Münster: Rechtswidriges Plakatieren von links mit Anti-Lebensrechtler-Aufruf

Von Felizitas Küble

Das linke Aktionsbündnis „für sexuelle Selbstbestimmung“ tritt vehement für die totale Abtreibungsfreiheit in Deutschland ein; die unter diesem Dach versammelten Gruppen von der SPD über „Pro familia“ bis zur Linkspartei wollen nicht einsehen, daß es sich bei der Tötung von Kindern im Mutterleib um Fremdbestimmung gegen wehrloses menschliches Leben handelt. 

Unter dem Motto „Mein Körper – Meine Entscheidung“ wettert das Bündnis von Abtreibungsbefürwortern derzeit gegen den Gebetszug von „EuroProLife“ am kommenden Samstag (16.3.)  in Münster, wobei es diesen Christen um Fürbitten für schwangere Frauen und ihre ungeborenen Babys geht. Die Prozession wird seit über zehn Jahren massiv von ultralinken Chaoten gestört und teils auch blockiert.

Die christlichen Lebensrechtler müssen jedesmal durch Hundertschaften von Polizisten, die mit zahlreichen Mannschaftswagen präsent sind, vor diesen Randalen geschützt werden. 

Auch diesmal haben Abtreibungsaktivisten wieder zu Protesten gegen die „1000 Kreuze-Aktion für das Leben“ aufgerufen. Allerdings scheuen Anhänger des Aktionsbündnisses nicht einmal davor zurück, eine wilde Plakatierung in mehreren Innenstadt-Straßen von Münster zu betreiben.

Als ich heute durch Münster radelte, sah ich allein im südlichen Abschnitt der Wolbecker Straße massenhaft Riesen-Poster an öffentlichen Laternen und vor allem an Verkehrsschildern angebracht (ebenso auch in der Aegidii-Straße).

Es handelt sich dabei um wildes Plakatieren, was eine rechtswidrige Sachbeschädigung darstellt  – und das ist bei der Größe dieser Plakate umso schlimmer, denn sie können Autofahrer und sonstige Verkehrsteilnahmer irritieren, vor allem – wie an diesem Foto-Beispiel – direkt an einer Kreuzung und neben einer  Ampel.

Aufschlußreich ist freilich, wer sich diesem linken Aktionsbündnis „Sexuelle Selbstbestimmung“ alles offiziell anschließt (die jeweiligen Organisationen sind direkt am unteren Rand des Plakates vermerkt):

Neben der Linkspartei, der Solid-Linksjugend, dem Lesbischen Kulturverein, den Grünen, den ultralinken „Falken“, Pro Familia (der Verein  müßte „Contra Familia“ heißen), der SPD, dem Atheistenverband, den Jusos, dem DGB und der GEW findet man dort  – man lese und staune – auch den „Deutschen Ärztinnenbund“ und den „Verband alleinerziehender Mütter und Väter“.

 

 


Weihnachten erinnert uns daran: Kinder sind ein Grund zur Freude!

Von Dennis Riehle

Vor einigen Wochen besuchte ich einen Vortrag. Neben mir saß eine junge Frau. Sie hatte ihr Baby mitgebracht. Kaum anders zu erwarten, meldete es sich im Laufe der Veranstaltung lautstark zu Wort. „Können Sie Ihren Bengel nicht zuhause lassen, wenn Sie zu solch einem Abend kommen?“, empörte sich vor mir eine ältere Dame. „So etwas sollte man verbieten!“, legte sie nach.

Die Mutter neben mir sank immer weiter in ihren Sitz zusammen. Ihr Kopf war rot geworden voll der Scham – und ich schlug ihr vor, dass wir einige Minuten vor die Tür gehen sollten, bis sich ihr Kind wieder beruhigt hatte. Sie stimmte zu – und wir drängten uns durch die Sitzreihen hindurch.

Mittlerweile hatte der Referent seinen Vortrag bereits unterbrochen, da immer mehr Zuhörer sich beschwerten. „Passen Sie doch auf!“, „Können Sie nicht daheim bleiben mit Ihrer Göre?“ – die Reaktionen auf die junge Mutter waren drastisch. 

Vor dem Vortragssaal angekommen, holte ich der völlig aufgelösten Frau zunächst ein Glas Wasser. „Wissen Sie, ich bin alleinerziehend. Soll ich denn deswegen nur noch in meinen eigenen vier Wänden bleiben, aus Angst darum, dass mein Kleinster quengelt?“, blickte mich die Mutter etwas verzweifelt an. „Was haben die Menschen nur gegen Kinder? Ich bin mit meinem Baby so oft angeeckt, dass ich den Glauben daran verloren habe, wonach mein Nachwuchs in unserer Gesellschaft noch willkommen ist“.

Harte Worte waren das. Doch was sollte ich entgegenhalten? Tatsächlich erinnerte auch ich mich daran, wie erst kürzlich im Bus, im Gottesdienst oder beim Arzt das Entsetzen um sich griff, als Kinder mit ihrem völlig normalen Geschrei die Aufmerksamkeit der Umgebung auf sich zogen.

Wie steht es also wirklich um die Liebe zu unseren Kindern?

Schon eine Schwangerschaft kann zur Ausgrenzung führen. Das haben bereits Maria und Josef erfahren müssen, als sie auf der Suche nach einer Herberge überall abgelehnt wurden. Ich mutmaße, dass es auch mit der anstehenden Niederkunft eines Babys zu tun hatte, weshalb sich die Hausbesitzer von Bethlehem weigerten, für die junge Familie zumindest eine kleine Ecke an Unterkunft zur Verfügung zu stellen.

Kinder – sie gelten als süß, niedlich und willkommen, solange sie keine Umstände bereiten. Das sagte ich auch der jungen Frau, die noch immer ihr Baby in den Armen trug, das mittlerweile an der Flasche mit Milch ruhig geworden war.

„Aber blicken Sie nur auf die Weihnachtsgeschichte: Sie macht uns klar, dass das Kleinsein zum Leben dazugehört. Der große Retter, der auf die Welt niederkommt, er beginnt ganz winzig, in Windeln, schreiend und in einer Krippe liegend“, fügte ich an.

Christoph von Schmid dichtet in seinem berühmten Kirchenlied „Ihr Kinderlein, kommet“ darüber, was wir von unseren Kleinsten zu halten haben: „… und seht, was in dieser hochheiligen Nacht der Vater im Himmel für Freude uns macht“.  – Er erinnert uns daran: Kinder sind eine Freude!

Im 21. Jahrhundert sehnen wir uns nach Perfektion. Da passen keine störenden Geräusche in den Alltag. Wie wir mit unseren Kindern umgehen, so gehen wir mit uns selbst um. Nichts von Nachsicht, von Sanftmut, schon gar keine Freude. Wie trist wird unser Dasein, wenn wir den kindlichen Schrei aus unserem Leben verbannen – und damit vergessen, wo wir herkommen, wer uns geschaffen und uns mit Liebe erzogen hat.

Zu Weihnachten freue ich mich nicht nur mit der jungen Mutter, die ihr Baby nach unserem Gespräch ganz selbstbewusst mit nach Hause nahm. Ich freue mich an dem lautstarken Jubel der Engel-Chöre, die einstimmen in den Gesang, um zu huldigen und anzubeten.

Wie dankbar können wir über jedes Kind sein, das unseren Alltag mit einem lauten Aufschrei unterbricht und uns wieder ins Bewusstsein ruft, dass wir leben! Wenn wir verstummen, dann ist das kein gutes Zeichen. Die Vitalität eines kleinen Babys, sie macht uns Mut für unsere eigene Wegstrecke: Lebendigkeit ist das Motto des Christfestes – wir dürfen sie spüren, aber wir sollten sie auch er-tragen, gerade bei Anderen, besonders bei Kindern.

Weihnachten ist für mich das Fest unseres Lebens. Nach Stille und Besinnung auf den, der da kommt, dürfen auch wir die Ruhe unterbrechen und uns klarmachen: Nur der, der sich regt, hat Anteil am Hier und Jetzt.

Das verdeutlichen uns Kinder immer wieder neu. Ich sorge mich um die nahezu feindselige Stimmung gegen unsere Kleinsten, die für manch Einen keinen Platz in unserer Gesellschaft finden sollen. So wird nicht nur für die Mutter aus dem Vortragsraum der Alltag zum Spießroutenlauf.

Nehmen wir uns ein Beispiel daran, wozu uns Christoph von Schmid aufruft: „O beugt wie die Hirten anbetend die Knie, erhebet die Hände und danket wie sie…“ (Strophe 4).

Mit jedem Kind wird auch unser Alltag heller und geräuschvoller. Singen wir zu Weihnachten laut und kräftig, freuen wir uns über diese herrliche Botschaft von neuem Leben, von einer neuen Lebensgeschichte, die beginnt. Teilen wir die Glückseligkeit von Eltern, die dankbar sind über ihren Nachwuchs. Und lassen wir sie teilhaben am Dasein unser aller.

Die Freundlichkeit gegenüber Kindern wird sich auszahlen. Für unsere eigene Stimmung, für unsere eigene Zufriedenheit, für unsere Zukunft.

„Maria und Joseph betrachten es froh“ (Strophe 3), dieses Baby „auf Heu und auf Stroh“. Tun wir es ihnen gleich – und lassen wir unserer Warmherzigkeit freien Lauf.

„Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude“! (Johann Ludwig K. Allendorf, EG 66.1)

Ich wünsche allen Lesern friedvolle und gesegnete Weihnachtstage!

Webpräsenz: http://www.Dennis-Riehle.de


Babys sollten bis zu 2 Jahren gestillt werden

Vom 1. bis zum 7. Oktober findet die Weltstillwoche 2018 statt. Seit 1991 wird sie jährlich in über 120 Ländern begangen. Ihr Motto lautet in diesem Jahr „Stillen – Basis für das Leben“.

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) setzt sich dafür ein, dass jedes Kind in Deutschland seinem Bedarf entsprechend gestillt wird. Stillen ist wichtig für die Gesundheit von Kindern und für die Bindung von Mutter und Kind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt deshalb sechs Monate lang ausschließlich und insgesamt bis zu zwei Jahre zu stillen. In Deutschland ist die Stilldauer jedoch deutlich niedriger als empfohlen.

Wird ein Säugling in den ersten sechs Monaten seines Lebens ausschließlich gestillt, profitiert er gleich in mehrfacher Hinsicht davon. Die Nährstoffe in der Muttermilch tragen zum Wachstum bei, sie beugen Unterernährung vor, fördern die Gehirnentwicklung und verringern das Risiko, zu einem späteren Zeitpunkt übergewichtig zu werden. Das berichtet die WHO.

Zugleich wird dem Kind durch die Muttermilch eine Art erste Impfung verabreicht, indem sie es mit wichtigen Antikörpern versorgt und das Immunsystem stärkt.

Nur wenn Stillen nicht möglich ist, sollten entsprechende Alternativen zur Muttermilch genutzt werden. Denn Muttermilch ist und bleibt die beste Wahl, sie gewährleistet die beste Ernährung für das Kind.

Stillen kann sogar überlebenswichtig sein, erklärt das UN-Kinderhilfswerk UNICEF in einem Bericht. Weltweit sind rund 78 Millionen Babys lebensbedrohlichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, da sie nach der Geburt nicht direkt gestillt werden. Betroffen seien drei von fünf Neugeborenen, die meisten von ihnen in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen.

Weitere Infos zur Weltstillwoche 2018 finden Sie hier: https://www.hebammenverband.de/aktuell/aktionen/weltstillwoche/2018/

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbandes vom 26.9.2018


Afrikanische Migranten drohen damit, ihre Kinder ins Meer zu werfen

Ein Video der spanischen Küstenwache beweist, wie skrupellos gewisse Migranten aus Nord- und Schwarzafrika agieren, wenn es darum geht, nach Europa zu gelangen.

