Gewerkschaftsmitglieder werden von linker Seite politisch vereinnahmt

Von Gregor-Maria Röhr

Der 1. Mai gilt in vielen Ländern der Erde als Tag der Arbeiter. Auch in Deutschland finden dabei jedes Jahr Arbeiterkundgebungen statt, die meist von den Gewerkschaften  veranstaltet werden.

Formal geben sich die Gewerkschaften neutral, betonen aber ihre Herkunft aus den sozialen Parteien. Sie geben sich fortschrittlich, sind aber seit ihrer Gründung in Wahrheit strukturell konservativ, denn den industriellen Wandel gestalteten sie nicht, sondern reagierten nur darauf.

Wie die Gewerkschaften selber zugeben, wird der 1. Mai von linksextremen Gruppierungen als Plattform missbraucht. Katholische Arbeitergruppen wie KAB, CAJ und Kolping sind vielerorts schon nicht mehr anwesend.

Auf den Mai-Kundgebungen wird man von einer Vielzahl kommunistischer Parteien begrüßt. Dort wehen die roten maoistischen und leninistischen Fahnen mit Sowjet-Sternen oder mit Hammer und Sichel, das Che-Guevara Konterfei, die Fahne der DKP, die Linkspartei, der „schwarze Block“ der Antifa, die Grünen und diverse linksextreme Splittergruppen.

Zudem kommt es vielerorts gerade durch diesen Gruppierungen zu Gewaltexzessen in den Innenstädten –  wie alljährlich in Hamburg und in Berlin.

Als Arbeitnehmer erkennt man schnell, dass eine Gewerkschaft ein sinnvolles Instrument ist, um seine Rechte gegen eine übermächtige Firmenleitung durchzusetzen. Nur durch die Gewerkschaften konnte in den letzten Jahrzehnten ein sehr faires Verhältnis von Arbeitzeit zur Entlohnung in Deutschland erzielt werden.

Stück für Stück wurde die 5-Tage-Woche erkämpft, die 40-Stunden-Woche mit erhöhten Urlaubsansprüchen bis hin zur teils 35-Stunden-Woche mit vielen Feiertagen und speziellen Überstunden- und Nachtvergütungen.

Aber auch heutige Forderungen der Gewerkschaften nach Tarifbindung der Arbeitsverträge und die Kritik am Pflegenotstand sind sicher berechtigt. Aus diesen Gründen ist ein Großteil der Arbeitnehmer Mitglied in Gewerkschaften.

Jedoch stellt die Arbeitnehmerschaft politisch ein Sammelsurium von unterschiedlichster Parteiaffinität dar. Man möchte sogar behaupten, dass der bürgerlich gesinnte, fleißige Arbeiter eher dem konservativen Spektrum zuzuordnen ist als dem extrem nach links gerutschtem politischen Lager.

Somit war es für die Gewerkschaften ein Novum, als man nach der letzten Bundestagswahl im Herbst 2017 feststellte, dass mehr als 15% der Mitglieder die volksnahe, konservative AfD gewählt hatten. Im Vergleich dazu stimmten 29% für die SPD und 24% für die CDU.

Aus dem Programm der AfD wird deutlich, dass der Arbeitsmarkt von unnötiger Bürokratie befreit werden muss. Die AfD steht für die Beibehaltung des Mindestlohnes, denn er verteidigt die Niedriglohn-Empfänger und ermöglicht eine bescheidene Altersversorgung, für die sonst der Staat aufkommen muß. Auch proklamiert die AfD das Lohnabstandsgebot. Wer arbeitet, soll auf jeden Fall mehr Geld zur Verfügung haben als derjenige, der nicht arbeitet, aber arbeitsfähig ist.

Um sich der politischen Korrektheit anzubiedern und aus falschem Bewusstsein der eigenen Identität versuchen die Gewerkschaften zurzeit noch einen Kampf gegen alles Konservative, insbesondere gegen AfD-Sympathisanten in den eigenen Reihen.

Jedoch merkt man erst allmählich, dass sich dieser Kampf gegen die eigenen Mitglieder richtet, die sich mit extrem linken Kravallmachern und oft arbeitslosen Demonstranten der Mai-Kundgebungen nicht identifizieren können.


