BETEN mit Glauben und Vertrauen

HERR,
gib mir deinen Geist zum Beten,
zum Beten ohne Unterlass,
getrost im Glauben hinzutreten,
wenn ich Dein Wort mit Freuden fass,
und auch im Glauben hinzuknien,
wenn ich in Furcht und Jammer bin.

Im Schrecken über meine Sünden
sei dies mein Ruf: Erbarme Dich!
So oft ich mich so schwach empfinde,
sei dies mein Seufzer: Stärke mich!
Sink ich, so werde dies mein Flehn:
HERR, hilf, sonst muss ich untergehn!

Fühlt Seel und Leib ein Wohlergehen,
so treib es mich zum Dank dafür;
lässt Du mich Deine Werke sehen,
so sei mein Rühmen stets von Dir;
und find ich in der Welt nicht Ruh,
so steig mein Sehnen himmelzu.

Ist der Versucher in der Nähe,
so lehr mich ihn beizeiten fliehen;
wenn ich den Bruder leiden sehe,
so lehr mich hilfreich sein für ihn;
und in der Arbeit meiner Pflicht
sei doch mein Herz zu Dir gericht’t.

Am Abend heiß mich mit Dir reden,
am Morgen auch noch bei Dir sein;
und sterb ich, lass in letzten Nöten
doch Deinen Geist noch in mir schrein.
Weckst Du mich einst, so bet ich dann
Dich ewig auch im Himmel an.

Philipp F. Hiller

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Der Erzengel Michael tritt am Ende der Zeiten für Gottes erwähltes Volk ein

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Dan 12,1-3:

In jener Zeit tritt Michael auf, der große Engelfürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt. Dann kommt eine Zeit der Not, wie noch keine da war, seit es Völker gibt, bis zu jener Zeit.
Doch dein Volk wird in jener Zeit gerettet, jeder, der im Buche verzeichnet ist.
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Von denen, die im Totenreich schlafen, werden viele erwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach.
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Die Verständigen werden strahlen wie der Himmel  – und die Männer, die viele zur Gerechtigkeit geführt haben, werden leuchten wie die Sterne immer und ewig.