Unser neues OSTER-Poster für dieses Jahr

PLAKAT aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

Dieses PLAKAT kann beim KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen DIN-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 €, vier Stück nur 6 €  – jeweils inkl. Porto (Betrag evtl. vorweg in Briefmarken beilegen). – Per Tel. 0251 – 616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de


CHRISTUS ist auferstanden – Dank sei GOTT!

Von Jörgen Bauer

Durch unsere Sinne, Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Fühlen, nehmen wir wahr, dass sich außerhalb unseres Körpers eine gegenständliche Welt befindet, mit der wir umgehen und in der wir uns orientieren können.

Natur Mensch Umwelt

Unsere Sinneswahrnehmungen einschließlich der „Datenverarbeitung“ im Gehirn und unsere Reaktionsmöglichkeiten sind und bleiben ein unbegreifliches Schöpfungswunder, wobei klar sein müsste, dass wir nur Ausschnitte der uns umgebenden Welt wahrnehmen und es viele Dinge geben muss, für die wir keine Sinne haben, weshalb die Welt bei einer totalen Wahrnehmung aller Dinge für uns völlig anders aussehen müsste.

Deshalb habe ich auch keinerlei Problem damit, biblischen Berichten, in denen von für uns unbegreiflichen Dingen, gemeinhin als „Wunder“ bezeichnet, berichtet wird, zu glauben, wozu auch die Auferstehung Jesu gehört.

Dem Schöpfer aller Dinge, der bereits das für uns Wahrnehmbare so wunderbar gestaltet hat, muss einfach alles möglich sein – auch das für uns Unmögliche. Nur so kann ich mir GOTT vorstellen.

Es gibt nun viele Menschen, die fest darauf fixiert sind, dass nur das ganz unmittelbar mit unseren Sinnen Wahrnehmbare der Wirklichkeit entspricht. Und da ist es völlig unmöglich, dass jemand von den Toten aufersteht, wobei man sich gerne auf die Wissenschaft, also auf begrenzte menschliche Erkenntnisse, bezieht. Und das geht bis in die christliche Kirche und deren Pfarrer und Verkünder hinein.

Und so kommt es dann zu Ostern immer wieder zu den Eiertänzen mit der Fragestellung ob das Grab Jesu leer oder doch voll war, wobei im ersteren Fall des leeren Grabes tollkühne Theorien kreiert werden, wonach Jesus nur scheintot war und sich anschließend davon gemacht hat oder die „Auferstehung“ darin besteht, dass Christus in der Lehre des Evangeliums weiterlebt.

Dem allen müssen wir eine entschiedene Absage erteilen. Denn Jesus ist als Mensch wirklich und leibhaftig gestorben und am Dritten Tage wieder leibhaftig – wenn auch in einer neuen Leiblichkeit – auferstanden und so ins Leben zurückgekehrt, auch wenn das für uns völlig unbegreiflich bleibt.

Wenn Christus nicht wirklich auferstanden ist, wäre unser Glaube eine einzige Lachnummer und völlig unnütz und vergeblich. Denn Christi Auferstehung bedeutet, dass der Tod besiegt ist und nicht mehr das letzte Wort hat, weshalb wir befreit aufatmen können.

Nun ist Christus wahrhaftig auferstanden, und wir werden ihm darin folgen, und dafür loben und preisen wir Gott und danken IHM.

Unser Autor Jörgen Bauer ist evangelischer Christ und wohnt in Heidenheim


Den Verlockungen des Nihilismus widerstehen

Aus einer Ansprache von Erzbischof Georg Gänswein über die christliche Resilienz, die innere seelische Widerstandskraft aus dem Glauben:

Angst ist in der Tiefe wohl nichts anderes als die elementare Furcht aller Kreatur vor dem Tod, mit existentiellen Fragen wie diesen: Was wird aus uns, was wird aus mir? Was ist der Tod, und was kommt danach?

Auch mich bewegen diese Fragen natürlich, je älter ich werde, immer mehr. Es sind die Fragen nach dem Ewigen Leben und dem Tod, die gewiss zum depositum fidei, das heißt zum Glaubensgut der Christenheit, gehören, seit wir begonnen haben, daran zu glauben, dass Jesus Christus durch seine Auferstehung aus dem Grab den Tod für immer überwunden hat.

Den Tod fürchte ich offen gestanden nicht, Bange wird mir aber etwas im Ausblick auf das Sterben. Das muss ich frei gestehen. Hier sieht man, dass ein gewisser Zweifel den Glauben auf Schritt und Tritt als treuer Zwilling begleitet.

Hier breche ich ab, um zu einem letzten, abschließenden Gedanken zu kommen. 

Oft wundere ich mich über die selbstverständliche existentielle Zuversicht, die aus Kirchenliedern aus der Zeit des 30-jährigen Krieges zu uns spricht, etwa von dem Jesuiten Friedrich von Spee (1591 – 1635) oder dem evangelischen Theologen Paul Gerhardt (1607-1667). 

Es war eine grausame Epoche, wo der Glaube an Christus unter den zerstrittenen Katholiken und Protestanten dennoch als das Allerselbstverständlichste der Welt erschien.

Heute hingegen sind wir immer wieder auf fast törichte Weise stolz, modern zu sein. Modern waren diese Menschen aber auch. Unser Zeitalter fing quasi mit ihnen an.

Folgende Zeilen eines Kirchenlieds von Georg Neumark gehen mir deshalb noch heute unter die Haut, der im Jahr 1641 gegen Ende dieses verheerenden Krieges dichtete:

„Was helfen uns die schweren Sorgen? / Was hilft uns unser Weh und Ach? /
Was hilft es, dass wir alle Morgen / Beseufzen unser Ungemach? /
Wir machen unser Kreuz und Leid / Nur größer durch die Traurigkeit.“

Quelle und vollständige Dokumentation der Rede hier: https://poschenker.wordpress.com/2021/03/27/erzbischof-georg-ganswein-in-der-sigmund-freud-universitat-in-wien/


Christus hat den Geistern im Jenseits gepredigt

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Petr 3,18-22.

Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben, ER, der Gerechte, für die Ungerechten, um euch zu Gott hinzuführen; dem Fleisch nach wurde ER getötet, dem Geist nach lebendig gemacht.

So ist ER auch zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren, und hat ihnen gepredigt.
Diese waren einst ungehorsam, als Gott in den Tagen Noachs geduldig wartete, während die Arche gebaut wurde; in ihr wurden nur wenige, nämlich acht Menschen, durch das Wasser gerettet.
Dem entspricht die Taufe, die jetzt euch rettet. Sie dient nicht dazu, den Körper von Schmutz zu reinigen, sondern sie ist eine Bitte an Gott um ein reines Gewissen aufgrund der Auferstehung Jesu Christi, der in den Himmel gegangen ist; dort sitzt ER zur Rechten Gottes, und Engel, Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen.

HINWEIS: Die Predigt Jesu im „Gefängnis“ wird von der katholischen Tradition auf das Fegefeuer (Läuterung im Jenseits) hin gedeutet, denn die Seelen im Himmel sind nicht in einem „Gefängnis“ und sie bedürfen keiner Unterweisung; hingegen ist es in der Hölle für jede Predigt ohnehin zu spät. Es kann sich also nur um ein „Zwischenreich“ handeln, das Fegefeuer oder allenfalls den sog. Limbus.


Carlo Acutis: Leichnam war nicht unversehrt

Von Felizitas Küble

Die „Neue Zürcher Zeitung“ brachte in ihrer Print-Ausgabe vom 5. Dezember 2020 einen ausführlichen Pilgerbericht über eine Wallfahrt nach Assisi. Darin heißt es, nachdem zunächst viel über den hl. Franz geschrieben wurde, über den kürzlich seliggesprochenen Carlo Acutis (siehe Foto):

„In der Kirche Santa Maria Maggiore liegt in einem gläsernen Sarkophag ein Junge in Jeans, Sweatshirt und Turnschuhen. Er sieht aus wie soeben eingeschlafen….Carlo Acutis war 15-jährig, als er 2006 an Leukämie starb, nach einem kurzen Leben mit viel Gebet und Einsatz für andere...

Als man sein Grab 2019 für die Umbettung geöffnet habe, sei der Leichnam unversehrt gewesen, raunten einige Kleriker. Dem widersprach der Erzbischof Domenico Sorrentino, man habe die Überreste mit «Kunst und Liebe» hergerichtet.“

Es ist gut und auch notwendig, daß der katholische Erzbischof diese Klarstellung veröffentlicht hat, um einer falschen, unbesonnenen Wundersucht zu widersprechen. Als Gläubige haben wir keine unechten Mirakel nötig.

