Syrien: Bei einem Anschlag radikal-islamischer „Rebellen“ wurden 41 Kinder getötet

Mindestens 41 Kinder wurden bei dem zweifachen Sprengstoffattentat durch radikale Aufständische in der Nähe einer Schule in Homs getötet. 1_0_759662

Dabei handelt es sich um eines der größten Massaker an Kindern seit Beginn des syrischen Konflikts.

Wie aus offiziellen Berichten aus Syrien hervorgeht, kam es in einem kurzen Abstand zu zwei Explosionen, während die Kinder im vorwiegend von Alawiten bewohnten Stadtteil Akrameh aus der Schule kamen. Ziel der Attentate war es, möglichst viele Kinder aus der Religionsgemeinschaft zu töten, der auch die Familie von Staatspräsident Assad (siehe Foto) angehört.

Unterdessen bestätigten einheimische Beobachter gegenüber der Organisation “Assyrian Human Rights Watch” die Entführung von drei assyrischen Christen in der Stadt Tel Tamar in der nordwestlichen Provinz Hassakè. Bei den Entführern soll es sich um Anhänger des Islamischen Staates handeln.

Quelle: Fidesdienst


Syrien/Irak: Patriarch Louis Raphael I. warnt vor Aufständischen, Milizen, Rebellen usw.

Menschen die angegriffen werden müssen unbedingt geschützt werden. Doch “nur staatliche Kräfte sollten für diesen Schutz zuständig sein”, während das Entstehen unterschiedlicher Milizen auf ethnischer und religiöser Basis „den Irak möglicherweise vernichten wird“. 47006

BILD: Das arabische „N“ ( = Nazarener) wurde zum internationalen Solidaritätszeichen für verfolgte Christen

So zitieren libanesische Medien den chaldäischen Patriarchen Louis Raphael I., der sich zusammen mit den Patriarchen der anderen christlichen Ostkirchen seit dem 20. August in Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan, aufhält.

Die Kirchenmänner wollen dabei den Flüchtlingen, die aus Mossul und anderen Städten, welche von IS-Dschihadisten erobert wurden, fliehen mussten, ihre Verbundenheit bekunden

Am 18. August hatte der Präsident Region Kurdistan, Masud Barzani, erklärt, er sei bereit, christliche Selbstschutzeinheiten im Kampf gegen die Dschihadisten zu bewaffnen.

Unterdessen hält der chaldäische Patriarch angesichts der gegenwärtigen Lage den Vorschlag der Schaffung einer Autonomen Region in der Ninive-Ebene für möglich und “akzeptabel”. Dies müsse jedoch durch „den Dialog und nicht über Konflikte stattfinden“.

Zu der Delegation gehören neben Patriarch Béchara Rai der melkitische Patriarch von Antiochien, Gregorius III. Laham, der syrisch-katholische Patriarch Ignatius Joseph III. Younan und der syrisch-orthodoxe Patriarch Ignatius Ephrem II. an.

Quelle: Fidesdienst


Syrien: Radikal-islamische „Rebellen“ attackierten christliche Stadtgebiete in Aleppo

MELDUNG der vatikanischen Nachrichtenagentur FIDES:

In Aleppo fand die Präsidentschaftswahl, mit der Präsident Assad (siehe Foto) seine Macht festigen will, statt, während von Aufständischen weitere Angriffe auf die zentralen Viertel der Stadt verübt wurden und in der ganzen Stadt erneut die Wasserversorgung unterbrochen war. 1_0_759662

“Seit zwei Tagen gibt es kein Wasser”, so der katholisch-armenische Erzbischof Boutros Marayati aus dem Patriarchat, da am Dienstag gegen 13.30 bei Angriffen auf die Stadt beschädigt wurde. „Es wurden eine Schule und ein Gebäudeflügel beschädigt, Türen wurden aus den Angeln gerissen und Fensterscheiben zersprangen. Bereits gestern wurde unsere Schule von leichteren Waffen getroffen”.

Mit den Angriffen der vergangenen Tagen, so Erzbischof Marayati, hätten die Rebellen jedoch keine bestimmten Ziele treffen wollen, sondern versuchten zu verhindern, dass die Menschen zu den Wahllokalen gehen.

“In den von der Armee kontrollierten Stadtteilen“, so der armenisch-katholische Oberhirte, “sind die Einwohner aus dem einen oder dem anderen Grund für Assad. Und viele sind trotzt des Beschusses zur Wahl gegangen”.

Nach offiziellen Angaben wurde Bashar el Assad mit 88,7% der Stimmen im Amt bestätigt. An der Wahl vom 3. Juni (die von der Opposition als „Farce“ bezeichnet wird) nahmen 11,6 Millionen Syrer teil. Von den beiden anderen Kandidaten für das Präsidentschaftsamt erhielt Hassan al-Nouri 4,3% der Stimmen und Maher al-Hajjar 3,2%.

Nach Angaben des Syrischen Observatoriums für Menschenrechte mit Sitz in London wurden von den Schüssen, die in Damaskus und Aleppo abgefeuert wurden, um den Sieg Assads zu verhindern, mindestens 3 Menschen getötet und 20 verletzt. 


Syrien: „Rebellen“ beschlagnahmten Häuser in christlich bewohnter Region

Kämpfer der dschihadistischen Bewegung “Islamischer Staat im Irak und Syrien” (ISIL) beschlagnahmten in den Tagen vor dem 1. Juni Wohnungen und Grundstücke christlicher Familien in der Region Ein al-Issa in der vorwiegend von armenischen Christen bewohnte Provinz Raqqa. Scannen0001 (22)

Wie Beobachter aus kurdischen Kreisen dem vatikanischen Fidesdienst berichten, wurden die Eigentümer der von den Aufständischen beschlagnahmten Güter gezwungen, die Region zu verlassen.

Die Stadt und die Region Raqqa im Norden Syriens befinden sich seit langem unter der Kontrolle der radikal-islamischen „Rebellen“, die die größte armenische Kirche der Stadt bereits in ein Büro für die Verwaltung islamischer Angelegenheiten und Förderung der Scharia umgewandelt haben.

In der Vergangenheit ließ die ISIL auch Bibeln und christliche Bücher verbrennen. Die Gruppierung wird auch für die Entführung des römischen Jesuitenpaters Paolo Dall’Oglio verantwortlich gemacht, der im August vergangenen Jahres aus der Region verschleppt wurde.

Quelle: Fidesdienst

Bild: Evita Gründler


Syrien: Christen fliehen aus der von „Rebellen“ belagerten Stadt Aleppo

Der armenisch-katholische Erzbischof von Aleppo, Boutros Marayati, erklärte gegenüber dem vatikanischen Fidesdienst:

“In den vergangenen Wochen gab es eine neue Auswanderungswelle unter den Christen in Aleppo. Die Familien haben das Ende des Schuljahres abgewartet und dann ihre Koffer gepackt und die Häuser abgeschlossen, um über die einzige noch befahrbare Ausfahrtsstraße in den Libanon zu fliehen. Vielleicht werden sie in vier Monaten zurückkommen. Vielleicht kommen sie nie mehr zurück.“ weltverfolgungsindex_2014

Dabei schildert er konkrete Einzelheiten der Auswirkung der Belagerung der Stadt durch regimefeindliche Milizen: “Mehr als eine Woche lang hatten wir kein Wasser“, so der Erzbischof, “Strom gibt es immer noch keinen. Wenn es Wasser gibt, gibt es keinen Strom, wenn es Strom gibt, stellen sie das Wasser ab.

Die belagerte Stadt und die Regionen, in denen sich das große Stromwerk und die Wasservorräte befinden, sind in den Händen der Rebellen, die den Hahn auf und zudrehen, damit die Regierung zu Verhandlungen mit ihnen bereit ist. Wir bleiben hier bei den Menschen und erleben dies alles mit, doch wir verstehen nicht, was um uns herum geschieht”.

Quelle: Fidesdienst / Grafik: Open Doors


Syrien: „Rebellen“ kreuzigen ihre Gegner

Im syrischen Bürgerkrieg greifen radikal-islamische Rebellen zu immer brutaleren Mitteln. Sie bringen ihre Gegner auch durch Kreuzigungen um.

Die Extremistengruppe „Islamischer Staat im Iran und Syrien“ (ISIS) ermordete Anfang Mai sieben Männer, die eine Granate auf ihre Kämpfer geworfen hatten. Zwei Täter wurden in Raqqa gekreuzigt und zur Schau gestellt. BILD0167

Papst Franziskus zeigte sich erschüttert. Er habe geweint, als er von der Kreuzigung erfahren habe, sagte er in einem Gottesdienst.

Bereits im Januar hatte ISIS zehn Männer geköpft und die Häupter öffentlich ausgestellt. Sogar das Terrornetzwerk El Kaida distanzierte sich von den Aktionenen.

Der Sprecher der Hilfsaktion Märtyrerkirche in den USA, Todd Nettleton, berichtet, dass sich der Bürgerkrieg seit März stetig verschlimmere. Gleichzeitig zollten immer mehr gemäßigte Muslime den Christen Respekt, die besonders unter Verfolgung zu leiden haben.

Früher seien sie als „Ungläubige“ abqualifiziert worden; heute bezeichne man sie vielfach hochachtungsvoll als „die Bibelmenschen“. Durch ihr Zeugnis aufopferungsvoller Liebe seien hunderte, wenn nicht tausende Muslime zum Glauben an Jesus Christus gekommen.

Im über drei Jahre währenden Bürgerkrieg sind schätzungsweise über 150.000 Menschen ums Leben gekommen; mehr als drei Millionen Syrer befinden sich auf der Flucht. 

Quelle: http://www.idea.de

Foto: Evita Gründler


Syrien: Islam-Rebellen aus der Türkei verschleppen christliche Armenier

Mehrere ältere Menschen aus Kessab, im Nordosten Syriens, der mehrheitlich von christlichen Armeniern bewohnt wird und in den vergangenen Wochen von oppositionellen Gruppen überfallen wurde, sind von radikal-islamischen Rebellen in die Türkei deportiert worden, ohne dabei ihren Bestimmungsort zu kennen. Dies teilen Beobachter aus armenischen Kreisen mit.  152_0

In den vergangenen Tagen hatten die türkische Presse von der angeblichen Flucht von 18 Armeniern aus Kessab berichtet, die nach dem Überfall der Rebellen in den türkischen Dürfen Yayladagı und Vakif Zuflucht gefunden haben sollen. Dieser Nachricht wurde im Vorfeld es 100. Jahrestages des Genozids der Armenier in der osmanischen Türkei ein besonderes Augenmerk gewidmet.

Nachforschungen armenischer Medien konnten die Details der Art und Weise der Übersiedelung der syrischen Armenier in türkisches Staatsgebiet rekonstruieren.

Wie ältere Frauen berichten, die im türkischen Dorf Vakif untergebracht wurden, sprachen die Männer, die ihre Wohnungen überfielen, türkisch und brachten die noch wenigen in Kessab verbliebenen älteren Menschen in die Türkei, nachdem die meisten jungen Einwohner bei der Ankunft der Rebellen in die Küstenregion geflohen waren.

Die Zwangsumsiedlung fand unter für ältere Menschen unzumutbaren Bedingungen statt.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst