Zeitungsente: Piusbrüder bieten Scherz zum 1. April

„Bischofskonferenz ernennt Dialogbeauftragten für die Piusbruderschaft“

Auf der Webseite „Pius.info“ der traditionsorientierten Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde gestern  –  am 1. April 2012 –  folgende „Meldung“ veröffentlicht:

Freiburg (pius.info). Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat einen Dialogbeauftragten für die Piusbruderschaft benannt.

Das teilte die DBK gestern in einer Pressemitteilung mit. Der Dialogbeauftragte sei zuständig für die Gespräche mit der Piusbruderschaft.

„Es geht nicht an“, so der Vorsitzende der DBK und Erzbischof von Freiburg, Robert Zollitsch, „dass man mit jedermann rede, die Piusbruderschaft aber außen vor lasse“.

Von Reue wollte der Erzbischof von Freiburg nicht sprechen, sondern eher von einem „glücklichen Neuanfang“.

„Wir haben die Piusbruderschaft lange genug verkannt. Diese Vereinigung von gültig geweihten Priestern hat schließlich nur die Bewahrung der katholischen Tradition als Ziel auf ihre Fahnen geheftet. Das kann gar nicht falsch sein.“

Beobachter der innerkatholischen Szene zeigten sich erstaunt. Während die deutschen Bischöfe sonst eher zaghaft die Vorgaben aus Rom umsetzen, spricht man hier in Hinblick auf die im Augenblick laufenden Verhandlungen der Piusbruderschaft mit Rom von „vorauseilendem Gehorsam“.

Die Piusbruderschaft zeigte sich von dem Entgegenkommen der deutschen Bischofskonferenz freudig überrascht.

„Des hett koi Mensch denkt“, sagte spontan ein Sprecher aus der schwäbischen Metropole Stuttgart, dem Sitz der deutschen Piusbruderschaft.

Einen Tag nach dem Bekanntwerden versammelte sich eine Menge von Katholiken mit Schildern vor dem bischöflichen Palais von Freiburg. Sie trugen Schilder mit der Aufschrift: „Erzbischof Lefebvre – Santo subito!“

„Dabüber können wir schon reden“, meinte Erzbischof Zollitsch. „Jetzt, da wir endlich zu einem brüderlichen Verhältnis gefunden haben.“

Aus Mainz traf ein Anerkennungschreiben von Kardinal Lehmann ein. Unklar ist bislang die Haltung von Hans Küng. Gerüchten zufolge habe der Schweizer Theologe auf das Bekanntwerden des neu begonnen Dialoges mit der Piusbruderschaft seine Stiftung „Weltethos“ kurzerhand mit den Worten „So ä Chäs!“ geschlossen.

pius.info hält Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden…