Deutliche Kritik an André Poggenburg (AfD)

Von Dr. David Berger

Parallel zu meiner Abscheu vor dem System Merkel, das auch weite Kreise der CDU bestimmt, ist meine Achtung vor der AfD gewachsen. Besonders die Auftritte und Reden der Bundestagsabgeordneten waren faszinierend und konnten viele Vorurteile gegen die AfD aus dem Weg räumen.

Nach wie vor hat die AfD allerdings das Problem, dass einige ihrer Politiker fähig sind, all das was an Sympathie und Vertrauen mühsam – und gegen eine gehässige Presse – aufgebaut wurde, mit wenigen Worten und Gesten zu zerstören.

Ich schreibe das aus konkretem Anlass: Gestern ist André Poggenburg beim „Politischen Aschermittwoch“ der AfD in Pirna (Sachsen) aufgetreten. Dafür dass er ein eher durchschnittlicher Redner ist, über 90% Männer und – im Unterschied zu anderen AfD-Veranstaltungen kaum Jugend im Publikum zu sehen waren, kann er nichts.

Für die Anspielungen auf Schulz Alkoholismus, Kameltreiber-Sprüche usw. sehr wohl. Irgendwie gewinnt man den Eindruck, dass er sich geradezu anstrengt, die Vorurteile der Mainstreammedien gegen die AfD zu erfüllen: er geht auf ganze Menschengruppen los.

Jaklin Chatschadorian dazu: „Was ist das für eine Sprache? Politiker, die sich mit Schimpfwörtern ausdrücken, sind nicht nur peinlich. Poggenburg zeigt, welch Geistes Kind er ist. Es geht nicht nur um die Gossensprache gegenüber Türken. Das gehört sich bereits nicht, um nicht zu sagen: was unterscheidet ihn in Sprache und Stil von denen, die er kritisiert?“

Vor allem aber hat man keinen „Völkermord am Arsch“…Pietätlos gegenüber den Opfern des Armenier-Genozides ebenso wie gegenüber denen des Holocausts  – ekelhaft.

Quelle und Fortsetzung des Artikels von Dr. Berger hier: https://philosophia-perennis.com/2018/02/15/news-poggenburg/

STELLUNGAHME von POGGENBURG zum MEDIENWIRBEL um seine REDE: https://www.journalistenwatch.com/2018/02/15/poggenburg-stellungnahme-zur-politischen-aschermittwoch-rede/

 

 


Armenier-Gedenken im Libanon: Einweihung des Genozid-Museums in Byblos

Evangelische Allianz solidarisiert sich mit nahöstlichen Christen

Anlässlich der Einweihung des neuen Genozid-Museums im libanesischen Byblos und der offiziellen Gedenkfeierlichkeiten der Armenisch-Orthodoxen Kirche zum Genozid vor 100 Jahren hat die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) mehreren Patriarchen und Führern nahöstlicher Kirchen ihre volle Solidarität und Unterstützung versichert.click

In einem vom Generalsekretär der WEA, Bischof Efraim Tendero, mitunterzeichneten Appell, den Thomas Schirrmacher verlas, forderte die WEA die Christenheit auf, gemeinsam zu verhindern, dass die christlichen Kirchen aus ihren Ursprungsgebieten vertrieben werden.

Dazu sei eine Welle des Gebets, der öffentlichen Solidarisierung, aber auch Mobilisierung politischer Kräfte nötig.

Das Oberhaupt der Armenisch-Orthodoxen Kirche, Katholikos Aram I., schlug ebenfalls den Bogen vom Genozid an den Armeniern vor 100 Jahren zur Lage der Christen im Nahen Osten, die gegenwärtig „dramatisch geschüttelt“ würden. Viele gäben ein klares Zeugnis ihres Glaubens „im Leben und Sterben“.

Das neu eröffnete Museum befindet sich in den Räumlichkeiten eines früheren Waisenheimes mit Namen „Birds Nest“, das von amerikanischen und dänischen evangelischen Missionaren 1915 ins Leben gerufen wurde und von dem aus auf dem Höhepunkt etwa 132.000 armenische Waisenkinder versorgt wurden.

Die Armenisch-Orthodoxe Kirche will mit der Wahl des Platzes, wie der Katholikos erklärte, auch ihren großen Dank an Christen anderer Konfessionen verdeutlichen, die mitgeholfen haben, das Überleben des armenischen Volkes zu sichern.

Stellvertretend für die Nachkommen der Waisenkinder erinnerte Alecco Bezikian an seinen Vater, dessen Namen – Aram Bezikian – das Museum trägt.

Quelle (Text/Foto): www.bucer.de/bq.htmlwww.bucer.de/bq.html