Unsere Hilfe steht im Namen des HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 124 (123),1-2.3-4.5-6.7-8.

Hätte sich nicht der HERR für uns eingesetzt
– so soll Israel sagen -,
hätte sich nicht der HERR für uns eingesetzt,
als sich gegen uns Menschen erhoben,

dann hätten sie uns lebendig verschlungen,
als gegen uns ihr Zorn entbrannt war.
Dann hätten die Wasser uns weggespült,
hätte sich über uns ein Wildbach ergossen.

Dann hätten sich über uns die Wasser ergossen,
die wilden und wogenden Wasser.
Gelobt sei der HERR,
der uns nicht ihren Zähnen als Beute überließ.

Unsre Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen;
das Netz ist zerrissen, und wir sind frei.
Unsere Hilfe steht im Namen des HERRN,
der Himmel und Erde erschaffen hat.

 

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Gott hört unser Seufzen und will alle befreien, die dem Tod geweiht sind

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 102 (101),16-17.18-19.20-21.29.22.

Die Völker fürchten den Namen des HERRN
und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.
Denn der HERR baut Zion wieder auf
und erscheint in all seiner Herrlichkeit.

ER wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu,
ihre Bitten verschmäht ER nicht.
Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht,
damit das Volk, das noch erschaffen wird, den HERRN lobpreise.

Denn der HERR schaut herab aus heiliger Höhe,
vom Himmel blickt ER auf die Erde nieder;
Er will auf das Seufzen der Gefangenen hören
und alle befreien, die dem Tod geweiht sind,

Die Kinder deiner Knechte werden in Sicherheit wohnen,
ihre Nachkommen vor deinem Antlitz bestehen,
damit sie den Namen des HERRN auf dem Zion verkünden
und sein Lob in Jerusalem.

 


Bedeutet Weihnachten für uns „Licht von oben“ oder „Macht von unten“?

Dorothee Sölle und ihre marxistische „Theologie“soelle

Die vor 13 Jahren verstorbene protestantische Theologin Dorothee Sölle war vor allem in den 70er und 80er Jahren in Medien und Öffentlichkeit sehr beliebt, da sie  – weitgehend dem damaligen Zeitgeist entsprechend – ein marxistisch orientiertes „Christentum“ vertrat, das sie vor allem in den von ihr organisierten „Politischen Nachtgebeten“ in Köln propagierte. 

Freilich war ihre Kritik an einem verbürgerlichten, verkitschten und sentimentalen Glauben zum Teil durchaus berechtigt. Auch ihrem Widerspruch gegen jenen evangelischen Fideismus, der vereinfacht gesagt als „Glaube ohne Werke“ verstanden wurde, wird man gerade aus katholischer Sicht grundsätzlich zustimmen können.

Allerdings vertrat Sölle letzten Endes das andere Extrem, eine neue Art der „Werkgerechtigkeit“, freilich im marxistischen Gewand und mit sozialpolitischer Ausrichtung.

Das Christentum wurde von ihr fast völlig entdogmatisiert und auf ein linksgestricktes Mitmenschlichkeits-Pathos reduziert, garniert mit einigen passend erscheinenden Bibelworten.

Befreiung der Welt statt Erlösung des Menschen

Bei Licht betrachtet handelt es sich um einen Pelagianismus „in rot“, um Selbsterlösung durch Weltverbesserung, um „Befreiung“ statt Erlösung.

Dies zeigt sich deutlich in Sölles weihnachtlichen „Betrachtungen“, womit das erste Kapitel in ihrem Buch „Das Recht ein anderer zu werden“ beginnt. Die Autorin staweihnachten-maria-jesuskindnd offenbar nicht nur mit der Kommasetzung auf Kriegsfuß (schon im ersten kleingedruckten Satz auf der Titelseite fehlen zwei Kommas!), was zu verschmerzen wäre, sondern mit dem Fundamenten des christlichen Glaubens, die sie durch ihre sozialistische Brille ersetzte.

