Homosexuelle Boykott-Aufrufe gegen italienischen Nudel-Konzern Barilla

Von fairer Streitkultur keine Spur!

Guido Barilla ist der Inhaber des gleichnamigen italienischen Nudelkonzerns, gegen den derzeit eine wütende Medienkampagne läuft, wobei ihm von der „Tagesschau“ „provokante“ und von weiteren Medien gar „schwulenfeindliche“ Äußerungen vorgeworfen werden  –  so zB. im Nachrichtensender n-tv, in der Illustrierten „Stern“ oder der „Berliner Zeitung“.  main_visual_coupon

Worin besteht nun die angebliche „Schwulenfeindlichkeit“ des Unternehmers? – Hat der größte Nudelhersteller Italiens die Homosexuellen als Menschen verunglimpft oder attackiert?

Keine Spur!   –  Der Nudelkonzern-Chef hatte in einem Interview mit dem italienischen Sender Radio-24 lediglich erklärt:

„Wir werden niemals Werbung mit einer homosexuellen Familie machen, denn wir unterstützen die traditionelle Familie. Wenn Homosexuellen das nicht gefällt, können sie gern die Nudeln eines anderen Herstellers essen.“

Na und? Was ist daran „schwulenfeindlich“?  – Das möge mal jemand rein logisch  – ohne hysterische Sprücheklopferei  –  erläutern!

Gibt es neuerdings eine Pflicht zur Werbung mit Schwulen? Darf ein Unternehmer noch selber entscheiden, wie, mit welchen Motiven und mit welchen Schauspielern er seine Reklame betreibt?

Vor allem innerhalb von Facebook und Twitter kam es zu vielfältigen Beschimpfungen und Boykott-Aufrufen gegen Barilla. Der Unternehmer versuchte sodann, die Wogen, welche auch die Print-Presse erreicht  hatten, wieder zu glätten.

Es gehe nicht darum, daß er Homosexuelle und Schwulen-Ehen nicht respektiere, so Barilla, er denke aber jedenfalls nicht wie sie  –  und seine Barilla-Werbung wolle die herkömmliche, klassische Familie ansprechen.

„Man kann nicht immer allen gefallen“, fügte Barilla an. Er entschuldige sich, „sollten meine Worte Missverständnisse oder Kontroversen ausgelöst haben“. Er habe lediglich die zentrale Rolle der Frau in der Familie betonen, aber keine Empfindlichkeiten verletzen wollen. 

Der „Fall Barilla“ spricht nicht gegen den Konzernchef, sondern gegen eine geradezu lächerliche, aber gleichwohl gefährliche Medien-Hysterie, die zu Lasten der Meinungsfreiheit und einer sachlichen Diskussion geht. Von fairer Streitkultur keine Spur!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster