Baden-Württemberg und der Eiertanz des CDU-Landesvorsitzenden Strobl

Mathias von Gersdorff

„Grün-Rot steht vor einem Scherbenhaufen, den sie selbst angerichtet hat“  – so lautet die Überschrift der neuesten Pressemitteilung Thomas Strobls, Landesvorsitzender der CDU in Baden-Württemberg und Kandidat für die CDU-Spitzenkandidatur für die Landtagswahl im Frühjahr 2016.

Er wirft Ministerpräsident Winfried Kretschmann vor, einen Kulturkampf angezettelt zu haben. t_go.php

Diese Stellungnahme geschieht zu einem Zeitpunkt, als alle Augen auf die CDU gerichtet sind und sich jeder fragt, wann die Landes-CDU endlich ein deutliches Wort zum grün-roten Bildungsplan abgeben würde.

Nach der unverfrorenen Ablehnung von Stängles Petition durch den Petitionsausschuss, nach der Demonstration gegen den Bildungsplan in Stuttgart am 19. Oktober 2014 und nach den deutlichen Worten Bernd Sauers zur Frühsexualisierung der Kinder in den Schulen, konnte die CDU nicht länger schweigen, wenn sie nicht völlig planlos erscheinen wollte.

Zuvor hatte es zwar Stellungnahmen gegeben, doch von eher untergeordneten Stellen. Am Gewichtigsten war das Grußwort des Fraktionsvorsitzenden Peter Hauck zur Demonstration gegen den Bildungsplan am 28. April 2014.

Ein zweites Schreiben, auf der Demo am 19. Oktober verlesen, war schon wesentlich schwächer. Hauck kritisierte darin zwar den Bildungsplan als solchen, ging aber kaum auf die Inhalte ein.
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Strobl spricht nun von einem „Scherbenhaufen“. Das klingt zwar drastisch, von einer „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ hat er sich aber nicht ausdrücklich distanziert.

Strobl ist einer der CDU-Politiker, die sich mehr Gleichstellung zwischen Ehe und homosexuellen Partnerschaften wünschen.

FOTO: Mathias v. Gersdorff auf der Leipziger Buchmesse

Um seinen Standpunkt zu bekräftigen, zitiert er einen führenden Homo-Aktivisten: „Selbst der Organisator des Christopher Street Days in Stuttgart, Christoph Michl, hatte gemahnt, dass Grün-Rot bei der Gleichstellung von Schwulen und Lesben über das Ziel hinausschieße.“

Damit hält sich Strobl also alle Möglichkeiten offen.

Ganz wollte er die Tür für „Sexuelle Vielfalt“ an den Schulen nicht schließen. Ebenso wenig wollte er Winfried Kretschmann allzu sehr anrempeln. Strobl strebt nämlich eine schwarz-grüne Koalition nach der Landtagswahl an.

Inzwischen müsste es auch Winfried Kretschamnn dämmern, dass der Bildungsplan seines SPD-Bildungsministers Andreas Stoch ein Klotz am Bein ist, vor allem im Hinblick auf den bald beginnenden Wahlkampf. Auch Kretschmann dürfte gegenüber Schwarz-Grün nicht abgeneigt sein.

Zudem ist wohl inzwischen jedem klar, dass Stoch ein kopfloser Radikalinski ist, der sich mit seinem verkorksten Bildungsplan auf ein Himmelsfahrtkommando bis zur nächsten Landtagswahl begeben hat. Mit seiner Hybris befördert er den Niedergang der Regierungskoalition.

Festzuhalten bleibt: Strobls Presseerklärung kann mitnichten als eindeutige Stellungnahme der CDU-BW gegen die kritischen Elemente im Bildungsplan angesehen werden. Elternverbände und sonstige Gegner des Bildungsplanes sollten weiter auf der Hut bleiben.

Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter „Aktion Kinder in Gefahr“ und das Webmagazin „Kultur und Medien online“


Humanisten-Initiative kritisiert den baden-württembergischen Petitionsausschuß

Pressemitteilung der Humanistischen Alternative Bodenseee  (HABO):

Der Petitionsausschuss des Landtages von Baden-Württemberg hat eine Eingabe von Gegnern des Regierungsentwurfes zur Etablierung sexueller Vielfalt im Unterricht zurückgewiesen. Riehle, Dennis_5

Etwa 200 000 Menschen hatten die Petition unterzeichnet, die sich dagegen wendete, mit verschiedenen Lebensformen in der Schule gleichwertig umzugehen. Der Sprecher der Humanistischen Alternative Bodensee (HABO), Dennis Riehle (siehe Foto), bewertet den Umgang des Gremiums mit der Eingabe kritisch

„Auch wenn ich die Petition in der Sache ablehne, ist das Vorgehen des Ausschusses falsch!“, erklärt Riehle in einer ersten Stellungnahme. „Von meinem Weltbild und aus eigener homosexueller Empfindung heraus kann ich den Unterzeichnern der Eingabe inhaltlich natürlich nur entgegentreten. Allerdings halte ich es für ein bedenkliches Zeichen, wenn ein Parlamentsausschuss mit solch einer großen Zahl an Kritikern nicht intensiver ins Gespräch kommt“.

„Zurückweisung demokratisch gesehen ein Unding“

Der Sprecher der HABO zeigt Verständnis für die entsetzten Reaktionen der Petitionsunterzeichner:

„Demokratisch gesehen ist es tatsächlich ein Unding, dass man die Eingabe ohne einen breiteren Diskurs mit der Öffentlichkeit lapidar zurückweist. Mit einer einfachen Begründung werden die Sorgen, die viele Unterstützer der Petition offenbar gegenüber dem Papier hegen, nicht ausgeräumt.

Viel eher zeigen die zehntausenden Unterschriften, dass eine gewisse Angst vor unterschiedlichen Lebensmodellen herrscht. Mit einer populistischen Einklassifizierung als ‚homophobe‘ Haltungen wird man diesen Befürchtungen aber nicht gerecht“

Riehle appelliert an die Politik und Befürworter des Bildungsplanes, Transparenz walten zu lassen und die Begegnung zu fördern:

„Tatsächlich ist im Umfeld dieses Entwurfes für sexuelle Vielfalt als Thema im schulischen Alltag nicht alles bestens gelaufen. Der Vorstoß aus dem Kultusministerium kam unerwartet, lange Zeit bleiben kritische Fragen unbeantwortet. Statt einer Rückweisung wäre das Zugehen auf die Petenten nun der richtige Weg, um die ideologischen Gräben nicht weiter zu vertiefen. Die Erfahrung lehrt, dass sexueller Vielfalt besonders dann große Akzeptanz zuteilwird, wenn diese nicht verordnet, sondern in ihrer Normalität gelebt wird. Die Landesregierung täte also gut daran, Toleranz nicht zu oktroyieren, sondern Information und Aufklärung zu fördern“.

Dennis Riehle, Sprecher
Humanistische Alternative Bodensee (HABO)
Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz
www.humanisten-bodensee.de
sprecher@humanisten-bodensee.de 

 


Stuttgart: Erfolgreiche Elternrechts-Demo gegen Frühsexualisierung & Genderwahn

Hedwig von Beverfoerde

Über 3000 Menschen kamen am 19. Oktober in Stuttgart zur dritten DEMO FÜR ALLE für Ehe und Familie und gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung der Kinder.  

Foto: Blog "Freie Welt"

Damit stellte die DEMO FÜR ALLE einen neuen Teilnehmerrekord auf, trotz bundesweiten Bahnstreiks und Totalausfall der Stuttgarter S-Bahn. Erstmals hatte auch die Petitionsinitiative „Zukunft-Verantwortung-Lernen. Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ zur Teilnahme an der Demo aufgerufen.  

Ca. 200 Gegendemonstranten aus verschiedenen linken Gruppen wurden von der Polizei in Schach gehalten, die mit ca. 500 Einsatzkräften vor Ort war.

Engül Köhler von der Petitionsinitiative kritisierte mit Blick auf die Ablehnung der Online-Petition „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ die argumentative Leere der grün-roten Ausschussmehrheit. Hier seien die berechtigten Bedenken von fast 200.000 Menschen einfach vom Tisch gewischt worden. 20140501 Demo für Alle Banner WordPress

Ein CDU-Politiker verlas die Stellungnahme des CDU-Fraktionsvorsitzenden im Baden-Württembergischen Landtag, Peter Hauk. Darin kritisiert Hauk Minister Andreas Stoch scharf:

„Der Kultusminister ist gut beraten darauf zu achten, dass der Bildungsplan nicht dazu genutzt werden kann, den Schülerinnen und Schüler fremde Meinungen im Unterricht überzustülpen, sondern auch künftig die Möglichkeit der Entfaltung in Freiheit bietet. Einen Gesinnungslehrplan lehnen wir entschieden ab.“

Karin Maria Fenbert, die Geschäftsführerin von „Kirche in Not Deutschland“, warnte vor der Gender-Ideologie und der politischen Agenda des Gender-Mainstreamings. 

Jérôme Brunet von La Manif Pour Tous aus Frankreich rief auf zum Widerstand gegen Versuche der Dekonstruktion der Familie, der Abstammung  und der sexuellen Komplementarität.  DSC03312a

Magda Czarnik von der polnischen Bewegung „Stoppt Sexualisierung unserer Kinder!“ sandte Grüße aus Polen und lobte die Stuttgarter Demonstranten für ihre Standhaftigkeit und ihren Mut.

Weitere Redebeiträge kamen u.a. von Ilya Limberger, dem Erzpriester der russisch-orthodoxen Kirche Stuttgart, von Christoph Scharnweber vom EAK Heilbronn, von Anna Schupeck und Markus Frohnmaier von der AfD Baden-Württemberg.

Anschließend folgte ein Demonstrationszug zum Staatstheater, wo die Teilnehmer wieder hunderte rosa- und blaufarbene Luftballons aufsteigen ließen, um ihren Protest sinnbildlich an die politisch Verantwortlichen nach oben zu tragen.

Dem Aktionsbündnis DEMO FÜR ALLE haben sich inzwischen über 20 Organisationen angeschlossen, u.a. die Initiative Familienschutz, Kirche in Not (Deutschland), CDL Baden-Württemberg, verschiedene EAK-Verbände und das Bündnis „Rettet die Familie“.

Weitere Infos zur DEMO FÜR ALLE und eine Liste aller Unterstützer finden Sie hier: www.demofueralle.de

Kontaktdaten: Initiative Familienschutz, Hedwig von Beverfoerde
presse@familien-schutz.de
Zionskirchstr. 3 in 10119 Berlin


AfD Baden-Württemberg: Grün-rote Landesregierung mißachtet Elternrechte

Pressemitteilung der baden-w. „Alternative für Deutschland“:

Der Petitionsausschuss unter dem Vorsitz der Grünen hat die Petition gegen den „Bildungsplan 2015“ abgelehnt und missachtet damit den durch fast 200.000 Unterschriften dokumentierten Elternwillen. 038a

Der Vorstand des Landesverbandes der AfD Baden-Württemberg fordert abermals die Landesregierung auf, die Sorgen der Bürger und Eltern bei der Debatte um den Bildungsplan 2015 ernst zu nehmen.

BILD: Demonstration gegen den grün-roten Bildungsplan in Stuttgart

Die Andeutung einer späteren Einführung des Bildungsplans oder minimale Formulierungsänderungen, sind ganz offensichtlich nur Augenwischerei und keinesfalls ausreichend. „Sie zielen lediglich darauf ab, den massiven Protest der Bevölkerung ins Leere laufen zu lassen“, erklären die Sprecher des Landesvorstands der AfD Baden-Württemberg, der Europa-Abgeordnete Bernd Kölmel und Prof. Dr.  Jens Zeller.

Die Erziehung von Kindern, insbesondere die Werteerziehung und die Geschlechtererziehung, ist zuallererst Aufgabe der Eltern. Generell dürfen Bildungspläne von Parteien nicht dazu genutzt werden, Kinder mit parteieigenem Gedankengut zu manipulieren.