So beginnt das Buch unter dem Titel „Macht von unten“ mit den Worten: „Weihnachten ist nicht…so etwas wie „Licht von oben“. Weihnachten ist…Macht von unten. Nicht mehr, nichts Besseres, nichts Höheres.“

Aha. Dann beschwert sich die Verfasserin über angebliche Defizite im christlichen Weihnachtsbewußtsein, die bisweilen sehr konstruiert wirken:

„Vor lauter Stern haben wir uns angewöhnt, den dreckigen Stall zu übersehen, vor lauter Königen die verängstigten Hirten vergessen oder zu idyllischen Schäfern gemacht.“  – Vom ärmlichen Stall und und ebensolchen Hirten ist aber selbst in bürgerlicher Weihnachtstümmelei durchaus die Rede, doch Sölle will die christliche Botschaft auf völlig weltliches Niveau herunterschrauben und findet das wohl besonders revolutionär: „In den Kirchen hört man viel über Lobgesang, aber nichts darüber, wie lange die Wehen bei Maria dauerten und ob sie sehr schrie.“

Frau Theologin hat nichts vom Wesen der Inkarnation (Menschwerdung Gottes in Christus) begriffen, sonst wüßte sie auch, daß sie völlig unangemessen mit dem Geheimnis der jungfräulichen Geburt unseres Erlösers umgeht.

„Gott wird immer wieder Mensch…“

In typisch marxistisch-„christlicher“ Manier löst sich bei ihr die Weihnachtsbotschaft ohnehin in Bewußtseinsverbesserung und sozialer Weltgestaltung auf, weshalb sie schreibt, daß der Satz von der Menschwerdung Gottes zweierlei bedeute: „Gott wird immer wieder Mensch“ sowie „Gott wird immer mehr Mensch“.Weihnacht 2013.001

Den biblisch-kirchlichen Glauben, wonach Gott in Christus Mensch geworden ist, lehnt sie ab, das sei „eine Art Götzenbild“, der wie ein Stein gegen andere Religionen benutzt werden könne: „Der Satz, daß Gott Mensch geworden ist“ sei in der Geschichte der Christenheit u.a. zum „Mord an den Juden“ benutzt worden, weil sie an jene Aussage nicht glaubten: „Ich meine, das sei ein Grund, jenen Satz zu korrigieren.“

Abgesehen davon, daß Verbrechen gegen Juden sich in ihrer Pseudo-Rechtfertigung weniger aus der Weihnachtsbotschaft als vielmehr aus einer fehlgedeuteten Passionsgeschichte herleiteten, spricht der Mißbrauch einer Sache doch nicht gegen die Sache selbst.

Andernfalls könnte man die Heilige Schrift (deren Aussagen häufig falsch vereinnahmt wurden) insgesamt dem Reißwolf übergeben, auch um damit vorsorglich künftigen Mißbrauch zu verhindern….

„Gott wird immer mehr Mensch…“

Für Sölle ist klar: „Gott wird immer wieder Mensch, auch heute. „  – Alles löst sich bei ihr in Mitmenschlichkeit auf, denn Gott sei „immer noch die falsche Chiffre, wenn er als Licht von oben und von außen in eine trübe Welt einfiele“. Vielmehr solle er gedacht werden als „die Macht von unten, die unten anfängt, die Befreiung für alle herzustellen“.

Aber nicht nur dies: „Gott wird nicht nur immer wieder Mensch, er wird auch immer mehr Mensch.“ –  Damit zielt sie auf den marxistischen Fortschrittsglauben ab, wonach die „Befreiung“ (klassenlose Gesellschaft, Anti-Kapitalismus) das klare lineare Endziel der Menschheitsgeschichte sei.

