Vermehrte Angriffe auf Christen im islamischen Fastenmonat Ramadan

Flüchtlinge, die sich während des Fastenmonats Ramadan nicht an islamische Traditionen gehalten haben, wurden in deutschen Flüchtlingsheimen teils massiv angegriffen.

Das ARD-Politmagazin Report München hat einen Vorfall in einer Flüchtlingsunterkunft in Bayern zum Anlass genommen, um über religiöse Konflikte zu recherchieren. In Rottach-Egern war es Anfang Juni zu einem brutalen Überfall gekommen. Ein Christ hatte sich über zu lautes Beten am frühen Morgen beschwert. Er war daraufhin mit seinen Zimmergenossen von mehreren Muslimen angegriffen worden, mehrere Männer wurden teils schwer verletzt. foto-dcubillas-www_freimages_com_

„Report München“ hat weitere Vorfälle recherchiert, in denen junge, syrische Christen vor Beginn des Ramadan aus ihrer Asylunterkunft geflohen sind, weil sie von Muslimen angefeindet wurden. Die Muslime seien gegenüber den Christen „dann noch aggressiver, besonders gegenüber denjenigen, die nicht fasten“. Gesprochen haben die Reporter auch mit einem Heimleiter, der Christen vor dem Beginn des Fastenmonats auf eigene Faust in Sicherheit brachte.

Die jesidische Studentin Güler Coknez findet, dass die Behörden das religiöse Motiv der Attacken häufig übersähen. „Vor allem während der Ramadan-Zeit hat sich das Ganze verstärkt. Die Anzahl der Übergriffe lässt uns darauf schließen, dass die Strukturen, die radikalen Strukturen, noch größer werden“, folgert sie. 

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/ramadan-brutale-attacke-auf-christen-in-fluechtlingsheim-96814/


Wann kümmern sich deutsche Bischöfe endlich um bedrohte christliche Flüchtlinge?

Von Dr. David Berger

Christliche Flüchtlinge sind in deutschen Asylantenheimen einem dauernden Mobbing durch muslimische Mitflüchtlinge ausgesetzt. Statt sich für ihre eigenen Leute einzusetzen, biedern sich die deutschen Bischöfe an den politischen Zeitgeist an, der die muslimischen Christenverfolgungen nicht sehen will. Warum?   pressefotoberger11

Vor einigen Tagen hat das ZDF darüber berichtet und langsam kommt es auch im öffentlichen Bewusstsein an: Es gibt außer trans- und homosexuellen Flüchtlingen noch eine weitere Flüchtlingsgruppe, die sich durch muslimische (Mit-)Flüchtlinge zunehmend bedroht sieht: die Christen.

Schon vor mehreren Monaten gingen die mahnenden Aussagen des Pfarrers einer evangelischen Gemeinde in Berlin Steglitz durch die Medien, der sich um die christlichen Flüchtlinge im Berliner Flüchtlingsheim „LaGeSo“ kümmert.

Er berichtet u. a. von einem von ihm betreuten christlichen Flüchtling, der dort wegen seines christlichen Glaubens einem dauernden Mobbing ausgesetzt ist: „15 muslimische Bewohner seines Heims hatten ihn und ein weiteres Gemeindeglied angegriffen und geschlagen, ihm das Kreuz vom Hals gerissen und die beiden als ‚Abtrünnige‘ und ‚Unreine‘ beschimpft“, zitiert ein katholische Nachrichtenportal  den Pfarrer. 

Anzeigen bei der Polizei habe man nicht aufgegeben, da diese keinen Sinn hätten, denn im Heim gebe es genügend muslimische Zeugen, die aussagen würden, dass sie „genau gesehen“ haben, dass unser Gemeindeglied sich das Kreuz selbst vom Hals gerissen und sich seine Verletzungen selber zugefügt hat…

Dieses Einzelschicksal steht  –  wenn man dem Bericht des ZDF glaubt  –  für eine generelle Verfolgungsjagd, die gegen christliche durch muslimische Flüchtlinge alltäglich in den Asylheimen hier in Deutschland stattfindet, ganz häufig unterstützt von dem dortigen Wachpersonal.

Und was tun die deutschen Bischöfe?

Sie machen sich vor allem Sorgen über das Anwachsen der Islamkritik, warnen vor einem angeblichen Rechtsruck in DeuKundgebung Irak-Syrien in Frankfurt 2014tschland. Selbst vor parteipolitischen Statements in Sachen AfD schrecken sie inzwischen nicht mehr zurück. Dabei werden auf geradezu peinliche Weise auch unaufhörlich Vergleiche mit dem Nationalsozialismus gezogen.

Die hochwürdigen Herren und Exzellenzen bemerken dabei gar nicht, wie die Vergleiche auf sie selbst zurückfallen: Denn ihre Vorgänger im Amt haben in der Zeit der Nazidiktatur zumeist entweder Widerstand gegen den damaligen nationalsozialistischen Zeitgeist bzw. die damals angesagte politische Korrektheit geleistet –  oder sind eben in die Innere Emigration gegangen.

