Nigeria: Entführter Pfarrer Ugwu ermordet aufgefunden. – Blieb die Polizei untätig?

Die Entführung von Pfarrer Clement Ugwu von der  kath. Gemeinde des hl. Markus in Obinofia Ndiuno im Bundesstaat Enugu im Süden Nigeria endete tragisch.

Die Leiche des Priesters wurde am 20. März im Wald nicht weit vom Ort der Entführung entfernt gefunden. Am Abend des 13. März wurde Pfarrer Ugwu von bewaffneten Männern aus dem Pfarrhaus verschleppt.

Bischof Callistus Onaga von Enugu bat die Polizei, nach den Mördern des Priesters zu suchen und beklagte die Serie von gewalttätigen Morden im ganzen Land. Die Christen bat der Bischof um ihre Gebete für Frieden im Land.

Bischof Onaga drückte zudem sein Bedauern über das Versagen der Polizei aus, der es nicht gelungen war, Pfarrer Ugwu zu befreien, obwohl man ihm versichert hatte, den Entführern auf der Spur zu sein, während diese jedoch weiter unerkannt Geld vom Konto des Priesters abhoben.

„Wir haben die Entführung von Pfarrer Ugwu umgehend bei der Polizei gemeldet und seitdem war ich dreimal im Kommissariat, wo mir immer wieder versichert wurde: ‚Wir sind nahe dran an den Entführern‘.  – Heute bezweifle, dass irgendetwas getan wurde, denn Pfarrer Ugwus Leiche wurde unweit seiner Wohnung gefunden“, so Bischof Onaga abschließend.

Quelle: Fidesdienst


Bayern: CSU verlangt von SPD eine klare Distanzierung von der Nahles-Entgleisung

„Als Parlamentarier stehen wir im Licht der Öffentlichkeit und haben eine Vorbildfunktion für die Menschen in unserem Land. Welchen Eindruck sollen die Menschen denn von ihren Politikern bekommen, wenn die neue Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion der Regierung ‚in die Fresse‘ geben will und die bayerische SPD das als Scherz abtut“, fragt Thomas Kreuzer, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Alle Parteien, so auch die SPD, haben in den vergangenen Monaten immer wieder gegen eine Verrohung der Sprache argumentiert, erinnert Kreuzer: „Wer Hasssprache im Internet anprangert, kann seinen politischen Mitbewerbern im Deutschen Bundestag keine Gewaltdrohungen entgegenschleudern.“

Aus Sicht von Kreuzer spielt Nahles mit solchen Äußerungen in einer Liga mit AfD-Vertretern wie Gauland, der Politiker „jagen“ möchte.

Der CSU-Politiker sieht auch die bayerischen Vertreter der SPD in der Pflicht: „Wenn schon Frau Nahles den Satz laut Medienberichten ‚bedauert‘, ist es umso unverständlicher, dass führende bayerische SPD-Politiker die Entgleisung als ‚unglücklich‘ oder ‚derben Scherz‘ bezeichnen. So machen sie sich mitschuldig an der Verrohung der Sitten in unserem Land.“

Kreuzer fordert eine klare Distanzierung der bayerischen SPD von Nahles‘ Entgleisung: „Wie hätte wohl die Führung der SPD im Freistaat reagiert, wenn eine andere Partei ihnen gegenüber eine solche Drohung ausgesprochen hätte?“

 


Leipzig: Polizei entschuldigt sich für „wertende“ Äußerungen in Pressemeldung

Die Leipziger Polizei hat sich nach scharfer Kritik für eine Pressemitteilung entschuldigt. Insbesondere die Überschrift „Straftatenbegehung als Form der Begrüßungshandlung?“ und eine weitere Formulierung „trugen wertenden Charakter, der den Ansprüchen an eine objektive und sachliche Falldarstellung nicht gerecht wird“, teilte die Polizei am Dienstagabend mit.

Anlaß war eine Meldung über einen kriminellen Asylbewerber aus Libyen; darin heißt es: „Ob es sich bei den Diebstahlshandlungen und Raubstraftaten um angemessene Begrüßungshandlungen gegenüber der Bevölkerung handelt, werden die Opfer mit Sicherheit zu verneinen wissen.“

Nutzer in „sozialen Medien“ kritisierten die Formulierungen als rechtslastig und wertend. Das Sächsische Innenministerium schrieb auf  Twitter, die Ausdrucksweise sei nicht in Ordnung. Die Polizei bezeichnete die Beschwerden als „berechtigt“, die Aussagen würden „aufrichtig bedauert“. Löschen werde sie die Meldung jedoch nicht, „weil solch fehlerversteckendes Tun einer offiziellen Verlautbarung nicht gerecht würde“.

Die Polizei hatte in der entsprechenden Mitteilung am Dienstag über einen 19 Jahre alten Libyer informiert, der am 9. September festgenommen worden war. Binnen sieben Wochen soll er 26 Straftaten, vor allem Eigentums- und Drogendelikte, begangen haben.

„Ob er ‘nur’ die bisher bekannten 26 Straftaten begangen hat, bleibt derzeit fraglich. Mit Sicherheit kann nur gesagt werden, daß er sich vorerst in Haft befindet und das hoffentlich auch für längere Zeit“, ergänzten die Beamten.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/polizei-leipzig-entschuldigt-sich-fuer-pressemitteilung/


Dr. David Berger bewundert Papst Benedikt und bittet ihn um Entschuldigung

Von Dr. David Berger

Anlässlich der anstehenden Veröffentlichung eines Interviewbuches mit Papst Benedikt XVI. durch Peter Seewald hat mich ein Journalist einer großen Zeitung vor einigen Tagen gefragt, ob ich „mein Outing von Papst Benedikt XVI“, das ich damals „im ZDF und Stern-TV im Sommer 2012 gewagt habe“, in einem umfangreicheren Interview wiederholen möchte. pressefotoberger11

Ich habe ihm – ohne nur eine Sekunde zu überlegen – eine klare Absage erteilt.

