Münster: Prof. Michael Wolffsohn über Deutschland und Israel in den 50er Jahren

Von Felizitas Küble

Der deutschjüdische, in Israel geborene Historiker Dr. Michael Wolffsohn  – er lehrte jahrzehntelang an der Münchner Bundeswehr-Universität – hielt am vergangenen Montag (3. Juli 2017) einen ebenso tiefschürfenden wie humorvollen Vortrag im Theater von Münster.

Er war prominenter Gast in der Reihe „Gelehrte im Theater“ (siehe Einladungsplakat).

Der  – auch durch Radio und Fernsehen bekannte  – Geschichtswissenschaftler und erfolgreiche Buch-Autor sitzt seit langem „zwischen allen Stühlen“:

Nicht nur, daß er als jüdischer Deutscher  –  so versteht er sich ausdrücklich selber  –  eine christliche Frau geheiratet hat, daß er lebensgeschichtlich sowohl mit unserem Staat wie auch mit Israel verbunden ist; er wird seit Jahrzehnten sowohl von ultrarechten wie von linksradikalen Gegnern attackiert, zumal er in kein Schema paßt.

Die Anti-Wolffsohn-Allergie von linker Seite dürfte damit zusammenhängen, daß dieser unabhängig denkende Historiker dem Zeitgeist durchaus nicht nach dem Munde redet:

Die Wiedervereinigung befürwortet er ebenso (vgl. sein Buch „Keine Angst vor Deutschland“) wie eine klassische Familienpolitik (diesbezüglich übte er in den 90er Jahren z.B. Kritik an Ministerin Rita Süssmuth).

Prof. Wolffsohn würdigt zudem die Friedensliebe der deutschen Heimatvertriebenen und deren „Charta“ des Gewaltverzichts von 1950 (das tat er ausdrücklich auch bei seinem Vortrag in Münster). Er bedauert, daß die palästinensische Seite nicht ebenso gewaltfrei denkt und handelt wie diese deutschen Landsmannschaften.

Er deckt gewisse linke Lebenslügen au und rückt auch geschichtspolitisch einige Stühlchen zurecht, so wenn er z.B. darüber informiert, daß die zahlreichen antisemitischen Aktionen (Friedhofsschändungen, judenfeindliche Drohbriefe etc), die in Westdeutschland Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre weltweites Aufsehen erregten, vom kommunistischen Ostblock (vor allem „DDR“ und Sowjetunion) gesteuert wurden. Darüber klärt er u.a. in seinem Buch „Die Deutschland-Akte“ mit eindeutiger Faktenlage auf  –  auch in Münster ging er auf diese Causa ausführlich ein.

Seine Rede, die neben ersten politischen Themen zugleich mit bewegenden persönlichen Lebenserinnerungen und originellen Anekdoten gespickt war, wurde von den Zuhörern im vollbesetzten Saal mit langanhaltendem Beifall quittiert.

Nach seinem Vortrag war der Autor, der zwischendurch aus seiner soeben veröffentlichten Familiengeschichte („Deutschjüdische Glückskinder“) vorgelesen hatte, gut damit beschäftigt, die vielen Signierwünsche jener Besucher zu erfüllen, die eines seiner Bücher kauften und um ein Autogramm baten  – oder gerne mit ihm persönlich sprechen wollten. Er hatte für alle interessierten Leute ein freundliches Wort und ein offenes Ohr.

Prof. Wolffsohn, der Mitte der 50er Jahre mit seinen Eltern nach Deutschland einwanderte, erlebte seine Kindheit im Heiligen Land, das sich damals als Staat Israel im Aufbau befand. Sein Großvater Karl Wolffsohn war während der NS-Diktatur als Jude verhaftet worden, konnte aber gottlob mit Frau Recha und den Kindern noch rechtzeitig flüchten.

Deutsche Juden, die nach Israel einwanderten und oft in deutschen „Ghettos“ lebten, wurden dort gerne etwas spöttisch als „Jeckes“ bezeichnet – angeblich wegen ihrer korrekt-bürgerlichen Kleidung samt Jacket (Jackentragen auch während der Arbeit in der Landwirtschaft, im Kibbuz etc.)

Wolffsohns Eltern und Großeltern wurden im Heiligen Land nicht so richtig heimisch; die wirtschaftlichen Probleme waren zudem immens, der junge Staat anfangs ziemlich sozialistisch orientiert, was ebenfalls nicht zur bürgerlichen Einstellung der Wolffsohn-Familie paßte.

Zudem gab es vor allem durch die deutsche Sprache noch erhebliche geistige Verknüpfungen mit der früheren Heimat.

Freilich saß auch die Enttäuschung tief in den Knochen und der Seele, zumal gerade die alteingesessenen Juden insgesamt besonders deutsch-patriotisch dachten und lebten; sie waren nicht etwa nur integriert, sondern assimiliert (angeglichen); sie teilten weitgehend das gleiche Lebensgefühl und Kulturempfinden wie die nichtjüdischen Deutschen  – einschließlich der „deutschen Tugenden“ etc.  Die meisten Juden wollten dies so beibehalten und sogar noch steigern.

Doch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft sorgte  – so Wolffsohn  –  für ein Ende dieses Wunschtraums, der zum Alptraum wurde – und damit zum Trauma von Generationen jüdischer Verfolgter und Überlebender.

Die Nachkriegszeit war geprägt vom „Kalten Krieg“ zwischen den Westmächten und der kommunistischen Sowjetunion. Die USA  – und allgemein die NATO, das westliche Verteidigungsbündnis  –  benötigte die Bundesrepublik Deutschland nicht nur als Handelspartner, sondern vor allem als Bollwerk gegen den Ostblock und besonders die „DDR“.

Daher folgte die Einführung der Bundeswehr und die sogenannte „Wiederbewaffnung“, die damals sehr umstritten war, aber von Kanzler Adenauer  – der sich als langfristig denkender Staatsmann erwies – befürwortet und durchgesetzt wurde.

FOTOS: Prof. Wolffsohn signiert seine Bücher und unterhält sich mit Zuhörern

Adenauer sorgte bei seinen Verhandlungen mit dem israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion zugleich dafür, daß es zu Wiedergutmachungs-Vereinbarungen mit dem jüdischen Staat gekommen ist – dies hatte laut Wolffsohn sowohl „moral- wie realpolitische“ Gründe.

Diese Staatszahlungen wurden in Israel sehr kontrovers und heiß debattiert – besonders deutschlandkritische Politiker wie z.B. Begin sprachen damals von „Blutgeld“. Doch die dortige Staatsführung wußte, daß die Wiedergutmachungsleistungen Deutschlands für den weiteren Aufbau des eigenen Staates lebensnotwendig waren.

Positiv äußerte sich Wolffsohn auch über die freie und soziale Marktwirtschaft, die Ludwig Erhard bzw. CDU und FDP in den 50er Jahren – durchaus gegen Widerstand von linker Seite –  einführten. Diese Wirtschaftsform jenseits von staatsplanerischem Sozialismus und unbeschränktem Kapitalismus habe zum Erfolg geführt und das sogenannte „Wirtschaftswunder“ in Deutschland erheblich begünstigt.

Alte Nazis, das verdeutlichte Prof. Wolffsohn in seinem Vortrag, gelangten keineswegs nur in Westdeutschland in wichtige Stellungen, sondern auch in der „DDR“, wenngleich dies von der dortigen kommunistischen Führung bestritten wurde   – aber die Aktenlage ist eindeutig.

Der Historiker bezeichnete die Wiedereinsetzung von politisch belasteten Personen in ihr Amt grundsätzlich als „funktionale Notwendigkeit“. Naive Vorstellungen von einem kompletten personellen Neuanfang nach einer Diktatur seien illusionär, wie die Weltgeschichte sei jeher aufzeige. Im moralischen Ideal-Sinne sei eine wirklich „erfolgreiche“ Vergangenheitsbewältigung insofern gar nicht möglich.

Der Geschichtsprofessor erklärte abschließend, daß das deutsche Wort „Geschichte“ den Sachverhalt einzigartig gut bezeichne; es sei weltweit der beste Begriff hierfür:  Geschichte bestehe aus mehreren „Schichten“, die gleichsam aufeinander lagern bzw. übereinander liegen. Man könne die obere Schicht nur richtig verstehen, wenn man die darunterliegenden Schichten berücksichtige.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Lungenschmids „Jenseitsreisen“: Allerlei Richtigkeiten sowie theologischer Unsinn

Von Felizitas Küble

Seit Jahren tourt Helmut Lungenschmid durch deutsche und österreichische Lande, um von Ort zu Ort jenes „Sterbe-Erlebnis“ zu schildern, das er als 15-jähriger Junge erfahren haben will – und zwar beim Zahnarzt. Sicherlich für eine Nahtoderfahrung eine recht ungewöhnliche Stätte, doch der Redner begründet das Vorkommnis mit einer Überdosierung der Betäubung…

Wie dem auch sei: Tatsache ist jedenfalls, daß die Visionen und Einsprechungen, die Lungenschmid   – eigenen Angaben zufolge  –  seinerzeit als Jugendlicher erlebte und nach 42 Jahren erstmalig veröffentlichte, auf ein fromm-naives Publikum eindrucksvoll wirken mögen, aber nicht einmal einer einfachen theologischen Prüfung standhalten.

Derzeit befindet sich der Autor wieder auf einer Vortragsreise von Deutschlands Süden bis zum Norden: An Fronleichnam (14.6.) sprach er im westfälischen Hembergen vor rund 100 Zuschauern, am Tag zuvor war er in Obereschach bei Ravensburg (Oberschwaben).

Wir haben uns im CHRISTLICHEN FORUM bereits im Jahre 2011 über Lungenschmids „Nahtoderfahrung“ geäußert: https://charismatismus.wordpress.com/2011/11/03/gelang-helmut-lungenschmids-ein-%e2%80%9eblick-ins-jenseits%e2%80%9c/

Auf die im Raum stehende „Frage“, warum er seine Jenseitsvisionen erst nach über 40 Jahren in Buchform brachte, antwortet der Verfasser gleich auf der Titelseite (siehe Foto): „Den Zeitpunkt, mit diesem Erlebnis an die Öffentlichkeit zu gehen, bestimmte im Jenseits die Gottesmutter selbst.“  – Diese praktische, um nicht zu sagen unschlagbare Ausrede „Auskunft“ erwähnt Lungenschmid auch in seinen Einladungszetteln zu den Vorträgen.

Kritisches Nachfragen scheint sich insoweit zu erübrigen  – wobei gleichwohl ungeklärt bleibt, ob der hohe Preis (22 €) der ziemlich billig produzierten Publikation (große Schrift, Paperback, nur 1 Foto) samt den überdimensionalen Versandkosten (von Österreich nach Deutschland: 9,50 €) wohl auch auf Eingebung höherer Gewalten entstanden sein mag.

Für den kommenden 2. Band werden übrigens satte 33 € angekündigt  – alle Daten sind auf des Autors Webseite nachlesbar: http://www.meinsterbeerlebnis.com/medien-bestellung/

Nun wissen wir es also  – dank Helmut Lungenschmid und dem Untertitel seines Buches: „Himmel – Hölle – Fegefeuer  –  gibt es doch!“

Seit zweitausend Jahren lehrt die Kirche genau dies auch ohne Jenseitsvisionen, doch so mancher Fromme sucht wohl unterschwellig  – also doch Kleinglaube?  – nach einer Art „Bestätigung“ mittels besonderer Erlebnisse.

Die kann der Autor auf über 350 Seiten freilich kreativ liefern  – den 2. Band nicht mitgerechnet.

Lungenschmid: Christus ist nicht GOTT in Ewigkeit

Was der Knabe damals auf dem Zahnarztstuhl in kurzer Zeit alles an bücherfüllenden Erlebnissen und Erkenntnissen erfuhr, scheint ihm gleichwohl ein merkwürdiges „Gottesbild“ vermittelt zu haben, ganz zu schweigen von zahlreichen theologischen Irrtümern, sogar über den Erlöser selbst, wobei indirekt, aber in der Sache eindeutig sogar die Gottheit Christi geleugnet wird:

Auf S. 93 heißt es schon im Zwischentitel in fetter Schrift: „Jesus hat im Gegensatz zu Gott Vater einen Anfang.“ 

Da Christus GOTT ist, existiert ER in Ewigkeit, folglich ohne Anfang und Ende. (Anders ist dies bei der menschlichen Natur Jesu, die natürlich einen Beginn kennt.)

GOTT ist nicht nur unsterblich wie die menschliche Seele (ohne Ende), sondern ewig  – also unerschaffen, ohne Anfang. Gott-Vater ist innerhalb der heiligen Dreieinigkeit zwar gleichsam das Ursprungsprinzip, was aber nicht bedeutet, daß die anderen beiden göttlichen Personen einen „Anfang“ hätten, denn die ganze dreifaltige Gottheit ist unerschaffen und ewig, also ohne Anfang  – dies ist ein unabdingbares Wesensmerkmal das Göttlichen.

Lungenschmid schreibt zunächst zutreffend, daß es für den Menschen als geschaffenes Wesen einen Anfang gibt. Er fährt fort: „Aber nicht so verhält es sich bei Gott, der keinen Anfang und kein Ende hat.“ – Auch richtig, doch dann folgt jener erwähnte häretische (irrlehrende) Satz über Christus „mit Anfang“.

Er führt diese für die Christenheit „bahnbrechende“ Erkenntnis auf Gott-Vater selbst zurück, denn dieser habe ihm erklärt: „Jesus hatte einen Anfang und jetzt aber auch kein Ende.

Dies stelle, so schreibt der Autor mit Berufung auf „Gott-Vater“ weiter, gewiß ein „großes Geheimnis“ dar, das ihn freilich „sehr nachdenklich“ gemacht habe  – immerhin räumt Lungenschmid ein, daß er „bis zu diesem Zeitpunkt der Meinung war, dass es Jesus doch auch immer schon gegeben hätte“.

Folglich ließ sich der Jenseitsreisende durch einen Irrgeist (sei es nun sein eigener oder ein „unter-natürlicher) von einer richtigen zu einer falschen Ansicht verführen.

Offenbar knabberte der Verfasser durchaus an dieser neuen „Einsicht“, denn er schreibt zum dritten Mal: „Nein  – Jesus hatte tatsächlich einen Anfang, wie mir Gott ganz persönlich versichert hatte“  –  nun denn, gegen Visionen ist natürlich kein theologisches Kraut gewachsen.

Betet Maria den Rosenkranz mit den Armen Seelen?

Das Buch wimmelt von weiteren inhaltlichen und logischen Fehlleistungen, wobei schon die Seite zuvor wieder ein handfestes Beispiel liefert:

Auf S. 92 heißt es nämlich, daß die Madonna bei ihren „Erscheinungen im Fegefeuer jedes Mal den Rosenkranz gemeinsam mit den Armen Seelen betete“.

Auf S. 217 erzählt der Autor von einer Vision, bei welcher die Gottesmutter selber den „Engel des HERRN“ betete, wobei gar die „Grundfesten der Hölle erschüttert“ worden seien, so daß die Unterwelt „einzustürzen drohte“. Leider hat es nicht ganz geklappt, die Hölle ging bei der schönen Gelegenheit nicht wirklich unter  –  aber fest steht jedenfalls, daß die selige Jungfrau weder den Rosenkranz noch den „Engel des Herrn“ bzw. Angelus selber betet.

Wer es nicht fassen kann, der möge sich die dazugehörenden Gebete selber aufsagen und dabei theologisch bis fünf zählen.

Offenbar ist Herr Lungenschmid  –  Jenseitserlebnisse hin oder her  –  damit erheblich überfordert.

Wir werden sein Buch bei nächster Gelegenheit gerne einer weiteren Durchsicht unterziehen….

Unsere Autorin Felizitas Küble ist Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Verlags in Münster


Wir trauern um Günter Mayer, unseren Freund, Unterstützer, Ratgeber und Autor

Von Felizitas Küble

Am späten Abend des 20. Mai ist Günter Mayer aus Kaiserslautern im Alter von 83 Jahren im Krankenhaus verstorben. Dieses treffende Porträtgemälde hat der Künstler und Pfadfinder-Autor Otto Lohmüller von ihm gezeichnet. 

Günter Mayer ist Justizoberamtsrat i.R., er war  Dozent an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen; ist Autor zahlreicher Bücher, zudem seit 2003 stellv. Vorsitzender unseres gemeinnützigen Christoferuswerks eV, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Er war jahrzehntelang ehrenamtlich in der katholischen Jugendarbeit (KJG) in Leitungsaufgaben tätig  – von der Jungschargruppe bis zur Bistumsebene. Diese lebenspraktische, bodenständige Erfahrung kam auch seinen Büchern zugute.

Günter verfaßte spannende und lehrreiche Kinder- und Jugendliteratur sowie Ratgeber und Sachbücher, die auch für Laien verständlich sind, außerdem juristische Fachliteratur. Er schrieb fundierte Artikel für dieses CHRISTLICHE FORUM und für die Zeitschrift „Theologisches“.

Unser „jugendbewegter“ Günter Mayer hat unserem KOMM-MIT-Jugendverlag und dem Christoferuswerk jahrzehntelang mit Rat, Tat und praktischer Unterstützung zur Seite gestanden. Noch vor ca. einem Jahr reiste er gemeinsam mit einem Nachbarn nach Münster, um unsere Vereinssitzung in seiner ebenso kompetenten wie freundlichen Art zu leiten.

Wie ich heute von einem seiner besten Freunde aus Kaiserslautern erfuhr, ist unser Günter im Vertrauen auf Gott und auf die Fürsprache der Madonna gut vorbereitet in die ewige Heimat eingegangen, wobei er ganz klar ahnte, daß er sich auf seiner letzten irdischen Wegstrecke befand.

Wir sind in Gedanken und Gebeten weiter mit Günter verbunden und wünschen ihm die immerwährende Freude im Reiche Christi: R.I.P.

HIER einige Bücher aus der Kinder- und Jugend-Literatur von Günter Mayer:

 

Dazu kommt dieses Teenager-Buch „Steffens letzte Ferien“ (ab 13 Jahren) von G. Mayer (Preis hier 12,50): https://charismatismus.wordpress.com/2012/06/19/buch-tip-steffens-letzte-ferien-jungenleben-anno-1970-zwischen-susi-und-franziska/

Interessierte können alles bei uns bestellen: Tel. 0251-616768  – Mail: felizitas.kueble@web.de

 

 


Kritischer Zwischenruf eines deutsch-israelischen Autors zur Politik der EU

Von Klaus Moshe Pülz

Zu den weltweiten Endzeitzeichen gehört auch die Vergemeinschaftung der Schulden im Zuge einer europäischen Haftungsunion.
Fest steht, daß es der deutschen Bevölkerung noch niemals so gut ging wie in der Aufbauphase der Bundesrepublik Deutschland unter den Wirtschafts- und Finanzministern Erhard und Schiller. Erst die Insistierungen des französischen Präsidenten Mitterand veranlaßten den deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl, die harte und zuverlässige Deutsche Mark einer dubiosen europäischen Gemeinschaftswährung zu opfern; einer Währung, die von den Maastrichtverträgen her definiert wurde und die keine Verschuldung über drei Prozent zuläßt.
 .
Kein Land hatte sich an diese Kriterien gehalten. Die unfähigen Juristen hatten bei den Vertragsverhandlungen nicht einmal einen Liquidationsparagraphen berücksichtigt, der bei betrügerischen Falschinformationen eines Mitgliedslandes wie Griechenland den Ausschluß vorsieht.
 .
Im Gegenteil: Griechenland erhält zum dritten Mal Milliardenchargen für seine marode Wirtschaftspolitik, bei der die Reichen noch immer nicht zur Kasse gebeten werden, wobei die Steuerfahndung noch immer nicht funktioniert, so daß reicher Griechen in Luxemburg, Panama, Singapur und anderen Steueroasen ihre Geldüberschüsse und fälligen Steuern verstecken.
 .
Ausgerechnet der Europäische Kommissionspräident Jean-Claude Juncker weiß sehr wohl um diesen permanenten Betrugsprozeß in seinem Lande und genießt noch immer die Vorteile seines hohen Amtes.
 .
Als erster Austauschschüler nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen Deutschland und Frankreich und seit 58 Jahren Ehemann einer Französin kenne ich bestens die Verhältnisse in Frankreich und weiß allzu gut, wie neidisch die Franzosen wegen der Wirtschaft und der harten DM-Währung ihrer deutschen Nachbarn eine Ablösung der DM geradezu herbeisehnten. Ohne sein Volk im Zuge eines Referendums zu befragen, ließ sich Kohl auf diesen irrwitzigen Deal ein, so daß sich daraus eine Gemeinschaftswährung verschiedener Geschwindigkeiten entwicklte. 
 .
Zu allem Überfluß stellte der zahlungskräftigste Staat Deutschland mit 27 Prozent in die Brüsseler Kasse nicht einmal den Präsidenten der Europäischen Zentralbank EZB, sondern ausgerechnet mit Mario Draghi ein Italiener, der bei Goldman-Sachs in die Schule ging.
Gerade er sorgt mit dem Aufkauf maroder Anleihen dafür, daß seine italienischen Banken solvent bleiben – auf Kosten der deutschen Sparer, die zum ersten Mal in der deutschen Nachkriegsgeschichte für ihre Einlagen keinerlei Zinsen mehr erhalten.
 .
Dafür schwärmen die gleichgeschalteten Medien von Exportüberschüssen, weil auf diese Weise deutsche Waren wegen der billigen Kredite günstiger im Einkauf sind. An die wachsende Kinderarmut und die 21 Millionen Renter, die bislang auch von ihren Zinsen lebten, sprechen die abgehobenen Politiker nicht. Fürwahr ein Skandal.
 .
Aus Mangel an Wahlmöglichkeiten wählten die Bundesbürger sogar in NRW die SPD ab. Es ist der AfD aufgrund ihrer Tölpelhaftigkeit zu verdanken, daß sie aus den   Startlöchern nicht herauskommt. Zuviel Querelen zermürben diese Partei, die eigentlich gute Denkansätze zeigt, damit es in Deutschland endlich gerechter zugeht.
 .
Vor allem der Zuzug von muslimischen Wirtschaftsflüchtlingen, die nicht einmal von reichen arabischen Ölstaaten aufgenommen werden, verändern das Gesicht des dereist jüdisch-christlichen Abendlandes in einen Mullah-Staat.
 .
Wir hier in Israel wissen dies besser zu beurteilen und verstehen eine solche deutsche Politik keineswegs; noch weniger, wenn der junge Usurpator Macron auf einen europäischen Finanzminister drängt, der dann direkte Verfügungsgewalt auf die deutschen Steuergelder hätte, ohne jemals vom Volke direkt gewählt worden zu sein.
 .
Von der theologischen Seite her können wir eine solche Entwicklung aus Matthäus Kap. 24 ableiten, wo im Rahmen der eschatologischen Entwicklung von Kriegen und Kriegsgeschrei, von falschen Propheten (Mohammed), teurer Zeit, Lieblosigkeit, Unmoral etc. die Rede ist.
 .
Dabei versagt gerade die Kirche, um im Staat für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen, anstatt sich zu allen Zeiten konformistisch anzupassen. Unser Messias-Christus hat hier andere Auffassungen vertreten, wenn er sich nicht mit den Herrschenden identifizierte, sondern mit dem Mann auf der Straße (hebr.: am ha’aretz).
 .
Ich kann daher nur hoffen und wünschen, daß dieser mein Zwischenruf auf fruchtbaren Boden fällt zum Wohle jenes Volkes, wo einst meine Wiege stand!  
 .
Schalom aus Israel
Klaus Moshe Pülz
 
Unser Autor, der judenchristliche Publizist Klaus M. Pülz, wirkt als Publizist und Prediger in Deutschland und Israel; er leitet die “Messianische Bekenntnisgemeinschaft” sowie den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt seit Jahrzehnten die Zeitschrift “Bote Neues Israel” heraus. 

Deutsch-israelischer Autor Pülz kritisiert Merkels Politik zu Islam und Asyl

Von Klaus Moshe Pülz

Ich habe hier in Israel bereits etliche Gespräche mit Bürgern geführt, die klarer sehen als Frau Merkel. Mit diesem Europa verschiedener Geschwindigkeiten zahlt die Zeche vor allem das deutsche Volk, indem es den finanziellen Ausgleich schaffen muß als Geldgeber für die südeuropäischen Olivenstaaten, deren Levantinismus die Deutschen finanzieren müssen.
 .
Natürlich ist es ein Hohn für die Wähler, wenn ausgerechnet die CDU ein solches Wahlplakat (siehe Foto) über die mangelhafte Sicherheit der Bundesbürger erstellt, wo sie selbst für den Influx gewaltbereiter Muslime verantwortlich ist.
.
Ich werde in einer Pressekampagne hier in Israel auf dieses Thema zurückkommen, denn viele Israelis sprechen mich ohne Aufforderung auf die desolate Lage in Europa an und fragen, was mit den Deutschen los sei, die sich von einer ehemaligen DDR-Funktionärin an der Nase herumführen lassen.
 .
Dies ist nicht nur ein Skandal, sondern bereits eine Tragödie, wie die abendländische Kultur während einer einzigen Generation demontiert wird. Ich selbst erkenne darin ein Gericht Gottes, weil das Christentum nur noch fakultativ als Alternativreligion gesehen und bewertet wird neben all den anderen Pseudo-Religionen.
 .
Jesu Absolutheitsanspruch aus Joh. 14,6 ist demzufolge nicht mehr tragbar, weil dies dem Wahrheitsanspruch anderer Religionen widerspricht. Dies jedoch ist bereits der geistige Beginn des für die Endzeit vorhergesagten  antichristlichen Weltreiches, was schließlich zur Verfolgung der noch echten und wahrhaften Christen führen wird.
 .
Ich rechnete meinen israelischen Gesprächspartnern vor, daß zu den bereits vorhandenen 4,5 Millionen Muslimen durch den ungezügelten Zustrom weiterer 1,5 Millionen Muslime deren Kontingent auf mindestens 6 Millionen gestiegen ist, wobei die Muslime in Deutschland als geburtenstarke Minorität in zunehmender Konkurrenz zur Stammbevölkerung anwachsen wird, zumal der Familiennachzug das Tempo der Fremdbestimmung dieser desaströsen Entwicklung noch forcieren wird.
 .
Die Ungeschicktheit der AfD wird ihr den Durchbruch leider nicht verschaffen, wie auch Le Pens Vergleich zwischen Muslimen und Juden in ihrem Lande, wonach aus Gleicheitsgründen auch für Juden eine doppelte Staatsbürgerschaft verboten warden soll. Auf meine diesbezügliche Eingabe bei Marine Le Pen erhielt ich keine Antwort.
 .
Gerade heute hatten wir bei unseren Gesprächen auf jene Lindauer Nobelpreisträger-Konferenz hingewiesen gehabt, wonach man aus den Maastricht-Verträgen eine Schulden-Union gemacht hat, die den deutschen Sozialstaat ruinieren wird. Daher ist Frau Merkel in ihrem Größenwahn zu einer ernsten Gefahr für die ökonomische und sicherheitspolitische Lage Deutschlands geworden.
.
Aus Mangel an Alternativen wird sie höchstwahrscheinlich erneut als Regierungschefin wieder gewählt werden, was das Schicksal Deutschlands besiegeln wird – auch in den Augen Gottes!
 .
Gestern konnte man in „Kulturzeit“ (3-Sat-Sender) aus dem Munde eines in Münster tätigen, sog. Islam-Wissenschaftler erfahren, daß der Islam angeblich friedliebend und barmherzig sei. Dabei wurde der Offenbarungsgeist des falschen Propheten Mohammed, Allah, als wahren Gott der Bibel ausgegeben. Diese Fälschung ist der Anfang vom Ende des jüdisch-christlichen Glaubensgefüges. Daher ist es eine dreiste Lüge, Bibel und Koran auf eine Stufe zu stellen. Somit gehört der Islam zu keiner Zeit zu Deutschlands Kultur!
 
Falls sich keine Bußbewegung entwickelt, die sich auch in der Tagespolitik auswirkt, geht der geistige und soziale Abstieg in Deutschland beschleunigt weiter, da jeder Glaubensabfall, der nicht durch innere Umkehr aufgehalten wird, zu einer Eigendynamik führt, die der Heiland Israels in Matth. 24,21 ff. so treffend vorhergesagt hat.
.
Unser Autor, der judenchristliche Publizist Klaus M. Pülz, wirkt als Autor und Prediger in Deutschland und Israel; er leitet die “Messianische Bekenntnisgemeinschaft” sowie den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt seit Jahrzehnten die Zeitschrift “Bote Neues Israel” heraus. 

Wir trauern um Prof. Dr. Klaus Motschmann

Von Felizitas Küble

Schon seit Jahrzehnten sind wir  –  unser Christoferuswerk, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt  –  freundschaftlich mit dem Politologen und Autor Klaus Motschmann (siehe Foto) verbunden. Wir haben besonders seine tiefgläubige, freundliche, aufrichtige und mutmachende Art immer sehr geschätzt. motschmann

Der Politikwissenschaftler ist am gestrigen Freitag, den 9. Dezember, nach langer Krankheit im Alter von 82 Jahren in Berlin verstorben. Unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen, besonders seiner Frau, seinen Kindern und Enkelkindern.

Als ich heute mit seiner lieben Frau Dagmar Motschmann telefonierte, um sie etwas zu trösten und meine Anteilnahme auszudrücken, sagte sie mir zuversichtlich über ihren Mann: „Nun kann er schauen, was er geglaubt hat.“

Der engagierte Christ,  geboren am 4. März 1934, lehrte von 1972 bis 1997 an der Universität der Künste in Berlin.

Er studierte neben Politikwissenschaft auch evangelische Theologie, was sich u.a. in seinen fundierten Beiträgen zu kirchlichen und religiösen Themen zeigt, die oftmals in der konservativen Zeitschrift „Erneuerung und Abwehr“ erschienen sind.

In dieser von der „Evangelischen Notgemeinschaft“ herausgebrachten Publikation war Prof. Motschmann jahrzehntelang als ehrenamtlicher Schriftleiter tätig. Bittprozession Auftakt Katholikentagskreuz

Die Veranstaltungen dieser evangelikalen Vereinigung wurden häufig von linksradikalen Antifa-Gruppen gestört; Klaus Motschmann selbst wurde in Berlin sogar mit infamen „Steckbriefen“ (inkl. Porträtfoto und Kontaktdaten) seitens dieser fanatischen Szene diffamiert.

Oftmals veröffentlichte auch die Berliner Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT Motschmanns Beiträge zu Religion, Kultur, Zeitgeschichte und Politik, bisweilen auch seine ausführlichen Analysen zu Gegenwartsthemen. Er kritisierte schon früh den Linksrutsch in der CDU. 2010 war er einer der Erstunterzeichner des „Manifests gegen den Linkstrend“ in der CDU.

Der lutherische Christ war gegenüber katholischen Gruppen und Persönlichkeiten sehr aufgeschlossen und solidarisch. Vor allem schätzte er den Fuldaer Erzbischof Johannes Dyba, der besonders durch seinen Einsatz zugunsten der ungeborenen Kinder weit und breit große Bekanntheit erlangte.

Als ich im Frühjahr 2015 mit einigen Autoren wegen eines geplanten Gedenkbandes pro Dyba im Gespräch war, zeigte sich Prof. Motschmann sofort mit großer Freude bereit, ebenfalls einen positiven Artikel zu diesem Sammelband „Der Löwe von Fulda“ beizusteuern. Er skizzierte mir am Telefon sogar spontan die Grundlinien seines  geplanten Beitrags. Leider erlaubte es aber sein gesundheitlicher Zustand nicht mehr, diesen Artikel auszuformulieren, was er ebenso wie ich sehr bedauert hat.

P. Lothar GroppeAls unser KOMM-MIT-Jugendverlag Mitte der 90er Jahre von ultralinker Seite monatelang per Medienkampagne attackiert wurde, setzte sich Prof. Motschmann durch persönliche Ermutigungs-Briefe, tröstende Anrufe und öffentliche Stellungnahmen vehement für unser Team in Münster ein.

Er bestellte als langjähriger Bezieher 1994 sogar die Tageszeitung DIE WELT ab, nachdem dort verleumderische „Meldungen“ gegen unseren Verlag kritiklos übernommen worden waren.

Auch mit unserem jahrzehntelangen Freund und Mitstreiter, dem Jesuitenpater Lothar Groppe (siehe Foto), war Klaus Motschmann im besten Kontakt. Pater Groppe sprach mehrfach als Redner auf den Jahresversammlungen der „Evangelischen Notgemeinschaft“, deren Schriftleiter Motschmann war.

Beiden Persönlichkeiten gemeinsam war auch die Tatsache, daß sie von linksradikalen Antifa-Gruppen durch öffentlich aufgehängte „Steckbriefe“ attackiert und verleumdet wurden. Doch diese starkmütigen Männer ließen sich von derlei Angriffen nicht entmutigen oder zermürben, sondern unterstützten sich gegenseitig  – so sieht echte „konservative Ökumene“ aus.

Wir wollen den Verstorbenen nun Christus, unserem gemeinsamen HERRN, anbefehlen. Möge ER auch die Angehörigen trösten und stärken!

 


Prof. Wolffsohn kritisiert Kreuz-Verzicht von Kardinal Marx und Bischof Bedford-Strohm

Der deutschjüdische Historiker und Publizist Prof. Dr. Michael Wolffsohn hat sich am 8. November 2016 in BILD-online zur aktuellen Debatte um die Anne-Will-Sendung und die umstrittene Teilnahme einer vollverschleierten Islamisten-Muslima geäußert.

Foto: http://www.wolffsohn.de/Zugleich nahm der Münchner Geschichtswissenschaftler (siehe Foto) auch Stellung zum Verhalten von Kardinal Reinhard Marx und dem EKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm, die kürzlich auf dem Tempelberg in Jerusalem ihr Brustkreuz abnahmen, um damit einer Aufforderung von Islamvertretern nachzukommen.

Prof. Wolffsohn hält den beiden „obersten deutschen Kirchenvertretern“ vor, sie hätten „so wenig im Kreuz (sprich: Rückgrat“, daß sie „das Symbol des Christentums“ abgelegt hätten.

Der Historiker fügt hinzu: „Das hatte weder mit „Respekt“ etwas zu tun noch mit Toleranz, geschweige denn Akzeptanz (= Billigung) des Anderen in seinem Anders-Sein. Das war Unterwerfung und Selbstverleugnung.“

Aus der Sicht Wolffsohns ist es zudem eine christliche „Selbstverleugnung“, wenn „auf bayerischen oder anderen Bergen das Gipfelkreuz zersägt oder entfernt“ werde   – ebenso wenn „aus falscher Rücksichtnahme das Kruzifix in Schulklassen abgehängt“ werde.

Foto: http://www.wolffsohn.de/