Auch evangelische Kirchenobere waren beim „Marsch für das Leben“ präsent

Pressemeldung der SELK (Selbständig Evangelisch-Lutherische Kirche):

Nach Angaben des Veranstalters nahmen an dem Marsch für das Leben in Berlin 8.000 Menschen teil.

Während der Kundgebung wurde die Bühne von Gegendemonstranten gestürmt und von der Polizei geräumt. Zudem war die Demonstration vorübergehend durch eine Sitzblockade unterbrochen.

Nach den Worten des katholischen Bischofs Stefan Oster werden täglich knapp 300 ungeborene Kinder getötet. Weltweit würden jedes Jahr über 50 Millionen ungeborene Kinder abgetrieben. Durch Abtreibungen würden damit mehr Menschen getötet als durch Kriege, Seuchen und Naturkatastrophen.

Laut Osters Worten sind behinderte Ungeborene die „am tödlichsten bedrohte Gruppe von Menschen“. Rund 90 Prozent der Kinder mit der Diagnose Down-Syndrom würden abgetrieben. Ein Pränataltest auf Trisomie 21 als Kassenleistung werde diese Quote noch erhöhen.

Oster appellierte an Frauen, die ungewollt schwanger oder in psychischer oder materieller Not sind, sich an die Kirche zu wenden. Man sei bereit, zu helfen und zu unterstützen.

Bischof Hans-Jörg Voigt (Hannover) von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), der am Marsch teilnahm und auch den ökumenischen Abschlussgottesdienst leitete, erklärte gegenüber SELK-News, dass er den Worten von Oster aus vollem Herzen zustimme.

Am diesjährigen Marsch beteiligten sich aus der römisch-katholischen Kirche Bischof Rudolf Voderholzer (Regensburg), Bischof Wolfgang Ipolt (Görlitz) und Weihbischof Dr. Matthias Heinrich (Berlin).

Die Deutsche Evangelische Allianz war durch ihren Vorsitzenden, Pastor Ekkehart Vetter, vertreten.

Grußworte schickten von katholischer Seite Papst Franziskus und der Vorsitzende der Dt. Bischofskonferenz, Dr. Reinhard Kardinal Marx; von evangelischer Seite die Landesbischöfe Frank Otfried July (Stuttgart) und Carsten Rentzing (Dresden), der Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, Pastor Christoph Stiba, und der Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting.

Der leitende Geistlich der SELK sagte im Anschluss an die Veranstaltung, er habe sich gefreut, zahlreiche SELK-Gemeindeglieder auf dem Marsch für das Leben getroffen zu haben. So sei etwa aus Niedersachsen ein ganzer Jugendkreis angereist.


Adoption statt Abtreibung: ALfA zum Tod des „Oldenburger Babys“ Tim

Zum Tod von Tim, dem „Oldenburger Baby“, sagte Alexandra Linder (siehe Foto), die Bundesvorsitzende der ALfA., heute in Augsburg:

Er war, wie es bürokratisch heißt, „nicht zum Leben bestimmt“: Die Mutter von Tim hatte nach der Diagnose Down-Syndrom entschieden, ihren Sohn durch eine Spätabtreibung töten zu lassen. Zu diesem Zweck wurde die Geburt eingeleitet.

Tim aber entschied anders – nachdem er lebend geboren war, wollte er einfach nicht sterben. Neun Stunden lang ließ man ihn im Krankenhaus unversorgt liegen, bevor man vor diesem Lebenswillen kapitulierte und sich um ihn kümmerte.

Diese Geschichte aus dem Jahr 1997 machte die brutale Praxis der Abtreibung, vor allem der Spätabtreibung, besonders deutlich.

Gemeinsam mit der Stiftung Ja zum Leben rief die ALfA die Aktion „Tim lebt!“ (www.tim-lebt.de) ins Leben, um auf das sog. „Liegenlassen“ von lebend abgetriebenen Kindern und die Diskriminierung von Kindern mit Behinderungen weiter aufmerksam zu machen.

