Vatican-History-Newsblog übt Kritik an der Entlassung Kardinal Müllers

Der deutschsprachige Vatican-History-Newsblog befaßt sich in einem analytischen Artikel sachlich und zugleich kritisch mit der Entlassung von Kardinal Gerhard Müller mittels einer 1-Minute-Audienz beim Papst, also im Schnellverfahren.

Am Freitagmittag voriger Woche erfuhr der Glaubenspräfekt, daß er am Montag nicht mehr zur Arbeit in seiner Kongregation anzutreten brauche, seine Amtszeit werde nicht verlängert. Punkt – und keinerlei Begründung.

Daß Franziskus rein kirchenrechtlich betrachtet derart gewöhnungsbedürftig vorgehen kann, ist unumstritten, denn er besitzt den sog. Universalprimat des Papstes als höchste Autorität der katholischen Weltkirche.

Offen bleibt gleichwohl die Frage, ob eine solche Vorgehensweise angemessen, fair und „brüderlich“, geschweige „barmherzig“ ist. Gerade weil Franziskus die Latte der von ihm propagierten Ideale so hoch hält, sind auch die Erwartungen entsprechend geprägt.

Die erwähnte Internetseite, die vor allem kirchengeschichtlich orientiert ist, schreibt, die päpstlichen Personalentscheidungen „geben dem Beobachter unlösbare Rätsel zu knacken, oder stehen in eklatantem Widerspruch zu bestehenden Dekreten und Richtlinien“  –  an eben jene ist das Kirchenoberhaupt zwar wiederum nicht strikt gebunden, doch halten sich die Päpste in der Regel daran.

Blog-Autor Martin Marker erklärt weiter, der päpstliche Umgang mit Kardinal Müller sei „einzigartig in der Kirchengeschichte“, denn er stelle „in mehrfacher Hinsicht einen Affront dar“.

Um dies anschaulich darzustellen, schreibt der Verfasser: „Man stelle sich bitte einmal vor, man selbst sei in einer hohen beruflichen Position und erfährt am Freitag von seinem Chef, dass man am Montag seinen Posten nicht mehr anzutreten braucht. Allein diese Tatsache beweist, welche Führungsqualitäten Franziskus in Personalentscheidungen praktiziert.“

Außerdem wundert sich der Vatican-History-Newsblog darüber, daß es unter den deutschen Bischöfen „keine einzige Stellungnahme“ zur Entlassung Müllers gegeben habe. Immerhin war der ehem. Glaubenspräfekt vorher zehn Jahre lang Bischof von Regensburg: „Nicht mal der Leiter der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, hatte auch nur ein Wort zu sagen. Soviel zur Kollegialität des Deutschen Episkopats.“

Foto: Bistum Regensburg

 


Raphael und andere Erzengel tragen das Gebet der Heiligen zu Gott empor

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Tob 12,1.5-15.20:

In jenen Tagen rief Tobit seinen Sohn Tobias zu sich und sagte: Mein Sohn, vergiss nicht den Lohn für den Mann, der dich begleitet hat. Du musst ihm aber mehr geben, als wir ihm versprochen haben.

Dann rief er den Engel zu sich und sagte: Nimm die Hälfte von allem, was ihr mitgebracht habt.

Der Engel aber nahm die Beiden beiseite und sagte zu ihnen: Preist Gott und lobt ihn! Gebt ihm die Ehre und bezeugt vor allen Menschen, was er für euch getan hat. Es ist gut, Gott zu preisen und seinen Namen zu verherrlichen und voll Ehrfurcht seine Taten zu verkünden. Hört nie auf, ihn zu preisen.

Es ist gut, das Geheimnis eines Königs zu wahren; die Taten Gottes aber soll man offen rühmen. Tut Gutes, dann wird euch kein Unglück treffen.
Es ist gut, zu beten und zu fasten, barmherzig und gerecht zu sein. Besser ist es, weniges mit Mildtätigkeit zu besitzen als vieles mit Unrecht. Besser barmherzig sein als Gold aufhäufen.
Denn Barmherzigkeit rettet vor dem Tod und reinigt von jeder Sünde. Wer barmherzig und gerecht ist, wird lange leben.
Wer aber sündigt, ist der Feind seines eigenen Lebens.

Ich will euch nichts verheimlichen; ich habe gesagt: Es ist gut, das Geheimnis eines Königs zu wahren; die Taten Gottes aber soll man offen rühmen.
Darum sollt ihr wissen: Als ihr zu Gott flehtet, du und deine Schwiegertochter Sara, da habe ich euer Gebet vor den heiligen Gott gebracht. Und ebenso bin ich in deiner Nähe gewesen, als du die Toten begraben hast.
Auch als du ohne zu zögern vom Tisch aufgestanden bist und dein Essen stehen gelassen hast, um einem Toten den letzten Dienst zu erweisen, blieb mir deine gute Tat nicht verborgen, sondern ich war bei dir. Nun hat mich Gott auch gesandt, um dich und deine Schwiegertochter Sara zu heilen.

Ich bin Rafael, einer von den sieben heiligen Engeln, die das Gebet der Heiligen emportragen und vor die Majestät des heiligen Gottes treten.

Jetzt aber dankt Gott! Ich steige wieder auf zu dem, der mich gesandt hat. Doch ihr sollt alles, was geschehen ist, in einem Buch aufschreiben.

 


Kardinal Müller: Barmherzigkeit beinhaltet „keinen Freibrief, um zu sündigen“

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„Schlimm“ und „traurig“: So kommentiert der deutsche Kardinal Gerhard Müller die Tatsache, daß in Belgien aktive „Sterbehilfe“ bzw. Euthanasie gesetzlich erlaubt ist und immer mehr Gruppen offensteht. Müller
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Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation betonte in einem Interview mit der belgischen Zeitung „Tertio“, das Leben sei ein Geschenk und stehe nicht in der Verfügung des Einzelnen: „Es ist nicht unsere Aufgabe, zu entscheiden, ob ein Leben noch Wert hat.“
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Kurienkardinal Müller äußerte sich in dem Interview auch zum christlichen Verständnis von Barmherzigkeit; diese sei „kein Freibrief, um zu sündigen oder weiter in Sünde zu leben“, so der Kurienkardinal.
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Er erwähnte auch, dass die Kirche keineswegs an der Unauflöslichkeit der Ehe rüttle. Es gebe „keine Umstände, in denen Ehebruch keine Todsünde wäre“, sagte Müller. Dem habe auch Papst Franziskus in seinem Schreiben Amoris Laetitia nicht widersprochen.
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Quelle: Radio Vatikan – Foto: Bistum Regensburg

Verschiebe die Bekehrung nicht Tag um Tag!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jesus Sir 5,1-8:

Verlass dich nicht auf deinen Reichtum, und sag nicht: Ich kann es mir leisten.
Folg nicht deinem Herzen und deinen Augen, um nach der Lust deiner Seele zu leben.
Sag nicht: Wer vermag etwas gegen meine Macht?
Denn der HERR rächt das Schicksal der Verfolgten.

Sag nicht: Ich habe gesündigt, doch was ist mir geschehen? Denn der HERR hat viel Geduld.
Verlass dich nicht auf die Vergebung, füge nicht Sünde an Sünde, indem du sagst:
Seine Barmherzigkeit ist groß, er wird mir viele Sünden verzeihen.
Denn Erbarmen ist bei ihm, aber auch Zorn, auf den Frevlern ruht sein Grimm.

Zögere nicht, dich zu ihm zu bekehren, verschieb es nicht Tag um Tag!
Denn sein Zorn bricht plötzlich aus, zur Zeit der Vergeltung wirst du dahingerafft.

Vertraue nicht auf trügerische Schätze; sie nützen nichts am Tag des Zorns.


Von Bischof Kamphaus bis Papst Franziskus: Soll der Staat die Häftlinge begnadigen?

Warum eine falsche Gnade gnadenlos ist

Wie die „Vorarlberger Nachrichten“ vom 7.11.2016 berichten, hat Papst Franziskus bei einem Treffen mit rd. 1000 Häftlingen im Petersdom die Regierungen in aller Welt zu einer Amnestie bzw. einem allgemeinen Straferlaß für Gefangene aufgerufen. (Quelle: http://www.vorarlbergernachrichten.at/welt/2016/11/06/papst-feiert-messe-mit-ueber-1000-gefangenen.vn)

Das paßt zu seinem Zauberwort von der „Barmherzigkeit“. Aber wie gnadenlos ist in Wirklichkeit eine solche Gnadenpolitik? Foto Michaela Koller

Oder macht sich der Pontifex nicht klar, was es bedeutet, Mörder, Vergewaltiger, Einbrecher, Drogendealer, Kinderschänder etc. zu amnestieren und auf die Menschheit loszulassen?! Sind dann nicht gerade die Schwächsten am meisten gefährdet, die sich am wenigsten gegen Verbrecher schützen und wehren können?

Der hl. Paulus schreibt in seinem „Brief an die Römer“ bzw. die römische Christengemeinde: Tust du aber Böses, so fürchte dich; denn die Obrigkeit trägt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Dienerin und vollzieht das Strafgericht an dem, der Böses tut.“ (Röm 13,4) 

Dabei ging es Paulus nicht konkret um die Todesstrafe, sondern grundsätzlich um das sog. „Gewaltmonopol“ des Staates, um seine ureigene Aufgabe, für Recht und Ordnung zu sorgen, Unrecht zu ahnden, Verbrechen zu bestrafen und die Gesellschaft vor Übeltätern zu schützen, weil nur so ein geregeltes Zusammenleben der Menschen möglich ist.

Etwas ganz Anderes, nämlich echt Mutiges wäre es gewesen, wenn der Papst islamische, kommunistische oder sonstige Diktaturen aufgefordert hätte, die politischen Gefangenen und inhaftierten verfolgten Christen freizulassen. Auf solch einen Appell warten wir schon lange!

Aber diese bestenfalls weltfremde, eigentlich direkt gefährliche Begnadigungs-Idee von Franziskus ist nicht neu. Es gibt dazu ein ähnliches Beispiel, das zwar älter, aber sehr aufschlußreich ist:

Bischof Kamphaus und die RAF-Terroristin Möller

Der Limburger Oberhirte Franz Kamphaus, bundesweit bekannt für seine links-katholischen und theologisch liberalen Ansichten, forderte im Herbst 1994 öffentlichkeitswirksam die Begnadigung der RAF-Terroristin Irmgard Möller, die wegen dreifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt war. Der Staat solle „ein Zeichen der Friedfertigkeit setzen“. Der Bundespräsident kam diesem Ruf aus Limburg tatsächlich nach. 039_36A - Kopie

Doch die vorzeitig haftentlassene Frau Möller setzte genau das entgegengesetzte „Zeichen“ und erklärte frank und frei in Interviews, ihr damaliger Mordanschlag in Heidelberg sei „legitim“ gewesen: „Aber ja, gar keine Frage!“

Dem Staat wurde seine weiche Welle sogar als eigensüchtige Taktik ausgelegt, denn die nach wie vor verblendete Begnadigte erklärte: „Ich glaube nicht, daß der Staat humanitär sein kann. Er hat einfach abgewogen: Wo bin ich ihm lästiger? Drinnen oder draußen?“   –  Dazu paßt das Sprichwort: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!

Doch Bischof Kamphaus beließ es damals nicht bei seinem Appell für Irmgard Möller, sondern erklärte in einem KNA-Interview, lebenslange Haftstrafen seien sowieso abzulehnen. Er gab zu bedenken, „daß viele Menschen durch eine Gefängnisstrafe erst richtig in ein kriminelles Milieu geführt werden“.

Seltsame Logik allerdings: Wenn „viele Menschen“ im Knast erst so richtig kriminell werden, wie kann man sie dann vorzeitig freilassen?!  Dann wäre „lebenslänglich“ erst recht nötig, um weitere Verbrechen zu verhindern.

Wie wir sehen, hat der Limburger Oberhirte im römischen Pontifex nun einen würdigen Nachbeter für seine „gnädigen“ Ansichten gefunden.

Foto: Michaela Koller


Regensburg: Bischof Voderholzer hat die Heilige Pforte der Barmherzigkeit geschlossen

Am heutigen Christkönigssonntag endete das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Bischof Rudolf Voderholzer schloss die Heilige Pforte bei der Kirche St. Joseph des Karmelitenklosters in der Regensburger Altstadt und feierte im Anschluss mit den Gläubigen im Dom St. Peter ein Pontifikalamt. 161120_pforte-1

Im Laufe der Liturgie ließ der Bischof die Heiligen Pforten Roms in Erinnerung an die Bistumswallfahrt nach Rom vor dem geistigen Auge der Gläubigen Revue passieren:

  • Die Heilige Pforte an der Lateranbasilika mit der ältesten Taufkapelle der Welt. Sie stelle uns die Taufe als Eintrittspforte in die Gemeinschaft der Kirche vor Augen.
  • Die Heilige Pforte der Basilika St. Paul vor den Mauern führe in die Kirche, in der sich das Grab des großen Völkerapostels Paulus befinde. Er habe sein Leben ganz in den Dienst des Evangeliums gestellt.
  • Die Heilige Pforte am Petersdom lasse die Gläubigen auf den heiligen Petrus schauen.
  • Die Heilige Pforte der Basilika Maria Maggiore habe den Blick dabei in besonderer Weise auf die Gottesmutter gelenkt. Durch sie konnte Jesus Christus, die Barmherzigkeit Gottes, unter den Mensch werden, erklärte der Regensburger Oberhirte

Heilige Jahre, wie das nun zu Ende gehende seien wichtige Zeichen, Höhepunkte im Fluss der Geschichte, hob Bischof Rudolf in seiner Predigt hervor. Das zu Ende gehende Jahr der Barmherzigkeit wollte den Gläubigen erneut die Gewissheit einpflanzen, dass die Türen des Herzens Gottes immer offen stünden, auch wenn die symbolische Pforte wieder geschlossen wurde.

Dankbar habe der Bischof auch die Rückmeldungen aus den Pfarreien vernommen, dass das Thema Barmherzigkeit das Leben und Beten in den Pfarreien geprägt habe. Die leiblichen und die geistlichen Werke der Barmherzigkeit hätten wir ein roter Faden die geistlichen Worte und Ansprachen durchzogen.  Mancherorts wurden die 14 Stationen der Kreuzwegandacht mit den 14 Werken der Barmherzigkeit in Verbindung gebracht. Ob das Jahr der Barmherzigkeit auch die Beichtpraxis belebt habe, lasse sich noch nicht abschließend sagen.

Heilige Pforten erstmals auch in den Bistümern

Im Dezember 2015 eröffnete Papst Franziskus das außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit, das weltweit, und so auch im Bistum Regensburg, gefeiert wurde.  Mehr als 450 Gläubige aus dem Bistum pilgerten Ende März zusammen mit Bischof Rudolf nach Rom, um dort durch die Heiligen Pforten zu gehen und die heilige Messe zu feiern.

Erstmals in der Geschichte der Heiligen Jahre durften nach Weisung des Papstes auch in den einzelnen Diözesen Heilige Pforten geöffnet werden. In Regensburg gab es neben der Pforte des Karmelitenklosters und in der Gnadenkapelle des Schönstattzentrums in Kösching acht weitere Hl. Pforten, die von Ostern bis Pfingsten geöffnet hatten. Diese waren in Amberg, Aufhausen, auf dem Bogenberg, in Cham, Mindelstetten, Neustadt a. d. Waldnaab, Tirschenreuth und Vilsbiburg.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Statt einer Antwort zeigt sich der Papst genervt wegen kritischer Anfragen an AL

Papst Franziskus hat Kritikern und Fragestellern zu seinem nachsynodalen Schreiben AL =  Amoris Laetitia („Die Freude der Liebe“) vorgehalten, dieses nicht verstanden zu haben. Foto Michaela Koller

In einem Interview mit Avvenire, der Zeitung der italienischen Bischofskonferenz, sagt der Papst: „Manche  –  denken Sie an die Entgegnungen auf Amoris Laetitia – verstehen immer noch nicht“.

Das liege daran, dass diese Personen nach dem Schema „schwarz oder weiß“ dächten, „selbst wenn wir im Fluss des Lebens unterscheiden müssen“, so der Pontifex weiter. 

„Die Kirche existiert einzig als ein Instrument, dass den Menschen Gottes barmherzige Absicht mitteilt“, zitiert Avvenire den Papst.

Das 2. Vatik. Konzil, besonders das Dokument Lumen Gentium, habe laut Franziskus die Achse der christlichen Vorstellung „von einer bestimmten Form der Gesetzlichkeit, die ideologisch sein kann“, hin zu Gott selbst verschoben, der durch seinen Sohn Mensch geworden sei.

In diesem Zusammenhang spricht der Papst dann über Reaktionen auf Amoris Laetitia bzw. solche, die das „immer noch nicht verstehen“.

Es liegt nahe, anzunehmen, dass seine Worte auf jene vier Kardinäle gemünzt sind, die dem Papst unlängst einen Brief geschrieben haben; darin bitten sie Franziskus, fünf Fragen über Amoris Laetitia zu beantworten.

Dabei geht es u.a. um die Frage des Verständnisses der Lehre der Kirche, genauer, ob „die Existenz absoluter moralischer Normen, die ohne Ausnahme gelten und in sich schlechte Handlungen verbieten“ bestätigt werden kann.

Nachdem Franziskus diesen Brief nicht beantwortete, wandten sich die Kardinäle mit ihren Fragen am 14. November 2016 an die Öffentlichkeit.

Wobei das Schreiben der Kardinäle Brandmüller, Meisner, Caffara und Burke der prominenteste Beitrag zu einer anhaltenden Debatte um AL sowie um die – bisweilen einander völlig widersprechenden – Interpretationen des päpstlichen Dokuments ist.

Sollte der Papst die Fragen der Kardinäle nicht klären, kündigte Kardinal Burke kürzlich an, daß die vier Schreiber dann erwägen würden, den Päpst dahingehend „zu korrigieren„.

Quelle und vollständiger Text hier: http://de.catholicnewsagency.com/story/manche-verstehen-immer-noch-nicht-papst-franziskus-uber-amoris-laetitia-debatte-1338

Weitere Infos zu diesen Papst-Äußerungen: https://de.zenit.org/articles/die-kirche-gibt-es-um-der-welt-die-barmherzigkeit-zu-vermitteln/