand, wonach jeder europäische Staat seine Integrität und Souveränität sowie seine eigene monetäre Währung zurückerhält. Dazu gehört auch die eigene Gerichtsbarkeit ohne einen luxemburgischen Internationalen Gerichtshof in einem Land, das als „Steuerparadies“ gilt, wo Großkonzerne vor ihrem Fiskus Gewinne hinterziehen. Juncker ist demnach eine völlige Fehlbesetzung als EU-Präsident!

„Denke ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um meinen Schlaf gebracht“, sagte einst der Jude Heinrich Heine. Was würde er erst heute über die Mischkultur dieses heutigen Deutschlands sagen?

Ich bitte um eine möglichst große Verbreitung dieses Statements aus einem tränenreichen Herzen!

Unser judenchristlicher Autor Klaus Mosche Pülz leitet die „Messianische Bekenntnis-gemeinschaft“ und ist Herausgeber der deutschsprachigen Zeitschrift „Bote Neues Israel“, die auch im Internet vertreten ist: http://www.zelem.de


Jüdischer Autor kritisiert den islamischen Antisemitismus und „Irrenhaus Deutschland“

Der Publizist Henryk M. Broder hat scharfe Kritik an den inneren Verhältnissen in Deutschland geäußert. Anstatt die Herausforderungen anzugehen, vor denen das Land stehe, beschäftige man sich lieber mit Scheinproblemen.

„Wir reden nicht über die wirklichen Probleme, sondern erfinden künstliche, wie genderneutrale Toiletten“, sagte er während einer Podiumsdiskussion in Wien.

Vor diesem Hintergrund äußerte Broder: „Deutschland ist ein Irrenhaus. Könnte man die Bundesrepublik überdachen, wäre es eine geschlossene Anstalt.“

Anlaß der Diskussionsrunde war die Vorstellung des Buches „Tötet sie, wo ihr sie trefft  –  Islamischer Antisemitismus“ (siehe Foto) des Politikwissenschaftlers Michael Ley.

Mit Blick auf Deutschland betonte Broder vor den rund 700 Zuhörern, der Islam sei keine Frage der Höhe des Bevölkerungsanteils. „Der Islam dominiert den öffentlichen Diskurs. Er ist das Thema Nummer eins.“

In der Diskussion über zugewanderten Judenhaß äußerte er, der „Treibriemen des heutigen Antisemitismus“ seien Araber. Zusätzlich erinnerte er an verschiedene Ausprägungen wie wirtschaftlichen, linken oder rechten Antisemitismus.

Kritik äußerte Broder am Vorsitzenden der Dt. Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, der im Januar den Begriff „christliches Abendland“ verworfen hatte. So gehe ein Stück abendländischer Tradition verloren und Marx gebe eine der Grundlage des Christentums auf.

Zu welchen Werten sollten sich Moslems in Europa bekennen, wenn die Europäer keine mehr hätten, fragte er rhetorisch.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/broder-deutschland-ist-ein-irrenhaus/


Ritualmord-Legenden: Simon von Trient und die Verleumdung der Juden

Von Felizitas Küble

Wer meint, die völlig haltlosen Gerüchte über angeblichen „Ritualmord“ von Juden gegen Christen seien mittlerweile aus allen „christlichen“ Köpfen verschwunden, irrt sich leider. Vor allem in erz-traditionalistischen Kreisen hält sich z.B. hartnäckig die Verehrung des „seligen“ Anderl vom Rinn und des „heiligen“ Simon von Trient, die beide – so die frühere kirchliche Ansicht – Opfer jüdischer Ritualmörder gewesen sein sollen.

Einmal abgesehen davon, daß ein Opfer noch lange kein Märtyrer ist, weil das Blutzeugnis voraussetzt, daß der Tod für den Glauben freiwillig (!) in Kauf genommen wird, was bei Kleinkindern aber nicht der Fall sein kann, gibt es für die Ritualmordlegenden aus dem Mittelalter und der beginnenden Neuzeit keine historischen Belege. 

BILD: Menorah (siebenarmiger Leuchter) in der Synagoge von Münster

Das hat die Kirche immerhin selber eingesehen, auch im Falle des „heiligen“, sogar mit einem Fest am 24. März versehenen Knaben Simon von Trient (die meisten Heiligen erhalten kein Fest, sondern nur einen Gedenktag).

Während Papst Sixtus IV. die Verehrung des „Märtyrerkindes“ noch unter Androhung einer Exkommunikation verboten hatte, wurde der Kult von seinem Amtsnachfolger Sixtus V. gebilligt.

1965 wurde dieses vermeintliche Ritualmord-Opfer  – verstorben 1475  –  nach Abschluß einer Untersuchungskomission durch ein päpstliches Dekret aus dem Heiligen-Verzeichnis gestrichen.

Ähnlich geschah es danach mit dem „seligen“ Anderl von Rinn, einem Kind aus Österreich, dem seinerzeit dasselbe Schicksal angedichtet wurde wie Simon. Obwohl der Tiroler Bischof Stecher den Anderl-Kult 1994 verboten hat, wird von stur-katholischen Katholiken nach wie vor eine jährliche Wallfahrt zu ihm veranstaltet.

Wer freilich seine Vorurteile über Juden nicht ablegen möchte und sich zudem im ultra-traditionalistischen Milieu befindet, der propagiert weiter die Verehrung dieser „Märtyrerkinder“.

Ein trostloses Beispiel dafür ist diese englisch-sprachige Webseite „St. Simon of Trent“: http://www.stsimonoftrent.com/

Nebst der Wiederbelebung von Ritualmordlegenden sammelt man dort auch zahllose Zitate von früheren Theologen und Kirchenleuten (freilich meist ohne Quellenbeleg), die für den Kampf gegen das Judentum geeignet erscheinen.

Wobei auffällt, daß der hl. Vinzenz Ferrer gleich mehrfach auftaucht. Dieser mittelalterliche Prediger hat sich freilich ohnehin mehrfach geirrt – nicht nur hinsichtlich der damaligen Päpste und Gegenpäpste, sondern auch in puncto Weltuntergang, den er aufgrund seiner Visionen (!) noch zu seinen Lebzeiten ankündigte. Bekanntlich werden Personen nicht wegen irgendeiner Unfehlbarkeit zur Ehre der Altäre erhoben, sondern wegen ihres heroischen Tugendgrads (was Irrtümer nicht ausschließt).

Auch Pater Pio wird – allerdings auch ohne jeden Beleg  –  zitiert mit dem Satz: „Die Juden sind Feinde Gottes und Feinde unserer heiligen Religion.“  – Falls diese Aussage wirklich von ihm stammt, so entspricht dies nicht dem heiligen Paulus, der sich im Römerbrief 9 – 11 deutlich differenzierte ausdrückte. Dort heißt es zwar, nichtchristliche Juden seien „Feinde um des Evangeliums willen“, aber direkt davor wird gesagt: „Sie sind Freunde um der Väter willen“. – Man soll also bitte b e i d e   Gesichtspunkte beachten, nicht allein den negativen.

Besonders schlimm ist der groß geschriebene Satz: „Die einmal auserwählten Leute sind jetzt die verfluchte Rasse.“

Einmal abgesehen davon, daß die Juden keine „Rasse“, sondern ein Religionsvolk sind, hat auch hier Paulus genau das Gegenteil geschrieben, nachzulesen in Röm. 9-11, wo der Völkerapostel klarstellt, daß das jüdische Volk  n i c h t  von Gott verworfen (und damit erst recht nicht „verflucht“) ist – vgl. Röm 11,1 ff. Aber Bibel-Lektüre scheint nicht die Stärke dieser Ultra-Traditionalisten zu sein.

Die erwähnte Webseite bereichert die Fälle der Knaben Simon und Anderl (Andreas) noch um St. Christopher, der 1490 in der Nähe von Toledo (Spanien) „durch jüdischen Ritualmord“ getötet worden sein soll. Angeblich habe dieser „Fall“  – so heißt es dort weiter  – die judenfeindlichen Dekrete der Königin Isabella seinerseits begüstigt haben (Vertreibung der Juden).

Übrigens haben sich gerade die Päpste immer wieder in amtlichen Dekreten gegen Ritualmordbeschuldigungen gewandt und entsprechende Prozesse gegen Juden verboten.