Eine neue Taktik dürfte es nun nämlich sein, zu drohen, mitgenommene Babys und Kleinkinder ins Meer zu werfen, sollte man nicht ans Festland gebracht werden.

Wie der TV-Sender NTN24 in Berufung auf Informationen der spanischen Küstenwache berichtet, drohen Migranten vermehrt, mitgeschleppte Kinder und Babys ins offene Meer zu werfen, sollten ihre Boote von der Küstenwache abgedrängt oder wieder zurück nach Nordafrika gebracht werden.

Ein Video zeigt eine Frau, die knapp davor ist, ein Baby ins Meer fallen zu lassen.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.unzensuriert.at/content/0025001-Video-Afrikanische-Migranten-werfen-Kinder-ins-Meer-wenn-Aufnahme-verweigert-wird


10.000 alkoholgeschädigte Babys jährlich

Jährlich kommen in Deutschland mindestens 10.000 Kinder auf die Welt, die meist ein Leben lang darunter leiden, dass ihre Mütter in der Schwangerschaft Alkohol konsumiert haben. Darauf machen Experten anlässlich des „Tages des alkoholgeschädigten Kindes“ am 9. September aufmerksam.

Die Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (Fetale Alkohol Spektrum Störung) zusammengefasst.

Wenn die Schwangere Bier, Wein oder andere alkoholische Getränke zu sich nimmt, hat ihr ungeborenes Kind in kürzester Zeit denselben Blutalkoholspiegel wie die Mutter. Der Embryo braucht wegen seiner noch unreifen Leber aber zehnmal länger als die Mutter, um den Alkohol abzubauen.

Die Folgen: Die Gehirnentwicklung nimmt Schaden. Kinder mit FASD sind geistig beeinträchtigt und verhaltensauffällig.

Nach Angaben der Vorsitzenden des Vereins FASD, Gisela Michalowski, gibt es bei der Zahl alkoholgeschädigter Kinder einen geringen Anstieg: „Viele junge Frauen trinken, bevor sie entdecken, dass sie schwanger sind.“

Quelle und Fortsetzung der IDEA-Meldung hier: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/fuer-jede-schwangere-muss-eine-00-promille-grenze-gelten-102329.html

Foto: aus DM-Drogerie-Werbung


Kitas und Kortisol: Vom inneren und äußeren Streß vieler Kleinkinder

Die CPÖ (Christliche Partei Österreichs) veröffentlichte folgenden Text von Prof. Steve Biddulph über die psychologischen Nachteile von Kinderkrippen:

Um herauszufinden, welche Art von Interaktion Kindern durch Betreuer/innen in Kitas zuteil wird, hat man in Betreuungszentren weltweit genaue Beobachtungsstudien durchgeführt: Mithilfe von Videokameras und Einwegspiegeln haben geschulte Beobachter die Qualität der Interaktion zwischen Betreuern und Kindern bewertet. Bedauerlicherweise sind die Ergebnisse nicht gut.  Mutter-Kind

Selbst wenn Betreuer/innen wissen, dass sie bei der Arbeit beobachtet werden (wenn sie also vermutlich ihr Bestes geben), machen sie ihre Sache nicht so gut wie die Eltern. Es gibt weniger vertraulichen Austausch zwischen Betreuern und Kindern als zwischen Kindern und ihren Eltern, und die Interaktionen sind mechanischer, brüsker und kürzer.

In Krippen stellen die Beobachter fest, dass mehr als 50% der Kontaktversuche durch die Kinder von den Betreuern nicht wahrgenommen werden. Folglich gibt das Kind auf, starrt lustlos vor sich hin oder spielt stattdessen stur mit seinem Löffel oder einem Spielzeug. Bald versucht das Kind gar nicht mehr, einen sozialen Kontakt herzustellen. Ein geschulter Beobachter würde ein solches Kind als »deprimiert« bezeichnen.

Die Situation in der Kinderkrippe ist niemals ein 1:1-Verhältnis von Betreuern zu Babys. Das verbietet sich aus Kostengründen. Häufig ist das Verhältnis 1:5 oder 1:6.

Steigende Streßhormone durch Krippen

So bekommt das Kind nur einen Bruchteil der Zeit und Energie, die es idealerweise braucht. Die Umgebung einer Krippe ist belastend für Babys und Kleinkinder. Wir wissen das, weil es sich durch Kortisoltests messen lässt. Ein Baby, das den Tag in der Krippe verbringt, zeigt häufig deutlich höhere Kortisolwerte, als wenn es zu Hause bleibt:

Babys können nicht verstehen, dass ihre Mutter »in acht Stunden« wiederkommt. Sie sind so programmiert, dass sie annehmen, sie sind in Gefahr, wenn ihre geliebte Betreuungsperson sie verlässt. Ihr Körper steigert sich in eine Panik hinein. Baby

Eine empfängliche und aufmerksame Betreuungsperson kann das Baby beruhigen und dafür sorgen, dass der Kortisolspiegel wieder sinkt, aber das setzt eine gute Beziehung und reichlich Zeit voraus.

Kleinkinder, die neu in die Krippe kommen, erleben in den ersten Wochen nach der Trennung von ihren Eltern vermehrten Stress. Der Spiegel sinkt mit der Zeit, aber nach fünf Monaten ist er immer noch deutlich höher als bei einem Kleinkind gleichen Alters, das zu Hause geblieben war.

Eine wichtige Erkenntnis dieser Studie bestand darin, dass man nach fünf Monaten das Gefühl hatte, die Kinder hätten sich gut eingelebt, weil sie äußerlich keine Anzeichen von Stress erkennen ließen. Die Kortisolwerte aber zeigten, dass sie innerlich verängstigt waren und sich nicht wohlfühlten. 

Professor Michael Lamb wies warnend darauf hin, dass Kinder, die den Tag in der Krippe verbringen, am Ende des Tages mehr Zeit zur Beruhigung und Rückversicherung brauchen, um ihr Stressniveau wieder zu normalisieren. Ohne den entsprechenden Trost durch einen Elternteil kann es passieren, dass sie den nächsten Tag völlig überdreht beginnen.

Vollständiger Artikel hier: http://www.cpoe.or.at/Inhalt/de/2017-02-17-1487323242/Home

 


Transplantation der Gebärmutter: Haben wir bald noch mehr Kinder aus dem Labor?

Von Dr. med. Edith Breburda

Babys, die nicht mehr von Müttern ausgetragen werden müssen  –  das ist ein Traum aller, die es als eine Ungerechtigkeit ansehen, dass Frauen die Benachteiligten sind, wenn es darum geht, Kinder auf die Welt zu bringen. dr-breburda1

Bereits heute arbeiten Wissenschaftler in Japan mit Hochdruck an einer künstlichen Gebärmutter (Artificial Wombs). Wenn man eine Schwangerschaft im Labor austragen könnte, werden selbst Leihmütter überflüssig. In 20 Jahren will man so weit sein. Dann soll endlich die Gleichberechtigung der Frauen gewährleistet und das Ziel der „reproduktiven Freiheit“ erreicht sein. Auch sollen bald Männer Kinder bekommen können [1].

Kann man sich unter diesem Aspekt vorstellen, dass Frauen dennoch die Unannehmlichkeiten einer Schwangerschaft weiterhin auf sich zu nehmen wollen? Neulich konnte man in der „New York Times“ von einer Frau lesen, dessen sehnlichster Wunsch es war, eine Schwangerschaft zu erleben:

“Solange ich mich daran erinnern kann, wünsche ich mir all die lästigen Nebeneffekte wie Schwangerschaftsübelkeit, geschwollene Beine, Rückenschmerzen. Diese Erfahrung ist zwar nicht lebensnotwendig, aber ich möchte sie dennoch unbedingt machen.”

