Zur Wirecard-Staatsaffäre: Ex-Bilanzprüfer verliert beim Verwaltungsgericht Berlin

Andreas Loetscher, ein ehemaliger Bilanzprüfer des Wirecard-Konzerns, wollte im Wege einer einstweiligen Anordnung die Veröffentlichung des Abschlussberichts des Wirecard-Untersuchungsausschusses verhindern, soweit darin seine Person betreffende Passagen enthalten sind und er namentlich genannt wird.

In erster Instanz entschied das Verwaltungsgericht Berlin gegen ihn und eine Beschwerde gegen diese Entscheidung hatte beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ebenso keinen Erfolg.

Der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses Wirecard, Kay Gottschalk (AfD-MdB), erklärt hierzu:

„Wir begrüßen die Entscheidung und Begründung des VG Berlin ausdrücklich, insbesondere, dass der Deutsche Bundestag bzw. seine Untersuchungsausschüsse unabhängig von Regierung, Behörden und Gerichten Sachverhalte prüfen sollen und bewerten können. Weshalb sowohl der Inhalt des Abschlussberichts als auch dessen Veröffentlichung der richterlichen Erörterung entzogen wird.

Der Untersuchungsausschuss ist als unabhängige Instanz immens wichtig und ungeschwärzte Abschlussberichte sind ein Zeichen der Transparenz und des Aufklärungswillens für den eben jene Ausschüsse stehen.

Wie wichtig Untersuchungsausschüsse sind, hat der zurückliegende Parl. Untersuchungsausschuss Wirecard deutlich gezeigt. Nur so konnte zumindest etwas Licht ins Dunkel dieser Staatsaffäre gebracht werden.“


Kindeswohl und Elternrecht gerettet: Keine Aufnahme von „Kinderrechten“ ins GG

Es ist ein Riesenerfolg für die Aufklärungskampagne von DemoFürAlle und ihrer Unterstützer: Das Projekt „Kinderrechte im Grundgesetz“ der Regierungskoalition ist vom Tisch. Dies gab Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) nach den erfolglosen Verhandlungen mit den Bundestagsfraktionen gestern Abend bekannt.

Dazu erklärt Hedwig von Beverfoerde (siehe Foto), Sprecherin der DemoFürAlle:

»Eltern und Kinder können aufatmen: Die staatliche Gängelung der Familie, getarnt als „Kinderrechte“ im Grundgesetz, ist abgewendet! Unsere beharrliche jahrelange Aufklärungsarbeit als DemoFürAlle hat sich voll ausgezahlt. Das ist ein großer Sieg für das Elternrecht und den Schutz der Kinder vor dem Zugriff des Staates!«

Dieser Sieg ist hart erkämpft. Nachdem sich die Unionsparteien jahrelang konsequent gegen gesonderte „Kinderrechte“ im Grundgesetz ausgesprochen hatten, erfolgte 2017 die überraschende Kehrtwende:

Auf Drängen verschiedener CSU-Politiker, allen voran Horst Seehofer, wurde dieser ur-linke und zutiefst familienfeindliche Traum in die Wahlprogramme der Unionsparteien aufgenommen.

Im Koalitionsvertrag vereinbarte die Union mit der SPD schließlich, in der gemeinsamen Legislaturperiode „Kinderrechte“ ins Grundgesetz aufnehmen zu wollen.

Hedwig von Beverfoerde erläutert dazu:

»Seit Bekanntwerden der Koalitionsvereinbarungen 2017 haben wir eine riesige Aufklärungskampagne gefahren. Das Grundgesetz schützt immer schon die Rechte aller Menschen, auch aller Kinder. Gesonderte zusätzliche „Kinderrechte“ würden nur einem Ziel dienen: der Aushebelung des Elternrechts. Dagegen haben wir mit aller Kraft beharrlich gekämpft. Das war ein steiniger Weg, denn viele Menschen mussten wir erst von der Gefährlichkeit dieses so wohl klingenden Projektes überzeuge

Mit unserer Petition, die inzwischen fast 100.000 Menschen unterzeichnet haben, unserem viel beachteten Aufklärungsvideo und einem großen Symposium haben wir bei diesem Thema die entscheidenden Argumente für die Diskussion geliefert und damit wichtige Weichen gestellt.

Vor allem durch die vielen Anrufe und Nachrichten engagierter Bürger wurden die kritischen Bundestagsabgeordneten gestärkt und ihr Einfluss ausgeweitet, sodass der Widerstand im Bundestag gegen „Kinderrechte“ im Grundgesetz wachsen konnte. Mit dem endgültigen Scheitern der Verhandlungen gestern Abend trägt unser beharrlicher Protest jetzt Früchte


Kritik an Aussetzen des Betroffenenbeirats

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat ihren Betroffenenbeirat ausgesetzt, der an der Aufklärung von Missbrauchsfällen mitarbeiten sollte. Laut EKD sei das Konzept gescheitert und es werde nach anderen Möglichkeiten gesucht, Betroffene zu integrieren.

Die Gym­na­si­al­leh­re­rin Katharina Kracht, eine der Betroffenen, sieht das anders. „Wir in­ter­pre­tie­ren es als den Ver­such, uns auf­zu­lö­sen. Und da­mit geht es mir schlecht. Es ist fürch­ter­lich, dass die EKD die Sa­che trotz vie­ler War­nun­gen an die Wand ge­fah­ren hat“, sagte sie im Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit.

Zusammen mit Henning Stein, Pa­tho­lo­ge im Uni-Kli­ni­kum Köln und Vater eines Missbrauchsopfers, schilderte die 47-Jährige ihre Sicht der Dinge. Der Vater glaubt auch Aussagen des EKD-Miss­brauchs­be­auf­trag­ten Bi­schof Chris­toph Meyns nicht, wonach das Ausmaß des Missbrauchs nicht mit dem in der katholischen Kirche vergleichbar sei. Der Ul­mer Kin­der­psych­ia­ter Jörg Fe­gert habe in ei­ner Stu­die ge­zeigt, dass die Zahl der Be­trof­fe­nen et­wa gleich sei.

„Die Kir­che kann die Wahr­heit schwer ak­zep­tie­ren, dass sie ein Ort schwers­ter Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen war und ist. Wir als Be­trof­fe­ne ver­kör­pern die­se Wahr­heit. Des­halb ha­ben wir bei Kir­chen­hier­ar­chen ein Ak­zep­tanz­pro­blem“, sagte er.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.pro-medienmagazin.de/sexueller-missbrauch-ist-nichts-unwahrscheinliches/

Gemälde: Evita Gründler


Als Kardinal Woelki durchs Fegefeuer ging…

Von Peter Hahne

Die Kirche zeigt Gesicht. Wieder einmal. Und zwar ihr wahres. Diese ganze Bigotterie schreit zum Himmel. Der „Fall“
Woelki ist ein erneutes Beispiel für das gnadenlose Pharisäertum eines Klerus, der sich gern gegenseitig als „Brüder“ anspricht.

Was für eine Mogelpackung! Der Kölner Erzbischof stand wie kein anderer im (öffentlichen!) Feuer seiner „Mitbrüder im Bischofsamt“. Und das war kein „Glutofen voller Liebe“ (Martin Luther), das war Fegefeuer auf Erden. Ein beispielloses klerikales Kesseltreiben.

Ranghöchste Zeitgeistliche, ganze Ordinariate übertrafen sich unverhohlen in verbaler Steinigung.

Woelki habe die Aufklärung der Kölner Missbrauchsskandale vertuscht und verschleppt, habe der Gesamtkirche
schwer geschadet und sei der Hauptverursacher der Massenaustritte — übrigens auch aus der EKD gleich mit. Zusammen mit willfährigen Journalisten wurde gegen den Kardinal gehetzt und getrommelt, was das Zeug hält.

Und nun? Kein einziger der Fegefeuer-Hirten hat so gründlich aufgeklärt und Maßnahmen ergriffen wie Woelki. Diese ganzen „Greta ist wie Jesus“-Phantasten, angefangen vom Berliner Oberhirten Koch, sind schnell in Deckung
gegangen.

Wo waren denn die Bätzings und Marxens bei der Aufklärung?! Ja, und wo sind sie jetzt?! Nach diesem
„Freispruch erster Klasse“, so der Deutschlandfunk.

Wo ist das öffentliche Schuldbekenntnis, die zerknirschte Bitte an Woelki um Verzeihung?! Das fordert doch Kirche dauernd. Von anderen natürlich: von der ach so klimafeindlichen Wirtschaft, von den vorgestrigen Anti-Gender-Hardcore-Katholiken. Überall werden die
Splitter gesehen, nur im eigenen Auge sieht der Klerus den Balken nicht.

Klar, es geht ja auch um etwas ganz anderes: Die wollten im Sog des Missbrauchsskandals gleich die Theologie von Kardinal Woelki entsorgen. Weg! Auf den Müll wie Müller, den „Fundamentalisten der Glaubenskongregation“ oder im weitesten Sinne sogar Ratzinger. Ein Münsteraner Kirchenrechtler (!) nennt im offiziellen Bistumsblatt unverhohlen die Motivation: „Woelki vertritt stockkonservative Positionen.“

Die letzten Barrieren auf dem suizidalen Synodalen Weg zur finalen Protestantisierung gilt es auszuräumen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Den Limburger ach so lieben Mitbruder war man auf die gleiche Art losgeworden. Dasselbe Spiel bei Tebartz van Elst: Man schlug auf den „Protzbischof“, meinte jedoch seine Theologie.

Ich schrieb damals in Europas größter Sonntagszeitung „Bild am Sonntag“: „Die 30 Millionen für ein riesiges denkmalgeschütztes Ensemble in Limburg sind doch Peanuts — wenn man bedenkt, dass der Münchner Marx sein Palais für schlappe 8,7 Millionen mal kurz hat renovieren lassen.“ Aber was macht das schon, wenns ein Kreuzverleugner tut?!

Der Klerus entfernt sich immer weiter vomKirchenvolk mit seiner privaten (Doppel-)Moral. Übrigens: Die billige Anbiederei in Sachen Flüchtlingspolitik und „Licht aus am Dom“ bei Querdenker-Demos hat Woelki nichts genutzt. Seine begeisterten rotgrün-klerikalen Bündnisgenossen von damals gehören nun zu den Haupthetzern. Man kann also aus einem „Fall“ auch etwas fürs Leben lernen. Selbst ein Kardinal.

Wir danken dem Bestsellerautor Peter Hahne für seine freundliche Abdrucksgenehmigung. Erstveröffntlichung dieses Beitrags in der „Tagespost vom 25. März 2021


Obduktion der Toten nach Corona-Impfung

Die AfD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung auf, unverzüglich gesetzlich zu regeln, dass alle Menschen, die innerhalb eines Monats nach einer erfolgten Corona-Impfung versterben, grundsätzlich obduziert werden.

Nur auf dem Weg der sogenannten inneren Leichenschau lässt sich feststellen, ob und in welchem Zusammenhang der eingetretene Tod mit der vorangegangenen Corona-Impfung steht.

Dazu erklärt Professor Dr. med. Axel Gehrke, Mitglied der AfD-Bundestagsfraktion:

Bisher gleicht der geheimnisvolle Umgang mit mehr oder weniger versteckten Verlautbarungen über Todesfälle nach Impfungen, insbesondere in den Altersheimen, einem ‚Blinde-Kuh-Spiel‘. Nur eine möglichst hohe Anzahl von Obduktionen gibt der Bevölkerung Gewissheit, dass das tatsächliche Impfrisiko wissenschaftlich ermittelt und in die Impfempfehlungen eingepflegt wird.

Laut Bulletin des Paul Ehrlich Institutes vom 28.1.2021 wurden dem Institut bisher 69 Todesfälle nach erfolgter Impfung gemeldet. Alle Todesfälle betrafen Personen, die mit Impfstoff von BioNTech/Pfizer geimpft wurden und variierten zwischen 1 Stunde bis 18 Tage nach der Impfung.

