Der Irrglaube an die Astrologie nimmt zu

Der Glaube an die Astrologie ist ungebrochen, obwohl alle Erkenntnisse gegen sie sprechen. Der Astronom Florian Freistetter warnt vor zu viel Einfluss dieses Irrglaubens. p.txt

„Die Astrologie ist heute vermutlich genauso wenn nicht sogar beliebter als sie früher war“, sagte der Wissenschaftsautor Florian Freistetter im Deutschlandradio Kultur.

„Mittlerweile können wir eindeutig sagen, dass eben die Astrologie nicht geeignet ist, irgendwas über die Zukunft oder das eigene Leben zu erfahren.“

Es gebe für die Astrologie keinerlei physikalischen Grundlagen. Es sei für Astrologen erstaunlicherweise völlig egal, ob Planeten groß oder klein seien oder wie weit sie entfernt seien.

„Das Weltbild der Astrologie basiert ja immer noch darauf, dass die Erde im Zentrum ist und sich alles drum herum bewegt“, sagte er. „Da sind wir auch schon ein bisschen weiter mittlerweile.“

Astrologie sei ein Mittel, um scheinbare Sicherheit zu gewinnen, sagte Freistetter. Deshalb gingen einige Leute zum Astrologen, wenn sie Liebeskummer hätten oder schwerwiegende Entscheidungen fällen müssten.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://www.deutschlandradiokultur.de/astrologie-verantwortung-abschieben-an-die-sterne.1008.de.html?dram:article_id=307506


Alle Jahre wieder – irren sich Astrologen…!

Nicht nur die Nostradamus-Deuter haben sich wieder mal geirrt – für die gesamte Orakelzunft war 2014 ein rabenschwarzes Jahr: avatar92

„Versinkende Pyramiden, ein kippendes Empire State Building und der zumindest teilweise Einsturz des Kolosseums in Rom gehörten für 2014 zu den Lieblingsprognosen des kanadischen Mediums Nikki Pezaro.

Während diese ein besonderes Faible für die Zerstörung weltweit bekannter Gebäude hatte, blieben ihre Kollegen hierzulande mehr bei den klassischen Prognosethemen und sagten Katastrophen aller Art voraus.

Die aktuelle Auswertung der Voraussagen von Hellsehern, Wahrsagern und Astrologen durch die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften zeigte auch für 2014 das gewohnte Bild.

Wahrsager entpuppen sich als Wahrversager, und auch der astrologische Blick in die Sterne liefert keine Informationen über die Zukunft.”

Quelle und Fortsetzung hier: http://blog.gwup.net/2014/12/12/vorhersehbar-astrologenkritik-an-gwup-prognosenauswertung/


Horoskope: Das Geschäft mit den Sternen

Der Glaube an Horoskope treibt bisweilen seltsame Blüten; und es lassen sich offenbar damit gute Geschäfte machen. So preist die Kette „Worldhotels“ (Frankfurt am Main) ein „Hotel-Horoskop“ an. Jpeg

Sie verspricht „jedem Sternzeichen das passende Hotel“. Den „ehrgeizigen Steinböcken“ (Geburtsdatum zwischen 22. Dezember und 20. Januar) empfiehlt die internationale Kette von 500 unabhängigen Beherbergungsbetrieben z.B. einen „Verwöhnurlaub“ im Hotel Transamerica in Sao Paulo (Brasilien) etc.

Horoskope werden aufgrund der Sternenkonstellation zur Zeit und am Ort der Geburt eines Menschen erstellt. Ein komplexes System von Zeichen soll dem Astrologen etwas über den Charakter eines Menschen, sein Schicksal oder über sonstige Ereignisse verraten, erläutert die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin.

In zahlreichen empirischen Untersuchungen sei es aber nicht gelungen, einen Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Horoskopen nachzuweisen. Überprüfungen ergäben regelmäßig, dass sich die meisten Vorhersagen nicht erfüllen. 

Frauen sind sternengläubiger als Männer

Gleichwohl glaubt jeder vierte Bürger in Deutschland, dass der Stand der Sterne das persönliche Leben beeinflusst. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungs-Institut Emnid aus dem Jahr 2012 sind die Frauen mit 33 Prozent besonders sternengläubig. Bei den Männern sind es lediglich 17 Prozent.

Unterdessen haben Mediziner und Hirnforscher herausgefunden, dass der Geburtsmonat eines Menschen tatsächlich Einfluss auf seine Entwicklung, Gesundheit, Charakter und Lebenserwartung hat. Ursache sind aber nicht die Sternenkonstellationen, sondern äußere Einflüsse, denen ein Kind im Mutterleib und bei der Geburt ausgesetzt ist.

Wie die populärwissenschaftliche Zeitschrift „P.M.-Magazin“ in ihrer Februar-Ausgabe berichtet, spielt zum Beispiel die Menge Vitamin D im Blut eines Neugeborenen eine wichtige Rolle. Das Vitamin wird mit Hilfe von Sonnenlicht in der Haut gebildet und beeinflusst die Entwicklung des Immunsystems und des Gehirns.

Kinder, die in der sonnenarmen Winterzeit ausgetragen werden, haben weniger Vitamin D im Nabelschnurblut. Bei im Mai geborenen Babys sind es 20 Prozent weniger als bei im November geborenen. In einer Mammut-Studie von über sechs Millionen Sterbefällen zwischen 1992 und 2007 habe das Universitätsklinikum Greifswald herausgefunden, dass die im November geborenen Menschen im Schnitt mehr als neun Monate länger leben als die Mai-Kinder.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: Cordula Mohr

 


Schweiz: Skeptiker protestieren gegen Astrologie-Serie im SRF

Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz (FVS) existiert seit über 100 Jahren. Die Bewegung vertritt die Interessen konfessionsloser Menschen. Bei allen Unterschieden sind sich „Freidenker“ und Christen in einem Punkt durchaus einig: in der Ablehnung des Aberglaubens nämlich.

Die FVS  hat jetzt eine Petition gestartet und fordert vom Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), daß auf Astrologie verzichtet und insbesondere die SRF3-Sendung mit „Madame Étoile“ eingestellt werde. media-375022-2

„Astrologie ist reine Quacksalberei. Es ist sicher nicht Auftrag des SRF, solche Scharlatanerie zu unterstützen“, findet Andreas Kyriacou, Präsident der Zürcher Freidenker.

Generell solle das „gebührenfinanzierte Unternehmen“ den Bildungsauftrag nicht mit der „Propagierung von Aberglauben“ unterlaufen. 

Die Freidenker bezeichnen es als äußerst befremdlich, daß die Astrologin Monika Kissling (alias „Madame Étoile“) vom SRF als glaubwürdig bezeichnet werde, weil sie „in der hiesigen Astrologenszene grosses Ansehen“ geniesse. Es gebe keine seriöse Astrologie. Das theoretische Gerüst sei mit den Erkenntnissen der Wissenschaft nicht in Einklang zu bringen.

Man nehme diese Petition zur Kenntnis, gibt SRF-Sprecher Marco Meroni zu Protokoll und entgegnet, daß Unterhaltung auch zum Programmauftrag gehöre und die Horoskope bei den Zuhörern sehr beliebt seien. Zudem erstelle „Madame Étoile“ bereits seit 1990 für das staatliche Radio Horoskope und arbeite „absolut seriös“.

Meroni geht sogar noch einen Schritt weiter und meint: „Astrologie ist mitnichten Scharlatanerie, sondern die älteste Erfahrungswissenschaft überhaupt.“

Quelle: http://www.jesus.ch