Christliche Armenier von Erdogan bedroht

Beatrix von Storch

Wir müssen Erdogan stoppen, bevor es zu spät ist – für Deutschland und für Armenien.

Jetzt hat zum wiederholten Male der Bischof der Armenischen Kirchen in Deutschland, Serovpé Isakhanyan, eindringlich die Bundesregierung um Hilfe gerufen und um Schutz gebeten vor der Bedrohung und den Angriffen christlicher Armenier in Deutschland durch türkische Extremisten. Bisher vergeblich.

Grund für die große Sorge des armenischen Bischofs seien Übergriffe der „Grauen Wölfe“ auf Armenier in der Bundesrepublik, sagte der Geistliche am Dienstag der Tagespost.

Immer wenn die offizielle Anerkennung des Völkermordens an Armenien diskutiert werde, würden aserbaidschanische und türkische Extremisten wie die „Grauen Wölfe“ in Deutschland aktiv. Geschürt wird dieser anti-christliche Hass massiv aus Baku und Ankara.

Während der aserbaidschanische Diktator Alijew bei der Siegesparade in Baku weite Teile Armeniens einschließlich der Hauptstadt Eriwan als „unser historisches Land“ bezeichnete, ergänzte Erdogan, „der Waffenstillstand bedeutet nicht, dass der Kampf beendet ist“.

BILD: Demonstration in Berlin gegen Erdogan

Dabei verherrlichte Erdogan den für den Völkermord an den Armeniern verantwortlichen Enver Pascha als „Helden der ganzen türkischen Welt“.

Die Aggression des islamistischen Despoten vom Bosporus geht weiter. In Deutschland werden Armenier und ihre Familien zunehmend von Erdogans fünfter Kolonne, den „Grauen Wölfen“, bedroht – ebenso wie alle Türken, die den türkischen Völkermord an den Armeniern nicht leugnen.

Das muss ein Ende haben, die „Grauen Wölfe“ in Deutschland müssen verboten werden. Armenien und Bergkarabach als Opfer der fortgesetzten Aggression und von Kriegsverbrechen benötigten die massive Unterstützung Deutschlands gegen die islamischen Verbrecher und Aggressoren Erdogan und Alijew.

www.beatrixvonstorch.de


Aserbaidschan: Buchverbrennungen und Morddrohungen wegen Tabubruch zum Armenienkonflikt

Ein Jahr nach dem Eurovision Song Contest in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku wird der bedeutendste Gegenwartsdichter des Landes, Akram Aylishi, mit dem Tode bedroht. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mitteilte, hatte der 76-jährige Aylishi es gewagt, in seinem neuesten autobiographischen Roman „Steinerne Träume“ Greueltaten seiner überwiegend islamischen Landsleute an Armeniern zu beschreiben und diese mit dem Völkmord der Türkei an Armeniern in Verbindung zu bringen. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Aserbaidschans autoritär herrschender Präsident Ilham Alijew hatte Akram Aylishi darauf am 7. Februar 2013 seine Ehrentitel als „großer aserbaidschanischer Volksdichter“ und für besondere Verdienste um die aserische Literatur sowie seine Rechte auf eine staatliche Rente entzogen. Seiner Frau und seinem Sohn wurde die Arbeit gekündigt. Exemplare seiner Bücher wurden öffentlich verbrannt. Vor seinem Haus hat sich ein Mob aufgebrachter Landsleute versammelt, die ihm und seiner Familie nach dem Leben trachtet.

Karl Hafen, geschäftsführender Vorsitzender der IGFM, erklärte zu den Ereignissen in Baku: „Die Aufbruchstimmung des letzten Jahres ist vorüber, die in strahlendem Licht dargestellte Öffnung des Landes entpuppt sich als Spektakel für gutgläubige Europäer. Tatsächlich gibt es keine wirkliche Presse- und Meinungsfreiheit. Bürgerrechtler klagen über Bedrohung und Nachstellung. Die Manipulation der Bevölkerung anlässlich der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im Oktober ist bereits in vollem Gang.“

Die IGFM appelliert an jene Künstler und Manager der Musikindustrie sowie des Fernsehens, die Baku als Austragungsort für den Eurovision Song Contest durchgesetzt hatten, jetzt für Akram Aylisli und die Meinungsfreiheit in Aserbaidschan einzutreten.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Aserbaidschan:
http://www.igfm.de/Russland-und-andere-GUS-Staaten.525.0.html