Der Körper des Seliggesprochenen habe den „normalen Prozess der Verwesung“ durchlaufen, sagte der Oberhirte in einer Predigt. Und er wies zu Recht darauf hin, was auch der katholische Aschermittwoch-Ritus bekräftigt: „Staub bist Du und zum Staub kehrst Du zurück“.

Der Leichnam Acutis wurde vor der Umbettung anläßlich der Seligsprechung zwar komplett zusammenhängend mit den Organen, aber nicht unversehrt im Grab aufgefunden. Auch sein Gesicht wurde „restauriert“ bzw. verbessert.

Den materiellen Verfall unseres Leibes, der aber einst zur Auferstehung berufen ist, betrachten die Gläubigen gemäß der Heiligen Schrift als eine Auswirkung des Sündenfalls. Auch Selige und Heilige sind davon nicht ausgenommen, sondern sie unterliegen ebenfalls den üblichen Folgen der Erbsünde.


Der Tod als letzter Feind wird entmachtet

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:
1 Kor 15,20-26.28.

Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten.
Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.

Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören.
Danach kommt das Ende, wenn ER jede Macht, Gewalt und Kraft vernichtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt. Denn ER muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat.

Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod.
Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch ER, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott herrscht über alles und in allem.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Die Predigt von Papst Franziskus in der Osternacht 2020 im vollen Wortlaut

OSTERVIGIL

HOMILIE VON PAPST FRANZISKUS

Vatikanische Basilika
Karsamstag, 11. April 2020

»Nach dem Sabbat« (Mt 28,1) gingen die Frauen zum Grab. So hat das Evangelium dieser heiligen Osternacht begonnen, mit dem Sabbat. Es ist der Tag des Ostertriduums, den wir am meisten vernachlässigen, weil wir gespannt darauf warten, vom Kreuz des Freitags zum Halleluja des Sonntags überzugehen. Dieses Jahr aber nehmen wir mehr denn je den Karsamstag wahr, den Tag der großen Stille. Wir können uns in den Empfindungen der Frauen an jenem Tag widerspiegeln.

Wie wir hatten sie das Drama des Leidens in den Augen, einer unerwarteten Tragödie, die allzu schnell eingetreten war. Sie hatten den Tod gesehen und sie hatten den Tod im Herzen. Mit dem Schmerz ging die Angst einher: Würden auch sie wie ihr Meister enden? Und dann die Zukunftsängste, alles musste wiederaufgebaut werden. Die Erinnerung war verwundet, die Hoffnung erstickt. Für sie war es die dunkelste Stunde, wie für uns.

Aber in dieser Situation lassen sich die Frauen nicht lähmen. Sie geben nicht den dunklen Mächten des Klagens und Trauerns nach, sie schließen sich nicht in den Pessimismus ein, sie fliehen nicht vor der Wirklichkeit. Sie vollziehen etwas Einfaches und Außerordentliches: in ihren Häusern bereiten sie wohlriechende Öle für den Leib Jesu zu. Sie verzichten nicht auf die Liebe – im Dunkel des Herzens entzünden sie das Erbarmen.

MARIA vertraut auf den Ewigen

Die Gottesmutter betet und hofft am Sabbat, dem Tag, der ihr gewidmet werden wird. In der Herausforderung des Schmerzes vertraut sie auf den Herrn. Ohne es zu wissen, bereiteten diese Frauen im Dunkel jenes Sabbats den »Anbruch des ersten Tages der Woche« vor, des Tages, der die Geschichte verändern sollte. Wie Same in der Erde war Jesus kurz davor, in der Welt ein neues Leben aufkeimen zu lassen; und mit dem Gebet und der Liebe halfen die Frauen der Hoffnung zu erblühen.

Wie viele Menschen haben in den traurigen Tagen, die wir erleben, wie jene Frauen gehandelt und tun es weiter, indem sie Keime der Hoffnung aussäen! Mit kleinen Gesten der Sorge, der Zuneigung, des Gebets.

