Wolfgang Thierse will in der SPD bleiben

Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat seine Partei davor gewarnt, den Kontakt zu ihrer Anhängerschaft zu verlieren. Die SPD habe bereits „große Teile der Arbeiterschaft“ verloren, sagte Thierse dem Zeit-Magazin.

Er sei mittlerweile zum Symbol geworden „für viele normale Menschen, die ihre Lebensrealität nicht mehr gespiegelt sehen in der SPD, die unsicher sind, was sie noch sagen dürfen und wie sie es sagen dürfen“, mahnte der 77jährige.

Anlaß ist der Streit über einen Beitrag Thierses in der FAZ, in dem er sich gegen eine zu einseitige linke Identitätspolitik ausgesprochen hatte, die Diversität zum übergeordneten Ziel aller sozialen und kulturellen Anstrengungen mache.

Nachdem sich SPD-Chefin Saskia Esken und ihr Stellvertreter Kevin Kühnert von den Aussagen distanzierten, stellte Thierse die Frage, ob sein Verbleib in der Partei noch erwünscht sei. Mit positivem Ergebnis: Er habe Rückhalt und Unterstützung vom Großteil der SPD-Mitglieder erhalten: „Die werden mich nicht los, zumal die Mehrheit der Partei will, daß ich bleibe.“

Man habe ihn von linker Seite als homophob, reaktionär, deutschnational und als alten weißen Mann beschimpft, sagte Thierse.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/thierse-als-symbol/