Faire Corona-Debatte: Kirchenführer sollen selbst mit gutem Beispiel vorangehen

Von Felizitas Küble

Wie das Portal „Evangelisch.de“ berichtet, fordert Erzbischof Reinhard Marx (siehe Foto) zu einer respektvollen Kommunikation in der Corona-Pandemie auf. Man bekomme den Eindruck, „dass viele gar nicht mehr zuhören und verstehen wollen, sondern nur noch ihre Behauptungen und Positionen laut in die gesellschaftliche Debatte werfen“.

Es gebe derzeit ein „Durcheinander von Meinungen und Positionen“ wie auch Diskussionen, „die an Schärfe zugenommen haben“.

Solch eine Mahnung zu mehr Verständnis ist immer gut, nur sollte der Münchner Kardinal sie auch an sich selber richten. Wie ist er selber denn in der Corona-Kontroverse z.B. mit seinem Amtsbruder, dem deutschen Kurien-Kardinal Gerhard Müller umgegangen?

Wie das Neue Ruhrwort schrieb, hat Marx das von Müller mitunterzeichnete Manifest von Erzbischof Vigano scharf kritisiert: „Er spaltet und macht Angst. Ich sehe keine Veranlassung zu glauben, dass morgen die Diktatur in unserem Land ausbricht oder die Religion bekämpft wird“.  (Quelle: https://neuesruhrwort.de/2020/05/23/kardinal-marx-vigano-brief-zu-corona-spaltet-und-macht-angst/)

Anscheinend ist Erzbischof Marx entgangen, daß es hierbei nicht um einen auf deutsche Verhältnisse gemünzten Aufruf geht, sondern um einen international kursierenden und universal ausgerichteten Appell.

Er wurde weltweit von über 50.000 Personen unterzeichnet; darunter befindet sich der chinesischen Kardinal Zen, der sich in puncto Diktatur – nämlich der kommunistischen in Rot-China – bestens auskennt. Dort wird sehr wohl „die Religion bekämpft“ – und zwar in den letzten Jahren sogar verschärft, wie etwa die IGFM (Internationale Gesellschaftr für Menschenrechte) seit Monaten beklagt.

Sodann fragt man sich, warum der Vigano-Aufruf „Veritas liberabit vos(= Die Wahrheit wird euch freimachen) angeblich „spaltet und Angst macht“.

Abgesehen davon, daß auch Christus kein Anpasser war, sondern vielmehr „ein Zeichen, dem widersprochen wurde“, ist der mündige Bürger sowohl weltweit wie deutschlandweit durchaus in der Lage, mit einem besorgten Manifest vernünftig umzugehen. Selbst Kritiker bekommen hierdurch gewiß keinen Angstanfall.

Sodann gibt Kardinal Marx bekannt, wie staatsbeflissen und obrigkeitshörig seine eigene Grundhaltung aussieht: „Ich halte mich an das, was die Politik nach intensiver Beratung vorgibt.“  –  Eine solche Einstellung ist ihm unbenommen  – aber mindestens genauso berechtigt ist es, auch und gerade aus einer demokratischen Einstellung heraus Sachkritik an Beschlüssen der Herrschenden zu üben und politische „Vorgaben“ skeptisch zu beleuchten.

Oder wollen und sollen sich Bischöfe etwa zu unkritischen Erfüllungsgehilfen der jeweiligen Regierung degradieren?

Nächstes Beispiel: Der designierte (ernannte) Bischof Bertram Meier, der demnächst zum Oberhirten des Bistums Augsburg geweiht wird.

Auf die Interview-Frage von „Katholisch.de“, welche Schwächen er bei sich selber feststelle, nannte er neben Ungeduld, er wolle „möglichst wenigen Menschen wehtun“. Aber als Bischof müsse er wohl doch „manchen wehtun“.

Wenn also Meier  – einen Angaben zufolge – so feinfühlig ist (was dann wohl eher eine Stärke als eine Schwäche wäre), hätte er doch sachlicher auf diesen Aufruf hochrangiger Kirchenmänner von Müller bis Zen reagieren können. Stattdessen erklärte er: „Hier von einer ‚Weltverschwörung‘ zu reden, empfinde ich geradezu als zynisch.“ (Quelle: https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2020-05-12/geradezu-zynisch-bertram-meier-kritisiert-corona-text-von-mueller-und-vigano)

Allerdings ist in dem Appell durchaus nicht von einer „Weltverschwörung“ die Rede, stattdessen wird darin – was nicht dasselbe ist – vor der Gefahr einer möglichen künftigen Weltregierung gewarnt, die sich jeder wirksamen Kontrolle entziehe, wobei die Corona-Krise als Vorwand für eine solche Zielsetzung verwendet werden könne.

Diese Mahnung ist durchaus nicht abwegig, denn tatsächlich gibt es hierfür zahlreiche Beispiele und öffentliche Äußerungen von prominenter Seite, darunter folgende: https://charismatismus.wordpress.com/2020/05/13/weltregierung-eine-verschwoerungstheorie/

Ingesamt gesehen darf man sich wundern, wenn Kardinal Marx sowie der ernannte Bischof in Augsburg einerseits so freundlich zu „Verständnis“, „Zuhören wollen“ etc. auffordern bzw. „möglichst wenigen Menschen wehtun wollen“, aber andererseits unsachlich bis polemisch und damit unfair in aller Öffentlichkeit über Amtsbrüder gleichsam zu Gericht sitzen, nur weil diese ein zeitgeistkritisches Manifest unterzeichneten. Sachkritik ja, aber Diffamierung nein!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Leser-Appell: „Marrakesch darf nicht kommen“

Von Karin Zimmermann

Wer kann sie noch verhindern? Die Unterschrift unter „Marrakesch“.

  • Es ist nicht wahr, dass der UN-Migrations-Pakt für die Unterzeichnerstaaten unverbindlich ist. Das steht zwar so im Text, sehr bald werden aber Gerichte Urteile fällen und dabei den Vertrag als Argument benutzen. Schließt man ansonsten ein Abkommen mit dem Ziel, dass es unverbindlich bleibt?
  • Es ist nicht wahr, dass die Staaten souverän bleiben: Hinsichtlich des freien Personenverkehrs können sie nicht mehr unabhängig entscheiden.
  • Es ist wahr, dass unübersehbare Migrantenströme Europa überfluten werden. Sie werden die Sozialämter der von ihnen gewählten Wohnorte aufsuchen, um dort die Unterstützung abzuholen, die höchstrichterlich festgesetzt worden ist.
  • Es ist wahr, dass die meisten Migranten – vorwiegend mit unzureichender schulischer Ausbildung (manchmal sogar als Analphabeten) – für die Arbeitswelt im digitalen Zeitalter nicht eingesetzt werden können. Die finanziellen Leistungen bleiben daher lebenslang bestehen.
  • Es ist wahr, dass dieses Geld den Sozialämtern nicht „aus der Luft zufliegt“. Es wird als Steuern von denjenigen kassiert, die etwas haben, Arbeitsplatz, Wohnung/Haus, Auto, … Denjenigen, das sind wir alle. Auch Sie  –  und ihre Kinder und Enkelkinder, nicht jene von Frau Merkel – sie hat keine.
  • Es ist wahr, dass das Bild, das Politikern und Presseleuten vorgegaukelt wird, geschönt ist. Es wird der Öffentlichkeit blauäugig vorgebetet und von dieser – sofern sie überhaupt verstanden hat, was da vor sich geht – nachgebetet.

Was infolge von „Marrakesch“ geschieht, will ich bildlich so beschreiben:

Stellen Sie sich ein Wasserkraftwerk vor. Mit einem sehr großen Obersee und einem wesentlich kleineren Untersee. Dazwischen ist die Staumauer und das Kraftwerk. Die Staumauer – das sind die Grenzen, die die einzelnen Staaten voneinander trennen und so jeden Staat nach außen begrenzen. Plötzlich sprengen „böse Buben“ 10 Meter Beton aus der Staumauer heraus. Was passiert?

Das Wasser des Obersees stürzt sich in wildem Schwall in den Untersee. Das geht so lange, bis die sich die Wasseroberflächen in gleicher Höhe befinden. Das ist nicht mehr rückgängig zu machen.

Wenn die zulaufende Wassermenge zu groß ist, ist auch ein Überlaufen des Untersees denkbar – mit unübersehbaren Folgen.