Bei Tagesanbruch gehen die Frauen zum Grab. Dort sagt der Engel zu ihnen: »Fürchtet euch nicht! […] Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden« (VV. 5-6). Vor einem Grab hören sie Worte des Lebens … und dann begegnen sie Jesus, dem Urheber der Hoffnung, der die Botschaft bestätigt und sagt: »Fürchtet euch nicht!« (V. 10).Habt keine Angst, fürchtet euch nicht – das ist die Botschaft der Hoffnung. Sie gilt uns, heute. Heute. Es sind die Worte, die Gott uns in der Nacht, die wir gerade erleben, wiederholt.

Heute Nacht erlangen wir ein Grundrecht, das uns nicht genommen werden wird: das Recht auf Hoffnung. Es ist eine neue, lebendige Hoffnung, die von Gott kommt. Sie ist nicht bloßer Optimismus, sie ist nicht ein Schulterklopfen oder eine freundliche Ermutigung, mit einem flüchtigen Lächeln. Nein. Sie ist eine Gabe des Himmels, die wir uns nicht selbst besorgen konnten.

BILD: Papstmesse am Ostersonntag mit wenigen Gläubigen im Petersdom

Alles wird gut, so sagen wir beharrlich in diesen Tagen und klammern uns dabei an die Schönheit unserer Menschlichkeit und lassen vom Herzen Worte der Ermutigung aufsteigen. Aber mit dem Verstreichen der Tage und der Zunahme der Ängste kann selbst die kühnste Hoffnung sich verflüchtigen. Die Hoffnung Jesu ist anders. Sie legt die Gewissheit ins Herz, dass Gott alles zum Guten zu wenden vermag, da er sogar aus dem Grab das Leben hervorgehen lässt.

Das Grab ist der Ort, aus dem nicht mehr herauskommt, wer hineingeht. Aber Jesus ist für uns herausgekommen, er ist für uns auferstanden, um Leben zu bringen, wo Tod war, um eine neue Geschichte einzuleiten, wo ein Stein daraufgelegt worden war. Er, der den Felsen am Eingang des Grabes umgestürzt hat, kann die Felsblöcke, die das Herz versiegeln, entfernen. Geben wir daher nicht der Resignation nach, legen wir nicht einen Stein über die Hoffnung. Wir können und müssen hoffen, denn Gott ist treu. Er hat uns nicht alleingelassen, er hat uns aufgesucht: Er ist in jede unserer Situationen gekommen, in den Schmerz, in die Angst, in den Tod.

Gib nicht auf: GOTT ist größer!

Sein Licht hat das Dunkel des Grabes erhellt, heute will es die dunkelsten Winkel des Lebens erreichen. Schwester, Bruder, auch wenn du im Herzen die Hoffnung begraben hast, gib nicht auf – Gott ist größer. Die Dunkelheit und der Tod haben nicht das letzte Wort. Nur Mut, mit Gott ist nichts verloren!

Mut: In den Evangelien kommt dieses Wort immer aus dem Mund Jesu. Ein einziges Mal sprechen es andere aus, um einem Bedürftigen zu sagen: »Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich« (Mk 10,49). Der Auferstandene, er richtet uns Bedürftige auf. Wenn du auf dem Weg schwach und hinfällig bist, wenn du fällst, dann fürchte dich nicht, denn Gott reicht dir die Hand und sagt zu dir: „Mut!“ Doch du könntest wie Don Abbondio sagen: »Den Mut kann sich einer ja nicht selber geben« (I Promessi Sposi, XXV). Du kannst ihn dir nicht geben, aber du kannst ihn erhalten wie ein Geschenk.

Du brauchst nur das Herz im Gebet zu öffnen, du brauchst nur den Stein vor der Öffnung deines Herzens ein wenig anzuheben, um das Licht Jesu eintreten zu lassen. Du brauchst ihn bloß einzuladen: „Jesus, komm in meine Ängste und sag auch zu mir: Nur Mut!“

Mit dir, Herr, werden wir geprüft werden, doch nicht erschüttert. Und welche Traurigkeit auch immer in uns wohnen mag, wir werden hören werden, dass wir hoffen müssen. Denn mit dir mündet das Kreuz in Auferstehung, denn du bist mit uns selbst im Dunkel unserer Nächte: Du bist Gewissheit in unseren Ungewissheiten, Wort in unserem Schweigen, und nichts wird uns je deine Liebe zu uns rauben können.

Das ist die Osterbotschaft, die Botschaft von Hoffnung. Sie enthält dann einen zweiten Teil, die Sendung. »Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen« (Mt 28,10), sagt Jesus. »Er geht euch voraus nach Galiläa« (V. 7), sagt der Engel. Der Herr geht uns voraus, immer geht er uns voraus.

„Jeder von uns hat sein eigenes Galiläa“

Es ist schön zu wissen, dass er vor uns hergeht, dass er in unser Leben und unseren Tod gekommen ist, um uns nach Galiläa vorauszugehen, an den Ort nämlich, der für ihn und seine Jünger das tägliche Leben, die Familie, die Arbeit bedeutete. Jesus möchte, dass wir die Hoffnung dorthin bringen, in das Leben eines jeden Tages.

Aber Galiläa war für die Jünger auch der Ort der Erinnerungen, vor allem an den ersten Ruf. Nach Galiläa zurückkehren heißt sich daran erinnern, dass wir von Gott geliebt und gerufen worden sind. Jeder von uns hat sein eigenes Galiläa. Es ist notwendig, dass wir den Weg wiederaufnehmen, indem wir daran denken, dass wir von einem unentgeltlichen Ruf der Liebe geboren und wiedergeboren werden dort, in meinem Galiläa. Von diesem Punkt aus sollen wir wieder neu aufbrechen, vor allem in Zeiten der Krise und der Prüfung. In der Erinnerung an mein Galiläa.

Da ist aber noch mehr. Galiläa war die von ihrem Aufenthaltsort Jerusalem am weitetesten entfernte Gegend – und dies nicht nur im geographischen Sinne: Galiläa war der Ort in größter Distanz zur Heiligkeit der Heiligen Stadt. Es war ein von unterschiedlichen Völkern bewohntes Gebiet, die verschiedenen Religionen angehörten; es war »das heidnische Galiläa« (Mt 4,15). Jesus sendet sie dorthin, er verlangt, von dort wieder zu beginnen.

Was sagt uns das? Dass die Botschaft der Hoffnung nicht in unsere heiligen Bezirke eingegrenzt werden darf, sondern zu allen gebracht werden muss. Denn alle brauchen es, dass sie ermutigt werden; und wenn es nicht wir tun, die wir »das Wort des Lebens« (1 Joh 1,1) mit Händen angefasst haben, wer wird es dann tun?

Wie schön ist es, Christen zu sein, die Trost zusprechen, die der anderen Last tragen, die ermutigen – Verkünder des Lebens in Zeiten des Todes zu sein! In jedes Galiläa, in jede Gegend der Menschheit, der wir angehören und die uns angehört, weil wir alle Brüder und Schwestern sind, wollen wir das Lied vom Leben bringen!

„Die Abtreibungen…mögen aufhören“

Setzen wir uns dafür ein, dass die Todesschreie verstummen, genug der Kriege! Die Produktion und der Handel von Waffen mögen gestoppt werden, denn wir bedürfen des Brotes und nicht der Gewehre. Die Abtreibungen, die das unschuldige Leben töten, mögen aufhören. Es öffne das Herz, wer hat, um die leeren Hände derer zu füllen, denen es am Nötigsten mangelt.

Die Frauen schließlich »umfassten seine Füße« (Mt 28,9); die Füße Jesu, die uns entgegengekommen sind und dafür einen langen Weg zurückgelegt haben, bis ins Grab hinein und heraus. Sie umfassten die Füße, die den Tod zertreten und den Weg der Hoffnung eröffnet hatten. Wir Pilger auf der Suche nach Hoffnung, heute umklammern wir dich, o auferstandener Jesus. Wir kehren dem Tod den Rücken und öffnen dir unsere Herzen, der du das Leben bist.

Quelle: http://www.vatican.va/content/francesco/de/events/event.dir.html/content/vaticanevents/de/2020/4/11/veglia-pasquale.html


Vom Islam zum Christentum: Wie die Publizistin Laila Mirzo katholisch wurde

Von Felizitas Küble

Die konservative Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT veröffentlichte am Ostermontag online einen Bericht von der aus Syrien stammenden Schriftstellerin Laila Mirzo über ihren Weg vom Islam zum christlichen Glauben: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2020/gott-und-ich/

Wir haben im CHRISTLICHEN FORUM in den letzten Jahren bereits mehrere Beiträge über Frau Mirzo publiziert: https://charismatismus.wordpress.com/?s=laila+mirzo

Unter dem Titel „Gott und ich“ schildert sie jetzt in der JUNGEN FREIHEIT, wie sie  – in Damaskus aufgewachsen – die islamische Gemeinschaft erlebte.

Ihr Vater war kein gläubiger Muslim, sondern Agnostiker, ihre Mutter eine „eingeheiratete“ Katholikin, aber wenig religiös, wobei sie nostalgisch noch einige christliche Bräuche pflegte. In ihrer Umgebung galt die Mutter als „verdächtig“; sie wurde nicht selten als „Jüdin“ angesehen, was dort kein Kompliment war.

Mirzos Weg zum Christentum führte weniger über die Mutter, enstand auch nicht durch ein plötzliches Bekehrungserlebnis, sondern vollzog sich schrittweise durch ihre Einsichten und Erfahrungen.

Dem Islam stand sie schon länger kritisch gegenüber – wie auch ihr früheres Buch aufzeigt, das den Titel trägt: „Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim“. Damit will sie verdeutlichen, daß ein westlich geprägter, sozusagen aus islamischer Sicht „schlechter“ Muslim ein wirklich guter, ein integriertrer Bürger werden kann. Der Untertitel des Buches lautet: „Über die Unvereinbarkeit des Islam mit unserer Kultur.“

Sie schreibt nun in ihrem Bekehrungsbericht: „Das Weizenfeld meines Glaubens wurde mehre Male gepflügt, bevor die Saat aufgegangen ist und die Halme nun Ähren tragen.“

Wichtig wurde ihr dabei der gute Kontakt zu einem katholischen Priester, dessen Pfarrsekretärin sie wurde  – und die Betonung der Nächstenliebe in der christlichen Botschaft.

Mit elf Jahren war sie mit ihrer Mutter nach Deutschland gezogen, wobei durch ihre Großmutter zeitweise eine gewisse Nähe zum katholischen Glauben vermittelt wurde, die aber wegen persönlicher Tragödien (z.B. den Tod ihres ersten Sohnes bald nach der Geburt) wiederum erschüttert wurde.  Erst später fand sie allmählich zu Gott zurück und ließ sich katholisch taufen.

Abschließend schreibt die Konvertitin:

„Ich habe gelernt, daß alles im Leben einen Sinn hat. Auch wenn ich etwas nicht verstehe oder sogar als ungerecht empfinde, hat es mich doch weitergetragen und ich war danach Gott näher als vorher. Aus jeder Niederlage erwuchs eine neue, oftmals eine bessere Gelegenheit, ergab sich ein neuer Weg. Ende und Neubeginn, Tod und Leben, nichts symbolisiert diesen Kreislauf besser als das Osterfest: Die Auferstehung nach dem Tod.“


Unser besinnliches OSTER-Poster für 2020

PLAKAT aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

Dieses Ecclesia-PLAKAT kann bei unserem KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen DIN-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 €, vier Stück nur 6 €  – jeweils inkl. Porto (Betrag evtl. in Briefmarken vorwegsenden). – Anforderung per Tel. 0251 – 616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 


Gedicht: GOTTES PLAN von Lothar Gassmann

Gottes Plan muss sich erfüllen.

HERR, Du nimmst den Tod in Kauf. 

Du ziehst nach des Vaters Willen

nach Jerusalem hinauf.

 

Freunde werden Dich verlassen.

Einer gibt sich Satan hin.

Dich, den Retter, wird man hassen

und vor die Gerichte zieh‘ n.

 

Quälen, jagen, geißeln, plagen

und verspotten wird man Dich.

An das Kreuz wird man Dich schlagen,

dass Dein Wort erfülle sich.

 

Doch der Tod kann Dich nicht halten.

Du wirst herrlich aufersteh`n,

und die teuflischen Gewalten

müssen in die Hölle geh‘ n.

 

Jesus, Dir sei Lob gesungen,

dass Du diesen Weg nicht scheust

und mich aus den Dämmerungen

meiner Sündennot befreist.

Dr. Lothar Gassmann

Aus dem Andachtsbuch: JESUS CHRISTUS ALLEIN: https://www.amazon.de/gp/product/1701763923/ref=dbs_a_def_rwt_bibl_vppi_i66

Fotos: Dr. Bernd F. Pelz