Ein aktives Eintreten für die damalige politische Korrektheit war, zumindest bei den römisch-katholischen Bischöfen, eine absolute Seltenheit.

Das ist nun bei den Kirchenfürsten durchgehend anders geworden: Ihr herzloses Bemühen um politische Korrektheit ist so groß, ihr kleingeistiges Anbiedern an den gegenwärtigen Zeitgeist so wirkmächtig, dass sie sogar bereit sind, die eigenen Brüder zu verraten, indem sie ihr Leiden unter dem Terror muslimischer Mithäftlinge verschweigen oder bagatellisieren.

Was motiviert – um mit der Bibel zu sprechen – die Hirten zu solch einem perfiden Verhalten, das tatenlos zuschaut, wie einzelne, besonders schwache Lämmer von den Wölfen gerissen werden?

Unser Autor Dr. David Berger aus Berlin ist Philosoph, Theologe, Pädagoge und Publizist; Erstveröffentlichung dieses Beitrags hier: http://www.david-berger.info/#!Christenverfolgung-in-Asylantenheimen-So-versagen-die-deutschen-Bisch%C3%B6fe/c1vx5/57348d440cf2e405158d31b5


Unionsfraktion: Mehr Schutz für religiöse Minderheiten in Asylunterkünften

Der Stephanuskreis der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am gestrigen Donnerstag in einem Gespräch mit Vertretern der Kirchen und Hilfsorganisationen über die Situation von religiösen Minderheiten in Asylunterkünften beraten.

Dazu erklären die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto), und der Vorsitzende des Stephanuskreises, Heribert Hirte: 10

Erika Steinbach:
„Eine generelle Trennung von Flüchtlingen nach Religionen in den Erstaufnahmelagern kann nur eine Notlösung sein, die unter anderem dem Schutz bedrängter Christen dienen würde. Die Vermittlung unserer Werte muss vom ersten Tag an in den Aufnahmeeinrichtungen beginnen. Wer es da nicht lernt, ist auch später nur schwer integrierbar.

Zu den Grundregeln unserer Gesellschaft gehört auch die Toleranz Andersgläubigen gegenüber. Gleichwohl dürfen wir die Menschen, die dringend unseren Schutz benötigen, nicht alleine lassen.“

Heribert Hirte:
„Die Berichte unserer Gäste haben bestätigt, dass Menschen in unseren deutschen Erstaufnahmeeinrichtungen diskriminiert werden, weil sie zum christlichen Glauben wechseln wollen oder diesen bereits leben. Wenn es Wege gibt, diese Christen besser vor Anfeindungen zu schützen, müssen wir diese Wege gehen. Radikale Islamisten dürfen sich nicht dadurch ermuntert fühlen, Christen anzugreifen, weil die deutschen Behörden wegschauen.

Eine wirksame Maßnahme könnte eine ausgewogenere Besetzung der Sicherheitsdienste sein, in denen sich Christen und Muslime ebenso wiederfinden müssten wie Frauen oder Vertreter ethnischer Minderheiten.

Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob in diesem Zusammenhang bei Einstellungsgesprächen die Frage nach der Religionszugehörigkeit gestellt werden könnte. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass nicht die Sicherheitsdienste das Hausrecht in den Unterkünften ausüben, sondern die Betreiber, die zusammen mit den Bewohnern eine Hausordnung ausarbeiten und diese dann konsequent umsetzen könnten. 4077304320

Nicht zuletzt könnten Mitglieder ethnischer und religiöser Minderheiten in Unterkünften stärker als bisher in einzelnen Gruppen zusammengefasst werden. Dann können sich diese Gruppen in der Gemeinschaft selbstbewusster behaupten. Es ist ein Unterschied, ob sich ein Einzelner einer Überzahl von Andersgläubigen gegenübersieht oder ob er sich  in einer ausreichend großen Gruppe Gleichgesinnter gegenüber einer Mehrheit artikulieren kann.“

Hintergrund:

Nach Medienberichten über Gewalt gegen Christen in deutschen Erstaufnahmeeinrichtungen und Flüchtlingsunterkünften haben sich der Stephanuskreis der Fraktion und der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages in dieser Woche intensiv mit dem Thema befasst.

Die Unterredung des Stephanuskreises mit Vertretern der katholischen und der evangelischen Kirche sowie der Selbstständigen Evangelischen Kirche ergab, dass die Lage der Christen in den Erstaufnahme­einrichtungen unterschiedlich ist. So scheinen Konvertiten besonders häufig von muslimischen Mitbewohnern angefeindet zu werden. Dagegen haben kirchliche Träger von Erstaufnahmeeinrichtungen aber offenbar signifikant weniger mit Gewalt und Mobbing gegen besonders schutzbedürftige Flüchtlingsgruppen wie religiöse und sexuelle Minderheiten, aber auch Frauen, Kinder zu kämpfen.