Dr. Weidel: Personenfreizügigkeit in EU auf Arbeitnehmer und Selbstständige begrenzen

Zur Personenfreizügigkeit in der EU erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Dr. Alice Weidel:

„Die grenzenlose Personenfreizügigkeit, die Beschneidung nationaler Souveränität sowie die einhergehenden finanziellen Belastungen waren die ausschlaggebenden Punkte für das Brexit-Votum. Alice Weidel-150x150

In der EU gibt es 28 verschiedene Sozialsysteme mit unterschiedlicher Ausprägung, vor allem in der Höhe der Sozialleistungen. Dadurch entsteht eine Sozialmigration innerhalb Europas, die durch die Verwerfungen der Eurokrise noch befeuert wird. Die Zahlungen von Sozialleistungen ohne Vorleistung setzen falsche Anreize und verzerren die Binnenmigration bis hin zu einer negativen Auslese an Arbeitskräften.

Darum wollen wir keine innereuropäische Migration, die sich nach den höchsten Sozialleistungen richtet und dadurch verzerrt wird. Hier besteht dringender Reformbedarf.

Personenfreizügigkeit darf ausschließlich nur für Arbeitnehmer und Selbstständige gelten. Bevor ein Zuwanderer überhaupt Ansprüche auf Sozialleistungen erwirbt, sollte er zuvor mindestens fünf Jahre durch reguläre Arbeit in die Sozialkassen des Landes eingezahlt haben, in das er eingewandert ist.

Die jetzige Situation ist nicht tragbar. Sozialsystemmigration ist nicht finanzierbar.“


Gleiche Arbeitsanforderungen für Frauen und Männer – und wo bleiben die Kinder?

Von Dr. med. Edith Breburda

In der New York Times ist am 15. August 2015 ein Artikel[1] erschienen, der über die Rekrutierung neuer Arbeitnehmer in einem US-Unternehmen berichtet. Die beschriebene Firma, die wohl exemplarisch für viele moderne Arbeitsplätze ist, startete ein Experiment, wie weit man gehen kann, um Arbeiter zu belasten.  Dr. Breburda

Man setzt auf den Ehrgeiz der Leute, die sich bewerben. All das, was sie in ihren vorhergehenden Stellen gelernt haben, sollen sie ganz einfach vergessen. Und wenn sie so ein Arbeitstempo an den Tag legen, dass sie den Wagen an die Wand fahren, dann sollten sie einfach diese Wand als ihre Chance ansehen und sie hochklettern.

Sie sollten die besten Mitarbeiter werden, die sich am Führerschaftsprinzip (Leadership Principles), orientieren. 14 Anweisungen, wie man am besten mit den Kunden umgeht, müssen von den Mitarbeitern beachtet werden.

Es wird z.B. erwartet, dass man auch mitten in der Nacht noch E-Mails empfängt und beantwortet. Viele der Arbeitnehmer bleiben nicht lange bei diesem Arbeitgeber.

Was eine Mitarbeiterin, die es ganz nach oben geschafft hat, irritierte: Als sie schwanger war und an Krebs erkrankte, wurden die Leistungen ihrer Krankenkasse plötzlich gestrichen. Sie lies sich bei ihrem Mann versichern. Dann stellte sich heraus, dass alles ein Versehen war. Als die Frau nach 5 Monaten wieder in die Firma zurückkam, war alles anders. Sie wurde herausgemobbt. Frauen, sagte sie, schaffen es nicht in dieser Männerdomaine[2].BookCoverImage

Leben wir in einer Gesellschaft, die nur auf Profit aus ist?  – Wann schwappt das Hire and Fire-Prinzip nach Europa über, so wie alles, was aus USA kommt, recht bald in Deutschland nachgeahmt wird.

FOTO: Aktuelles bioethisches BUCH von Dr. Edith Breburda

Berthold Wigger und Florian Steidel vom Karlsruher Institut für Technologie konnten in einer Studie belegen, dass Rauchen der Gesellschaft nutzt.

Zwar sind Raucher für Krankheiten wie Bronchialkarzinom (Lungenkrebs, Lungenkarzinom, bronchiogenes Karzinom), Atherosklerose (Arterienverkalkung), COPD (Chronic Obstructive Lung Disease) prädestiniert, was wiederum die Kosten der Behandlung ansteigen lässt, allerdings haben diese Patienten eine kürzere Lebenserwartung. Unter dem Strich spart der Staat und so gesehen die Allgemeinheit die Kosten der Renten ein. Man spricht im Englischen von einem „death benefit“.

Statistisch gesehen liegen die Ersparnisse einer Gesellschaft über einen Zeitraum von 89 Jahren, in der 30% der Männer und 21% der Frauen rauchen, bei 36.4 Milliarden Euro. Hinzu kommen 376 Milliarden Euros Einnahmen für die Tabaksteuer. Wenn der Euro 89 Jahre existieren sollte, „praktizieren Raucher in vorbildlicher Weise das sozial verträgliche Frühableben.[3]

Handelt es sich bei dieser Untersuchung nur um ein bloßes Rechenbeispiel? Wie betrachten wir die Arbeitskraft von Frauen? Die moderne Welt stellt an Frauen die gleichen Anforderungen wie an Männer.

Captin Kristen Greist und 12st Lieutenant Shaye Haver schrieben in den USA am Freitag, dem 21. August 201Scannen0009 - Kopie5, Geschichte. Sie waren die ersten Frauen, die eine US-Elite-Armee-Ausbildung absolviert haben. Die Fort Benning Ranger School in Georgia ist bekannt dafür, physisch wie auch mental die höchsten Anforderungen an ihre Soldaten zu stellen.

Desto bemerkenswerter ist es, dass sich zwei Frauen diesem äußerst strapaziösen körperlichen Programm unterworfen haben. Sie mussten ein hartes Training mit wenig Schlaf und Essen absolvieren. In 40 Minuten müssen z.B. 108 Liegestützen und ein 8-km Lauf durchgeführt werden.

Bei der Abschlussfeier wandte sich Generalmajor Austin S. Miller auch an die Presse, die Kritik daran äußerte, dass jetzt auch Frauen in das Ausbildungs-Programm aufgenommen werden. Wurde das Training für die Frauen erleichtert? Werden nicht Männer daran gehindert zu kämpfen, weil ein Mann doch instinktiv eine Frau beschützen will und deshalb im wirklichen Nahkampf von seinem Job abgelenkt wird, wenn Frauen an seiner Seite stehen?

“Wir haben unsere Standards nicht geändert. Ein 5- oder 12-Meilen Lauf ist ein 5- oder 12-Meilen Lauf. Diese Frauen sind einfach nur Vorreiterinnen. Sie werden auch als solche gerühmt. Sie haben den Weg für die Frau auch in diesen Eliteschulen freigelegt“.

„Wir können genau so viel zum Kampf beitragen wie Männer. So fühlen wir uns auch. Ich hatte schon immer das Ziel, die beste Ausbildung zu bekommen, welche die US-Armee bietet. Es ist überwältigend, ein Teil der Geschichte zu sein“, sagte die Absolventin Greist. IMG_1464

Was für eine Aufgabe die beiden Frauen letztendlich im Militär ausüben werden, ist noch nicht klar. Das Pentagon lässt sich mit der Entscheidung bis Ende des Jahres Zeit. In einem Elite-Regiment für spezielle Kampfhandlungen dürfen die beiden Frauen jedoch nicht dienen. Am Ausbildungsjahr, das im April 2015 begonnen hat, nehmen 381 Männer und 19 Frauen teil[4].

Leben wir in einer Welt, wo nur noch derjenige einen Wert hat, der den Anforderungen der Gesellschaft entsprich? Frauen greifen zu diesem Zweck zu “Medikamenten”, um pflichtbewusst den Platz einzunehmen, den ihnen eine leistungsorientierte Welt zugeordnet hat.

Frauen dürfen keine Gefühle mehr zeigen, sie sind emotional erstarrt. Auch der Pille und den Psychopharmaka haben sie das zu verdanken. Im Endeffekt beobachten Fachleute eine zunehmende Vermännlichung der Frau, die nicht zuletzt das hormonelle Gleichgewicht ausschaltet.

Emotionen und Verhaltensweisen, die wir dem männlichen Organismus zuschreiben, finden wir nun auch bei Frauen. Frauen betrachten sich beispielsweise als unverwundbar. Eine Haltung, die Frauen helfen könnte, in männlich dominierten Unternehmen die Karriere-Leiter nach oben zu klettern. Man braucht ihre Arbeitskraft und Kinder haben da keinen Platz mehr. (Mehr dazu im Buch „Reproduktive Freiheit, free for what?“).

Wir fragen gar nicht, wie sich das auf die Entwicklung und Psyche der Kinder auswirkt, eine Mutter zu haben, die sie nur sehen, wenn sie müde und abgespannt von der Arbeit kommt und nur noch in ihr Bett will.shutterstock_114300748-140x94

Kinder brauchen eine Mutter. Forscher fanden heraus, dass Kinder die Fähigkeit, über sich selbst nachzudenken, nur durch den Kontakt zur Bezugsperson erlernen. Wissenschaftler gingen der Frage nach, wie ein Kind erkennt, was ein anderer sich wünscht und welche Absichten er hat. Eine Mutter imitiert den Gesichtsausdruck ihres Kindes in übertriebener Weise, erläuterten Dr. Fonagy und Dr. Target bereits 1997. 

„Das Kind erkennt den übertriebenen Gesichtsausdruck. Es denkt sich, was die Mutter mir zeigt, das bin ich. Die Mutter fühlt sich überrascht. Aber sie zeigt mir, wie ich gerade aussehe. Manchmal benutzt die Mutter Worte wie: Da bist Du aber überrascht!“

Das Kind lernt sich selbst als einen denkenden und fühlenden Menschen kennen, wenn es von der Mutter als ein Mensch behandelt wird, der verschiedene psychische Zustände hat. Das Kind kann sich dadurch selber als denkender, fühlender Mensch begreifen.  Doris-Sohnemann

Diese Kommunikation ist sehr diffizil und hängt oft von den Reaktionen der Mutter ab. Wenn sie auf ein ängstliches Kind auch ängstlich reagiert, nimmt das Kind an, seine Angst auf die Mutter übertragen zu haben. Reagiert die Mutter hingegen nicht genügend, könnte sich das Kind alleingelassen fühlen. Eine nicht optimale Kommunikation ist nicht immer negativ anzusehen, sie kann auch als ein Entwicklungsanreiz dienen.

Das Kind lernt, sich von der Mutter zu differenzieren. Im Laufe der Zeit nimmt die Mutter auf das Seelenleben des Kindes Bezug. Z.B. sagt sie dem Kind: “Ich glaube, du bist jetzt enttäuscht, weil wir nicht mehr bei Oma vorbeigeschaut haben“.

Man bezeichnet diesen Vorgang als „Theory of Mind“. Das Kind lernt dadurch, Worte für Gefühlszustände zu finden. Bei einem guten Mutter-Kind Verhältnis lieben es Kinder, auf diese Weise psychisch genährt zu werden. Kinder lernen ihre Eltern genau zu beobachten.

Wenn jedoch Gewalt im Spiel ist, vermeiden es die Kinder, die Eltern zu erforschen. Wenn Kinder sexuell missbraucht werden, wird die Reflexion erschwert. Umgekehrt fällt die Hemmschwelle für sexuellen Missbrauch, wenn Erwachsene sich nicht in die Kinder einfühlen können. Mangelnde Reflexionsfähigkeit kann ein Zeichen dafür sein, dass Kinder in einem Klima aufwachsen, in dem nicht viel über sie nachgedacht wird[5].

Tendiert unsere Gesellschaft nicht genau dort hin?

  • Anmerkungen:
  • [1] Kantor J. und Streitfeld D.: Inside AmazonWrestling Big Ideas in a bruisingworkplace. 15. August 2015 New York Times.
  • [2] Cheiffetz J.: I Had a Baby and Cancer. Linkedin, 28. August 2015
  • [3] Steidl F. und Wigger B.U.: Die externen Kosten des Rauchens in Deutschland. Wirtschaftsdienst, Zeitschrift für Wirtschaftspolitik. 95, Heft 8, S. 563-568, Jahrgang, 2015
  • [4] Sanchez R. und Smith-Spark L.: Two women make Army Ranger history. CNN News, 21. August 2015
  • [5] Ensink K:: Metallization in children and mothers in the context of trauma. British Journal of Developmental Psychology, 10.1111-djdp. 12074; 2015

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Buch-Neuerscheinung vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und verständlich geschriebene Buch  “Reproduktive Freiheit” kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)


Tarifabkommen zwischen Post und „Verdi“

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Stellungnahme der Deutschen Post:

Nach intensiven Verhandlungen wurde ein umfangreiches Tarifabkommen zwischen der Deutschen Post AG und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di beschlossen. teaser-streikinfo-220x220_neu

„Wir konnten ein Gesamtpaket vereinbaren, das unseren Mitarbeitern Sicherheit und Perspektive bietet, sowie gleichzeitig künftiges Wachstum ermöglicht“, betonte Melanie Kreis, Konzernpersonalvorstand und Arbeitsdirektorin Deutsche Post DHL Group: „Beide Seiten sind einen großen Schritt aufeinander zu gegangen und haben einen guten Kompromiss gefunden.“

Der noch bis zum 31.12.2015 bestehende Schutz vor betriebsbedingten Beendigungs-und Änderungskündigungen für die Arbeitnehmer wird um weitere vier Jahre bis zum 31.12.2019 verlängert. Der Verbleib von Brief- und Verbundzustellung in der Deutschen Post AG wird bis zum 31.12.2018 garantiert.

Beendet ist auch die Diskussion um die DHL Delivery-Gesellschaften. Sie sind und bleiben ein Teil des Unternehmensbereichs Post-eCommerce-Parcel und sind Plattform und Wachstumstreiber des boomenden E-Commerce Geschäfts in Deutschland. Den 7.600 Paketzustellern in der Deutschen Post AG wird der Verbleib in der AG zugesichert.

Die 140.000 Arbeitnehmer der Deutschen Post AG erhalten in diesem Jahr eine Einmalzahlung von 400 Euro, Teilzeitkräfte anteilig. Zum 1.10.2016 erhöhen sich die Löhne für sie um 2,0 Prozent, am 1.10.2017 um weitere 1,7 Prozent. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 32 Monaten bis zum 31.1.2018. Die Wochenarbeitszeit bleibt bei 38,5 Stunden.   

Quelle (Text/Foto): https://www.deutschepost.de/de/s/streikinfos.html


Mindestlohn-Debatte: Die Abgabenlast ist das größere Problem der Arbeitnehmer

Zur aktuellen Diskussion um den Mindestlohn erklärt der Landesvorsitzende der AfD (Alternative für Deutschland) in Bremen, Christian Schäfer:

„Die Diskussionen über die exakte Höhe oder die mögliche Kontrolle des allgemeinen Mindestlohnes geht an dem Kernproblem prekärer (unsicherer) Beschäftigungsverhältnisse vorbei. Die viel zu hohe Abgabenlast belastet gerade die geringen Einkommen unverhältnismäßig stark. logo-afd-small

Bei einer Vollzeitbeschäftigung sind bei dem derzeitigen Mindestlohn jeweils ca. 1,70 € Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Sozialabgaben zu leisten. Dazu kommt der Anteil des Lohnes an der Mehrwertsteuer: Im Falle des Mindestlohnes 1,62 € pro Stunde. Also stehen über 5 € Abgaben einem Nettolohn von 6,80 € gegenüber, vorausgesetzt, dass nicht auch noch Lohnsteuer fällig ist.

Das allerdings ist unwahrscheinlich: Bereits eine Familie mit zwei Kindern liegt bei dem Durchschnittslohn in Deutschland unterhalb des steuerlichen Existenzminimums. Die Einführung des Mindestlohns ist also ein populistisches Placebo.

Um die Situation zu verbessern, ist ein nominaler Mindestlohn nicht ausreichend. Wir benötigen sowohl eine Reform der Umsatzsteuer, als auch eine steuerfinanzierte Grundlage des Sozialversicherungssystems. Die derzeitige Regelung belastet einseitig die Leistungsträger und die Schwächsten in unserer Gesellschaft: Die Arbeitnehmer.“

 


Urteil des Bundesverwaltungsgerichts begrenzt die Sonntagsarbeit

Die christlichen Kirchen haben ein Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts (Leipzig) zur Begrenzung der Sonntagsarbeit begrüßt. Es hatte am 26. November entschieden, dass die Hessische Bedarfsgewerbeverordnung teilweise nichtig ist. afc127c26a

Damit dürfen Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen beispielsweise in Videotheken, öffentlichen Bibliotheken, Callcentern und Lottogesellschaften nicht mehr tätig sein.

