Kritik an Amtsenthebung von Pfarrer Eckert: Je kirchentreuer, desto mehr Mobbing?

Pressemeldung des ZpV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen):

Je kirchentreuer ein Pfarrer in seiner Gemeinde arbeitet, desto sicherer trifft ihn die Keule als „Spalter“ dieser Gemeinde. Und je kleiner die Gruppe ist, die sich über einen Pfarrer beim Bischof beschwert, desto sicherer kann sie sein, von diesem auch gehört zu werden.

Und schließlich: Als generelles Verhaltensmuster erscheint  –  vielleicht als Absprache in der Deutschen Bischofskonferenz? –  die Losung:  Einen Pfarrer können wir versetzen, die Gemeinde nicht! 

Neuestes Opfer solch bischöflichen Willkürverhaltens: Pfarrer Christoph Eckert aus Beckingen im Saarland  –  Mobbing-Akteur: sein Oberhirte ist Bischof Ackermann von Trier.

Wie weit unsere Kirche seit dem Abschluss von Vaticanum II schon abwärts getrudelt ist, kann man in der Skala ablesen, die kirchentreue Geistliche zum Maßstab garantierter bischöflicher Ungnade macht.

Die andere Seite der Skala: Bereitschaft zur Anpassung an den Mainstream sowie Vermeidung jedes Ärgers für den Bischof und seine Behörde als obersten Leitsatz ist Voraussetzung für die Übertragung bedeutungsvoller Ämter.

„Pfarrer wird sturmreif geschossen“

Ein Pfarrer, der die kirchliche Lehre und ihr Lehramt zum Maßstab seines Handelns macht, weil er dies bei seiner Weihe versprochen hat, wird medial und bischöflich sturmreif geschossen, auch dann, wenn alle Räte des Pfarreienverbundes sich eindeutig für diesen Priester ausgesprochen haben.

Der Bischof als Anführer und Erfüllungsgehilfe der Beschwerdemeute?

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Natürlich kann niemand Bischof Ackermann nachweisen, er habe dazu animiert, Denunziant zu spielen. Aber allein die Annahme solcher Beschwerden  –  ohne Prüfung!  –  macht ihn zum Komplizen derjenigen, die dem Geistlichen übelnehmen, dass er die kirchliche Lehre und Disziplin zum Leitmotiv seines Handelns gemacht hat. media-390606-2

Zahl der Kirchenbesucher gestiegen

Und damit erreichte dieser Pfarrer sogar, dass der erbärmlich schlechte Gottesdienstbesuch wieder einen erfreulichen Aufschwung genommen hat. Sogar die Jugend spricht ihm ihr Vertrauen aus, was in unserer Internetgesellschaft etwas heißen will. Oder ist gerade das unerwünscht?!

Welche nachgewiesenen Prüfungen hat Bischof Ackermann vorgenommen, um die Amtsenthebung dieses Pastors rechtfertigen zu können – und mit welchen Ergebnissen? Oder ist es ihm sogar selbst peinlich, am Beispiel von Pfarrer Eckert sehen zu müssen, wie segensvoll ein kirchentreuer Priester wirkt?

Das Verhalten dieses Dienstherrn zeigt nur einmal mehr, wie dringend notwendig es ist, dass den diözesanen Behörden mit dem Bischof an der Spitze die finanziellen Möglichkeiten beschnitten werden, wenn sie sich grob fahrlässig ihres Amtes als Machtinstrument bedienen, verbunden mit Entscheidungen, die dem Wesen der Kirche völlig entgegengesetzt sind und den Gläubigen schaden!

Reinhard Dörner, Vorsitzender des ZpV
Estermannstr. 71 in 53117 Bonn
Fax 02563 905269
http://www.papsttreue-vereinigungen.de
zpv@papsttreue-vereinigungen.de

Bistum Trier und Causa Beckingen: Ist Bischof Ackermann überfordert?

