Der (un)menschliche Hochmut bleibt eine Bedrohung für die Zukunft der Welt

Von Klaus Moshe Pülz

Der Ideenreichtum des himmelstürmenden Menschen ist seit dem Turmbau von Babel (hebr.: Bawel) hinlänglich bekannt.

Ja, es waren alles Innovationen von der Keule zum Schwert, vom Gewehr zum Maschinengewehr, von der herkömmlichen Bombe zur Atombombe.

Wer von Innovation spricht, sollte zwischen Gut und Böse unterscheiden können. Unser schöner blauer Planet ist seit seinem Bestehen noch niemals derart in seiner Existenz bedroht wie in unseren – trüben  – Tagen, wo Länder wie Pakistan, Nordkorea und  wohl bald auch der Iran über solche Massenvernichtungswaffen verfügen.

Denn die Gefahr geht auch und gerade in unserer Generation  vom Menschen aus. Dabei eifern die „Großmächte“ um  einen ersten Flug zum Mars. Mit diesen Kosten könnte nicht nur der Hunger in der Welt bekämpft werden, sondern auch der Naturschutz, wie der Erhalt des Regenwaldes, der für den Sauerstoffgehalt in unserer Atmosphäre sorgt.

Ohne Verantwortung vor Gott und der Menschheit sind die Tage des blauen Planeten gezählt.

Ich selbst bemühe mich seit 40 Jahren um einen Frieden im Nahen Osten angesichts der Äußerung von Ayatollah Ali Chamenei, es genüge eine einzige Atombombe, um den jüdischen Staat Israel zu eliminieren. Was also die Nazis nicht fertigbrachten, strebt nunmehr die iranische Führung an.

Diese Entwicklung gehört an den Pranger, da sie den technischen Fortschritt in der Welt nicht nur torpediert, sondern pervertiert.

So war der 6.August 1945 jener Tag, an dem zum ersten Mal im japanischen Hiroshima eine Nuklearwaffe zum Einsatz kam. An den Folgen leiden die Menschen noch heute. Eine Plutonium-Bombe folgte auf die japanische Stadt Nagasaki mit noch verheerenderen Folgen.

Zwar folgten nach Ende des Zweiten Weltkrieges Abrüstungsverhandlungen, aber gleichzeitig ging das Wettrüsten weiter. Neun Länder – USA, Rußland, England, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea – verfügen inzwischen  über  14.465 Atomwaffen, fast 2000 davon befinden sich in einem Zustand hoher Alarmbereitschaft.

Diese Entwicklung apokalyptischen Ausmaßes belegt die Verantwortungslosigkeit des Menschen mit seiner vermeintlichen Genialität.

Gerade am Geschehen um Israels Existenz kumuliert sich ein Spannungsfeld, wonach das hehre Ziel islamistischer Kräfte die Rückeroberung Jerusalems (arab.: al-quds = die Heilige) ist.

Das prophetische Wort in der Bibel, insbesondere im 38. Kapitel des Propheten Hesekiel ist bereits vom Krieg „Gog aus dem Lande Magog“ die Rede, wonach Rußland am Ende der Tage sich anschicken wird, Israel anzugreifen. Doch der ungleiche Kampf wird entschieden durch das Eingreifen Gottes selbst, der sich durch den Wahnwitz des himmelstürmenden Menschen herausgefordert fühlt.

Möge somit der Schöpfer Himmels und der Erde dem üblen Treiben der gottlosen Menschen alsbald Einhalt gebieten, damit der Ewige Seinen Verheißungen entsprechend das Jahrtausend  des Friedens schaffen wird mit Israel als „Missionsvolk für alle Völker“ (hebr.: mamlechet kohanim, 1.Mos. 12,3; 2.Mos. 19,6).

Unser Gastautor Klaus Mosche Pülz ist deutsch-israelischer Judenchrist, Publizist, Vorsitzender des ZeLeM-Vereins und der „Messianischen Bekenntnisgemeinschaft“ in Israel: http://www.zelem.de


Der Iran, die Atombombe und der islamische „Messianismus“

Warten auf den Endzeit-„Messias“, den Imam al-Mahdi

Die Auseinandersetzung um die atomaren Bestrebungen der strikt-islamischen Diktatur im Iran tritt in eine heiße Phase. Eine vom Teheraner Regime geschürte Entzeitstimmung verweist auf die religiöse Dimension dieser Bedrohung Israels und der freien Welt.

Aus Israel, das von der Nuklearrüstung der Ayatollahs besonders verunsichert ist, meldet sich Premier Nethanyahu zu Wort:

Im Besitz von Atomwaffen sei der Iran viel unberechenbarer als jeder andere weltliche Staat, denn der Iran könne von seinem religiösen Fanatismus dazu verleitet werden, eine Atombombe verantwortungslos einzusetzen.

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Die Moschee von Jamkaran

Das ist leider nicht etwa nur israelische Propaganda. Präsident Ahmadinejad und sein geistlicher Vater, Irans „Oberster Geistlicher Führer“ Ayatollah Khamenei, sind der schiitischen Richtung Hodschatieh ergeben.

Diese sieht in einem nuklearen Chaos ideale Vorbedingungen für die Ankunft des zwölften Imams, des schiitischen Endzeit-Messias.

Während also die Welt den Atem anhält, ob Iran sich nicht doch noch aufs Einlenken statt Hinauszögern festlegt, fördert das dortige Regime utopische Endzeit-Erwartungen. 

Der iranische Staat feiert ausgelassen wie noch nie den Festtag ihres eschatologischen Messias, des Imam al-Mahdi.

Er wird  – dieser islamischen Erwartung zufolge –  die Weltherrschaft des schiitischen Islams und ein Weltgericht über alle Andersgläubigen bringen. Bis dahin hält er sich aber im Brunnen von Jamkaran bei Irans heiligster Stadt Qom versteckt.

Dank Andeutungen, der Vorläufer dieses schiitischen Endzeitmessias zu sein, hatte schon Ayatollah Khomeini die Islamische Revolution zum Sieg geführt.

Nach seinem Tod ebbte die Begeisterung für den verborgenen Imam unter dem Realpolitiker Rafsandschani und Reformpräsident Khatami wieder ab; sie lebt aber jetzt mit Ahmadinejad und seinen Vernichtungsdelirien gegen Israel und den ganzen Westen wieder auf.

Der iranische Präsident pilgert selbst regelmäßig zur Zisterne von Jamkaran, um aus ihrer Tiefe gleichsam wie von einem Orakel Weisungen für Irans Politik zu vernehmen. Diese Irrationalität trägt zur Gefährlichkeit der Nuklearrüstung Teherans bei.

Manche hatten sich damit getröstet, daß Ahmadinejads zweite Amtszeit zu Ende geht. Nach ihm wurde eine Rückkehr der vernünftigen Rafsandschani ins Präsidentenamt erwartet.

Die Festnahme seiner  –  für den Vater politisch aktiven  – Tochter am Wochenende wird aber jetzt in Teheran als Warnung an die Rafsandschanis gewertet, den radikalen schiitischen Flügel unter Khamenei und Ahmadinejad nicht herauszufordern.

Autor: Heinz Gstrein  –  Quelle (Text/Foto): www.jesus.ch

HINWEIS: Der erwartete „Messias“ wird von manchen Führenden im Islam auch als „wiederkommender Jesus“ angesehen, so auch vom iranischen Präsidenten bzw. Diktator, der dies sogar vor der UNO verkündete  – eine Meldung dazu siehe hier: http://www.idea.de/detail/politik/detail/iranischer-praesident-erwartet-baldige-rueckkehr-jesu.html

Christus warnte freilich schon vor zweitausend Jahren vor falschen „Messiassen“, die einstmals irreführenderweise „in seinem Namen“ auftreten werden.