Ein Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung wurde bei 11 Verstorbenen vermutet, in 25 Fällen wurde die Todesursache als unbekannt gemeldet und in allen anderen Fällen seien die Patienten an ihren multiplen Vorerkrankungen gestorben, wobei man sich zurecht fragen muss, wieso sie bei so schweren Vorerkrankungen überhaupt geimpft werden konnten.

Wir fordern daher die Bundesregierung auf, unverzüglich die gesetzliche Grundlage und Verpflichtung für rechtsmedizinische Untersuchungen von Patienten, die nach einer Corona-Impfung verstorben sind, zu schaffen. Eine Obduktion ist darüber hinaus auch unerlässlich für den Nachweis, ob eine strafbare falsche Aufklärung vorliegt und ob die Risikobewertung der neu zugelassenen Impfstoffe überarbeitet werden muss.

Auch die Angehörigen der Verstorbenen haben ein Recht darauf, zu erfahren, woran ihre Familienmitglieder verstorben sind und ob es sich eventuell um einen vermeidbaren Tod gehandelt hat.“


Kants Aufklärung gilt auch in Coronazeiten

Von Thomas May

Am 30. September 1784 schloss der deutsche Philosoph Immanuel Kant im preußischen Königsberg einen Text ab, der kurz darauf im Dezember-Heft der „Berlinischen Monatsschrift“ unter dem Titel „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ veröffentlicht wurde (https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/159_kant.pdf).

Er begann folgendermaßen:

AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

Es lohnt sich anlässlich des Phänomens Lockdown, der nicht nur in Deutschland, sondern europaweit den Bevölkerungen von oben in unterschiedlichen Varianten als alternativloses „Konzept“ der Viruseindämmung aufgezwungen wird und verfassungsmäßig verbürgte Grundrechte außer Kraft setzt, diesen bahnbrechenden Text der europäischen Geistes- und Ideengeschichte im Licht der aktuellen Corona-Regime zu reflektieren.

Unvermögen, Faulheit, Feigheit

Zunächst fällt auf: Sowohl das Unvermögen als auch der Mangel an Entschlusskraft und Mut, „sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen“, sind in allen Schichten der Bevölkerung weit verbreitet, scheinen sich während der inzwischen fast einjährigen „Pandemie“-Zeit in die Zivilgesellschaften zunehmend „hineingefressen“ zu haben.

BILD: Kant entwickelte auch Ideen für Friedens-Ordnungen

Die Untertänigkeit, mit der die Maßnahmen und Vorschriften von den Bürger(inne)n unhinterfragt hingenommen werden, verweist auf die „selbstverschuldeten“ Defizite „Faulheit und Feigheit“ als „Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben“, wie Kant es formulierte.

Fremdbestimmung

Die „Leitung eines anderen“ ist in vielerlei Gestalt gegenwärtig und wirksam: (Regierungs-)Politiker, Wissenschaftler, Journalisten und Fernsehmoderatoren, (selbsternannte) Experten, (regierungsabhängige) Institutionen, die vorgeben zu wissen, wie das Virus zu besiegen ist, und über Kontaktverbote unser Verhalten bis in die häuslichen vier Wände regulieren.

Beginnen wir, uns des eigenen Verstandes zu besinnen und zu bedienen, das heißt, das von den Obrigkeiten über uns Verhängte ohne Scheu mittels umfänglicher Information kritisch zu überprüfen, ergibt sich sehr schnell ein anderes Bild.

Der zweifelhafte Lockdown

Genaugenommen: Keine einzige Maßnahme des Lockdowns ist hinsichtlich ihrer Effizienz wissenschaftlich fundiert und überhaupt als objektiv geeignet erwiesen; das gilt vor allem für die Bereiche und Formen der Kontaktregulierung in Geschäften, Läden, Kirchen, Schulen, Freizeit- und Kultureinrichtungen etc. – ein „diffuses Geschehen“ (RKI), aus dem sich keine punktgenauen Handlungsanweisungen ableiten lassen.

Nimmt man den umstrittenen Mund-Nasen-Schutz hinzu, der je nach Studie oder Expertise als bedingt nützlich, wirkungslos oder schädlich bewertet wird, oder die PCR-Tests, auf denen der ganze zweifelhafte „Überbau“ fußt, die nichts über die Infektiosität aussagen und dem Gutachten eines 22-köpfigen Expertenteams der Universität Würzburg zufolge unbrauchbar sind, oder die in die Tausende gehenden „positiv Getesteten“ in Quarantäne, die sich im Nachhinein überwiegend als überflüssig, für die Isolierten gleichwohl als sehr belastend herausstellt, bleibt nicht mehr viel übrig.

Außer den vielen Toten, deren Zahl in Deutschland die 30.000 überschritten hat. Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass etwa zwei Drittel der („an und mit“ Covid-19) Verstorbenen über 80 Jahre alt waren, sagt uns unser eigener Verstand, dass zuallererst der Schutz der Alten und Älteren entschieden, gezielt und umfassend im Sinne des „Cocooning“verbessert werden muss.

Dafür muss man weder weite Teile der Wirtschaft und das öffentliche Leben „herunterfahren“ und  auf Dauer einen Staatsbankrott riskieren noch die einzelnen Bürger(innen) in ihrer Bewegungs- und Kontaktfreiheit unterschiedslos einengen und ihnen sinnlose Opfer abverlangen und sie sogar noch mit (gesundheitlichen) Folgeschäden belasten.

Macht- und Steuerungsmittel der Obrigkeit

Anschaulich beschreibt Kant im Weiteren, welcher Mittel sich Obrigkeiten bedienen, um die Menschen in ihrem Sinne zu steuern und in Unmündigkeit zu halten:

„Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, daß diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperreten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen drohet, wenn sie es versuchen, allein zu gehen.“

Eine hochaktuelle Passage – wir werden hellhörig!

Ja, uns Bürger(inne)n, die wir von kopflos und kurzsichtig agierenden Politikern wie „Hausvieh“ irregeleitet werden, vom RKI mit Zahlenkolonnen täglich überschwemmt und verwirrt, von den Öffentlich-Rechtlichen mit Superlativen des Schreckens im Dauermodus panisch gestimmt und weichgeklopft werden, kommt das bekannt vor.

Ja, wir Bürger(innen) im „Gängelwagen“ der Kontaktbeschränkungen scheuen uns, unter Beobachtung die „Einsperrung“ zu überwinden, über Regeln hinwegzugehen – dabei sind nach Kant gerade „Satzungen und Formeln … die Fußschellen einer immerwährenden Unmündigkeit“.

Und ja, es wird den angstfrei und konträr Denkenden gezeigt, welche „Gefahr ihnen drohet“ bei Überschreitung, seien es soziale Ächtung, Bußgelder, Benachteiligung oder Schuldzuweisung am Tod von Oma oder Opa.

Trotzdem sollten sich Menschen nicht abschrecken lassen, „allein zu gehen“, denn sie „würden durch einigemal Fallen wohl endlich gehen lernen“, resümiert Kant.

Kant today

Der Text des deutschen Philosophen, in dem der Impetus des zivilen Ungehorsams angelegt ist, liest sich angesichts der aktuellen massiven Einschränkungen von Grund- und Freiheitsrechten wie ein flammender Appell an die Bürger(innen) Europas:

⁕ Lasst euch nicht von staatlichen Obrigkeiten und „Autoritäten“ in Politik, Medien und Gesellschaft in die Rolle unmündiger Kinder zurückdrängen, auf die Stufe von Leibeigenen herabwürdigen.

⁕ Entscheidet unter Beachtung des „kategorischen Imperativs“ mit (Sach-)Verstand in eigener Verantwortung – die kann und darf kein Politiker, kein Wissenschaftler, kein Gesundheitsfunktionär dem Einzelnen (ab)nehmen.

⁕ Beharrt auf eurer Entscheidungskompetenz; lasst euch nicht einschüchtern und einreden, nur eure „Vormünder“ hätten das erforderliche „Know-how“ …

Vor dem Hintergrund eines drohenden Rückfalls auf eine vordemokratische, voraufklärerische Stufe ist Kants Maxime „Sapere aude!“ am Ende des Jahres 2020 nicht weniger aktuell als 1784.

Unser Autor Thomas May ist Lehrer i. R. – Er unterrichtete die Fächer Deutsch und Katholische Religionslehre. Der in Sendenhorst (Münsterland) lebende Autor ist ein Neffe des bekannten Prälaten und Kirchenrechtlers Prof. Dr. Georg May (Mainz).


Causa Kentler: Petition zur Aufdeckung pädosexueller Netzwerke

Es ist ohne Zweifel eines der größten Kindesmissbrauchsverbrechen der deutschen Nachkriegsgeschichte: Seit Ende der 1960er Jahre bis mindestens 2003 hatte der Psychologe und Pädophilenaktivist Helmut Kentler Kinder und Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen in die Obhut von zum Teil verurteilten pädophilen „Pflegevätern“ gegeben.

Dieses sogenannte Kentler-„Experiment“ wurde von der Berliner Senatsverwaltung finanziell unterstützt und von einem mächtigen pädokriminellen Netzwerk in ganz Deutschland geschützt. Dieses Netzwerk muss konsequent aufgedeckt und zur Rechenschaft gezogen werden.

Eine aktuelle Studie der Universität Hildesheim stellt fest, „dass es ein Netzwerk quer durch die wissenschaftlichen pädagogischen Einrichtungen insbesondere der 1960er und 1970er Jahre (Pädagogisches Zentrum, Max-Planck-Institut, Freie Universität Berlin, Pädagogisches Seminar Göttingen) und die Senatsverwaltung (dem Landesjugendamt) bis hinein in einzelne Berliner Bezirksjugendämter gab, in dem pädophile Positionen akzeptiert, gestützt und verteidigt wurden.“

Die „Pflegeväter“ waren laut der Studie „alleinlebende, mitunter mächtige Männer (…) aus Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und anderen pädagogischen Kontexten. Auch die wegen massenhaften sexuellen Missbrauchs inzwischen geschlossene reformpädagogische Odenwaldschule soll zu diesem Netzwerk gehört haben.

Die Schlüsselfigur dieses Netzwerks war Helmut Kentler (1928–2008): Kentler galt als „Star der Sexualerziehung“ und „Obergutachter der Nation in Fragen der sexuellen Erziehung“. Er behauptete, schon das Kleinkind brauche sexuelle Stimulierung und Befriedigung, um zu einer gesunden Persönlichkeit heranwachsen zu können.

Dementsprechend forderte er auch die Abschaffung der Strafrechtsparagrafen 174 (sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen) und 176 (sexueller Missbrauch von Kindern).

Auf Helmut Kentlers „emanzipatorischer Sexualpädagogik“ baut die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ auf, die heute eine monopolartige Stellung in der sexualpädagogischen Ausbildung innehat und flächendeckend in Kitas und Schulen praktiziert wird.

Mit „Marco“ und „Sven“ gingen erstmals zwei Betroffene des pädosexuellen Kentler-„Experiments“ an die Öffentlichkeit. Die beiden waren als Kinder bei dem mittlerweile verstorbenen „Pflegevater“ Fritz H. untergebracht und von ihm jahrelang sexuell missbraucht und gequält worden.

Die Straftaten sind mittlerweile verjährt. Die Aufklärungsarbeit jedoch ist längst nicht abgeschlossen: „Da fehlen weiterhin die Namen. Die Namen von all denen, die noch verantwortlich sind“, erklären die Betroffenen Marco“ und „Sven“.

Sie fordern deshalb ein weiteres Forschungsprojekt zur Aufarbeitung des Kentler-„Experiments“ – von unabhängigen Wissenschaftlern. Einer der Autoren der Hildesheimer Studie, Prof. Dr. Wolfgang Schröer, sagt: „Im Keller der Bildungsverwaltung liegen noch circa 1000 Akten, die noch nicht aufgearbeitet wurden“.

Deswegen empfiehlt die Hildesheimer Studie, „dass die Jugend- und Familienministerkonferenz insgesamt eine Aufarbeitung beginnt, inwieweit es im gesamten Bundesgebiet in den Hilfen zur Erziehung – Pflegekinderwesen und Heimerziehung – zu sexualisierter Gewalt gekommen ist und welche Infrastrukturen und Verantwortlichen dies ermöglicht haben.“

Auch die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs unterstützt diesen Vorschlag und sieht „die Verantwortung klar bei Politik und Behörden“. Dieser Verantwortung muss die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) der Länder dringend nachkommen. Es besteht die große Gefahr, dass dieses Netzwerk weiterhin aktiv ist.

Das Aktionsbündnis Ehe & Familie – DemoFürAlle fordert daher die JFMK auf, eine große Untersuchung des deutschlandweiten pädokriminellen Netzwerks in der Kinder- und Jugendhilfe einzurichten. Die Personen, Institutionen und Prozesse, die das pädosexuelle Kentler-„Experiment“ ermöglicht und geschützt haben, müssen aufgedeckt und benannt werden.

Quelle und Unterzeichnungs-Forum hier: https://www.citizengo.org/de/fm/182783-paedosexuelles-netzwerk-aufdecken-kentlergate


Maulbronn: Ausstellung über Alltagsmagie

In Maulbronn-Schmie läuft im Dorfmuseum „Steinhauerstube“ seit dem 6. September 2020 eine Sonderausstellung über Alltagsmagie  – vor allem im ländlichen Raum. Die legendäre Figur des Zauberers und Alchemisten Doktor Faust, der als Teufelsbündler gilt, erweitert das Themenspektrum.

Die im 17. Jahrhundert langsam einsetzende Epoche der Aufklärung löste zusehends das magische Weltbild durch ein naturwissenschaftlich orientiertes ab.  

Einen Gegenentwurf zur Aufklärung und zunehmenden Industrialisierung ab dem 19. Jahrhundert lieferte die Epoche der Romantik, in der das Irrationale, Geheimnisvolle, Unterbewusste, Märchenhafte und Schaurige vorherrschend war.

Die ländlich-bäuerliche Gesellschaft hielt an ihrer traditionellen Lebensweise noch weitgehend bis ins 20. Jahrhundert fest:
Ihre Weltsicht war teils durch christlich-religiöse, aber auch durch magisch-okkulte Elemente geprägt. Durch Abwehrzauber versuchte man, sich vor Hexen, Dämonen und bösen Geistern zu schützen.

Zugleich versuchte man, die Lebensenergie von Menschen, Tieren und Pflanzen zu verbessern.

Als Aberglaube wurde kirchlicherseits alles angesehen, was nicht mit kirchlicher Frömmigkeit zu vereinbaren war. Die Volksmagie hingegen bediente sich dennoch gerne religiös-christlicher Symbole. Das Verwenden heidnischer Riten und Objekte und kam vor allem zum Tragen, wenn das alleinige Vertrauen in die Kirche nicht zu genügen schien.

Bis in die Gegenwart finden sich im Alltag etliche Redewendungen, Gegenstände und Praktiken, um sich vor schlechten Einflüssen zu schützen bzw. sie abzuwehren.

Quelle (Infos/Fotos): https://steinhauerstube.de/CMS/uebersicht/


„Bundeszentrale für politische Bildung“ verbreitet linkspopulistische Programmschrift

Von Prof. Dr. Thomas Schirrmacher

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) erhält vom Deutschen Bundestag als Hauptfinanzier 54 Millionen Euro jährlich zugewiesen (Stand 2018), um parteineutral für die Förderung von Demokratie und Menschenrechten in der Bildungslandschaft einzutreten und Extremismus in jeder Form zu bekämpfen. 

Das aus 22 Mitgliedern des Bundestages bestehende Kuratorium „kontrolliert“ u. a. die „politisch ausgewogene Haltung“ der BpB (§ 6,1 des Erlasses über die Bundeszentrale für politische Bildung von 2001,https://www.bpb.de/die-bpb/51244/der-bpb-erlass).

Der Rechtspopulismus wird sehr häufig – und zu Recht – in Veröffentlichungen der Bundeszentrale kritisch kommentiert, in der Buchreihe der Bundeszentrale werden oft kritische Studien dazu nachgedruckt. Der Linkspopulismus wird dagegen nicht wie der Rechtspopulismus kritisch behandelt oder wenigstens wesentlich positiver dargestellt.

Schon 2009 schrieb die Bundeszentrale in ihrer Definition von „Populismus“, dass der Linkspopulismus glaubwürdiger sei:

„Gleichzeitig können wir in Europa seit einigen Jahren einen Aufschwung linkspopulistischer Parteien und Bewegungen beobachten, die vieles von dem, was die Wähler heute umtreibt, offenbar glaubwürdiger adressieren können als ihre rechten Kontrahenten.“ (https://www.bpb.de/41192/was-ist-rechtspopulismus?p=all).

Der Rechtspopulismus wurde dort als „extremistisch“ eingestuft (wofür braucht man dann den Begriff überhaupt?), der Linkspopulismus nicht.

Immer wieder einmal wird der Linkspopulismus sogar gefördert, so jüngst durch die Aufnahme einer seiner Programmschriften in die allgemeine Publikationsreihe, nämlich das Buch von Chantal Mouffe: Für einen linken Populismus, Bundeszentrale für politische Bildung: Bonn 2020 (https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/303129/fuer-einen-linken-populismus).

Die belgische Politikwissenschaftlerin und Professorin für politische Theorie an der University of Westminster in London, 1943 im belgischen Charleroi geboren, ist zusammen mit ihrem Ehemann Ernesto Laclau Begründerin des Postmarxismus und lieferte die Ideen für linkspopulistische Protestparteien wie Podemos oder Syriza. Besonders umstritten ist, dass für sie zum Linkspopulismus die Idee eines starken Anführers gehört, eben eines Anführers von links.

Nils Markwardt schreibt zu Mouffe (https://philomag.de/konsens-ist-das-ende-der-politik/):

„Chantal Mouffe liefert mit ihrer Theorie der ‚radikalen Demokratie‘, die seit Jahrzehnten linke Aktivisten beeinflusst, mittlerweile die Blaupause für Protestparteien wie Podemos oder Syriza. In ihren Werken plädiert sie für mehr demokratischen Widerstreit und zeigt, wie aus Feinden Gegner werden.“

Quelle und FORTSETZUNG des Beitrags von Prof. Schirrmacher hier: https://www.bucer.de/ressource/details/bonner-querschnitte-402020-ausgabe-658.html


Israel: Satellit heute erfolgreich gestartet

Die Weltraumverwaltung des israelischen Verteidigungsministeriums (IMoD) und der israelischen Luft- und Raumfahrtindustrie (IAI) haben heute (Montag, 6.7.) den Aufklärungssatelliten „Ofek 16“ vom Zentrum Israels aus mithilfe einer Shavit-Rakete erfolgreich ins All geschossen.

„Ofek 16“ ist ein elektro-optischer Aufklärungssatellit mit erweiterten Funktionen. Während der ersten Betriebsphase wird der Satellit einer Reihe von Tests unterzogen, um seine Richtigkeit und Leistung zu bestimmen.

Der Satellit hat bereits begonnen, die Erde zu umkreisen und Daten gemäß den ursprünglichen Startplänen zu übertragen.

Die Ingenieure  haben eine Reihe von vorgeplanten Tests gestartet, um die Richtigkeit und das Leistungsniveau des Satelliten zu bestimmen, bevor er seine vollen operativen Aktivitäten aufnimmt.

Verteidigungsminister Benny Gantz sagte:

„Der erfolgreiche Start des Satelliten ‚Ofek 16‘ ist eine weitere außergewöhnliche Errungenschaft für das Verteidigungsunternehmen, für die gesamte Verteidigungsindustrie und  die israelische Luft- und Raumfahrtindustrie.

Technologische Überlegenheit und nachrichtendienstliche Fähigkeiten sind essentiell für die Sicherheit des Staates Israel:

Die Tatsache, dass Israel eines der 13 Länder der Welt mit Satellitenstartfähigkeiten ist, ist keine Selbstverständlichkeit und wurde von den Menschen ermöglicht, die im Laufe der Jahre in diese Systeme investiert und bahnbrechende Fähigkeiten weiterentwickelt haben.“

Quelle (Text/Fotos): https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Aufkl%C3%A4rungssatellit-OFEK-16-erfolgreich-gestartet.aspx?utm_source=InforuMail&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+06.07.2020#p