Die AfD setzt sich für ein leistungsorientiertes Bildungssystem ein und fordert ein Ende der Dauerexperimente und ein Stopp der Indoktrination durch die Auswüchse der Gender-Ideologie.

Die vierte Demonstration gegen den Bildungsplan wird auf Initiative des Aktionsbündnisses „DEMO FÜR ALLE“, durchgeführt. Kontakt unterhttp://demofueralle.wordpress.com/eine-seite/

Der Vorstand des Landesverbandes und der Landesfachausschuss Bildung der AfD Baden-Württemberg unterstützen diese Initiative und rufen zur Teilnahme an der 4. Demonstration am Sonntag, den 19.Oktober um 14 Uhr auf dem Stuttgarter Schillerplatz auf.

Alternative für Deutschland
Bernd Kölmel, MdEP und Prof. Dr. Jens Zeller
AfD Landesverband Baden-Württemberg
Mobil: 0157 923 31658 / 0176 786 10336
http://www.alternativefuer-bw.de


Stuttgart: Dritte Elternrechts-Demonstration gegen „Bildungsplan“ am 19. Oktober 2014

Das Aktionsbündnis DEMO FÜR ALLE startet am Sonntag, den 19. Oktober 2014, um 14 Uhr auf dem Schillerplatz in Stuttgart die dritte Kundgebung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. 20140501 Demo für Alle Banner WordPress

Das Anliegen der Demo lautet: „Ehe und Familie vor – Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder!“

Unmittelbarer Anlaß für den erneuten Protest ist die Ablehnung einer von fast 200.000 Bürgern unterstützten Petition zum „Bildungsplan 2015“ durch den grün-rot beherrschten Petitionsausschuss des Landtages ohne jede Begründung.

Die Petition hatte von der Landesregierung Kretschmann eine stärker am Grundgesetz („Schutz von Ehe und Familie“, „Indoktrinationsverbot“) orientierte Überarbeitung des „Bildungsplans 2015“ und mehr Transparenz bei dessen Erstellung gefordert. StuttgartJuni20141a#

Ablauf der Veranstaltung:

Ab 14 Uhr Kundgebung mit Reden u.a. von:

  • Vertreter/in der Petitionsinitiative »Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens«
  • Karin Maria Fenbert – Geschäftsführerin von „Kirche in Not“ (Deutschland)
  • Jérôme Brunet – Sprecher von „La Manif Pour Tous“ (Familien-Demos), Frankreich
  • Magda Czarnik – Polnische Bewegung »Stoppt Sexualisierung unserer Kinder!«
  • Ilya Limberger – Erzpriester der russisch-orthodoxen Kirche in Stuttgart
  • Anna Schupeck und Markus Frohnmaier – AfD Baden-Württemberg
  • Joseph Dichgans – CDL (Christdemokraten für das Leben), Baden-Württemberg

und Live-Musik mit Joel Brand.

15 – 16 Uhr: Demonstrationszug durch die Stuttgarter Innenstadt zum Staatstheater.

16 Uhr: Abschlußkundgebung am Staatstheater, bei der hunderte rosa und blaue Luftballons aufsteigen werden, um den Elternprotest sinnbildlich an die politisch Verantwortlichen nach oben zu tragen.

Infos zur DEMO FÜR ALLE und eine Liste aller Unterstützer des Aktionsbündnisses hier: www.demofueralle.de

Kontaktdaten: Initiative Familienschutz
Hedwig von Beverfoerde, Zionskirchstr. 3 in 10119 Berlin
H.: 0172 88 80 198
Mail: presse@familien-schutz.de


Stuttgart: Vierte Elternrechts-Demonstration erneut von Linksradikalen gestört

Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

Unter Polizeischutz haben am 28. Juni rund 700 Bürger in Stuttgart gegen den künftigen „Bildungsplan“ der grün-roten Landesregierung protestiert. StuttgartJuni20141a#

Sie lehnen die geplante Werbung für die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ an den allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg ab. Die Demonstration und der anschließende Marsch durch die Innenstadt wurde von mehr als 800 Polizisten geschützt.

Etwa 100 schwarz gekleidete und teilweise vermummte Gegendemonstranten  –  laut Polizei „mutmaßliche Angehörige des linken Spektrums“  –  versuchten, die Versammlung zu stören. Die Gesetzeshüter setzten Hiebwaffen und Pfefferspray ein und stellten die Personalien fest.

Bei einigen wurden Böller und Schutzausrüstungen gefunden. Sie müssen mit Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz rechnen. Stuttgart 036a

Bei drei früheren Demonstrationen war es ebenfalls zu massiven Angriffen von Befürwortern des Bildungsplans gekommen.

Zu dem Protest aufgerufen hatte das Aktionsbündnis „Demo für alle“, zu dem sich 17 Gruppen zusammengeschlossen. Mehrere Redner forderten, dass die Sexual- und Werteerziehung den Eltern überlassen bleiben müsse.

Die katholische Publizistin Birgit Kelle sagte, nicht nur Homosexuelle erwarteten Akzeptanz, sondern z.B. auch Menschen, die an Gott glauben.

Der Vorsitzende des Forums Deutscher Katholiken, Prof. Dr. Hubert Gindert, bezeichnete die Proteste gegen den Bildungsplan als einen „Kulturkampf“, der weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinausreiche.

Quelle: http://www.idea.de

Fotos: Mathias von Gersdorff


Christliches Brauchtum und Oster-Ausstellungen in Baden-Württemberg

Stuttgart: Württembergisches Landesmusem im Alten Schloß. 20. April, 11 – 12 Uhr: öffentliche Führung zum Thema „Christliche Bräuche aus dem Mittelalter: Ostern.“ – Infos. http://www.landesmuseum-stuttgart.de

Bad Überkingen: 13. April bis 4. Mai: Osterbrunnen mit 8500 handbemalten, echten Ostereiern. Ostermarkt im benachbarten Kurpark an den Sonn- und Feiertagen: 13., 20., 21. und 27. April.  –  Infos: http://www.bad-ueberkingen.de/index.php?id=72&no_cache=1

Altensteig: 16. März bis 27. April: Oster-Ausstellungen: „Frauen im Mittelalter“ und „Das Ei: Fruchtbarkeitssymbol und Zahlungsmittel“ im Museum im Alten Schloß.  – Infos: http://www.altensteig.de

Bad Schussenried: 20. und 21. April: Kinder-Osterprogramm im Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach. Ostereier-Suche am Sonntag ab 10 Uhr, Mitmachprogramm an beiden Tagen ab 11 Uhr.  –  Infos: http://www.museumsdorf-kuernbach.de Osterausstellung_Flyer

Oberschönenfeld: 21. April ab 15 Uhr: Familienführung durch die Dauerausstellung „Bräuche durchs Jahr  – Feste im Leben“ rund um das Thema Ostern. Im Anschluß Osterhasenbacken (ohne Anmeldung).  –  Infos: http://www.schwaebisches.volkskundemuseum.de

Reutlingen: Bis 27. April: im Naturkundemuseum schlüpfen Küken unterschiedlicher Rassen. Die ersten Tage verbringen sie in Laufarenen. Mit Begleitausstellung.  –  Infos: http://www.reutlingen.de/naturkundemuseum

Schechingen: Osterbrunnen von 5. bis 27. April: mit 11.000 echten Eiern. Während der Osterbrunnenschau musikalische Darbietungen. – Infos: http://www.schechingen.de

Wolfegg: Bauernhausmuseum. 21. April, 10 bis 17 Uhr: Ausstellung mit kunstvoll verzierten Ostereiern sowie eine Hasen- und Geflügel-Ausstellung. Herstellung traditioneller Zuckerhasen. Ostereiersuche für Kinder.   –  Infos: http://www.bauernhausmuseum-wolfegg.de

 


Grün-roter „Bildungsplan 2015“: Ministerpräsident Kretschmann hat die Notbremse gezogen

Mathias von Gersdorff

Am 8. April gab Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zusammen mit seinem Kultusminister, Andreas Stoch (SPD), bekannt, er wolle dem Thema „Sexuelle Vielfalt“ im „Bildungsplan 2015“ keine herausragende Rolle mehr einräumen. stuttgart 009a

Das Leitprinzip „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ solle durch die „Leitperspektive Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“ ersetzt werden.

FOTO: Mathias v. Gersdorff spricht zu den Teilnehmern der Protest-Demonstration in Stuttgart

Obwohl Kretschmann sich bemühte zu erklären, er sei vor den Protesten gegen den Bildungsplan nicht „eingeknickt“, wurde es von vielen so gewertet. Die Stellungnahme Kretschmanns erfolgte überraschend und wenige Tage nach einer dritten Demonstration in Stuttgart gegen den Bildungsplan.

Zuvor hatten etwa 200.000 Bürger die Petition „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ unterstützt.

Eine abschließende Bewertung von Kretschmanns Schritt ist aber noch schwierig. Grundsätzlich kann man feststellen: „Sexuelle Vielfalt“ ist immer noch im Bildungsplan vorgesehen, eben unter der neuen „Leitperspektive“.

Außerdem entstammt „Vielfalt“ als pädagogischer Begriff der „emanzipatorischen Pädagogik“, die im Zuge der 68er-Revolution entworfen wurde. Insofern könnte nach wie vor ein Bildungsplan mit Inhalten eingeführt werden, die entsprechend der Gender-Theorie konzipiert sind.

Unerwartet breiter Protest gegen den Bildungsplan

Daß Kretschmann eine reine Vertuschungsaktion plant, ist aber auch unwahrscheinlich. Denn die Wahrheit ist: Der Bildungsplan ist in der jetzigen Arbeitsfassung grob mangelhaft und nach Ansicht vieler nicht durchsetzbar. Fotolia_51332901_XS-300x198

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte schon Anfang März empfohlen, das Projekt zu verschieben und das Leitprinzip „Akzeptanz Sexueller Vielfalt“ durch „Anerkennung gesellschaftlicher und kultureller Diversität“ zu ersetzen.

Vor kurzem hat sich auch der Deutsche Lehrerverband kritisch geäußert. Die dritte Demonstration am 5. April erhielt wichtige Grußwörter von der CDU und der FDP und wurde von vielen Bürgerinitiativen unterstützt. Die Gegner waren also durchaus in der Lage, eine breite zivilgesellschaftliche Koalition aufzustellen.

Die Befürworter des Bildungsplanes konnten nichts Vergleichbares vorweisen. Zunehmend vermittelte die grün-rote Landesregierung den Eindruck, sie wolle auf Biegen und Brechen ihren Bildungsplan gegen den Willen der Eltern durchdrücken.

So gesehen war der Schwenk Kretschmanns und Stochs vom 8. April so etwas wie eine Notbremse.

Irgendeine Entscheidung  –  ob für oder gegen die vorliegende Arbeitsfassung  –  mußte bis spätestens Mai fallen. Ansonsten wäre die Einführung des Projektes im Schuljahr 2015/2016 unmöglich geworden.

Erneute Elternrechts-Demonstration Anfang Mai

Ein abschließendes Urteil über Kretschmanns Vorgehen kann aber erst getroffen werden, wenn wir schwarz auf weiß wissen, was nun konkret vorgesehen ist. Daß die Bürger Baden-Württembergs nichts Gutes ahnen, zeigt die Tatsache, daß für Anfang Mai wieder eine Demonstration in Stuttgart geplant ist. DSC03232a

Für den weiteren Verlauf sind die parteipolitischen Interessen im Hinblick auf die Landtagswahl 2016 nicht unerheblich. Hierbei ist interessant festzustellen, daß sich Kultusminister Andreas Stoch zweimal für eine Beibehaltung des Bildungsplanes ausgesprochen hat.

Das erste Mal, als einige Grüne den Vorschlag der GEW unterstützten. Stoch zeigte sich über die Kakophonie empört. Das zweite Mal unmittelbar vor Kretschmanns Treffen am 27. März mit Vertretern des Pietismus und der Evangelikalen: In einem Interview schloß er jegliches Zurückrudern aus.

„Hessische Verhältnisse“ befürchtet?

Möglicherweise fürchtet Stoch, daß die Grünen in Baden-Württemberg „hessische Verhältnisse“ herbeiführen wollen. In Wiesbaden kam nämlich eine schwarz-grüne Koalition nur deshalb zustande, weil die Grünen die Schulpolitik mehr oder weniger der CDU überlassen haben.

Der Dogmatismus der hessischen SPD bei den Strukturfragen führte zu einem Scheitern der Koalitionsgespräche mit der CDU. Zwar sind die Grünen von der Gesinnung her linker als die SPD, auch in der Schulpolitik, doch spielt das Thema strategisch für die Partei keine entscheidende Rolle.

Derzeit ist eine Neuauflage der grün-roten Koalition sehr unwahrscheinlich. Möglicherweise sind die Grünen bereit, den Bildungsplan zu verwässern, um die Koalitionsoptionen zu erweitern. frage

Bemerkenswert ist das Wohlwollen der LSBTTIQ-Gruppen in Baden-Württemberg für Kretschmanns Plan. Zwar ist „Sexuelle Vielfalt“ im neuen Konzept nicht definitiv ausgeschlossen, jedoch erheblich verwässert.

Dennoch: Wie das Homosexuellen-Internetportal „Queer“ am 8. April berichtete, sicherte Kretschmann den LSBTTIQ-Gruppen am Abend des 7. Aprils zu, ihre Interessen zu berücksichtigen:

„In einem persönlichen Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Netzwerks LSBTTIQ sicherte der Ministerpräsident am gestrigen Abend die explizite und verbindliche Verankerung der Vielfalt von Geschlecht sowie der Vielfalt sexueller Orientierung im baden-württembergischen Bildungsplan zu“, so Angelika Jäger, Sprecherin des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg, laut „Queer“.

Auch Kultusminister Andreas Stoch hätschelt die LSBTTIQ-Gruppen. Gegenüber der taz erklärte er am 10. April: „Wir haben uns nun in enger Absprache mit den Lesben- und Schwulenverbänden dazu durchgerungen, das Thema in einen größeren Kontext einzubinden.“

Sind also die Ankündigungen vom 8. April also nur ein Täuschungsmanöver?

Man muß noch abwarten. Nur eines ist zum jetzigen Zeitpunkt sicher: Die Gegner des Bildungsplanes müssen weiterhin in Alarmbereitschaft bleiben.

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und des Webmagazins „Kultur und Medien online“

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Stuttgart: „Demo für alle“ zwingt grün-rote Landesregierung zum Einlenken

Freifrau Hedwig von Beverfoerde

Die DEMO FÜR ALLE am vergangenen Samstag in Stuttgart hat bei den politisch Verantwortlichen offensichtlich starken Eindruck hinterlassen:PICT0104

Nur zwei Tage nach unserer rosa-blauen Demonstration wurde das Thema »sexuelle Vielfalt« kurzfristig und ohne Vorankündigung in der Kabinettssitzung der baden-württembergischen Regierung beraten und das Arbeitspapier zum Bildungsplan überraschend zurückgezogen zwecks Überarbeitung.

FOTO: Baronin Beverfoerde als Rednerin beim „Marsch für das Leben“ 2013 in Berlin

Grün-Rot konnte den monatelangen Protest der Bürgerinnen und Bürger nicht länger ignorieren und mußte darauf reagieren. 

Aber lassen wir uns nicht täuschen: Die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusminister Andreas Stoch angekündigte Überarbeitung des Bildungsplanes ist vor allem der Versuch, den immer stärker werdenden Protest zu zähmen und die Eltern von der Straße zu holen.

Denn »Akzeptanz sexueller Vielfalt« soll weiterhin Bestandteil des Bildungsplans und damit verbindlicher Teil für den künftigen Unterricht bleiben, wie Stoch gestern in einem Interview in der TAZ betonte. 

»Sexuelle Vielfalt« wird lediglich in die Leitperspektive »Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt« eingebettet. Damit sind die Korrekturen rein kosmetisch und ändern am eigentlichen Kern der Sache gar nichts. Und das sollen sie offenbar auch nicht.

Denn die Änderungen am Bildungsplan hat Stoch nicht etwa mit Lehrerverbänden oder Elternvertretern vereinbart, sondern »in enger Absprache mit den Lesben- und Schwulenverbänden«. Es ist also diese Lobby die nach wie vor den Bildungsplan für alle Schüler diktiert. 

Sie sehen, der Kampf ist noch lange nicht vorbei. Aber wir sind auf dem richtigen Weg.

Linke Online-Medien überschlagen sich gerade in Warnungen vor französischen Verhältnissen in Deutschland. Nichts fürchten sie mstuttgart 005aehr als daß der Erfolg und die großartige positive Wirkung der französischen Protestbewegung manif pour tous (auf deutsch: Demo für alle) auch unser Land erfassen könnten.

Die manif pour tous mobilisiert seit zwei Jahren regelmäßig bis zu 1,5 Mio. Menschen, die friedlich und selbstbewußt  für die Werte der Familie auf die Straße gehen. Die sozialistische Regierung hat die Bewegung mit allen Mitteln bekämpft. Aber es hat nichts geholfen.

Mittlerweile ist die Zustimmung  der Bevölkerung für ihre eigene Regierung bei Umfragen auf unter 10 Prozent gefallen. Die fröhlichen Farben und die freundliche Außenwirkung haben den Protest in Frankreich groß und erfolgreich gemacht. Machen wir es ihnen nach.

Lassen Sie uns das Erfolgskonzept der rosa-blauen DEMO FÜR ALLE weiterverfolgen und ausweiten und noch viel mehr Familien und Organisationen dazu bewegen, mit uns gemeinsam auf die Straße zu gehen. Wir haben damit eine echte Chance, das Blatt für die Familien zu wenden.

Wie sehr die Wirkung der DEMO FÜR ALLE auch das Fernsehen beeindruckt hat, sehen Sie hier und hier (ab 3:45).

Folgen Sie der Demo für Alle auch auf Facebook.

 

Initiative Familienschutz, Zionskirchstr. 3 in 10119 Berlin,
Tel. 0 30/88 62 68 96, Fax. 0 30/34 70 62 64,

www.familien-schutz.de


Lehrerverbands-Präsident Josef Kraus kritisiert grün-roten „Bildungsplan 2015“

Kritik am baden-württembergischen Bildungsplan hat der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, geübt. Der Entwurf sieht vor, dass ab der ersten Klasse Homo-, Bi- und Transsexualität intensiver und fächerübergreifend behandelt werden.

„Ich halte den Entwurf für einseitig und völlig unausgereift“, sagte Kraus in einem Interview mit der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. IMG_1061

Es sei daher richtig, dass die Landesregierung ihn nun überarbeiten wolle. Vorausgegangen waren Proteste. Fast 200.000 Bürger unterschrieben eine Petition gegen die Akzeptanz sexueller Vielfalt in dem Bildungsplan.

Kraus plädiert zwar dafür, dass sexuelle Orientierungen in der Schule altersgerecht besprochen werden und dafür Toleranz vermittelt wird: „Aber alternative sexuelle Orientierungen dürfen nicht zum Leitprinzip werden.“

Die Sexualerziehung gehöre zum Kernbestand des elterlichen Erziehungsrechts. Er wünsche sich deshalb von den Schulen eine zurückhaltende Herangehensweise. Eltern dürfe nicht das Gefühl vermittelt werden, dass eine einseitige Einflussnahme stattfinde.

Kraus wandte sich ferner gegen Kuschelunterricht und Gefälligkeitspädagogik an den Schulen. Er sei ein überzeugter Vertreter des Leistungsprinzips: „Kinder haben einen natürlichen Leistungsdrang, sie wollen sich beweisen – gegenüber sich selbst, den Eltern, Lehrern und den Mitschülern.“

Es sei einer der größten Schäden der deutschen Schulgeschichte, dass man seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts schulische Leistungen mit Druck und Leistungsterror verbinde. Es sei ein Zerrbild, das die Schule Stress sei und Angst mache. An den meisten Schulen gebe es ein konstruktiv-entspanntes Verhältnis von Lehrern und Schülern.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: Konrad Ruprecht