Außenminister Steinmeier zum Mordanschlag in der Jerusalemer Synagoge

Außenminister Steinmeier erklärte heute (18.11.) am Rande seines Besuches in Kiew zu den tödlichen Anschlägen auf Gläubige in einer Synagoge in Jerusalem: 

„Ich bin zutiefst erschüttert über die Nachrichten aus Jerusalem. Dass Gotteshäuser zum Schauplatz von tödlichen Angriffen auf unschuldige Gläubige werden, ist eine schreckliche Grenzüberschreitung in einer ohnehin extrem angespannten Lage.

Unser Mitgefühl ist mit den Angehörigen der Opfer, ich wünsche den Verletzten baldige Genesung.

Foto: Steinmeier mit Ministerpräsident Netanjahu

Ich war erst vor wenigen Tagen in Jerusalem und konnte spüren, wie aufgeladen die Atmosphäre dort ist. Das, was jetzt geschehen ist, ist eine Tragödie.

Ich hoffe, dass das nun auch ein lauter Weckruf ist. Die Spannungen können schnell zum gewaltsamen Ausbruch kommen. Die Überlagerung der zahlreichen ungelösten politischen Fragen mit religiöser Konfrontation gibt einem ohnehin ernsten Konflikt eine neue gefährliche Dimension.

In Amman haben sich der jordanische König und der israelische Ministerpräsident auf einen vernünftigen und besonnenen Umgang mit der schwierigen Lage auf dem Tempelberg/Haram al-Scharif verständigt. In diesem Geist sollten die Verantwortlichen auch in dieser schwierigen Lage agieren.“

Quelle (Text/Foto): http://embassies.gov.il/berlin/Pages/default.aspx

 


Außenminister Steinmeier trauert um ermordeten Jesuitenpater in Syrien

Der deutsche Außenminister Steinmeier erklärte am heutigen Dienstag nach der Ermordung von Pater Frans van der Lugt in Syrien:
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„Der Mord an Pater Frans van der Lugt erfüllt uns mit großer Trauer. Pater Frans hat sich in aufopferungsvoller Weise für die Menschen in Homs eingesetzt, die er auch in der größten Bedrängnis nicht alleine lassen wollte. weisselberg_memoriam
Mit großer Beunruhigung verfolgen wir, dass in zunehmendem Maße religiöse Minderheiten, auch Christen, Ziel von Übergriffen islamistischer Terroristen werden.
In diesem Zusammenhang fordern wir die sofortige Freilassung der entführten Vertreter christlicher Kirchen, darunter Jesuitenpater Paolo Dall’Oglio, der Metropolit der syrisch-orthodoxen Kirche, Mar Gregorius Yoanna Ibrahim, sowie der Metropolit der griechisch-orthodoxen Kirche, Boulos Yazigi.“
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Hintergrundinfos:
Pater Frans van der Lugt war seit fünf Jahrzehnten für den Jesuitenorden in Syrien tätig. Er setzte sich vor allem im Bildungsbereich ein und unterstützte zahlreiche Projekte für Menschen mit Behinderungen. Zuletzt war er in der von Regierungstruppen belagerten Stadt Homs tätig.
Die Hintergründe seiner gestrigen Ermordung sind unklar. Frans van der Lugts jesuitischer Konfrater Paolo Dall’Oglio wurde im Juli 2013 entführt. Sein Schicksal ist weiterhin ungeklärt.
Die Metropoliten der syrisch-orthodoxen Kirche, Mar Gregorius Yoanna Ibrahim, und der griechisch-orthodoxen Kirche, Boulos Yazigi  –  beide aus Aleppo  – wurden vor fast einem Jahr entführt.

Internetangebot des Auswärtigen Amts: www.auswaertiges-amt.de