So hat z.B. Innozenz IV. bereits im Jahre 1247 derartige Greuelmärchen komplett als Verleumdungen zurückgewiesen. Näheres dazu in diesem wissenschaftlich fundierten Buch: https://www.amazon.de/Ritualmord-Legenden-Europ%C3%A4ischen-Geschichte-Buttaroni/dp/3205770285

In der Studienarbeit „Die Judenverfolgungen und Ritualmordlegenden im Mittelalter am Beispiel von Simon v. Trient“ (Grin-Verlag) heißt es dazu, der Vatikan habe die Juden vor der Trienter Causa „durchgängig in Schutz genommen“: „So existierten unzählige Bullen zum Schutz der Juden“. Diese Haltung sei „ausnahmslos verteidigt und ständig durch Bullen erneuert“ worden.

Zum Ritualmord-Vorwurf sei zudem angemerkt, daß er schon deshalb abwegig ist, weil gläubigen Juden sowohl der Genuß wie die Berührung von Blut verboten ist. Deshalb dürfen sie kein Fleich essen, das noch Blut enthält (das wäre „unkoscher“).  

Gottlob gab es auch Fälle, in welchem die Betreiber einer Selig- bzw. Heiligsprechung ihr Ziel nicht erreicht haben, z.B. bei dem Mädchen Ursula Pöck aus Lienz, deren Tod 1442 ebenfalls Juden zur Last gelegt wurde. Doch hier kam es nicht einmal zu einem diözesanen Seligsprechungsprozeß. Typisch, daß sich die ersten „Zeugen“des vermeintlichen Ritualmords erst 33 Jahre später (1475) erstmals dokumentarisch zu Wort meldeten. (Weitere Infos hier: https://www.zobodat.at/pdf/VeroeffFerd_70_0219-0234.pdf)

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Wien: Österr. Kanzler Kurz auf Konferenz gegen Antisemitismus und Antizionismus

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Spitzenvertreter jüdischer Organisationen und EU-Politiker diskutierten bei der Konferenz gegen Antisemitismus und Antizionismus in Wien über Strategien, das jüdische Leben in Europa zu sichern.
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Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz verwies auf die „besondere Verantwortung“ Österreichs wegen der Mittäterschaft in der Shoah. Erst wenn Juden in Österreich, Israel und auf der ganzen Welt in Frieden und Freiheit leben können, „sind wir unserer historischen Verantwortung auch gerecht geworden“, betonte  er.
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Kurz wies darauf hin, dass bei der Wiener Konferenz erstmals auch explizit der Antizionismus angesprochen werde. Erst in seiner Zeit als Außenminister sei ihm bewusst geworden, dass Antisemitismus und Israelfeindlichkeit „heute Hand in Hand gehen und oft zwei Seiten einer Medaille sind“. Der Kanzler bekannte sich zur Sicherheit des jüdischen Staates.
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Vor der Rede des Kanzlers hatte sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu (siehe Foto) in einer Videobotschaft an die Konferenz gewandt und die Initiative des österreichischen EU-Ratsvorsitzes gelobt. „Der Holocaust hat nicht in den Gaskammern von Auschwitz begonnen“, mahnte Netanyahu dazu, schon frühzeitig gegen Hass einzutreten, „wenn man noch verhindern kann, dass schlimme Dinge schlimmer werden“.
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Quelle: Israelische Botschaft in Berlin

Israel: Netanyahu nimmt nicht an der Antisemitismus-Konferenz der UNESCO teil

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu hat eine Einladung zur Teilnahme an der Antisemitismus-Konferenz der UNESCO bei den Vereinten Nationen abgelehnt. Zur Begründung erklärte er u.a.:

„Zwar begrüße ich jeden Einsatz im Kampf gegen Antisemitismus, aber ich habe beschlossen, nicht an der Antisemitismus-Konferenz der UNESCO in dieser Woche teilzunehmen wegen der andauernden und ungeheuerlichen Voreingenommenheit gegenüber Israel.

Seit 2009 hat die UNESCO 71 Resolutionen verabschiedet, in denen Israel verurteilt wurde und nur zwei Resolutionen zu allen anderen Ländern zusammen. Das ist einfach ein Skandal.

