Asien: Führende Muslime lehnen radikales ISIS-Kalifat in Irak und Syrien ab

Wichtige Persönlichkeiten und gelehrte Muslime in asiatischen Ländern kritisieren die Idee und das Kalifat-Projekt, das von der Terrororganisation IS bzw. ISIS ausgeht.

Die Extremistengruppe verkündete am 29. Juni 2014 die Erschaffung eines Kalifats zwischen den beiden Ländern Syrien und Irak unter Führung von Abu Bakr al-Baghdadi. weltverfolgungsindex_2014

BILD: Die Index-Karte von „Open Doors“ markiert die Staaten mit der schlimmsten Christenverfolgung rotfarbig

Wie eine bei der katholischen Nachrichtenagentur FIDES eingegangene Meldung aufzeigt, gilt dies unter vielen Moslems Asiens als “eine eklatante Verletzung der wesentlichen Prinzipien des Islams“.

“Ein Krieg zwischen Gruppierungen, die sich die Erde der anderen aneignen wollen auf Grund wirtschaftlicher Ressourcen, steht den Grundsätzen des Islams entgegen und ist ein schweres Verbrechen“, betonte Asad Khan Falahi, Haupt-Imam einer Moschee in Neu Delhi.

„Das Auslöschen von Menschenleben und die Zerstörung fremden Eigentums kann nicht als ‘jihad’ angesehen werden und das Resultat davon, kann nicht zu einem Kalifat erklärt werden”, erläuterte er.

In Indien, wo 130 Millionen Moslems leben, bemerkte der islamische Gelehrte Maulana Wahiduddin Khan: “Wer sich zum Kalifen ernennt, verletzt die Grundsätze des Islams und entehrt die Scharia.“

Auch Syed Jalaluddin Umari, der Präsident der indisch-islamischen Organisation “Jammat-e-Islami Hind”, ist der Ansicht, dass ISIS alle islamischen Regeln verletzt habe beim Auswahlverfahren des Kalifen. Außerdem „verurteilen wir die Gewalt, die im Namen des Islam im Irak und irgendwo in der Welt angewendet wird“, erklärte er.

Quelle: Fidesdienst