Volkes Stimme, Politik und Asyldebatte: Tiefe Kluft zwischen Bürger und Medien

Von Peter Helmes

Komisch, seltsam, merkwürdig!  – Solche Adjektive purzeln einem im Kopf rum, wenn man die deutschen Medien- und Politikerlandschaft betrachtet. Glaubt man ihnen, dann ist die „große Mehrheit der Deutschen“ für noch mehr Aufnahme von Flüchtlingen und für Auflockerung der Asylgesetze  – und natürlich: „von den Flüchtlingen geht keine Gefahr aus!“  – Ischjaman klar! peter-helmes-227x300

Man kann Zeitungen aufschlagen, wie man will, Radio hören, fernsehen – was auch immer man hört, ist „willkommen!“  – Und: „Wir sind stolz auf unser Land!“  – Endlich ist „Auschwitz“ überwunden! Halt Freunde, nicht übermütig werden: „Auschwitz“ ist immer, Deutschland ist zur ewigen Schuld verurteilt. Nur so erklärt sich die merkwürdige Willkommenskultur, die wir derzeit zu pflegen haben – glaubt man unseren Volksbeglückern.

Es ist wieder ´mal der viel gescholtene deutsche Stammtisch, der Salz in die Willkommenssuppe streut. Nach meiner – natürlich absolut nicht empirisch gesicherten Beobachtung – ist mindestens jeder zweite Deutsche mit der gegenwärtigen Entwicklung nicht glücklich und wittert große Gefahren. Und ich befürchte, daß diese Zahl noch wachsen wird.

Wenn erst einmal die vielen jungen Flüchtlingsmänner heimisch geworden sind und die ersten Wochen des kommenden Winters überstanden haben, werden sie sich u. a. ein „wärmendes Plätzchen“ suchen  –  und sei es zwischen den Beinen unserer jungen Frauen. Gefahren?  Die paar Vergewaltigungen sind „normal“, sozusagen ein Kollateralschaden der Einwanderung. Da muß man doch nicht gleich schreien!

Weit und breit kein Medium, kein Politiker, keine demokratische Partei, die sich dieses Themas annimmt und sich schützend vor das deutsche Volk stellt. Das ist der eigentliche Skandal! Die größten Angsthasen sitzen in der Politik und den Medien. „Grün“ gibt den Ton an, „Rot(h)“ bekleitet das Konzert, und „Schwarz“ müht sich redlich, den vorgegebenen Takt einzuhalten – koste es auch deren letzte Glaubwürdigkeit. image

Nun schauen wir uns ´mal Umfragen an, die nicht sonderlich durch die Medien laufen und über die auch die Politiker nicht reden. Da sind zum einen jene Umfragen, die ein Nicht-Offizieller startet, ob auf Facebook oder auf Blogs: Stets dasselbe Ergebnis: Überwiegende meist um 80 Prozent liegende Ablehnung weiterer ungeregelter (!) Öffnung unseres Landes, klare Zustimmung zum Asylrecht – deutsche Ordnung muß sein! – aber absolutes Nein zur Aufweichung dieses Grundrechtes!

Wie gesagt, solche Umfragen erfüllen nicht unbedingt einen wissenschaftlichen Anspruch, aber sie spiegeln die Meinung in der Bevölkerung wieder.

Genauer wird es dann bei gezielten Umfragen. Hier – ohne Kommentar – ein paar Beispiele:

Ernüchternde N-TV-Umfrage: Orbán, Merkel, Gabriel und die Flüchtlinge (N-TV / N24 vom 5.9.2015, 20:02 Uhr)

  • 1 a.) Orban (Ungarn) sagt, die Flüchtlingskrise sei ein deutsches Problem. Hat er recht?  –  Richtig … 82 %  / Falsch ….18 %
  1. b) Gabriel erklärt – „Flüchtlinge helfen Deutschland?  – Richtig…. 4 %  / Falsch… 96 %
  1. c) Hat Merkel die Flüchtlingskrise im Griff ?  –  Ja … 10 % – Nein … 90 % fahne1

(Übrigens: auch die Griechenlandkrise hatte sie nicht im Griff!)

Das ZDF hat eine Umfrage zur ZDF-Flüchtlingsgala gestartet: „Wie hat Ihnen die ZDF-Flüchtlingsgala gefallen?“

11.235 Besucher stimmten ab. Ergebnis: Gut = 2,2%  – Geht so = 3,3%  – Überhaupt nicht = 15,6%  – Ich habe gar nicht erst eingeschaltet = 78,9%

Was macht das ZDF mit dieser praktisch vernichtenden Umfrage? Ganz einfach: Das ZDF bringt eine typische Anmerkung (7.9.15): „Diese Nutzerumfrage ist nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung“

So, jetzt wissen wir´s. Es kann nicht sein, was nicht sein darf!

ZDF-Umfrage: Mehrheit ist mit Flüchtlingspolitik einverstanden

Das ZDF fragt: „Ist das Engagement der Bundesregierung in der Flüchtlingskrise angemessen?“  –  Und bietet als Vorgabe zu dieser Frage einen manipulierenden Text:

„Eine Mehrheit der Deutschen sieht das laut ZDF-Politbarometer so. Mit der Hilfe von anderen EU-Staaten rechnen hingegen nur wenige.“

Logischerweise behauptet dann das ZDF: „Der Umfrage zufolge steigt die Zuversicht, dass Deutschland die Flüchtlinge aus den Krisengebieten auch verkraften kann: 62 Prozent stimmten dem zu, im August waren es noch zwei Prozent weniger. 35 Prozent stimmten der Aussage nicht zu; im August waren es noch 37 Prozent.

Auch das von der schwarz-roten Koalition beschlossene Maßnahmenpaket zur Flüchtlingshilfe findet überwiegend Zustimmung. Mehr Sach- statt Geldleistungen für Flüchtlinge befürworten 82 Prozent. Die bisher geplanten Ausgaben von insgesamt sechs Milliarden Euro im kommenden Jahr finden 43 Prozent angemessen, 25 Prozent der Befragten ist das zu wenig. 22 Prozent halten das für zu viel.“

Wer wundert sich denn noch über solche Antworten, wenn die Fragestellung bereits manipulativ ist?

Fazit: Trau keiner Umfrage, die Du nicht selbst gemacht hast. Und mißtraue allen Behauptungen von Regierung, Opposition und Medien, die nicht „das Volk“ befragen, sondern den eigenen Laden.

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem. Bundesgeschäftsführer der JUNGEN UNION (CDU-Jugend); er betreibt die liberal-konservative Webseite www.conservo.wordpress.com