Die UNESCO muss mehr tun, als eine Antisemitismus-Konferenz abzuhalten. Sie muss aufhören, Antisemitismus zu praktizieren.

Und sie muss die Absurdität beenden, Resolutionen zu verabschieden, die eine Verbindung des jüdischen Volks mit dem Land Israel, zwischen dem jüdischen Volk und unser ewigen Hauptstadt Jerusalem, leugnen.

Durch den Austritt aus der UNESCO im Jahr 2017 haben Israel und die Vereinigten Staaten ein eindeutiges moralisches Signal gesendet, dass der Antisemitismus der UNESCO nicht länger toleriert werden wird.

Sollte die UNESCO ihre Einseitigkeit gegenüber Israel beenden, damit aufhören, die Geschichte zu leugnen und anfangen, für die Wahrheit einzustehen, dann wird es Israel eine Ehre sein, wieder einzutreten.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Linkspartei: vor der eigenen Haustür kehren!

Ausgerechnet ein Politiker der Linkspartei, nämlich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, wirft jetzt der AfD eine Mitschuld am steigenden Antisemitismus in Deutschland vor. Die AfD trage mit dazu bei, so behauptet er vollmundig im MDR, daß Judenfeindlichkeit „in der Mitte der Gesellschaft wieder sagbar, wieder hoffähig“ werde. 

Man fragt sich, ob der Genosse gerade an Gedächtnisschwund leidet  – oder ob er vielleicht vom Antizionismus in den eigenen Reihen ablenken will, ebenso vom importierten Antisemitismus durch arabische oder sonstige islamische Asylsucher.

Wie es die Linkspartei mit Israel und den Juden  hält, erlebte man z.B. vor acht Jahren, als der israelische Staatspräsident Shimon Peres eine Rede im Bundestag hielt. Als danach alle Abgeordneten aufstanden und applaudierten, blieben drei Parlamentarier demonstrativ sitzen – und (natürlich reiner „Zufall“) alle drei waren von der Linkspartei!

Sahra Wagenknecht lieferte hinterher eine Begründung, die noch befremdlicher war als die Protest-Symbolik selbst:

Die Linken-Politikerin erklärte, sie könne einem Staatsmann „solchen Respekt nicht zollen, der selbst für Krieg mitverantwortlich“ sei. Von einem „Krieg“, den Israel damals mitbetrieben haben soll, weiß wohl nur ihre Partei etwas – und natürlich die NPD, deren Beifall nicht lange auf sich warten ließ. Der NPD-Vorständler Jürgen Gansel lobte die „tabubrecherische Qualität“ von Wagenknecht und Co.

Ultralinke und Rechtsradikale sind sich freilich des öfteren einig, wenn es gegen Israel geht. – Näheres dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/06/27/links-und-rechtsradikale-einig-gegen-israel-wie-sich-die-sprueche-gleichen/

 

 

 

 


NEUE SERIE über Vordenker des Judenhasses: Hartwig Hundt-Radowsky

Vom Antijudaismus zum Antisemitismus

In loser Folge berichten wir nunmehr über die Schreibtischtäter des Judenhasses, vornehmlich aus dem 19. Jahrhundert, denn damals geschah der Übergang vom „christlichen“ Antijudaismus (Ablehnung des Judentums als Religion) hin zum Antisemitismus (Ablehnung der Juden als Personen), wobei man dabei meist vom völkischen oder rassischen Judenhaß spricht, in besonders schlimmen Fällen von einem „eliminatorischen“ (auf Vernichtung zielenden) Antisemitismus.  

Einer der ersten, die auch in seinem eigenen Denken allmählich diese „Steigerung“ (antijudaistisch – antisemitisch – eliminatorisch) vollzog, war Hartwig Hundt (1780 – 1835), der sich als Schriftsteller Hartwig von Hundt-Radowsky nannte, aber keineswegs aus dem Adel stammte, diesen sogar in seinen Schriften scharf kritisierte und gerne gegen „geistliche und adelige Willkürherrschaft“ sowie das „Pfaffenwesen“ polemisierte.

