Unionsfraktion würdigt den verstorbenen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD)

Altbundeskanzler Helmut Schmidt ist am heutigen Dienstagnachmittag im Alter von 96 Jahren verstorben. Zu dessen Tod erklärt der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder: 027_24

„Der Tod von Helmut Schmidt erfüllt uns mit Trauer. Wir verneigen uns vor einem großen Staatsmann. Helmut Schmidt war der letzte Bundeskanzler, der den Zweiten Weltkrieg als Soldat mit erlebt hat. Diese Erfahrung war für ihn die Motivation, unserem Land zu dienen.

Unvergessen ist seine Leistung während der Hamburger Flutkatastrophe 1962. Als großer Parlamentarier wurde er Fraktionsvorsitzender. Gemeinsam mit Rainer Barzel prägte er in dieser Funktion die erste Große Koalition.

Als Bundesminister für Verteidigung, Finanzen und Wirtschaft legte er die Grundlage für seine Kanzlerschaft. Als Kanzler führte er Deutschland durch schwere Jahre, die von Wirtschaftskrisen, Terrorismus und Aufrüstung der Sowjetunion geprägt waren.

In den folgenden mehr als 30 Jahren begleitete er die Politik als Ratgeber und Publizist mit zahlreichen Veröffentlichungen. Helmut Schmidt hat sich um Deutschland verdient gemacht.“


Nigeria: Politiker, Militärs und Bischöfe beklagen Aufrüstung islamistischer Banden

Ehem. Oberbefehlshaber: “Hubschrauber versorgen Boko Haram“

Die Aufständischen der radikal-islamischen Boko-Haram-Bande werden in ihren Hochburgen von mysteriösen Hubschraubern mit Nachschub versorgt.

Dies beklagten Politiker und ehem. Militärs der Staaten Yobe und Borno (im Nordosten Nigerias) bei einer Pressekonferenz am 31. März in der Landeshauptstadt Abuja. 305fe9127f

“Wissen die Behörden nicht, dass Helikopter Waffen, Munition, Lebensmittel und Medikamente in den Gebieten abwerfen, die als Hochburgen der Aufständischen gelten?”, fragte der ehem. Oberbefehlshaber der Luftwaffe Al-amin Daggash.

Der Militärvertreter fragte sich in diesem Zusammenhang auch, wie es möglich sein kann, dass Boko Haram am 3. Dezember die Basis in Maiduguri angreifen und “Flugzeuge und andere militärische Anlagen zerstören konnte, obschon der Notstand ausgerufen und in der ganzen Stadt die Ausgangsperre verhängt worden war. Wie konnten 20 oder 30 große Geländewagen trotz Ausgangssperre unbeobachtet durch die Stadt fahren?”.

Mit Bezug auf die Ursprünge von „Boko Haram il Maresciallo“ fragte Daggash zudem:

“Wie war es möglich, dass eine kleine unorganisierte Bande einiger vom Weg abgekommener Jugendlicher sich in eine gut ausgerüstete und gut funktionierende Mordmaschinerie verwandelt hat, die ihre Konvois frei bewegen kann und von Hubschraubern versorgt wird?”

Diese Frage hatten sich auch die Bischöfe Nigerias immer wieder gestellt: “Wir müssen feststellen, daß eine lokale Gruppe wie Boko Haram, die bis vor kurzem noch Pfeil und Bogen benutzte, heute über Bomben verfügt”, so der Vorsitzende der Nigerianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama. 

Quelle: vatikanischer Fidesdienst