Hintergrund:

Anhaltende Hysterie als Antwort auf den Tabu-Bruch
Die Darstellung seiner Landsleute als Täter und der Armenier als Opfer war und ist für die meisten Aserbaidschaner unvorstellbar. Aylisli hingegen sagt, dass er keinesfalls seine Landsleute verunglimpfen wollte, er habe nur seine eigenen Erlebnisse in dem Roman verarbeitet. Er sieht sich nicht als Nationalist, sondern als Internationalist. Im Gegenteil, er habe Türen für eine  Diskussion, für eine friedliche Zukunft öffnen wollen. Der Roman sei kein politisches Traktat, sondern literarische Kunst. Er habe seinen Landsleuten mehr Toleranz bei der Beurteilung des armenisch-aserbaidschanischen Konflikts zugetraut. Aylisli sagt, so etwas habe es in der aserbaidschanischen Gesellschaft seit 100 Jahren nicht gegeben. Für ihn ein Zeichen von Intoleranz der herrschenden Kreise gegenüber freier Meinungsäußerung, gegenüber der Freiheit des Wortes.

Die Reaktion der Aserbaidschaner zeigt nun deutlich, wie tief die Wunden eingebrannt sind. Im Parlament Aserbaidschans wurde provokativ vorgeschlagen, Aylisli einem Gen-Test zu unterziehen, um zu prüfen, ob es sich hier nicht doch um einen Armenier handele. Die Präsidialverwaltung hatte den Schriftsteller eingeladen, um ihm öffentlich seine Verachtung auszudrücken: „Der Mann hat keine Nationalität, kein Recht über menschliche Gefühle zu sprechen…“. Der aserische Schriftstellerverband, in dem Aylisli 20 Jahre tätig war und von dem er sich professionelle Solidarität erhoffte, hat den Roman offiziell als künstlerisch sehr schwach degradiert.

Zur Person:
Akram Aylisli ist der wohl bekannteste aserische Schriftsteller, Übersetzer, Dramatiker. Er wurde am 1. Dezember 1937 in Yukhari-Aylis in Nachitschewan (Aserbaidschan) geboren. Er studierte Weltliteratur am Moskauer Gorki-Institut. In den 70er Jahren war er Chefredakteur des Komitees für Kinematographie in Aserbaidschan, von 1988-89 Sekretär des Schriftstellerverbandes Aserbaidschans. 2005 wurde er ins Parlament gewählt. Aylisli ist Autor mehrerer Romane, Essays und Kurzgeschichten. Er hat Werke von Turgenjew, Márquez oder Aitmatow ins Aserbaidschanische übersetzt. 2002 wurde er für seine Verdienste um die heimische Literatur mit den höchsten Orden Aserbaidschans „Unabhängigkeit“ und „Ruhm“ ausgezeichnet.

Die Novelle  „Steinerne Träume“  schrieb er schon 2006, sie schildert die Ereignisse in Baku Ende 1989, Anfang 1990. Zur Zeit der kriegerischen Eskalationen zwischen Armeniern und Aserbaidschanern um das Gebiet Nagorny Karabach kam es nachweislich auch seitens der Aserbaidschaner zu Pogromen und Massakern gegen die Armenier. Es ist der zweite Teil einer Trilogie. Sie wurde allerdings erstmals im Dezember 2012 in Russisch in dem Journal „Freundschaft der Völker“ veröffentlicht. In diesem Roman verarbeitet Aylisli seine Erlebnisse in dem seit Jahrzehnten andauernden Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien um die Region Berg Nagorny Karabach, die von beiden Staaten beansprucht wird. Ethnische, kulturelle und religiöse Unterschiede führten immer wieder zu Auseinandersetzungen mit Zehntausenden von Todesopfern, Kriegsversehrten und -traumatisierten sowie zu insgesamt einer Million Flüchtlingen. Das Gebiet umfasst ca. 10 qkm und hat heute gerade noch 135.000 fast ausschließlich armenische Einwohner. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zu Aserbaidschan.


Aserbaidschan: Was bleibt, wenn die Musik geht…?

Politische Verfolgung im Gastland des Eurovision-2012 Song Contests

Aserbaidschans Machthaber Ilham Alijew sonnt sich im Glanz des Eurovision Song Contests, aber was bleibt, wenn die Musik Baku wieder verläßt, fragt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt.

Im diesjährigen Gastland des Musikwettbewerbs werden kritische Journalisten, Menschenrechtsverteidiger und demokratische Oppositionelle rigoros verfolgt und durch Einschüchterungen, gewalttätige Übergriffe und willkürliche Haft mundtot gemacht.

Das beklagt die IGFM, die gleichzeitig begrüßt, dass das europaweit beachtete Ereignis Medien die Möglichkeit gebe, stärker über diese Mißstände zu berichte.

Wie die IGFM berichtet, verweigert Aserbaidschan – selbst Mitgliedsland des Europarats – dem Sonderberichterstatter des Europarates für politische Gefangene, Christoph Strässer (SPD), das Visum für seine Mandatsreise bereits seit Jahren.

Obwohl Aserbaidschan bereits Ende 2001 die Europäische Menschenrechtskonvention ratifiziert hat, werden deren Vorgaben von der Regierung entweder gar nicht oder nur sehr mangelhaft umgesetzt. So durfte der Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer (SPD), der dem Menschenrechtsauschuss des Deutschen Bundestages angehört und für die Parlamentarischen Versammlung des Europarats der Sonderberichterstatter für politische Gefangene in Aserbaidschan ist, in dieser Funktion bisher nicht nach Aserbaidschan einreisen.

Für seine im Mai 2012 angesetzte Mandatsreise verweigerte Baku ihm das Visum. Der Grund: Strässer hatte zuletzt 2011 darauf hingewiesen, dass es in Aserbaidschan politische Gefangene gibt und sich dort über 50 Oppositionelle, Journalisten und Blogger, die von ihrem Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit Gebrauch gemacht hatten, in Haft befinden.

Staat im Familienbesitz
Seit 1969 ist das ölreiche Aserbaidschan in der Hand der Familie Alijew: Heidar Alijew, der vormalige Präsident, war zu Zeiten der kommunistischen Sowjetunion KGB-Geheimdienstchef Aserbaidschans, bevor er die alleinige Regentschaft des Landes übernahm.

Kurz vor seinem Tod Ende 2003 ist sein Sohn Ilham Alijew aus den von Fälschung überschatteten Wahlen als Präsidenten Aserbaidschans hervorgegangen und hat die „Tradition“ seines Vaters in Unterdrückung der Grundfreiheiten weitergeführt und ausgebaut.

Presse- und Meinungsfreiheit nicht existent
Die Verweigerung fundamentaler Menschen- und Persönlichkeitsrechte kennzeichnet das Alijew-Regime. Medien und Presse werden staatlich kontrolliert, das Internet wird überwacht. 62 Personen sind in Aserbaidschan aus politischen Gründen in Haft, davon mindestens elf Journalisten, Blogger und Medienschaffende.

Nur noch zwei kleine Fernsehsender unterliegen nicht direkter Einwirkung des Staates. Auch die Printmedien stehen zu 80 Prozent unter staatlicher Kontrolle.

Offiziell soll es zwar keine Zensur geben, doch viele Journalisten werden mundtot gemacht, indem sie öffentlich diffamiert, kriminalisiert, entführt oder gezielten gewalttätigen Übergriffe Dritter ausgesetzt werden, die nicht selten für das Opfer tödlich enden. Die Täter kommen in der Regel ungestraft davon, weil die Ermittlungen augenfällig äußerst halbherzig geführt oder oft gar nicht eingeleitet werden. Auch direkte Übergriffe seitens der Polizei gehören für Journalisten in Aserbaidschan zum Alltag.

Journalisten Opfer von Misshandlungen, Demütigungen und Rufmord
Wie die IGFM weiter berichtet, wurde der Reporter und Menschenrechtler Idrak Abbasow, der die willkürliche Vertreibung von Einwohnern und den illegalen Abriss von Wohnhäusern in einem Stadtteil von Baku dokumentierte, am 18. April 2012 von Polizisten und Sicherheitskräften des staatlichen Öl- und Gasförderunternehmens Socar attackiert. Abbasow wurde so heftig getreten und geschlagen, dass er mit schweren inneren Verletzungen auf die Intensivstation des klinischen Zentrums von Baku gebracht werden musste.

Seit dem 13. März 2012 befindet sich Saur Gulijew, Chef des unabhängigen regionalen Fernsehsenders Chajal TV, wegen angeblichen „Störung der öffentlichen Ordnung“ in Haft. Trotz schlechten Gesundheitszustands wurde Gulijew seit seiner Verhaftung mehrmals verlegt. Der Journalist hat ein Magengeschwür und leidet unter inneren Blutungen. Wärter erniedrigten ihn, indem sie ihn zwangen, nackt über den Korridor zu laufen.

Häufig fallen kritische Journalisten Schmutzkampagnen zum Opfer, berichtet die IGFM.

Beispielhaft dafür die derzeitige Rufmordkampagne gegen Chadidscha Ismailowa, eine der investigativsten und mutigsten Journalisten Aserbaidschans. Ismailowas Schwerpunkt liegt neben Reportagen über Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land auf der Berichterstattung über die heimliche Privatisierung von Staatsunternehmen durch die Präsidentenfamilie und korrupte Machenschaften der Machthaber.

Um sie zum Schweigen zu bringen, wurde ein heimlich in ihrer Wohnung aufgenommenes Video, das sie in intimen Situationen zeigt, ins Internet gestellt. Zuvor erhielt sie einen Drohbrief mit der Botschaft, ihre journalistische Arbeit einzustellen, sonst drohe ihr Diffamierung.

Doch nicht nur einheimische kritische Journalisten sind Zielobjekt des Machtapparats Aserbaidschans. Im April letzten Jahres wurde einem schwedischen Fernsehteam, das einen Protest in Aserbaidschan filmen wollte, die Kameras von der Polizei beschlagnahmt und das Filmmaterial vernichtet.

IGFM-Hörfunkspot: „Der Sound von Baku“

Während Europa in Baku eine große Eurovision Songcontest-Party feiert, werden in Aserbaidschan die Menschenrechte und die Pressefreiheit mit Füßen getreten.

Auf diese Mißstände will die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in diesen Tagen aufmerksam machen: Mit einem Radio-Spot, der die Hörer zunächst mit einem Gute-Laune-Song in Stimmung bringt,  um sie wenige Sekunden später mit dem zu konfrontieren, wie die Machthaber abseits der Glamour-Welt mit ihren Kritikern umgehen.

Das Konzept wurde entwickelt von der Düsseldorfer Agentur Euro RSCG und zusammen mit dem Tonstudio nhb Düsseldorf pro bono umgesetzt. Unterstützt wird die Kampagne außerdem von vielen privaten Radio-Stationen in ganz Deutschland, die den Spot kostenlos senden.

zum IGFM-Hörfunkspot: „Der Sound von Baku
38 Sekunden, mp3-Datei, 1,45 MB
http://www.igfm.de/fileadmin/igfm.de/Musik/Hoerfunkspots/Menschenrechte-der-Sound-von-Baku-IGFM.mp3

mehr Infos unter:
http://www.menschenrechte.de

 


Aserbaidschan/Baku: Unterdrückung der Christen und der Pressefreiheit

Aserbaidschans Hauptstadt Baku schmückt sich vom 22. bis 26. Mai 2012 mit dem Eurovision Song Contest.

Bürgerrechtler rufen den Präsidenten Ilham Aliyev auf, politische Gefangene freizulassen. Bei Demonstrationen im März 2012 wurden erneut etliche Personen spitalreif geschlagen und verhaftet.

Einheimische Christen gelten in dem muslimisch geprägten Staat  immer noch als Verräter, zumal das Christentum mit dem rivalisierenden Land Armenien in Verbindung gebracht wird.

Neue Kirchen können kaum gebaut werden und das Gesetz verbietet, Gottesdienste in Privathäusern abzuhalten.  Auch die Pressefreiheit ist stark eingeschränkt.

«Amnesty International» bittet in einem offenen Brief an die Tessiner Band „Sinplus“, die die Schweiz am Wettbewerb vertreten wird, das öffentliche Interesse dazu zu nutzen, sich für die Freiheit politischer Gefangener einzusetzen.

Quelle: evangelikale Nachrichtenseite www.jesus.ch

Direktlink zum Thema: http://www.jesus.ch/themen/gesellschaft/international/europa/214364-menschenrechtler_fordern_ende_des_debaku.html

Länderprofil des christlichen Hilfswerks Open Doors: http://www.opendoors-de.org/verfolgung/laenderprofile/aserbaidschan/

Ergänzende aktuelle Meldung: http://gebetskreis.wordpress.com/2012/03/13/aserbeidschan-kirchengemeinde-in-der-hauptstadt-soll-legal-liquidiert-werden/