Dagegen verwies das Gericht die Frage, ob auch an diesen Tagen Getränke und Speiseeis hergestellt werden dürfen, zur Klärung wieder an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel.

Gegen die Verordnung hatten die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und zwei südhessische evangelische Dekanate geklagt.

Nach Ansicht der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat das Gericht den Sonn- und Feiertagsschutz gestärkt. Durch das Urteil werde zu weitgehenden Ausnahmeregelungen Einhalt geboten. „Für Christen ist jeder Sonntag und kirchliche Feiertag ein hohes religiöses Fest“, erklärte der Präsident des EKD-Kirchenamtes, Hans Ulrich Anke.

Es gehe jedoch nicht nur um den Schutz des Religiösen. Sonn- und Feiertag seien nach dem Grundgesetz „Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“. Damit verbinde die Verfassung religionsbezogene Gewährleistungen mit sozialpolitischen Motiven.

Möglichst wenige Arbeitnehmer sollten sonntags arbeiten müssen. Hinter diesem Anliegen habe ein bloßes Wirtschafts- und Wettbewerbsinteresse zurückzustehen.  

Quelle: http://www.idea.de


Henkel (AfD) kritisiert geplante Arbeitslosen-Versicherung für die Eurozone

Zu den Plänen, eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung für die Euro-Zone zu schaffen, erklärt Hans-Olaf Henkel (siehe Foto), Europa-Abgeordneter und stellv. Bundessprecher der AfD (Alternative für Deutschland): AFD_EU_Abgeordnete - Kopie (2)

„Nach den deutschen Steuerzahlern und den deutschen Sparern sind nun deutsche Arbeitnehmer an der Reihe, die Eurorettung zu finanzieren“, meint Henkel zu den jetzt bekannt gewordenen Plänen.

Wenn nach dem ehem. französischen Finanzminister Moscovici, der sich zur Zeit um die Position des EU-Wirtschaftskommissars bewerbe, nun auch die italienische Regierung die Zusammenlegung der Arbeitslosenversicherung in der Eurozone fordere, sei höchste Alarmbereitschaft angesagt:

„Anstatt sich für die überfälligen Reformen in diesen beiden Ländern einzusetzen, fordert EU-Sozialkommissar Andor die deutsche Industrie auf, ihrerseits auf Wettbewerbsvorteile durch Erhöhung der Arbeitskosten zu verzichten. Und nicht nur das, er bereitet die Zusammenlegung der Arbeitslosenversicherung in der Eurozone vor.“

Was das für Deutschland bedeute, liege auf der Hand, meint Henkel. Höhere Sozialbeiträge für deutsche Arbeitnehmer und Arbeitgeber und der Verlust deutscher Arbeitsplätze seien die unausweichliche Folge. 40323-90x80

Nach verschiedenen Berechnungen wäre Deutschland mit 30 Prozent der größte Beitragszahler in einer entsprechenden Versicherung und müßte jährlich Milliarden für Arbeitslose in anderen Ländern aufwenden.

Im Klartext heiße dies, daß deutsche Arbeitnehmer für arbeitslose Ausländer aufkommen müssten. „Das ist mit der AfD nicht zu machen!“, erklärt Henkel.

Vor diesem Hintergrund fragt der Europa-Parlamentarier, wo der Protest deutscher Politiker, Industrieverbände und Gewerkschaften bleibe:

„Sind sie der Einheitswährung schon so in unverbrüchlicher Treue ergeben, dass sie es nicht einmal mehr wagen, sich gegen diesen offensichtlichen Wahnsinn aufzulehnen?

Die AfD wird sich nicht nur diesem neuen Anschlag auf die wirtschaftliche Vernunft mit aller Kraft entgegenstemmen. Sie wird auch solchen EU-Kommissionskandidaten, die sich an der Demontage der deutschen Industrie beteiligen, ihre Zustimmung verweigern.“

Quelle: Pressemitteilung der AfD