Der Obersee – das kann man sich so vorstellen – ist Afrika mit allen seinen Eigenschaften: Erziehungswesen/Bildung, Rechtsordnung, Einkommens-/Eigentumssituation, Verbrechensstatistik, Bevölkerungsvermehrung, Korruption, usw. Das alles schwappt nach Europa so lange, bis überall gleiche Verhältnisse herrschen.

Außer nach Österreich, Ungarn, Polen, Dänemark und allen weiteren souveränen Staaten, die die Unterschrift unter den Migrationspakt verweigern.

Marrakesch darf nicht kommen!


Barcelona: Oberrabbiner animiert spanische Juden zur Ausreise nach Israel

Nach dem blutigen Anschlag von Islamisten in Barcelona ruft der dortige Obberrabbiner Meir Bar-Hen seine Gläubigen zum Exodus aus Spanien auf. Für den Oberrabbiner sind die Juden in Europa dem Untergang geweiht.

Er forderte seine Gemeindemitglieder auf, Spanien zu verlassen, in Israel Land anzukaufen und dorthin auszuwandern.

Aus Sicht des jüdischen Würdenträgers ist Spanien das Zentrum für radikale Muslime und Terroristen für ganz Europa geworden. Rabbi Meir Bar-Hen sieht diese Strukturen weiterhin erstarken und glaubt nicht mehr daran, dass man den Terrorismus der fanatischen Muslime auf dem europäischen Kontinent aufhalten kann. Zudem würden die Politiker in Europa das Ausmaß des Terrors nicht erkennen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.unzensuriert.at/content/0024745-Barcelona-Oberrabbiner-ruft-Juden-zum-Verlassen-Spaniens-auf


Ostpreußische „Wolfskinder“ sollen endlich symbolische Wiedergutmachung erhalten

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt es, dass ostpreußische Wolfskinder jetzt die Chance auf eine symbolische Wiedergutmachung erhalten sollen.

„Das ist seit langem überfällig“, erklärte die Menschenrechtsorganisation am gestrigen Dienstag in Göttingen:

„Die Überlebenden der Hungerkatastrophe in Ostpreußen 1945 bis 1947 ringen seit Jahrzehnten um ideelle und politische Anerkennung ihres schweren Schicksals. Als deutsche Kinder sind sie durch alle Raster bislang beschlossener Entschädigungsgesetze gefallen. Das war eine sehr bittere Erfahrung für diese Menschen, die sich in der Nachkriegszeit in sowjetischen Kinderhäusern wiederfanden oder sich ganz allein und dem Hungertod nahe aus Ostpreußen nach Litauen durchschlagen mussten, wo sie von fremden Familien oft als willkommene Arbeitskraft aufgenommen wurden.“

Viele Wolfskinder hatten nach der Eroberung Königsbergs durch die Rote Armee 1945 ihre Eltern durch Mord, Vergewaltigung und Verschleppung verloren. Mehr als 100.000 Menschen starben an Seuchen oder verhungerten.

Wie der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, der GfbV jetzt mitteilte, sollen die Wolfskinder und ehemaligen Kinderhausinsassen auf Empfehlung des im Bundesinnenministerium angesiedelten „Beirates zur Anerkennungsleistung an ehemalige deutsche Zwangsarbeiter“ bis Ende 2017 beim Bundesverwaltungsamt einen Antrag auf Entschädigung stellen können.

Darin müssen sie nachweisen, dass sie Zwangsarbeit leisten mussten. Die GfbV hatte dem Beirat eine aktuelle wissenschaftliche Stellungnahme des Historikers Christopher Spatz vorgelegt. Darin wird der Nachweis geführt, dass viele Wolfskinder zur Arbeit gezwungen wurden. So mussten sie auf Sowchosen mitarbeiten, Leichen beseitigen oder für die Besatzungsmacht aus Häusern und Wohnungen systematisch alle noch brauchbaren Gegenstände holen.

Die GfbV setzt sich seit Jahren für eine Entschädigung der Wolfskinder ein und appelliert an die Verwaltungsbehörden, ihren Prüfungsspielraum großzügig auszuschöpfen.

In Litauen leben noch rund 55 Wolfskinder, für die sich auch der baden-württembergische Honorarkonsul für Litauen, Wolfgang Freiherr von Stetten, schon lange engagiert. In Deutschland gibt es noch einige hundert einschließlich der ehemaligen Kinderhausinsassen.