Der „Vatergott im Himmel“ sei ein „unweihnachtlicher“ Gott, denn  –  so Sölle weiter – „dieses Geist- und Himmelswesen, das keines Fleisches fähig ist, ist heute tot in dem Sinne, daß kein Bedürfnis mehr nach seinem Eingreifen besteht. Tot ist der Gott, der nicht Mensch geworden ist.“

Doch den Ausdruck Menschwerdung bezieht die Autorin eben nicht konkret auf die Inkarnation Christi, sondern lehrt vielmehr, daß Gott durch Mitmenschlichkeit, Solidarität und Befreiung auf Erden zum „Menschen“ wird.

Wählen zwischen Gott-Vater und dem Menschen-Bruder

Es gäbe für jeden von uns Situationen, so schreibt sie weiter, „wo er wählen muß zwischen dem ewig thronenden Vater und dem nichts als ein Mensch gewbild-jesus-obenordenen Bruder.“

Sölle trennt, wo sie verbinden sollte  –  sie spaltet die Gottesliebe und die Nächstenliebe auf, spielt beides gegeneinander aus. Auch hier gilt aber das Wort Christi: „Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen“ – das gilt auch für das Wechselspiel, für den untrennbaren Zusammenhang von Gottes- und Nächstenliebe.

Dabei verblaßt aber auch die Nächstenliebe in dieser marxistischen Sichtweise zu einer Allerweltsliebe bzw. Fernstenliebe, denn sie plädiert direkt in diesem Kontext für eine „erwachsene, weltliche politische Arbeit an der Humanisierung unserer Erde“, jener „Macht von unten“, welche sie dem kritisierten „Licht von oben“ entgegenstellt. Daher wendet sie sich dagegen, Christus „einzumauern in dogmatische Richtigkeiten“.

Letzten Endes landet die politisierende Dame bei einer Gott-ist-tot-„Theologie“: „Wir stehen an einem Punkt, wo das Sterben des alten, den Kindern allmächtig erscheinenden Vaters noch viele beunruhigt.“

Was wirklich beunruhigt, ist die Tatsache, daß es Sölle gelungen ist, mit ihrer marxististischen Verfremdung der christlichen Botschaft viele Zeitgenossen vom wirklichen Inhalt des Glaubens wegzuführen hin zu einer politischen Ideologie, der sie lediglich ein christlich erscheinendes Mäntelchen umhängte.

Erstveröffentlichung des Beitrags von Felizitas Küble bei der internationalen kath. Nachrichtenagentur ZENIT: https://de.zenit.org/articles/bedeutet-uns-die-weihnachtsbotschaft-licht-von-oben-oder-macht-von-unten/

 

 


Assyrischer Bischof sammelte Riesensummen, um 226 Geiseln vom IS freizukaufen

Am 23. Februar 2015 hatten die IS-Terroristen 25 christliche Ortschaften angegriffen und hunderte von Menschen entführt. Wer fliehen konnte, informierte seine Verwandten im Westen über die Angriffe. Niemand wußte genau, wie viele entführt wurden, aber alle waren sicher, dass sie ermordet würden.bischof-mit-geiseln

Nach einer Woche gaben die Terroristen bekannt, daß 17 Männer, die aus dem Dorf Tal Goran stammten, freigelassen werden könnten. Vier Frauen sollten bleiben. Die Extremisten sandten einen Mann, der die Nachricht dem christlich-assyrischen Bischof in Hassakeh überbrachte.

BILD: Bischof Athneil inmitten der befreiten Geiseln

Der IS verlangte 50.000 Dollar für jede Person in der Gruppe. Das hätte über 11 Millionen Dollar für alle Entführten bedeutet. Ursprünglich hatten die Militanten nach einem Bericht von Newsweek sogar 100.000 Dollar pro Kopf gefordert.

Einige der Gefangenen wurden freigelassen, nachdem Bischof Mar A. Athneil den Terroristen antwortete. Er initiierte geheime Verhandlungen, um auch die anderen zu befreien. Die Nachricht über das geforderte Lösegeld verbreitete sich über die sozialen Medien, und die Gemeinden der Assyrer begannen, Geld für die Befreiung der verbliebenen Geiseln zu sammeln.

Ab November 2015 liess ISIS alle zwei Wochen Geiseln frei. Am 22. Februar 2016 erhielt der Bischof eine letzte Liste von 43 verbleibenden Geiseln. Aber in Hassakeh kamen nur 42 an. Es brauchte einen weiteren Monat von Verhandlungen, bevor der IS auch die 16-jährige Maryam David Talya freiliess.

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.livenet.ch/themen/gesellschaft/international/asien/301867-bischof_kauft_226_geiseln_in_syrien_frei.html


Der polnische Pater Dominik Chmielewski zwischen Charismatik, Fatima und Medjugorje

Von Felizitas Küble

Er ist jung, sportlich, fromm, erscheinungsbewegt und charismatisch: Der polnische Salesianerpater Dominik Chmielweski. 

Wie nicht selten im „konservativen“ Spektrum, ist auch dieser Priester von dem (kirchlich nicht anerkannten) Erscheinungsort Medjugorje hell begeistert, pilgert dorthin und wirbt auch für Fahrten in diese Pfarrei in Bosnien-Herzegewina (siehe Plakat-Auszug), in welcher sich angeblich die Madonna seit über 35 Jahren ein Stelldichein gibt und tägliche Botschaften an die „lieben Kinder“ übermittelt (gemeint sind damit vor allem die Seher/innen – freilich längst erwachsene Leute).medziu-od-ks-dominika

Zugleich ist der Ordensgeistliche sehr aktiv im schwarmgeistigen Milieu tätig. Auch in Deutschland hält er tagelange Exerzitien, so auch am vergangenen Wochenende bei einem charismatischen Treffen in Geseke, an dem über 600 Leute teilgenommen haben.

Da sich daran neben vielen hierzulande lebenden Polen auch deutsche Katholiken beteiligten, wurden seine Predigten auf deutsch übersetzt. Auch bei dieser Gelegenheit lud er die Gläubigen zu einer Medju-Wallfahrt ein, worauf sich viele von ihnen sofort interessiert zeigten.

Bezeichnenderweise lautet der Titel seines neuesten Buches (Jego milosc cie vleczy) übersetzt: „Seine Liebe wird Dich heilen.“  – Die Zauberworte „Heilung und Befreiung“ stehen in charismatischen Kreisen  – ob katholisch oder protestantisch  – seit jeher besonders hoch im Kurs.

Mit „Heilung“ ist dabei nicht etwa „nur“ das Heil der Seele, sondern ausdrücklich auch eine plötzliche körperliche Genesung gemeint. „Befreiung“ bezieht sich weniger auf die Beichte, sondern vor allem auf Exorzismen (sog. „Befreiungsgebete“), welche eine vermeintliche Besessenheit beenden sollen.

Allerdings ist man in schwarmgeistigen Kreisen schnell damit bei der Hand, Gläubigen eine angebliche Umsessenheit, Besessenheit, Verfluchung bzw. dämonische „Belastung“ einzureden, um sie dann hinterher davon  zu „befreien“…chmielewski

Angeblich hat der Pater  – eigenen Angaben zufolge – früher selber schon satanische Attacken erlebt. Vielleicht hält er sich deshalb für einen besonders „vollmächtigen“ Exorzisten.

Ebenfalls in typisch charismatischer Manier pflegt er gerne das „Zungenreden“ – und dies nicht nur bei seinen eigenen Gebetsgruppen, sondern auch während des Ablaufs einer heiligen Messe.

In Geseke beteiligten sich viele Katholiken an dieser angeblich vom Heiligen Geist verursachten „Sprachengabe“ (in einer Sprache, die keiner versteht, die eher wie ein unartikuliertes Gelalle und Gemurmel wirkt).