Zum einen war das, was ich damals sagte, kein echtes „Outing“. Ich hatte immer wieder betont, dass ich nicht weiß, was in den Schlafzimmern von Ratzinger bzw. Papst Benedikt XVI vorgehe, sogar in einem Nebensatz angemerkt, dass ich davon ausgehe, dass der Papst gar keinen Sex hatte bzw. das Zölibat streng eingehalten hat.

Aber eben fatalerweise auch über Gerüchte gesprochen, die im Vatikan kursierten, in der Zeit, als ich für den Vatikan tätig war. Und mich daneben auf zweifelhafte Studien gestützt, nach denen Männer, die sich kritisch zur Gay-Szene äußern, angeblich häufig ungeoutet schwul sind und damit große psychische Probleme haben…

Die Zeitungen, vor allem in Italien, haben meine nur halb verstandenen Aussagen dennoch begierig aufgegriffen und daraus Schlagzeilen gemacht.

Inzwischen weiß ich, dass Benedikt diese Aussagen erreichten und ihm schweren Schmerz zugefügt haben. Zugleich weiß ich um seine hohe Sensibilität, auch dass er mir zuvor mehrmals über sein Umfeld schätzende Worte zu meinem theologischen Arbeiten hat ausrichten lassen. RadioVatikan

Nach den Jahren, die inzwischen vergangen sind, komme ich mir immer mehr wie ein undankbarer, untreuer Sohn vor. Und es tut es mir leid, dass ich das Gesagte nicht mehr einfangen und zurückholen kann.

Dass ich nur mit zerknirschtem Herzen und gesenktem Haupt sagen kann, dass mir meine Worte von damals aufrichtig leid tun.

Gerade vor dem Hintergrund der Tragödie des derzeitigen Pontifikates von Papst Franziskus, der das Papstamt schwer beschädigt, die Kirche unter seinen immer neuen dogmatischen Deviationen schwer leiden lässt, die Welt mit seinem zeitgeistigen Islam-Appeasement in einen gefährlichen Irrweg treibt, erscheint Papst Benedikt XVI als die große Lichtgestalt auf dem Petersthron. Als der Papst einer Catholica, die noch um ihre Tradition und Identität weiß…

Mich dagegen haben bei der „Outing“-Sache Zeitgeistigkeit, menschliche Schwäche und falscher Ehrgeiz verbunden mit Eitelkeit geleitet: In diesem Sinne, heiliger Vater, Papst Benedikt XVI., bitte ich Sie aufrecht und mit zerknirschtem Herzen um Entschuldigung!

Quelle und vollständiger Text hier: http://philosophia-perennis.com/2016/08/26/papst-benedikt-xvi/

Infos über das ECHO auf Bergers Reuebekundung: https://charismatismus.wordpress.com/2016/08/26/david-berger-meine-entschuldigung-bei-papst-benedikt-ist-eine-rolle-vorwaerts/


Erdogans Bedauern zum türkischen Völkermord an Armeniern genügt nicht

Zum 99. Jahrestag des türkischen Massenmords an den Armeniern hat Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erstmals sein Bedauern zu diesem Genozid in der Endphase des Osmanischen Reiches ausgesprochen.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto): 

E. Steinbach

E. Steinbach

„Der türkische Regierungschef Erdogan hat in seiner Erklärung die Tragödie von 1915 weiterhin nicht als Völkermord bezeichnet. Seine Geste ist vor allem dem internationalen Druck geschuldet. Mit Blick auf den 100. Jahrestag der Ereignisse im nächsten Jahr müssen weitere konkrete Schritte folgen.

Dass Erdogan das Schicksal der Armenier in den geschichtlichen Zusammenhang mit dem Leid stellt, das viele Volksgruppen beim Zusammenbruch des Osmanischen Reiches erdulden mussten, hat seine Aussagen stark relativiert.

Die Gewalt richtete sich damals gegen alle autochthonen christlichen Gemeinden des Landes. Neben den Armeniern waren auch die aramäischen Christen betroffen. Das syrisch-orthodoxe Kloster Mor Gabriel ist bis heute ein Symbol für den Kampf der religiösen Minderheiten um eine Zukunft in ihrer Heimat, der noch immer nicht abgeschlossen ist.

Es genügt nicht, einer Historikerkommission die Verantwortung für die Aufarbeitung der Verbrechen zuzuweisen. Es bleibt unabdingbar, die Ereignisse von 1915 klar als Völkermord zu benennen und damit die Grundlage für eine wirkliche Aufarbeitung dieses Kapitels der türkischen Geschichte zu legen. Dieser Prozess wird erst dann wirklich zu einem Ende kommen können, wenn die heutige Türkei das Menschenrecht auf Religionsfreiheit uneingeschränkt umsetzt.

Solange aber türkische Schulbücher den Völkermord an den Armeniern so verzerrt darstellen und ein türkischer Generalkonsul in Deutschland wie gerade in Konstanz wegen der Aufführung eines Theaterstücks über die Tötung von Armeniern im Osmanischen Reich interveniert, sind die neuen Töne Erdogans nicht glaubwürdig.“

Hintergrund:

Am 24. April 1915 begann die Vertreibung der Armenier im Osmanischen Reich, dem Vorgänger der heutigen türkischen Republik. Bei Massakern und Todesmärschen starben bis zu eineinhalb Millionen Menschen.  Armenien, mehr als 20 andere Länder und zahlreiche Historiker stufen die Vorgänge als Völkermord ein. Die Türkei lehnt diese Einschätzung dagegen bislang entschieden ab.