BILD: Die Menora (siebenarmiger Leuchter) in der Synagoge von Münster

Während klar ist, daß er sich das Prädikat „von“ anmaßte, erscheint ungeklärt, warum er sich den Zweitnamen Radowsky zulegte.

An seiner Biographie fällt auf, daß ein Teil seiner Bücher mehrfach von staatlicher  – z.B. preußischer Seite – verboten wurde, teils wegen beleidigender Ausfälle in seinen Schriften, teils weil sogar den damals Regierenden sein Judenhaß zu weit ging.

Hartwig wuchs in einer Gutsbesitzer-Familie in Mecklenburg auf, die fromm-protestantisch geprägt war, der Vater jedoch antijudaistisch eingestellt. Seitens der Eltern war es pädagogisch sicherlich unklug, den Knaben zur Lektüre des Alten Testaments zu drängen, was ihn in jungen Jahren überforderte und seine Abneigung auf das AT und auf die Juden grundlegte.

In seinen späteren Schriften, z.B. im „Christenspiegel“, lehnte er den Gott des Alten Bundes ab und verlangte von den Christen, sich vom AT zu verabschieden.

Er heiratete die Tochter eines evangelischen Pastors, konnte aber trotz Rittergut mit Geld nicht umgehen, studierte Jura und begann mit dem Gedichteschreiben. Er ließ seine Frau und den gemeinsamen Sohn im Stich, zog zwecks Schriftstellerei nach Berlin und heiratete nach ca. zwanzig Jahren  – zu Lebzeiten seiner ersten Frau – erneut.

Für damalige Zeiten fiel ein derartiger Werdegang stark aus dem Rahmen der bürgerlichen Sitte.

Ausgerechnet Hundt machte dann die Juden in Deutschland für die angeblich wachsende „Sittenverderbnis“ verantwortlich. Zugleich verstärkte er seine Religionskritik. Hundts „moralische“ Attacken gründeten also nicht auf christlichen Prinzipien, sondern waren Vorwand für seine Vorurteile gegen Juden.

Damals begann in Deutschland eine allmähliche Emanzipation der Juden und ihre Integration in die bürgerliche Welt. Als Gegenbewegung dazu entwickelte sich der Früh-Antisemitismus, übrigens auch von marxistischer Seite (vor allem der Frühsozialismus in Frankreich warf Judentum und Kapitalismus in einen Topf; zudem folgte auch Karl Marx diesem Muster).

Hundt plädierte in seinem „Judenspiegel – Ein Schand- und Sittengemälde“ (siehe Foto) und weiteren Pamphleten für eine Unterdrückung und Vertreibung der Juden, zudem für die Kastrierung der männlichen Juden; er sprach sich schließlich im wachsenden Wahn sogar für ihre Vernichtung aus („Am besten wäre es, man reinigte das Land ganz von dem Ungeziefer“).

Dabei erschienen dem Juristen bereits damals die Muslime  – er nannte sie „Ismaeliten“ – als passende Bundesgenossen im Kampf gegen das Judentum. So erkannte er früh das antisemitische Potential, das im Islam zu finden ist und das ca hundert Jahre später Adolf Hitler ebenfalls zu würdigen wußte.

Einen Übertritt von Juden zum Christentum lehnte der Fanatiker grundsätzlich ab. Damit ist endgültig klar, daß es sich bei ihm nicht „nur“ um einen religiösen Anti-Judaismus handelte, sondern um rassischen Antisemitismus.

In seinem 1830 erschienenen „Christenspiegel“ in drei Bänden greift er die Geistlichen beider Konfessionen als „verjudet“ an, verlangt die kirchliche Abschaffung des Alten Testaments und stellt die Alternative „Jahwe oder Jesus“ auf.

Nach der Veröffentlichung des „Judenspiegels“ und staatlichem Druck gegen ihn floh er erst nach Frankreich, danach in die Schweiz, später zog er nach Württemberg. Sein antisemitisches Buch „Judenschule“ wurde innerhalb des „Deutschen Bundes“ verboten; er übersiedelte nach Straßburg, später wieder in die Schweiz. Er starb alkoholkrank am 15. August 1835 in Burgdorf im Alter von 55 Jahren.