Die neueste Errungenschaft moderner Reproduktions-Technologie besteht in der Transplantation einer Gebärmutter. Es gibt Frauen, bei denen keine Gebärmutter ausgebildet wurde, trotzdem wollen sie schwanger werden.

Die erste Frau in den USA, bei der eine Gebärmutter eingepflanzt wurde, war Lindsey. Sie erhielt den Uterus einer verstorbenen Spenderin. IMG_0873

Ende Februar 2016 erklärten Ärzte der Cleveland-Universitätsklinik, dass die Operation erfolgreich verlief. Einige Tage später stellten sich Komplikationen ein und das Transplantat musste wieder entfernt werden. Obwohl der erste Versuch fehl schlug, erhielten Ärzte der Cleveland-Klinik die Erlaubnis des Ethik-Komitees, mit der experimentellen Studie fortzufahren, und noch 9 weitere Frauen zu operieren.

Lindsey ist traurig, dass die Transplantation nicht erfolgreich war: „Es geht mir gut. Ich bedanke mich besonders bei den Ärzten, die so schnell reagiert haben. Ich habe mich sehr über die Gebete und guten Wünsche meiner Freunde gefreut.“

Die Gothenburg-Universität in Schweden hat bereits 9 Uterustransplantationen ausgeführt. 5 Kinder wurden dadurch geboren; zwei Transplantate mussten wieder entfernt werden.

Für Dr. Alexander Maskin von der Universität Nebraska gibt es verschiedene Gründe, warum das Transplantat abgestoßen wird: “Meistens ist es eine Reaktion des Immunsystems, aber auch eine Infektion kann daran schuld sein. Wenn die involvierten Arterien und Venen nicht richtig miteinander verbunden sind, ist die Zirkulation vermindert. Wir werden uns mit den anderen Teams zusammentun und mit ihnen diskutieren, wie man in Zukunft die Gebärmutter-Transplantation verbessern kann.“  – Drei andere medizinische US-Zentren wollen diesen Service auch anbieten  [2].

Das Transplantat wird allerdings nur temporär im Körper der Frau verbleiben. Um die Abstoßung des fremden Organs zu verhindern, müssen Medikamente eingenommen werden, die das Immunsystem unterdrücken. Damit dies nicht zu lange erfolgt, darf eine Frau nur zwei Schwangerschaften austragen. Danach wird die Gebärmutter wieder herausoperiert. Ob zwei Schwangerschaften physiologisch überhaupt möglich sind, wird nicht hinterfragt. IMG_1072

Die Eileiter werden nicht mit der Gebärmutter verbunden. Eine Schwangerschaft kann also nur durch In-Vitro-Fertilisation erfolgen. Frauen, deren Uterus nicht ausgebildet wurde, haben meist keine eigenen Eizellen (siehe dazu das Buch: „Reproduktive Freiheit, free for what?“). Sie können deshalb nur über eine Eizellspenderin die biologischen Kinder ihres Partners austragen. Mit einer künstlichen Befruchtung geht eine Pränataldiagnostik einher. Embryos, die nicht den Vorstellungen der Mediziner entsprechen, werden vernichtet, tiefgefroren oder an die Forschung gespendet.

Die Uterusschleimhaut muss eine spezifische Konsistenz und Dicke besitzen, damit sich der Embryo einnisten kann. Bei vielen In-Vitro-Fertilisationen stirbt der Embryo, weil das Endometrium nicht optimal hormonell vorbereitet ist. Eine Schwangerschaft unter immunsuppressiven Bedingungen aufrecht zu erhalten, ist physiologisch gesehen äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich.

Forschungen, inwieweit die Gebärmutter und die Plazenta die Gesundheit des Menschen während seines ganzen Lebens beeinträchtigen, stehen noch am Anfang [3].

Die wenigen „Uterustransplantat-Kinder“ kamen über Kaiserschnitt als Frühchen auf die Welt. Artikel über die medizinische und psychologische Problematik, aber auch über die Sterberate dieser Babies nehmen zu.

