Israel: Forscher entdecken AT-Stadt Ziklag

Nach siebenjährigen Grabungsarbeiten haben Forscher vermutlich einen Durchbruch erzielt: Sie glauben, endlich das antike Ziklag gefunden zu haben: die Stadt, in die König David geflüchtet war. 

Die Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem und der Macquarie University Sydney (Australien) entdeckten bei den Ausgrabungen auch vollständig erhaltene Keramikgefäße.

Im Alten Testament wird die Stadt Ziklag mehrmals im Zusammenhang mit David erwähnt. Hier soll er  vor dreitausend Jahren Zuflucht gefunden haben, als er vor König Saul floh, dem ersten König Israels. Nach Sauls Tod wurde David sein Nachfolger.

Nach Angaben der israelischen Archäologiebehörde glauben die Wissenschaftler, dass das antike Ziklag in Khirbet a-Rai liegen soll: ein verfallenes Dorf auf einer Anhöhe über der Hauptstraße nach Ashkelon an der Mittelmeerküste. Das Gebiet liegt im heutigen Kiryat Gat.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2019-07/nahost-ausgrabungen-forscher-ziklag.html


Israel: Antike Kirche bei Jerusalem entdeckt

Archäologen haben in der Nähe der Landstraße 1 (Jerusalem – Tel Aviv) bei Abu Gosh eine 1500 Jahre alte byzantinische Kirche gefunden. Sie war Teil einer Raststätte auf der Strecke zwischen Jerusalem und der Küstenebene. Die Ausgrabungen fanden im Rahmen der Verbesserung und Erweiterung der Straße statt.

Die Kirche war rund 16 Meter lang. Auch eine angrenzende Kapelle (6,5 Meter lang und 3,5 Meter breit) mit weißem Mosaikboden wurde entdeckt.

BILD: Öllampe aus der Kirche 

In der nordöstlichen Ecke der Kapelle befindet sich ein Taufbecken in Form eines vierblättrigen Kleeblatts, welches das Kreuz symbolisiert. Fragmente von rotem Putz, die im Geröll in der Kirche verstreut lagen, deuten darauf hin, dass die Kirchenfenster mit Fresken dekoriert waren.

Westlich von der Kirche befanden sich Räume, die wahrscheinlich als Wohn- und Lagerräume genutzt wurden. Einer von ihnen beinhaltete eine große Zahl an Keramikfliesen. Die Ausgrabungen brachten verschiedene Fundstücke zu Tage, welche die rege Aktivität an dieser Stätte belegen. Darunter waren Öllampen, Münzen, besondere Glasgefäße, Marmorstücke und Perlmutt.

Ausgrabungsleiterin Annette Nagar erklärte im Namen der Israelischen Antiquitätenbehörde:

„Die Raststätte und ihre Kirche wurden in der byzantinischen Zeit an einer antiken Straßen gebaut, die von Jerusalem zur Küstenebene führte. Entlang dieser Straße, die anscheinend schon zu römischen Zeiten errichtet worden war, wurden zuvor schon andere Siedlungen und Raststätten für diejenigen, die in der Antike reisten, entdeckt.

Zu den Diensten, die entlang der Strecke angeboten wurden, gehörten auch Kirchen wie jene, die jetzt bei Abu Gosh entdeckt wurde. Andere Kirchen wurden in der Vergangenheit in Abu Gosh, Kiryat Ye’arim und Emmaus erfasst. Diese Raststätte wurde ab dem Ende der byzantinischen Epoche nicht mehr benutzt, obwohl die angrenzende Straße erneuert und bis in die Neuzeit genutzt wurde.“

Quelle (Text/Foto): Israelische Antiquitätenbehörde


Israel: Haben Ärchäologen ein Kloster aus byzantinischer Zeit entdeckt?

In der Nähe von Beit Shemesh haben israelische Archäologen eine Öl- und Weinpresse aus byzantinischer Zeit entdeckt, wie am Donnerstag bekannt gegeben wurde.

Die Israelische Antikenbehörde erklärte, daß die Ausgrabung entlang der Hügel im Süden von Beit Shemesh interessante Funde freigelegt habe, darunter Zisternen, den Eingang zu einer Höhle und die oberen Abschnitte verschiedener Mauern.

Die Archäologen meinen, dass das Gelände in einen Produktions- und einen Wohnbereich aufgeteilt sei, weshalb es sich möglicherweise um eine Klosteranlage handeln könnte.

„Wir denken, dass sich hier in byzantinischer Zeit ein Kloster befand“, sagt Irina Zilberbod, eine Expertin der Antikenbehörde, und fügt hinzu:

„Wir haben zwar noch keine Kirche und keine eindeutige Inschrift gefunden, die auf eine religiöse Praxis hinweist, doch die beeindruckende Konstruktion, die großartigen Mosaikböden, die Fenster- und Dachziegelbeschaffenheit, sowie die landwirtschaftlich-industriellen Einrichtungen im Wohnbereich sind uns aus zahlreichen anderen Klöstern der Zeit gut bekannt.“

Quellen: Jerusalem Post, israelische Botschaft


Israel: Archäologen entdecken Ruinen einer byzantinischen Kirche aus dem 5. Jahrh.

In den vergangenen drei Monaten haben Archäologen der israelischen Altertumsbehörde in der Nähe des Moshav Aluma die Ruinen einer altchristlich-byzantinischen Kirche freigelegt.  globe_germany

Besonders bemerkenswert ist der prachtvolle Mosaikboden, der bei Bauarbeiten im Moshav entdeckt wurde. Die beiden Ausgrabungsleiter, Dr. Daniel Varga und Dr. Davida Dagan, gehen davon aus, dass noch mehr antike Gebäude in der Umgebung des Hügels gefunden werden könnten, der zuvor als Grab eines Scheichs gedient hatte.

Oft wurden heilige Gebäude an Orten errichtet, die bereits als heilige Stätten gedient hatten. Die Reste der Kirche wurden entsprechend nur drei Meter unter der Oberfläche entdeckt.

Bislang wurden die Umrisse der Haupthalle, der Eingangshalle und des Atriums der Basilika freigelegt, die etwa 22 Meter lang und 12 Meter breit war. Dem Stil der Periode folgend wurde der Raum mit Marmorsäulen in drei Sektionen unterteilt. Die Forscher schätzen, dass sie etwa 1500 Jahre alt ist.

BILD: Ein Ausschnitt des Mosaikbodens (Foto: Facebook MFA)

Am Faszinierendsten ist aber zweifellos der Mosaikboden. Weinranken formen Medaillons in der Mitte des Raumes, die Darstellungen von Tieren, Inschriften und christliche Symbole einfassen. Unter den Tieren finden sich Bilder eines wilden Ebers, eins Mäusepaares, einer Giraffe, eines Zebras, eines Flamingos, eines Rebhuhns, eines Leoparden, eines Bären und eines Hasen. 

Dazu kommen Darstellungen von Käfigen mit Vögeln, ein Pfauenpaar und ein Chamäleon. Eines der Medaillons, das gründlich zerstört wurde, hatte vermutlich das Bild eines Menschen gezeigt.

Varga vermutet, dass die Zerstörung auf strikte christliche „Bilderstürmer“ zurückgeht, welche menschliche Portraits in Gotteshäusern für verwerflich hielten.

Enttäuscht waren die Archäologen allerdings darüber, keine Inschrift mit dem Namen des Ortes gefunden zu haben, da der Name der byzantinischen Siedlung in dieser Gegend bislang unbekannt ist. Varga nimmt an, dass die Kirche als geistiges Zentrum für viele Gemeinden entlang der Straße zwischen Ashkelon und Jerusalem diente.

„Wir haben weitere Siedlungen gefunden, auch eine große in der Nähe von Hamei Yoav, aber nirgendwo gab es Spuren einer Kirche. Hier handelt es sich offensichtlich um die Hauptkirche in der Region“, sagte Saar Ganor, Archäologe der Altertumsbehörde im Verwaltungsbezirk Ashkelon.

Ähnlich prachtvolle Mosaike mit Tierdarstellungen zeigt auch das Lod-Mosaik, über das die israelische Botschaft vor einigen Monaten berichtete.

Gern verweisen wir an dieser Stelle auf die Ausstellung des Mosaiks im Alten Museum in Berlin, die noch bis zum 11. Mai zu sehen ist. Alle Infos hierzu finden Sie im Veranstaltungskalender der Botschaft unter: http://bit.ly/Lodmosaik

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin