Energiewende: BDI warnt vor Stromausfällen

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, hat vor Stromausfällen aufgrund des Ausstiegs aus Kernkraft und Kohle gewarnt.

„Ohne ausreichende Netzkapazitäten drohen zu Spitzenlastzeiten Blackouts. Wer die verhindern will, muß Kraftwerke, die eigentlich abgeschaltet werden sollten, länger laufen lassen“, sagte Kempf am Montag den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Er bemängelte den schleppenden Ausbau des Stromnetzes. „Um die Energiewende zu schaffen, benötigen wir 7.700 Kilometer neue Übertragungsleitungen. Gerade mal 1.100 davon sind gebaut, mehr als 20 Prozent noch nicht einmal geplant“, erklärte der BDI-Chef.

2023 solle aber schon der Atomausstieg erfolgen. „Man muß kein Prophet sein, um zu der Prognose zu kommen, daß die Netze so nicht rechtzeitig fertig werden“, verdeutlichte er.

Er habe große Sorge, daß der Strombedarf nicht sicher gedeckt werden könne, da Deutschland nicht nur aus der Kernkraft, sondern auch aus der Kohle aussteige.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/wirtschaft/2019/energiewende-industrieverband-warnt-vor-blackouts/


AfD will Erpressungen durch Sparten-gewerkschaften per Gesetz verhindern

Angesichts der Unfähigkeit der Bundesregierung, gesetzgeberisch gegen die Erpressungen durch Spartengewerkschaften vorzugehen, erinnert der Europa-Abgeordnete und stellv. Sprecher der AfD (Alternative für Deutschland), Hans-Olaf Henkel, an einen Gesetzesvorschlag aus der Zeit seiner Präsidentschaft beim BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie): 0003

Damals haben sich die FDP und Teile der CDU mit unserer Idee angefreundet, dass der Gesamtbetriebsrat eines Unternehmens ermächtigt werden kann, Verhandlungen über Löhne und Arbeitszeiten zu führen, wenn in geheimer Abstimmung 75 Prozent der Belegschaft dafür votieren.

Der Vorschlag rief massiven Einspruch von Arbeitgeber- und Gewerkschaftsfunktionären hervor und wurde schließlich unter fadenscheinigen Argumenten abgelehnt.

Dabei ließe sich damit die destruktive Macht von Spartengewerkschaften brechen. Es bedürfe dafür lediglich einer Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes, erklärt Henkel. Ein solches Vorhaben bewege sich voll innerhalb der Verfassung.

„Die in der Verfassung verankerte Tarifautonomie bedeutet, dass der Staat sich aus den Verhandlungen heraushält. Sie heißt nicht, dass die Verantwortung hierfür ausschließlich den Funktionären von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden allein zusteht. Betriebsräte kennen sich im Unternehmen besser aus und können die Ansprüche unterschiedlicher  Berufsgruppen fairer austarieren als Spartengewerkschaften“, so Henkel.

Hingegen sehe man gerade jetzt sehr deutlich, was Spartengewerkschaften anrichten können: „Die Vernunft der Betriebsräte in Deutschland sollte man nicht unterschätzen.“


Ehem. BDI-Präsident Henkel will bei der Europawahl für die AfD antreten.

Der ehem. Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dr. Hans-Olaf Henkel, ist der Alternative für Deutschland (AfD) beigetreten. Damit sei nun klar, daß Henkel für die Partei bei der Europawahl antreten wolle, berichtet Focus. timthumb

Die AfD will am 25. Januar in Aschaffenburg ihre Kandidaten für das Europaparlament wählen.

Henkel hatte die Euro-Kritiker bereits seit längerem unterstützt und war auch als Gast auf dem Gründungsparteitag im vergangenen Jahr in Berlin. Die AfD hatte er dabei stets gegen Vorwurf des Rechtspopulismus verteidigt.

„Es gibt dafür keinen Beweis“, sagte Henkel im vergangenen September. Dies sei der für Deutschland typische Versuch, einen politischen Konkurrenten mundtot zu machen.

Scharfer Kritiker der Euro-Politik

Medien spekulierten bereits seit Gründung der AfD über einen Beitritt des Wirtschaftsexperten. „Wenn ich für die AfD antrete, dann, deshalb, um Europa vor dem Euro zu retten, politisch wie ökonomisch“, sagte Henkel im Dezember. Die Partei sei die einzige, die in Europa für Wettbewerb und Eigenverantwortung eintrete.

Im Vorfeld hatte der Berliner Landesverband der AfD angekündigt, Henkel als Spitzenkandidat für die Europawahl gewinnen zu wollen. Laut dem Chef des Landesverbands, Günter Brinker, sei Henkel „das ideale Aushängeschild für uns, kompetent und prominent“.

Dr. Henkel war zwischen 1995 bis 2000 Präsident des BDI (Bundesverband der Dt. Industrie). In dieser Zeit hatte er sich noch für den Euro stark gemacht. In den vergangenen Jahren hatte er seine Meinung dazu jedoch grundlegend geändert. Zuletzt stellte er im Juli 2013 sein Buch, „Die Euro-Lügner“ vor

Bereits 2010 hatte Henkel unter dem Titel „Rettet unser Geld: Deutschland wird ausverkauft“ die Euro-Rettung kritisiert.

Quelle: Wochenzeitung „Junge Freiheit“


BDI-Präsident Keitel stellt sich vor Bundesbankpräsident Weidmann und dessen EZB-Kritik

„Euro-Zone muß solide wirtschaften“

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann in der Auseinandersetzung mit der Europäischen Zentralbank (EZB) den Rücken gestärkt.

„Auch wenn es derzeit keine inflationären Tendenzen gibt: Zu den zentralen geldpolitischen Lehren aus der Vergangenheit gehört der Vorrang der Geldwertstabilität“, sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel der Tageszeitung Die Welt  vom heutigen Dienstag.

Märkte funktionieren umso besser und Unternehmen investieren umso eher, je stabiler der Geldwert sei, so Keitel.

Bundesbankchef Weidmann hatte die Pläne der EZB scharf kritisiert, Anleihen von südeuropäischen Krisenländer aufzukaufen, um deren Zinsen niedrig zu halten.

„Die deutsche Industrie begrüßt die klaren Aussagen der Deutschen Bundesbank„, sagte der BDI-Chef weiter. In der gegenwärtigen Vertrauenskrise gebe es nur ein erfolgreiches Rezept: neues Vertrauen zu schaffen.

Die Euro-Zone müsse jetzt beweisen, daß sie in der Lage sei, solide zu wirtschaften.

 Quelle: dts-Nachrichtenagentur