Ein Uterustransplantat unterscheidet sich schon deshalb, weil der Uterus ein nicht lebensnotwendiges Organ ist. Die Entnahme von einem Verstorbenen sehen viele als unethisch an. Andere wiederum wollen nicht das Leben einer Spenderin für eine Operation, die nicht das Leben eines anderen rettet, aufs Spiel setzen. In Schweden operierten die Ärzte 10 – 12 Stunden, um das Organ zu entnehmen. Für die Empfängerin und vor allem für das Ungeborene kann die Hochrisikoschwangerschaft tödlich ausgehen. shutterstock_114300748-140x94

Die Empfängerin unterzieht sich neben der Erstoperation einem Kaiserschnitt und einer späteren Entnahme des Uterus. Das Ungeborene muss sich in einem Uterus entwickeln, der eigentlich vom Körper abgestoßen wird. Bei einem Baby begann dieser Prozess bereits in der 18. Woche. Medikamente konnten die Schwangerschaft bis zur 31. Woche aufrecht erhalten. Fraglich ist, ob der Blutfluss durch die Gebärmutter stark genug ist, um das Ungeborene adäquat zu ernähren.

Derya Sert, eine 22-jährige Frau, wurde nach einer Uterustransplantation schwanger. Allerdings erlitt sie bald eine Fehlgeburt. Inwieweit die Gebärmutter dazu beitrug, ist ungeklärt. Dr. Mats Brännström räumt ein, dass das Experiment einer Uterus-Transplantation nur dann als erfolgreich angesehen werden kann, wenn ein Kind entbunden wird. Handelt es sich wirklich um eine medizinische Errungenschaft, wenn man die Spenderin, die Empfängerin und ein Kind freiwillig lebensbedrohlichen Situationen aussetzt, nur um eine Schwangerschaft erleben zu können?

Ärzte und Ethikrat wissen, dass es sich bei einer Uterustransplantation um einen extrem riskanten Eingriff handelt. Dieses Experiment wird trotzdem weitergeführt werden, solange man Patient und Ärzte hat, die gewillt sind, es auszuführen. Book

Die nächsten Generationen waren in den letzten Jahren die Versuchskandidaten der modernen Reproduktions-Medizin. Die sogenannten „künstlichen Kinder“ wurden zum Maßstab, ob etwas funktionierte oder nicht. Momentan weiß keiner, inwieweit die so erzeugten Kinder gesundheitliche, psychische oder physische Probleme haben.

Die Leidtragenden sind die Frauen, die ausgebeutet werden. Für moderne Reproduktionstechniken braucht man Eizellen, Leihmütter und nun auch Spender-Gebärmütter. Um unfruchtbaren Frauen zum Kind zu verhelfen, nehmen Eizellspenderinnen in Kauf, selber unfruchtbar zu werden.

Kürzlich hörte man von der Leihmutter Brooke Brown aus Idaho. Sie und ihre Auftragskinder starben durch Komplikationen in der Schwangerschaft. Arme Frauen aus Drittländern fallen schon heute der Fruchtbarkeitsindustrie zum Opfer. Im „Journal für Reproduktive Biomedizin“ war neulich zu lesen, dass Dr. Rachel Brown und Joyce Harper zugaben, dass Reproduktionstechnologien kaum auf ihre Sicherheit geprüft werden, bevor sie zum Einsatz kommen [4].

Quellenangaben:
[1] E. Breburda Reproduktive Freiheit, free for what?
[2] Denise Grady: First Uterus Transplant in U.S. has failed. The New York Times, March 9, 2016
[3] Dr. Edith Breburda hat als Plazentologin viele wissenschaftliche Artikel über reproduktive Immunologie veröffentlicht.BookCoverImage
[4] Rebecca Taylor: Uterus Transpants are supremely risky. Nat. Cath. Register, 18.04.2016

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Fotos Nr. 1 – 3: Dr. Edith Breburda