In einem 86-seitigen Report hat die GfbV viele Wolfskinder-Schicksale sowie die bisher ablehnenden Reaktionen der Politik auf Bitten um Entschädigung dokumentiert. Im April 2017 hatte die Menschenrechtsorganisation einen Appell an die Bundesregierung gerichtet, den Betroffenen wenigstens eine symbolische Wiedergutmachung zu gewähren. Dieser Appell wurde bisher unterzeichnet von:

Tatiana Friesen (Übersetzerin) und Walther Friesen (Buchautor), Ulla Lachauer (Dokumentarfilmerin und Autorin), Vytautas Landsbergis (erstes Staatsoberhaupt Litauens nach Erlangung der Unabhängigkeit 1991), Wolf von Lojewski (Fernsehjournalist und Nachrichtenredakteur), Joachim Mähnert (Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums), Uwe Neumärker (Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas), Alexander von Plato (Philosoph und Historiker), Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma), Wolfgang Freiherr von Stetten (Honorarkonsul Litauens), Rainer Schulze (Historiker), Günter F. Toepfer (Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin a.D.) , Martin Walser (Schriftsteller) und Tilman Zülch (GfbV-Gründer). Das Anliegen der GfbV wird auch von Bundespräsident a.D. Christian Wulff unterstützt.

Quelle: https://www.gfbv.de/de/news/seit-langem-ueberfaelligostpreussische-wolfskinder-erhalten-chance-auf-symbolische-wiedergutmachung-8686/


„Reporter ohne Grenzen“ appelliert an Merkel wg. Menschenrechtsproblemen in China

Vor dem Treffen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping mit Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert Reporter ohne Grenzen an die Bundeskanzlerin, sich öffentlich für die Freilassung inhaftierter Journalisten und die Ausreise des schwerkranken Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo einzusetzen.

Unter Xi hat die Unterdrückung unabhängiger Journalisten und Blogger erschreckende Ausmaße angenommen. Mindestens 103 Medienschaffende sitzen derzeit wegen ihrer Arbeit in Haft. Merkel wird Xi noch vor Beginn des G20-Gipfels am Freitag zu Gesprächen empfangen.

„Bei den Gesprächen zwischen Xi Jinping und Angela Merkel darf es nicht nur um wirtschafts-, umwelt- und sicherheitspolitische Themen gehen“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Dass Dissidenten wie Liu Xiaobo und Gao Yu trotz ihres ernsten Gesundheitszustands die Ausreise verweigert wird, zeigt, wie gnadenlos die chinesische Regierung mit Kritikern umgeht. Bundeskanzlerin Merkel muss sich öffentlich für ihre Ausreise und die Freilassung der in China inhaftierten Journalisten einsetzen.“

Der seit Ende 2008 inhaftierte chinesische Bürgerrechtler Liu Xiaobo leidet an Leberkrebs im Endstadium. Nach der Diagnose im Mai gewährten ihm die chinesischen Behörden „Bewährung aus medizinischen Gründen“.

Der 61-Jährige wurde vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen und zur Behandlung in ein Krankenhaus in der nordöstlichen Stadt Shenyang verlegt. Sein Zustand hat sich jedoch nicht verbessert. Bisher wurde Liu weder operiert noch konnte er mit der notwendigen Chemotherapie beginnen.

Trotz seines Gesundheitszustands verweigern die chinesischen Behörden Liu und seiner Frau Liu Xia die Ausreise zur medizinischen Behandlung im Ausland. Laut Lius Anwalt hatten beide beantragt, ins Ausland zu gehen.

In einem gemeinsamen Brief mit der Internationalen Journalisten-Föderation sowie Freedom House fordert Reporter ohne Grenzen Xi Jinping, den Ministerpräsident Li Keqiang und den Präsident des Obersten Volksgerichtshofs auf, Liu und seiner Frau aus humanitären Gründen die Ausreise zu genehmigen. Liu Xia steht seit 2010 unter Hausarrest und leidet aufgrund der Isolation und Schikanen durch die Behörden an Depressionen.

FORTSETZUNG der Meldung hier: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung/merkel-muss-freilassung-von-journalisten-fordern/


Can Dündar, verfolgter türkischer Journalist, kämpft für die Pressefreiheit

Can Dündar (siehe Foto) ist der international bekannteste türkische Journalist. Er war Chefredakteur der „Cumhuriyet“, der bedeutendsten demokratischen Zeitung in der Türkei. Für seinen Einsatz für Pressefreiheit und Demokratie war er u. a. über drei Monate im Gefängnis.

Dündar hatte über geheime Waffenlieferungen der Regierung Erdoğan an islamistische Milizen in Syrien berichtet. Er überlebte ein Attentat, wurde zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt und lebt gegenwärtig im Exil in Berlin.

Er ist Chefredakteur der deutsch- und türkischsprachigen journalistischen Plattform Özgürüz („Wir sind frei“). Die Webseite wird in der Türkei von den Behörden blockiert.

[zur deutschen Ausgabe von Özgürüz …]

Dündar richtete an die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) einen flammenden Appell, aus dem wir einige Abschnitte zitieren:

„Auf der ganzen Welt sind heute Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Demokratie und Menschenrechte in Gefahr, und das schlimmer als seit langem. 

Auf der anderen Seite gibt es überall viele mutige Journalisten, Menschenrechtler, Künstler, Akademiker, Politiker, die bereit sind, gegen diese Angriffe auf die Freiheit zu kämpfen. Der eigentliche Unterschied ist daher nicht der zwischen Ländern oder Religionen – der Unterschied ist der zwischen Autokraten und Demokraten.

Als Journalist kann ich Ihnen sagen, dass wir mutige Journalisten und Menschenrechtler brauchen, die sich gegenseitig unterstützen, um die Angriffe auf Freiheit und Menschenrechte zu überwinden.

Tun wir das nicht, werden wir letztlich alle unsere Rechte und unsere Freiheit verlieren. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam stark genug sind, um uns von menschenrechtsfeindlichen Regierungen zu befreien.“

[mehr Infos zur Türkei …

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.igfm.de/tuerkei/can-duendars-botschaft/


Gemeinsamer Appell der AfD-Landessprecher

Die letzten Wochen waren innerparteilich von scharfen Diskussionen um die Ausrichtung der Partei und um einzelne Personen geprägt. Damit haben wir uns von unserer eigentlichen historischen Aufgabe, dem politischen Gegner entschlossen und gemeinsam die Stirn zu bieten und glaubwürdige Politik für unser Vaterland zu gestalten, ein Stück entfernt. afd_-300x298

Der Bundesvorstand hat nun die Bewertung der aktuellen Personaldiskussion in die Hände der Schiedsgerichte gelegt.

Angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen und dem Beginn des Bundestagswahlkampfs gilt es daher jetzt, den Bürgern und Wählern unsere Positionen auf der Grundlage des basisdemokratisch beschlossenen Grundsatzprogramms glaubhaft und mit voller Entschlossenheit zu vermitteln und unseren erfolgreichen Weg in die Parlamente fortzusetzen.

So werden wir mit den erforderlichen Mehrheiten unserer konservativen und patriotischen Stimme die Geltung verschaffen, die wir brauchen, um die Politik in Deutschland positiv zu verändern. Das sind wir uns selbst, aber vor allem unseren Kindern und Enkeln schuldig!

Wir, die Landesvorsitzenden bzw. Landessprecher, rufen alle Mitstreiter dazu auf, den Blick nunmehr nach vorne zu richten, im gemeinsamen Kampf gegen die Altparteien die Reihen zu schließen, in den Veranstaltungen klare Kante zu zeigen, an Infoständen den Dialog mit den Wählern entschlossen zu führen und auf Demonstrationen und Kundgebungen Einigkeit und Stärke zu zeigen.

Es gilt den Wählern unmissverständlich aufzuzeigen, dass nur die AfD bereit und in der Lage ist, die gefährliche Einflussnahme des Islam in Deutschland, die Fortsetzung der verschwiegenen Eurokrise, die mangelnde Bekämpfung der Altersarmut, die weitreichenden Auswirkungen der fatalen Asylpolitik und viele weitere Fehlentwicklungen zu thematisieren und im Sinne unserer Bürger eine alternative Politik anzubieten.

Liebe Mitglieder, Förderer und Mitstreiter der Alternative für Deutschland, wir sind die Stimme der deutschen Bürger – greifen wir gemeinsam an!