Zudem führt er „Heilungsgebete“ und „Heilungen“ auch während der Meßfeier durch, obwohl der Vatikan bereits unter dem Glaubenspräfekten Joseph Ratzinger strikt erklärt hat, daß dergleichen untersagt ist, um den stets gleichbleibenden Sinn des Gottesdienstes nicht zu verfremden oder für andere Zwecke zu vereinnahmen.  –  Näheres siehe hier (vor allem unter „Disziplinären Bestimmungen“ § 5,2 ff): https://charismatismus.wordpress.com/2013/02/18/instruktion-der-papstlichen-glaubenskongregation-vom-14-9-2000-uber-leiden-heilung-krankensalbung-und-heilungs-charisma/

An übertriebener Bescheidenheit scheint der Geistliche ohnehin nicht zu leiden. Wie dieses von ihm selbst gewählte Plakat bzw. Logo mit dem Titel „The Dominator“ (Der Herrscher/Beherrscher) zeigt, gibt er sich gerne sendungsbewußt und kriegerisch.

Natürlich geht es dabei „nur“ um einen Kampf gegen Sünde und Teufel. Immerhin war er vor seiner priesterlichen Zeit begeisterter Karate-Kämpfer. Nun führt er eben einen „Kampfsport“ gegen den Satan, wie er seinen Wirkungskreis gerne beschreibt. 2732900420_68d28f8a20

Vermessentliche Heilsgewißheit  –  auf Abwegen!

Besonders wichtig sind dem Salesianer zudem die Erscheinungen von Fatima; vor allem das Einhalten der dort favorisierten fünf Herz-Mariens-Sühne-Samstage empfiehlt er den Gläubigen immer wieder unverdrossen. (In der Fatima-Literatur heißt es hinsichtlich der damit verbundenen Verheißung: „Jenen, die diese Übung von fünf ersten Samstagen wenigstens einmal im Leben einhalten, verspricht Maria, ihnen in der Todesstunde mit jenen Gnaden ihres Sohnes beizustehen, die zu ihrem ewigen Heil erforderlich sind.“)

Dabei verbindet der erscheinungsbewegte Pater diese Fatima-Samstage mit erstaunlichen Heilszusagen:

So erzählte er seinen Zuhörern in Geseke, wenn jemand wenigstens diese fromme Übung praktiziere, aber ansonsten ein liederliches Leben führe, den Glauben und die Gebote nicht praktiziere, also folglich zur Hölle verurteilt sei, dann werde die Madonna bei ihrem göttlichen Sohne vorstellig für diesen Todsünder, weil er ja trotz alledem ein Marienverehrer gewesen sei. Die selige Jungfrau bewahre ihn durch ihre Fürsprache vor der sonst sicheren Hölle, so daß der unbußfertige Sünder nur ins Fegefeuer komme und so schlußendlich glücklich in den Himmel eingehen könne.

Damit treibt der Geistliche die (ohnehin schon mißverständliche) Fatima-Verheißung hinsichtlich der fünf Sühne-Samstage noch weiter auf die Spitze – in einer geradezu vermessenen und heilsgefährlichen (Un-)Art.Von Julia Kesenheimer geschickt

Die katholische Kirche lehrt ausdrücklich (vor allem auf dem Konzil von Trient), daß weder der Glaube ohne gute Werke noch irgendeine spezielle Andacht für sich allein genommen bereits selig macht – daß vielmehr auch die Einhaltung der Gebote Gottes notwendig ist, um durch die Gnade Gottes das ewige Heil zu erlangen.

Außerdem verkündete das Tridentinum, daß es für rechtschaffene Gläubige auf Erden zwar eine Heilszuversicht gibt, aber  – im Unterschied zur protestantischen Auffassung – durchaus keine absolute Heilsgewißheit. Somit leben die Katholiken hienieden in einer gewissen „Spannung“, aus der manche von ihnen gerne in eine vermeintliche Heilssicherheit flüchten.