Am vergangenen Samstag ist die „Bombe“ geplatzt: Der Beckinger Pfarrer Christoph Eckert musste seine Pfarrei auf Geheiß des zuständigen Trierer Bischofs Ackermann unverzüglich verlassen. KIG

Die Gläubigen in Beckingen sind fast alle empört. Die Geschichte riecht in der Tat nach einer persönlichen Kampagne gegen den beliebten Pfarrer, wie man auch aus vielen wütenden Leserkommentaren auf der Homepage der Pfarrei (noch!) nachlesen kann…

Zuerst beauftragt man vom Bistum einen Pfarrer, eine Pfarreiengemeinschaft aufzubauen, was ihm offensichtlich mit Erfolg gelang  –  und dann heißt es nur wenige Monate später, man habe den Eindruck, er sei dieser Aufgabe nicht gewachsen und verursache Zwietracht in der Gemeinde. Daher müsse man ihn aus pastoralen Gründen versetzen und degradieren.

Sollte dieses Argument ernst gemeint sein? – Der Bischof sorgt seinerseits für Zwietracht. Ist er seiner Aufgabe nicht gewachsen?

WEITERLESEN hier: http://kreuzknappe.blogspot.de/2014/11/reicht-trierer-bischof-ackermann.html

Hier unser Bericht vom August 2014 über die Pfarrei-Aktionen zugunsten des Priesters: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/16/beckingen-pfarrei-gremien-setzen-sich-fur-den-verbleib-von-pfarrer-eckert-ein/

Weiterer Artikel von Peter Winnemöller: http://katholon.de/?p=7739


Beckingen: Pfarrei-Gremien setzen sich für den Verbleib von Pfarrer Eckert ein

Kürzlich haben wir in unserem CHRISTLICHEN FORUM über aktuelle Vorgänge in der saarländischen Pfarreiengemeinschaft Beckingen im Bistum Trier berichtet.

Bischof Stephan Ackermann möchte den  – offenbar eher konservativ orientierten  –  Pfarrer Christoph Eckert gegen dessen Willen versetzen, also zwangsversetzen.

Zugleich will der Bischof den kanonisch (kirchenrechtlich) installierten Pfarrer quasi seiner Leitungsvollmachten berauben und ihnborMedia1742201 zum Hilfsgeistlichen degradieren, obgleich seitens des Priesters keinerlei Verstöße gegen kirchliches oder weltliches Recht vorliegen.

Da Pfr. Eckert einer Versetzung widersprach, leitete der Bischof ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn ein.

Das rabiate Vorgehen des Trierer Oberhirten wirkt umso befremdlicher, als der Geistliche in seinen Pfarreien ebenso erfolgreich wie beliebt ist  –  und zudem noch im Dezember 2013 in sein Amt als leitender Pfarrer eines Verbunds mehrerer Kirchengemeinden eingesetzt wurde.

Auf einer Gemeindeversammlung in Beckingen wurden am 14. August diverse Solidaritätsaktionen für Pastor Eckert beschlossen – siehe hier: http://www.pg-beckingen.de/2014/08/14/unser-pfarrer-soll-bleiben-gemeinde-wird-aktiv/

Auch der Saarländische Rundfunk berichtete darüber: http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/zuspruch_fuer_beckinger_pfarrer100.html

Hier sprechen Gemeindemitglieder sich öffentlich per Video für den Verbleib ihres Pfarrers aus: https://www.youtube.com/watch?v=OEs1zwC96tY

Die Vertreter der Pfarrei-Gremien haben inzwischen zudem folgende Erklärung für ihren Pfarrer veröffentlicht:

STELLUNGNAHME zugunsten von Pfr. Christoph Eckert:

„Der Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann, hat gegen unseren Pfarrer ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Logo Christustag

Nach offiziellen Verlautbarungen des Bistums wird dieses Verfahren damit begründet, dass Pfarrer Eckert dem Wunsch des Bischofs, die Pfarrstelle zu wechseln nicht nachkommt.

Der Wechsel, so das Bistum, sei aus pastoralen Gründen erforderlich. Zudem sei es ein normaler Vorgang, da Pfarrer Eckert schon länger als 10 Jahre in Beckingen seinen Dienst verrichte.

„Kirchenrecht: Kein Wechsel nach 10 Jahren“

Dieser Aussage widersprechen wir. Eine solche Regel, Wechsel nach 10 Jahren, ist im allgemeinen Kirchenrecht nicht vorgesehen. Pfarrer werden auf unbestimmte Zeit ernannt. Auch im Bistum Trier ist eine solche Praxis nicht grundsätzlich üblich.

