„Operation Taubenflügel“ beendet: letzte Juden aus Äthiopien kamen in Israel an

Mit der Ankunft von 450 Juden aus Äthiopien in Israel ist die Einwanderung aus dem afrikanischen Land nun offiziell beendet. Es waren die letzten Juden aus Äthiopien, die Israel offiziell mit Hilfe der Jewish Agency ins Heilige Land brachte.

In den 1980er Jahren waren unter anderem 8000 Äthiopier als Teil der „Operation Mosche“ (=Moses) eingeflogen worden, in den 1990ern brachte „Operation Solomon“ rund 14.000 äthiopische Juden nach Israel.

Diese letzte Operation unter dem Namen „Taubenflügel“, die vor drei Jahren begann, beendet ein einzigartiges Kapitel in der Geschichte Israels mit der Heimkehr von 7000 Juden ins Gelobte Land.

Quelle: http://www.israelheute.com


Die Taufe des gottesfürchtigen Kämmerers aus dem Heidentum durch den Apostel Philippus

Aus der heutigen Lesung der kath. Kirche: Apostelgeschichte 8,26-40:

Ein Engel des HERRN sagte zu Philippus: Steh auf und zieh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Sie führt durch eine einsame Gegend.

Und er brach auf. Nun war da ein Äthiopier, ein Kämmerer, Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, der ihren ganzen Schatz verwaltete. Dieser war nach Jerusalem gekommen, um Gott anzubeten, und fuhr jetzt heimwärts. 

Bild: Evita Gründler

Bild: Evita Gründler

Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. Und der Geist sagte zu Philippus: Geh und folge diesem Wagen.
Philippus lief hin und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest?
Jener antwortete: Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet?  –  Und er bat den Philippus, einzusteigen und neben ihm Platz zu nehmen.

Der Abschnitt der Schrift, den er las, lautete: Wie ein Schaf wurde er zum Schlachten geführt; und wie ein Lamm, das verstummt, wenn man es schert, so tat er seinen Mund nicht auf. In der Erniedrigung wurde seine Verurteilung aufgehoben. Seine Nachkommen, wer kann sie zählen? Denn sein Leben wurde von der Erde fortgenommen.
Der Kämmerer wandte sich an Philippus und sagte: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet das? Von sich selbst oder von einem anderen?

Da begann Philippus zu reden, und ausgehend von diesem Schriftwort verkündete er ihm das Evangelium von Jesus.
Als sie nun weiterzogen, kamen sie zu einer Wasserstelle. Da sagte der Kämmerer: Hier ist Wasser. Was steht meiner Taufe noch im Weg?
Er ließ den Wagen halten, und beide, Philippus und der Kämmerer, stiegen in das Wasser hinab, und er taufte ihn.

Als sie aber aus dem Wasser stiegen, entführte der Geist des HERRN den Philippus. Der Kämmerer sah ihn nicht mehr, und er zog voll Freude weiter. Den Philippus aber sah man in Aschdod wieder. Und er wanderte durch alle Städte und verkündete das Evangelium, bis er nach Cäsarea kam.


Titi, eine äthiopische Migrantin, wurde jetzt zur „Miß Israel“ gewählt

Yitish Aynaw  –  genannt „Titi“  –  ist am Mittwoch zur „Miß Israel“ gewählt worden und gewann damit als erste Jüdin äthiopischer Herkunft diesen Wettbewerb.

Aybaw war im Alter von 12 Jahren nach Israel eingewandert: „Das war sehr hart: eine neue Sprache, eine moderne Gesellschaft.“  

Die heute 21-jährige, ehem. Offizierin der israelischen Armee lebt in Netanya und leitet ein Modegeschäft. Ein Freund hatte sie zu dem Wettbewerb angemeldet.


Yitish Aynaw mit der Siegerkrone (Foto:E.Gershgoren)

Während des Wettbewerbs, der im Internationalen Messezentrum in Haifa stattfand, sagte sie der Jury: „Es ist wichtig, dass ein Mitglied der äthiopischen Gemeinde diesen Titel gewinnt. Es gibt so viele Gemeinschaften verschiedener Herkunft in Israel  –  das muss man der Welt zeigen.“

Die  junge Frau schmiedet weitere Zukunftspläne: sie will die erste dunkelhäutige Fernsehmoderatorin Israels werden.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


Eine neue Genom-Studie und die Bibel: Leben in Äthiopien Nachfahren der „Königin von Saba“?

Genetische Spuren früher Äthiopier führen in den Nahen Osten. Stammen sie von der im Alten Testament erwähnten Königin von Saba und ihrem Gefolge ab? Läßt sich der Wahrheitsgehalt dieser biblischen Geschichte wissenschaftlich überprüfen?

Als die Königin von Saba von der Weisheit Königs Salomos erfuhr, war sie über die Maßen beeindruckt. Also besuchte sie den König der Juden in Jerusalem und zeugte mit ihm Menelik, den Stammvater der äthiopischen Könige.

Ein internationales Forscherteam konnte in einer Genom-Studie belegen, daß vor 3000 Jahren Bevölkerungsgruppen aus dem heutigen Äthiopien regen genetischen Austausch mit Bewohnern des jetzigen Israels hatten.

Luca Pagani vom „Wellcome Sanger Trust Institute“ in Großbritannien untersuhte mit einem Team die genetische Vielfalt innerhalb der äthiopischen Bevölkerung:

Die Forscher analysierten ausgewählte Bereiche der DNA von 235 Individuen aus zehn äthiopischen und zwei in benachbarten Ländern beheimateten Bevölkerungsgruppen. Dabei fanden sie im Genom einiger äthiopischer Bevölkerungsgruppen verblüffende Ähnlichkeiten zu Proben von Menschen israelischen Ursprungs.

Fast die Hälfte der untersuchten Stellen im Erbmaterial einiger Äthiopier stimmte mit denen von Bevölkerungsgruppen außerhalb Afrikas genauer überein als mit denen anderer Afrikaner. Zur Überraschung der Wissenschaftler erwies sich der nicht-afrikanische Anteil des Genoms dieser Äthiopier als enger mit dem von heutigen Israelis verwandt als mit dem der Bevölkerung der geographisch näher gelegenen arabischen Halbinsel.

Der Bibel zufolge reiste die Königin von Saba aus Äthiopien zum Hofe des Königs Salomo nach Jerusalem. Dieser empfing sie freundlich und zeugte mit ihr sogar ein Kind.

Eine Genom-Studie hat jetzt gezeigt, daß sich um 1000 vor Christus Äthiopier und Bewohner der heutigen Staaten Syrien und Israel tatsächlich sehr nahe kamen und gemeinsame Nachkommen hatten.

Die Daten legen nahe, daß sich äthiopische und nicht-afrikanische Bevölkerungsgruppen vor etwa 3000 Jahren vermischt haben, schreiben die Autoren. Den Wissenschaftlern zufolge stimmt das mit der Geschichte aus der Bibel zeitlich überein. Die Königin von Saba, soll von 1005 bis 955 vor Christus geherrscht haben.

Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler ihre Ergebnisse untermauern, indem sie die vollständige Erbinformation von äthiopischen und anderen Bevölkerungsgruppen untersuchen, statt nur ausgewählte Teile davon.

Autor: Bruno Graber
Quelle: Livenet und  www.jesus.ch
 Originalquelle: American Journal of Human Genetics
Foto: KOMM-MiT-Verlag