Ihre Landesvorsitzenden bzw. Landessprecher von
Baden-Württemberg: Prof. Dr. Lothar MAIER, Dr. Bernd GRIMMER
Bayern: Petr BYSTRON
Berlin: Beatrix von STORCH, Georg PAZDERSKI
Brandenburg: Dr. Alexander GAULAND
Bremen: Frank MAGNITZ
Hamburg: Dr. Bernd BAUMANN
Hessen: Albrecht GLASER, Peter MÜNCH, Rolf KAHNT
Mecklenburg-Vorpommern: Leif-Erik HOLM, Bernhard WILDT
Niedersachsen: Armin Paul HAMPEL
Nordrhein-Westfalen: Marcus PRETZELL, Martin RENNER
Rheinland-Pfalz: Uwe JUNGE
Saarland: Josef DÖRR
Sachsen: Dr. Frauke PETRY
Sachsen-Anhalt: André POGGENBURG
Schleswig-Holstein: Dr. Bruno HOLLNAGEL, Jörg NOBIS
Thüringen: Björn HÖCKE


Besorgter Appell des ehem. tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus zur Flüchtlingskrise

Vaclav Klaus, der langjährige frühere Staatspräsident und Ministerpräsident der Tschechischen Republik, ist bekannt für seine Kritik an der EU-Politik. Der Politiker hält die derzeitige europäische Vorgangsweise in der Flüchtlingsfrage für verantwortungslos und spricht von einer „ernsten Bedrohung der Stabilität Europas“. Klaus.cz

Zugleich beschwert er sich über Manipulationen der öffentlichen Meinung und über den Mißbrauch natürlicher Solidaritätsgefühle, um damit eine Akzeptanz der Masseneinwanderung zu erschleichen.

Den folgenden Aufruf hat er auf seiner Homepage veröffentlicht und als Erstunterzeichner unterschrieben:

Aufruf europäischer Bürger an Regierungen und Parlamente:

Wir, die Unterzeichner, wollen nicht mehr passiv zusehen, wie unsere Staatsorgane und Politiker in diesem historischen Moment Zeit verlieren und ihre Pflicht nicht tun. Ihre Aufgabe ist es, die Interessen und Sicherheit der Bürger in ihren eigenen Ländern zu verteidigen.

Heutzutage sind wir mit einer grundlegenden Gefahr für die Zukunft unseres Lebens konfrontiert. Die Massenmigration stellt eine ernste Bedrohung der Stabilität Europas und der einzelnen Mitgliedsländer der EU dar.

Wir sind nicht gleichgültig gegenüber dem Schicksal der Opfer der Kriege und anderen Katastrophen der heutigen Welt. Wir lehnen jedoch die Manipulation der öffentlichen Meinung ab, die die natürliche Solidarität mit den Migranten missbraucht, um die Akzeptanz der Massenmigration hervorzurufen.

Die heutige europäische Debatte über Migration soll nicht so ausgelegt werden, dass wir uns genügend oder nicht genügend entgegenkommend zu anderen Kulturen, Religionen, Rassen und Völkern verhalten. Wir sehen unbestreitbare Risiken und Drohungen, die aus dem künstlichen Vermischen unterschiedlicher Völker, Kulturen und Religionen entsteht.

Die europäischen Regierungen verhalten sich allzu alibistisch und unverantwortlich. Berechtigte Ängste vor dem Zustrom der hunderttausenden Migranten dürfen nicht – von den Politikern und der meisten Medien – bagatellisiert, verschwiegen und skandalisiert werden.

Aus allen diesen Gründen rufen wir die Regierungen der EU-Länder auf:

  • die innere Sicherheit und die äußere Unantastbarkeit der Staatsgrenzen mit allen Mitteln, die sie zur Verfügung haben, sicherzustellen;
  • die Rechtsordnung der einzelner Länder und die angenommenen internationalen Verpflichtungen einzuhalten;
  • die Ausbreitung vom Chaos zu vermeiden, der als Folge der Migration in eine Reihe von Ländern bereits entstanden ist;
  • auf der EU-Ebene keine Quoten oder ähnliche Maßnahmen anzunehmen, mit welchen die Migranten in einzelne EU-Länder „zugeteilt“ werden sollen;
  • die heute geltende Asylpolitik ohne Veränderungen einzuhalten und ihre eventuelle Veränderungen nur mit der Zustimmung der Bevölkerung durch Volksabstimmung oder Neuwahlen zu gewährleisten;
  • Länder, die die Grenze der EU darstellen, sollen zusichern, dass die illegalen Migranten in ihr Heimatland zurückgeschickt werden.

Erste Unterschrift: Václav Klaus, 4.9.2015

Quelle und weitere Infos hier: http://www.klaus.cz/clanky/3794


Über 100 Kardinäle und Bischöfe unterstützen den Appell an Papst Franziskus

Petition  für Ehe und Familie mit über 400.000 Unterschriften

 
Die „Ergebene Bitte an Seine Heiligkeit Papst Franziskus über die Zukunft der Familie“ hat inzwischen über 405.000 Unterstützer aus der ganzen Welt gefunden.

Zu den Unterstützern gehören inzwischen 6 Kardinäle, 22 Erzbischöfe und 73 Bischöfe aus 33 Ländern. 

Außerdem wurde die Petition an den Papst von vielen namhaften Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben unterschrieben.

Im Appell äußern sich die Unterzeichner besorgt über die Angriffe auf die katholische Lehre über Ehe und Sexualethik. Die Aktion wurde im Hinblick auf die Familiensynode im Oktober 2015 organisiert.

Darin wird u.a. bedauert, dass auch aus dem Inneren der Kirche vermehrt Widerspruch zur katholischen Lehre über Ehe und Familie laut wird:

„Tatsächlich konnten wir eine allgemeine Ratlosigkeit feststellen, aufgrund der Möglichkeit, dass im Schoße der Kirche eine Bresche aufgerissen wurde, die eine Duldung des Ehebruchs erlauben würde: Durch die Zulassung zur Eucharistie von geschiedenen – wiederverheirateten Paaren  und die Annahme von homosexuellen Partnerschaften wird ein Zustand erzeugt, der kategorisch verurteilt werden muss, da er im Widerspruch zu den Geboten Gottes und den Gesetzen der Natur steht.“
 .
Quelle: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

IRAK: Dringlicher Appell von Louis R. I Sako, chaldäischer Patriarch von Babylon

Die Christen des Irak stehen vor einer Tragödie ungeheuren Ausmaßes

An Seine Heiligkeit Papst Franziskus,OTHER1174553_Articolo
an die ehrwürdigen Patriarchen der Ostkirchen,
an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen

5. August 2014

Nur mit den Kleidern, die sie am Leibe trugen, sind die Christen von Mossul (Provinz Niniveh, Irak) voller Entsetzen aus der Stadt geflohen. Ihre Kirchen wurden geschändet.

Am 2. August kam es zu einem Massenexodus aus den Dörfern Telkev, Batnaya und Telleskuf, als die Kunde, die Kleinstadt Sinjar sei zusammen mit benachbarten Dörfern gefallen und es seien 70 Personen massakriert worden, eine Panik auslöste.

Am Montag, dem 4. August, begann die ISIL mit der Bombardierung des Dorfes Telkef, wobei ein junger Christ getötet wurde.

Aus der Schilderung dieser Situation wird deutlich, dass zwischen der Zentralregierung und der Regierung der kurdischen Region so gut wie keine Zusammenarbeit mehr besteht – zumal sich die neue Regierung noch in der Bildungsphase befindet

Was die politischen Parteien angeht, so haben diese in jeglicher Hinsicht versagt, und zwar aus Gründen, die jedem Einzelnen wie auch den Parteien selbst nur zu gut bekannt sind.

„Druck auf die internationale Staatengemeinschaft ausüben“

Die Kirche hingegen ist sich vollkommen selbst überlassen, mehr noch als je zuvor. Dennoch ist es dringend erforderlich, dass die Kirchenführer, bevor es zu spät ist, den nötigen Druck auf die internationale Gemeinschaft und auf andere Entscheidungsträger ausüben, wenn es um grundlegende Reaktionen auf die skandalösen Verbrechen und die zerstörerischen Komplotte geht, unter denen in erster Linie unbewaffnete Bürger im Irak, in Syrien und in Palästina/Gaza zu leiden haben. Scannen0001 (22)

Es sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die Motivation für all diese Morde die Gier nach Bodenschätzen wie Öl oder Gas ist. Wie sonst ließe sich dieser Krieg erklären, der auf so seltsame Weise radikalisiert worden ist, als folge er einem raffiniert ausgeklügelten Plan, und bei dem nicht im Geringsten auf das Schicksal der Menschen Rücksicht genommen wird.

„Schockiert, daß muslimische Führer keine eindeutige Stellung beziehen“

Nicht weniger schockiert und entrüstet sind wir darüber, dass die Muslime und ihre religiösen Führer keine eindeutige Stellung beziehen, nicht zuletzt da das Vorgehen dieser Splittergruppen auch für die Muslime selbst eine Bedrohung darstellt.

Ansprachen sind nutzlos, ebenso Erklärungen, in denen abermals Verurteilungen ausgesprochen werden und Empörung beteuert wird. Gleiches gilt für Protestmärsche. Weiterhin muss gesagt werden:

Obwohl wir die Großzügigkeit von Menschen, die uns Geld spenden, zu schätzen wissen, sind wir der Ansicht, dass die Lösung unserer aktuellen Probleme nicht in Spendenaktionen und anderen Maßnahmen zur Geldbeschaffung liegt. Wir müssen ein groß angelegtes politisches Vorgehen auf internationaler Ebene fordern.

„Gefragt sind handfeste Aktionen“

Angesichts des grundlegenden menschlichen Prinzips, das hier im Spiel ist, muss eine Gewissensposition bezogen werden: Gefragt sind handfeste Aktionen und konkrete Solidarität, denn wir sehen uns mit einer Krise konfrontiert, die unsere schiere Existenz bedroht. Wir stehen vor der Frage „sein oder nicht sein“.

Dieser Appell kommt aus tiefstem Herzen, denn wir suchen nach einer Lösung, die einzig in den Händen der internationalen Gemeinschaft und insbesondere der Großmächte liegt.

Wir appellieren aufrichtig an deren Gewissen und fordern sie auf, ihre Positionen zu überdenken und die Auswirkungen der aktuellen Situation neu zu bewerten.

Die angesprochenen Mächte tragen eine menschliche und eine moralische Verantwortung. Es ist nicht mehr vertretbar, doppelte Standards anzulegen. Wir fordern diese Mächte auf, von ihren engstirnigen Interessen Abstand zu nehmen und sich mit vereinten Kräften für eine politischen und Frieden schaffende Lösung einzusetzen, die den aktuellen Konflikt beendet.

„Quellen von Hass und Radikalisierung austrocknen“

Die angesprochenen Mächte müssen unnachgiebigen Druck auf diejenigen ausüben, die die beteiligten Splittergruppen finanziell unterstützen und militärisch ausbilden, und dadurch die Quellen von Hass und Radikalisierung austrocknen.

Was die Christen im Irak und unsere Seelsorgepflicht ihnen gegenüber angeht, so appellieren wir ebenfalls an die internationale Gemeinschaft: Unsere Christen benötigen dringend humanitäre Hilfe, denn sie bedürfen eines wirksamen, wahrhaftigen und dauerhaften Schutzes, der ihnen versichert, dass ihre so tief im Irak verwurzelte Existenz nicht an ein Ende gelangt.

Das betrifft auch Christen in anderen Regionen des Nahen Ostens, die im Kreuzfeuer stehen und auseinandergerissen werden.

„Wir durchleiden eine fürchterliche Tragödie“

Wir appellieren auch an unsere Brüder und Schwestern in aller Welt, dass sie in dieser Zeit, da wir diese fürchterliche Tragödie durchleiden, in Solidarität fest an unserer Seite stehen und dass sie dieses solidarische Empfinden mit uns teilen, denn wir gehören alle zu derselben Familie

Was wir brauchen, ist eine Verbundenheit der Herzen, sind die Gebete mit unseren Gläubigen in dieser Zeit der Heimsuchung, so wie wir es beim Besuch einer Delegation der französischen Bischofskonferenz unter der Leitung Seiner Eminenz Kardinal Philippe Barbarin, des Erzbischofs von Lyon, erfahren haben.

Wir glauben weiterhin an Dialog, Gedankenaustausch und friedvolles Zusammenleben.

Möge Gott uns die Gnade erweisen und die Möglichkeit gewähren, diese Belastungsprobe zu bestehen. Möge ER Hass und Gewalt aus allen Herzen tilgen. In gemeinschaftlichem Gebet umfassend verbunden,

Louis Raphael I Sako
Patriarch von Babylon und der Chaldäischen Kirche
 
Übersetzung: Ingo Potthast
 

1. Foto: Radio Vatikan / 2. Bild: Evita Gründler