Foto: E. Gründler

Foto: E. Gründler

Noch im Dezember 2013 wurde Pfarrer Eckert, im Zuge des Ausbaus der Pfarreigemeinschaft Beckingen, in den Pfarreien St. Mauritius Haustadt und St.Andreas/Himmelfahrt Reimsbach als Pfarrer eingeführt.

Diesen Gemeinden steht jetzt nach wenigen Monaten ein neuer Wechsel bevor, wenn der Bischof seinen harten Kurs beibehält. Das ist für die Gläubigen vor Ort inakzeptabel.

„Keine Gespräche mit den Gremien geführt“

Das Bistum führt pastorale Gründe für die Versetzung an. Man hat diesen ungewöhnlich harten Weg des Amtsenthebungsverfahrens eingeschlagen ohne auch nur einmal mit den gewählten Vertretern in den Gremien der Pfarreigemeinschaft über die Situation vor Ort zu reden.

„Die Ehrenamtsförderung ist ein Feld, in das wir besonders investieren wollen. Ohne die Ehrenamtlichen hat die Kirche keine Zukunft“, betont unser Bischof auf der Internetseite des Bistums Trier.

Angesichts dieser Vorgehensweise klingen diese Worte in unseren Ohren wie Hohn.

„Pfarrer ist kooperativ und kompetent“

In allen Gremien der Pfarreien, im pastoralen Alltag und insbesondere im Umgang mit der Jugend haben wir den Pfarrer als kooperativen und kompetenten Seelsorger kennen und schätzen gelernt.

Er ist den Menschen zugewandt und stets für unsere Sorgen und Fragen ansprechbar. Die schwierigen Aufgaben des kirchlichen Strukturwandels können und wollen wir mit diesem Pfarrer gerne angehen.

Als ehrenamtlich Tätige aus allen Gemeinden der Pfarreigemienschaft Beckingen sprechen uns im Auftrag der Gläubigen unserer Pfarreien dafür aus, dass unser Pfarrer Christof Eckert weiterhin in Beckingen seinen Dienst verrichten darf.

„Nicht über unsere Köpfe hinweg entscheiden“

Wir wehren uns dagegen, dass über unsere Köpfe hinweg entschieden wird und uns jeglicher Dialog vom Bischof verweigert werden soll.

Zur Klärung der Situation sind wir gerne bereit, nach Trier zu reisen, um mit unserem Bischof ins Gespräch zu kommen.

Wir sind der Überzeugung, dass er ein offenes Ohr für die Anliegen der Ehrenamtlichen haben sollte, die ihm nach eigenen Worten so wichtig sind.“

Quelle hinsichtlich der Gremien-Erklärung: http://katholon.de/?p=7210


Trier: Will der Bischof einen 50-jährigen, konservativen Pfarrer abservieren?

Von Felizitas Küble

Wie die Tageszeitung „Trierer Volksfreund“ am 12. August berichtet, hat Bischof Stephan Ackermann die Amtsenthebung gegen einen 50-jährigen Pfarrer im saarländischen Beckingen eingeleitet.

Der Titel des Artikes von Rolf Seydewitz lautet:  „Bistum will saarländischen Priester des Amtes entheben   –   Der Geistliche wehrt sich“. 

Pfarrer Christoph Eckert ist freilich beileibe kein Kirchenrebell. Die Zeitung zitiert ihn vielmehr mit den Worten:  „Ich bin ein treuer Diener der Kirche und halte mich an die kirchliche Ordnung.“

Aber vielleicht ist genau dies das „Problem“?

Womöglich ist dieser  Pfarrer, der von sich sagt, er habe „einen konservativen Ruf“, dem bischöflichen Ordinariat zu Trier eben deshalb ein Dorn im modernistischen Auge?

Die Tageszeitung berichtet weiter: 

„Wer sich im Trierer Generalvikariat nach dem Pfarrer im saarländischen Beckingen erkundigt, bekommt zur Antwort, dass der Bischof ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet habe, weil der Geistliche einer „mehrfach vorgetragenen Bitte“ des Bischofs nicht entsprochen habe.

Die Bitte von Bischof Stephan Ackermann, die zum Schluss wohl eher eine Art Befehl gewesen sein dürfte: Christoph Eckert möge doch bitte in eine andere Pfarrei wechseln.“

Der „Trierer Volksfreund“ schreibt zwar, eine Versetzung sei nach elf Jahren für einen Geistlichen „eigentlich nicht ungewöhnlich“. 

Allerdings wurde der Priester erst im Dezember 2013 als leitender Pfarrer für die neu entstandene Pfarreiengemeinschaft eingesetzt, ist also nicht einmal seit einem Jahr in diesem Amt. Was soll also nach so kurzer Zeit eine grundlose Versetzung?

Dazu kommt höchst erschwerend, daß die „Versetzung“ im Grunde eine massive Degradierung darstellt, denn er bislang leitende Pfarrer soll künftig nur noch „Kooperator“ sein, also ein untergeordneter Hilfsgeistlicher ohne den kirchenrechtlichen Status einen Pfarrers.

Kirchengemeinde steht hinter ihrem Pfarrer

Der Pfarrgemeinderat und die meisten Gläubigen stehen hinter dem in Beckingen offenbar sehr beliebten Priester, der gegen ein Amtsenthebungs-Dekret kirchenrechtlich vorgehen will. images (2)

Noch vor wenigen Wochen feierte der Geistliche unter starker Beteiligung der Großgemeinde seinen 50. Geburtstag, was der Saarbrücker Zeitung einen eigenen Bericht wert war  – siehe HIER .

Obwohl sonst auf bischöflicher Seite so gerne und viel von „Dialog“, von „Mitarbeit der Laien“ und der „Pfarrei-Gremien“ die Rede ist, scheint die Meinung des Kirchenvolkes in der Causa Pfarrer Eckert plötzlich keine Rolle zu spielen.

In einem Leserkommentar zu dem erwähnten Zeitungsbericht schreibt Stefan Kredteck folgendes hierzu:

„…der Priester wurde auf Wunsch des Bischofs erst im Dezember 2013 mit der Leitung der Pfarreiengemeinschaft beauftragt. Da jedoch einige mit der Verwaltung des Bistums gutvernetzte Pfarrmitglieder nicht gut auf ihn zu sprechen waren, intrigierten diese gegen ihn mit der Folge, dass er nun seines Amtes aus pastoralen Gründen enthoben werden soll. Die Pfarrgemeinderäte wurden jedoch nie nach der pastoralen Situation gefragt… Sayn-Abteikirche-DSC_0195-2
 
Die Räte hätten vom Bischof zumindest erwartet, dass er dieses Gespräch abwartet bzw. schon vorher das Gespräch sucht. Offensichtlich wird die ehrenamtliche Mitarbeit nur in Sonntagsreden und Prospekten hochgehalten. Alle in der Pfarreiengemeinschaft sind aufgebracht über die Vorgehensweise des Bistums, sie entspricht ganz und gar nicht den Verlautbarungen des Papstes Franziskus,welcher solche Intrigen öffentlich verurteilt.“
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Im kath. Webmagazin „Klosterneuburger Marginalien“ berichtet Frau Annett Schiffmann aus Beckingen u.a.:
„Wir kennen Pastor Eckert als einen Menschen, der seine Überzeugungen absolut glaubwürdig lebt, aber dadurch eben auch aneckt. Meinungsverschiedenheiten mit ihm liessen sich unserer Erfahrung nach bisher immer im vernünftigen, persönlichen Gespräch klären…
Und warum werden Gremien und Ehrenamtliche in dieser Frage noch nicht einmal angehört?
Unserer Einschätzung nach ist unsere Pfarreiengemeinschaft unter Leitung von Pastor Eckert auf einem guten Weg und eine solche Vorgehensweise eine Katastrophe für alle Beteiligten!“  (Quelle: HIER)
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Markus Müller bringt die Sachlage in seiner Leserzuschrift an die „Saarbrücker Zeitung“ vom 13. August knapp, aber zielgenau auf den Punkt:
„Dieser ganze Prozess ist eine reine Intrige gegen unseren Pastor, den dessen Feinde eingefädelt haben, da sie die Chance sahen, sich endlich des Kirchentreuen entledigen zu können, und Verbündete gefunden haben, die am längeren Arm des Hebels sitzen.“
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Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk und den KOMM-MiT-Verlag in Münster
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Ergänzender Beitrag über SOLIDAR-Aktionen der Pfarrei: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/16/beckingen-pfarrei-gremien-setzen-sich-fur-den-verbleib-von-pfarrer-eckert-ein/
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 Fotos: Dr. Bernd F. Pelz