Israel: Christlicher Friedhof mit Beleidigungen in arabischer Sprache geschändet

Das Lateinische Patriarchat Jerusalem und alle christlichen Kirchen im Heiligen Land verurteilen die Schändung des christlichen Friedhofs in Kfar Yassif in Galiläa rund 11 Kilometer nordöstlich von Acri, wo am 1. Dezember auf der Umgebungsmauer des Friedhofs und auf mehreren Grabsteinen blasphemische und obszöne Schriftzüge in arabischer Sprache und Graffitis zu sehen waren. israeltag2

In einer offiziellen Verlautbarung bekundet das Patriarchat die Verbundenheit mit den Familien der Verstorbenen, die auf dem geschändeten Friedhof begraben sind und fordert, Ermittlungen im Zusammenhang mit den vandalischen Aktionen.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst


Zum Bombenanschlag in Ansbach: aktueller Ermittlungsstand der Polizei

Meldung Nr. 1340 des Polizeipräsidiums Mittelfranken:

Wie bereits mit Meldungen 1337 und 1338 berichtet, kam es am Abend des 24.7.2016 in der Ansbacher Innenstadt zu einer Explosion, bei der eine Person getötet wurde. Mittlerweile steht fest, dass es sich dabei um den Verursacher der Explosion handelt.

Die Kriminalpolizei Ansbach hat unmittelbar nach dem Vorfall die „Soko Ansbach“ gegründet, der 30 Beamte angehören. 033_30

Inzwischen wurden sowohl das Zimmer des 27-jährigen Mannes als auch die gesamte Asylbewerberunterkunft durchsucht. Dabei stellten Beamte u.a. auch 2 Mobiltelefone und einen Laptop sicher, auf dem nach erster Auswertung Material mit salafistischem Hintergrund aufgefunden wurde.

Bei der Auswertung eines Mobiltelefons fiel ein Video auf, auf dem der Attentäter in arabischer Sprache u.a. den Anschlag in Ansbach ankündigte. Im Zimmer des Mannes lagerten auch zahlreiche Chemikalien, die nach erster Einschätzung zum Bau von Sprengmitteln durchaus geeignet waren. Auch stellten die Beamten Batterien sowie einen Lötkolben sicher.

Über Zusammensetzung des verwendeten Sprengsatzes können derzeit noch keine belastbaren Angaben gemacht werden. Diesbezüglich laufen die Ermittlungen des Bayerischen Landeskriminalamtes auf Hochtouren.

Die Anzahl der verletzten Personen stieg mittlerweile auf 15 an. Davon kamen vier in stationäre Behandlung in umliegende Krankenhäuser. Zwölf Verletzte kommen aus der näheren Umgebung der Stadt Ansbach und sind nach ersten Überprüfungen deutsche Staatsangehörige.

Für eine rasche und umfassende Aufklärung bittet die Polizei um aktive Mithilfe. Sollten Zeugen Foto-, Video- oder Audioaufnahmen vom Ereignisort bzw. aus der Umgebung der Open-Air-Veranstaltung ab 24.7.2016, 20 Uhr gemacht haben, die der Polizei zur Aufklärung des Sachverhalts dienen könnten, bitten wir darum, diese der Polizei möglichst umgehend über den nachfolgenden Hyperlink zur Verfügung zu stellen.

Sofern die Übermittlung der Mediendateien mit diesem Formular nicht funktionieren sollte, bitten wir um Kontaktaufnahme mit der nächstgelegenen Polizeidienststelle.
Hyperlink für Uploaddateien: https://medienupload-portal03.polizei.bayern.de/

Quelle: https://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/news/presse/aktuell/index.html/245349


ISRAEL: Jeden Tag ein arabisches Wort lernen; Sprache als Brücke zur Verständigung

Chanin Majadle (23 J.), ursprünglich aus Baqa al-Gharbiya, heute wohnhaft in Tel Aviv, reichte es: Ständig fragten sie ihre jüdischen Freunde, wie man dieses oder jenes Wort auf Arabisch ausspricht.
Warum, dachte sie sich, sollte man das Ganze nicht ein wenig systematischer gestalten  – und eröffnete kurzerhand die Facebook-Seite „Kalima – Ein Wort am Tag“, die ihren Fans jeden Tag ein neues arabisches Wort beibringt.

Amal (Hoffnung), dschadid (neu) und Racha (Ruhe) waren einige der Ausdrücke, die man dort bereits lernen konnte.

Majadle ist B.A.-Studentin für Nahost-Studien an der Universität Tel Aviv und hilft ihren Kommilitonen gerne beim Arabisch-Lernen. Die Webseite sieht sie aber nicht nur als Zusammenfassung dieser Nachhilfestunden, sondern auch als Mittel der Annäherung zwischen Juden und Arabern.

„Sprache ist eine Brücke“, so Majadle, die die Worte nach aktuellen Anlässen aus Politik und Gesellschaft auswählt und in einem kurzen Text erläutert, warum sie sich für einen bestimmten Begriff entschieden hat.

Selbstverständlich braucht es zum Sprechen mehr als nur „Ein Wort am Tag“, aber Majadles Hauptanliegen ist es, die Nutzer miteinander ins Gespräch zu bringen – und das scheint ihr zu gelingen: 3.618 Likes hatte die Seite, die erst vor fünf Tagen gegründet wurde, am Montag bereits – und zu ihren Fans zählen sowohl Juden wie Araber.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin