Die Osterpredigt des Apostels Petrus

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 3,12a.13-15.17-19:

In jenen Tagen wandte Petrus sich an das Volk: Ostern 2015 ReginaBreul.001

Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr verraten und vor Pilatus verleugnet habt, obwohl dieser entschieden hatte, ihn freizulassen. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und die Freilassung eines Mörders gefordert.

Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen. Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer.

Gott aber hat auf diese Weise erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten im voraus verkündigt hat: dass sein Messias leiden werde. Also kehrt um, und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden.

 


Erstanden bist du, HERR, vom Grab!

 
O wahrhaft wertes Opferlamm,
durch das der Hölle Macht zerbrach!    1548
Den Kerker hast du aufgesprengt,
zu neuem Leben uns befreit.
 
Am Kreuze gabst du deinen Leib
für alle Welt zum Opfer dar,
und wer von deinem Blute trinkt,
erstarkt in dir und lebt für Gott.
 
Erstanden bist Du, HERR, vom Grab,
kehrst siegreich aus dem Tod zurück,
gefesselt ist der Fürst der Welt,
und offen steht das Paradies.
 
Nun bitten wir dich, HERR und Gott,
zur österlichen Freudenszeit:
Bewahre dein befreites Volk
vor aller Drangsal und Gefahr.

Altchristlicher Hymnus

 

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Evangelische Kritik an Äußerungen des badischen Landesbischofs Fischer

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim Hochstetten

OFFENER BRIEF an Landesbischof Dr. Ulrich Fischer, Karlsruhe

Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

Ihr Aufsatz in BZ vom 6.6.2013 zeigt wiederum die Problematik Ihrer Theologie auf. Bei Ihrem Amtsantritt als Landesbischof stellten Sie das Apostolicum in Frage und bezweifelten die leibliche Auferstehung von Jesus, ohne die der Christusglaube eine Illusion ist (siehe www.fachinfo.eu/fischer.ulrich.pdf).media-80458-2

Sie lehnen die Kernaussage des Evangeliums ab, daß Jesus am dritten Tag sein Grab verlassen hat, obwohl David, Petrus und Paulus bezeugen, daß der Leichnam von Jesus nicht verwest ist. Kreuz und Auferstehung sind der Sieg über den Tod.

In dem erwähnten Aufsatz  –  und wahrscheinlich in Ihrer Theologie überhaupt  –  fragen Sie nicht nach dem Willen Gottes. Verwunderlich ist das allerdings nicht. Emil Brunner stellte fest, daß im Theologischen Historismus  –  der sich an den theologischen Fakultäten durchgesetzt hat  – Offenbarung nicht durchgehalten werden kann. Einen Gott, der einen Willen hat, seinen Willen mitteilt und diesen Willen auch durchsetzt, gibt es für die Mehrheit der protestantischen Theologen nicht.

Folgerichtig kommen die Zehn Gebote in der EKD-Schrift 2013 über Ehe und Familie nicht vor  –  ebensowenig wie im Lebensvollzug des ehemaligen Pfarrers Gauck. Ihre Aussage ist sicher richtig, daß man heute andere Trauzeremonien hat als zur Zeit Jesu. Falsch ist jedoch Ihre Vorstellung, Trauzeremonien würden die Ehe begründen. Damals wie heute ist die Basis der vor Gott geschlossenen Ehe die eheliche Treue.

Diese Basis der christlichen Ehe hat die Evangelische Kirche aufgegeben, weil für sie die Bibel keine norma normans im Sinne der Reformation mehr ist. Norma normans ist für die Evangelische Kirche der Zeitgeist…

Die EKD beansprucht Deutungshoheit über die Gebote Gottes, die ihrer Meinung nach dem Wandel der Zeit unterliegen.

Damit stellt sich die Frage, ob die Evangelische Kirche überhaupt noch eine christliche Kirche ist oder nicht vielmehr ein Religionsverein: „Eine Kirche, die nichts über das Zukünftig-Ewige zu sagen hat, hat überhaupt nichts zu sagen. Sie ist bankrott (Emil Brunner).

Christen, die ihren Glauben ernstnehmen, müssen sich fragen, ob sie die Finanzierung einer solchen Kirche noch verantworten können.
Jesus hat harte Worte gebraucht gegenüber Theologen, die ihren Mitmenschen den Willen Gottes verdunkeln.

Mit besorgten Grüßen
Hans Penner


Die Urchristen in Jerusalem halfen den Aposteln und hielten zusammen

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Apostelgeschichte 4,32-37:

Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des HERRN, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen.

Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.

Auch Josef, ein Levit (jüdischer Tempeldiener) aus Zypern, der von den Aposteln Barnabas  –  das heißt „Sohn des Trostes“  –  genannt wurde, verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.