Wer anderes behauptet als diese beiden erwähnten kirchlichen Dogmen, vertritt im Grunde einen protestantischen Standpunkt (wonach nämlich der Glaube allein schon zur Seligkeit führe)  – nur garniert mit einem katholischen bzw. marianischen Mäntelchen.

Dieses Angebot (wonach diese oder jene Sonder-Andacht zielsicher zur Seligkeit führe) wirkt auf manche Katholiken durchaus verlockend. Das erstaunt wenig  – wer möchte sich nicht gerne in einer bequemen Heilsgewißheit wiegen?

Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und zudem ehrenamtlich das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Vor 40 Jahren: Die „Operation Entebbe“ befreit über 100 entführte Geiseln

Am 4. Juli 2016 jährte sich zum 40. Mal die Operation Entebbe, die als eine der bemerkenswertesten Aktionen zur Befreiung von Geiseln überhaupt gilt.

Am 27. Juni 1976 war ein Airbus der Air France in Tel Aviv mit dem Ziel Paris gestartet. Auf einem Zwischenstopp in Athen bestiegen vier schwer bewaffnete Terroristen – die beiden linksextremen Deutschen Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann sowie zwei Palästinenser – die Maschine und brachten sie in ihre Gewalt.

Nach einem Stopp in Libyen landete das Flugzeug am Morgen des 28. Juni auf dem Entebbe International Airport in Uganda. Dort selektierten die beiden deutschen Terroristen zwei Tage später die jüdischen von den nicht-jüdischen Passagieren. Letztere wurden freigelassen, die französische Besatzung blieb aus Solidarität mit den weiter festgehaltenen Geiseln freiwillig an Bord.

BILD: Erleichterte Geiseln nach der Befreiung (Foto: GPO)

Acht Tage nach Beginn der Entführung machten sich mehrere Maschinen mit Soldaten der israelischen Elite-Einheit Sayeret Matkal unter Führung von Yoni Netanyahu (dem Bruder des späteren Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu) im Tiefflug auf den Weg und landeten im Schutz der Dunkelheit auf dem Flughafen von Entebbe.

Im Feuergefecht mit den Terroristen und ugandischen Wachen starben Netanyahu und die Passagiere Ida Borochovitch, Jean Jacques Maimoni und Pasko Cohen. Die 75-jährige Israelin Dora Bloch, die zuvor in ein ugandisches Krankenhaus gebracht worden war, wurde nach der Befreiungsaktion im Krankenhaus erschossen.

102 Geiseln konnten befreit werden. Die Operation gilt als eine der bemerkenswertesten der Geschichte.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Dr. Konrad Adam: Einmarsch der Roten Armee war von Verbrechen begleitet

Anlässlich der Rede von Bundespräsident Joachim Gauck zum Kriegsende vor 70 Jahren erklärt AfD-Sprecher Dr. Konrad Adam: logo-afd-small

„Noch eine Verdrängung, die erkannt, bekämpft und ans Licht gezogen werden muss. Diesmal ging es angeblich darum, das Gedächtnis an die unmenschliche Behandlung wachzuhalten, der Millionen von kriegsgefangenen Russen in deutscher Lagerhaft ausgesetzt waren.

Bundespräsident Gauck hat das Gedenken ans Ende des Zweiten Weltkrieges zum Anlass genommen, an das traurige Schicksal dieser zu Untermenschen degradierten Soldaten zu erinnern.

Er hat aber zugleich der Roten Armee nämlich für den Beitrag gedankt, den sie zur Befreiung Deutschlands geleistet habe. Leider hat er vergessen, den Preis zu erwähnen, mit dem Millionen von vertriebenen Menschen, verwaisten Kindern und vergewaltigten Frauen für diese Befreiungstat zu bezahlen hatten.

Allein dieser Umstand sollte uns davor bewahren, den Einmarsch der Roten Armee mit dem der Westalliierten in einem Atemzug zu nennen. Der Krieg im Osten ist von Anfang an und von beiden Seiten nach anderen Regeln geführt worden als der im Westen.“