Die Zahl der Spätabtreibungen ist seitdem trotz einer gesetzlichen Änderung nicht gesunken. Damit diese Kinder aber auf keinen Fall lebend zur Welt kommen, tötet man sie vor Einleitung der Geburt, zum Beispiel mit einer Kaliumchloridspritze ins Herz.

Solche Methoden werden auch bei der sogenannten „Mehrlingsreduktion“ angewandt, wenn bei künstlicher Befruchtung plötzlich Zwillinge oder Drillinge da sind, obwohl die Eltern weniger Kinder wollten. Das Kind, das am leichtesten mit der Spritze erreichbar ist, wird getötet und später zusammen mit dem/n lebenden Geschwisterkind/ern tot geboren. Der Begriff „humane Gesellschaft“ wird spätestens hier zur Farce.

Tim ist am 4. Januar gestorben. Er hatte Glück im Unglück: Eine engagierte, liebevolle Familie adoptierte den Jungen, den seine Mutter nicht haben wollte, und schenkte ihm 21 glückliche Jahre. Dafür können wir alle dieser Familie sehr dankbar sein.

Die meisten Kinder mit Trisomie 21, die man heute vor der Geburt entdeckt, haben dieses Glück nicht: Die Diagnose Down-Syndrom ist für weit über 90 Prozent der Eltern der Anlass, das Leben ihres Kindes durch Abtreibung zu beenden.

Der vorgeburtliche Bluttest, der möglicherweise in diesem Jahr zu Kassenleistung wird, dient in diesem Zusammenhang lediglich dazu, Trisomien früher zu entdecken und damit die Abtreibung „schonender“ zu machen – das Ergebnis ist jedoch dasselbe: ein totes Kind, eine verletzte Frau, eine zerstörte Familie.

Man sucht mit diesem Test gezielt nach Kindern mit Besonderheiten, um ihre Geburt zu verhindern. Das Paradoxe daran: Schaffen sie es, trotz Rasterfahndung auf die Welt zu kommen, rollt die Inklusionsmaschinerie an, die sie nach der Geburt in ihrer Menschenwürde wahr- und ernstnimmt. Um die Inklusion selbst ernstzunehmen, muss man sie auch vor der Geburt konsequent umsetzen.

Und noch eine Lehre lässt sich aus Tims Geschichte ziehen: Die Alternative Adoption statt Abtreibung sollte auch staatlicherseits viel stärker in den Blick genommen werden, denn sie kann Abtreibungen verhindern und adoptionswilligen Eltern helfen.

https://www.alfa-ev.de


In Polen wurden über 800.000 Unterschriften gegen Abtreibung gesammelt

Der Vorstoß für eine Verbesserung der polnischen Abtreibungsgesetzgebung ist auf die Zielgerade eingebogen. Nachdem am 19. März der Rechtausschuss des Parlaments einen entsprechenden Gesetzentwurf befürwortet hatte, soll sich am 14. April nun der Familienausschuss mit der Vorlage befassen. 

Zuvor hatte die polnische Bischofskonferenz eine schnellere Bearbeitung des von einer Volksinitiative „Familie und Leben“ in das Parlament eingebrachten Gesetzentwurfs angemahnt. Diese Aktion hatte 820.000 Unterschriften gesammelt.

Laut Verfassung muss sich der Sejm (das polnische Parlament) mit Gesetzesvorlagen befassen, für die Bürger mehr als 100.000 Unterschriften gesammelt haben.

Der Gesetzesvorschlag sieht vor, vorgeburtliche Kindstötungen zu verbieten, bei denen eine schwere Behinderung des Kindes als Grund für die Abtreibung angegeben wird.

Das bislang geltende Recht erlaubt vorgeburtliche Kindstötungen, wenn die Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter bedroht, die Schwangere zuvor vergewaltigt wurde oder das Kind eine derart schwere Schädigungen aufweist, dass es außerhalb des Mutterleibes mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überleben kann.

Quelle: ALfA-Newsletter


CDL: Lebensrecht ungeborener Kinder mit Down-Syndrom respektieren

Der stellv. Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) und ehem. Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe (siehe Foto), erkärt anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages:

 „Am 21. März findet der Welt-Down-Syndrom-Tag statt, der seit 2012 von den Vereinten Nationen offiziell anerkannt ist. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Down-Syndrom. Trotz vieler Fortschritte und der UN- Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wird in Deutschland und in vielen anderen Ländern das Lebensrecht dieser Menschen immer mehr in Frage gestellt.

Gab es bereits in der Vergangenheit durch Verfahren wie die Fruchtwasseruntersuchung und Nackenfaltenmessung schon eine engmaschige Fahndung nach ungeborenen Kindern mit Behinderungen, ist nun mit der so genannten Nichtinvasiven Pränataldiagnostik (NIPD) eine neue Dimension entstanden. Dadurch wird der Druck auf schwangere Frauen noch größer, dies Verfahren auch anzuwenden.
Anschließend berichten werdende Eltern nicht selten von einem „selbstverständlichen Rat“ das Kind abzutreiben, wenn bei ihrem Kind Trisomie 21 festgestellt wurde.
 
Die Christdemokraten für das Leben (CDL) lehnen daher Testverfahren zur Feststellung von Behinderungen bei ungeborenen Kindern, die keinen therapeutischen Nutzen haben grundsätzlich ab. Dies gelte insbesondere für die massiv und offensiv angebotenen Testverfahren“Pränatest“ und „Harmonie-Test“. 

Diese Tests sind nach dem geltenden Gendiagnostik-Gesetz verboten, da darin eindeutig geregelt ist, dass vorgeburtliche genetische Untersuchungen nur dann erlaubt sind, wenn sie einem medizinischen Zweck dienen. Eine Therapie während der Schwangerschaft bei Down-Syndrom gibt es allerdings nicht.

Die angebotenen Verfahren dienen in den allermeisten Fällen ausschließlich der Selektion von ungeborenen Kindern mit Down-Syndrom. Die Diagnose ist oft gleichzeitig das Todesurteil. Allerdings ist dabei nicht allein die Pränataldiagnostik das Grundproblem, sondern das Gesetz, das zulässt, dass im Falle einer Behinderung die Tötung ungeborener Kinder sogar bis zur Geburt erlaubt ist. Dass dazu eigentlich eine medizinische Indikation erforderlich ist, das ist in Wirklichkeit kein Hindernis.
 
Weil wir für das Recht auf Leben unabhängig von Gesundheitskriterien eintreten, kritisieren wir insbesondere auch die zur Zeit diskutierte drohende flächendeckende Krankenkassenfinanzierung des „Pränatest“, das ein Selektionsverfahren zur Identifizierung von Ungeborenen mit Down-Sydrom ist.
Es ist besorgniserregend, dass in vielen Bereichen der Pflege, medizinischer Versorgung und Inklusion kein Geld da ist, der gemeinsame Bundesausschuss der Ärzteschaft und Krankenkassen aber überlegen, diesen Test als Screening über die Krankenkassen zu finanzieren.
Kinder mit Down-Syndrom haben bessere Lebenschancen als je zuvor – aber nur noch selten werden sie ihnen gewährt.“

Bischofwort: Der „Marsch für das Leben“ will die Stimme der Schwächsten sein

Predigt von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (Regensburg) beim Marsch fürs Leben in Berlin am 16.9.2017:

Wir sind am Ende unseres Marsches durch die Berliner Innenstadt angekommen und zwar beim Höhepunkt, nämlich der gemeinsamen Gottesdienstfeier. Wir hören gemeinsam auf Gottes Wort und mit Psalmen, Hymnen und Liedern loben und preisen wir den Schöpfer und Erlöser.

Lassen Sie mich zunächst Ihnen allen ein herzliches bayerisches „Grüß Gott“ sagen und ein herzliches „Vergelt‘s Gott“, dass Sie in so großer Zahl nach Berlin gekommen sind, um dem Lebensrecht auch der Schwächsten eine Stimme zu verleihen.

Danke aus ganzem Herzen auch an alle Polizistinnen und Polizisten, die uns beschützt und somit das staatsbürgerliche Recht auf freie Meinungsäußerung verteidigt haben. Danke auch dafür, dass wir durch das Brandenburger Tor ziehen durften. Das Anliegen, das uns verbindet, entspricht diesem Symbol der Freiheit und der Einheit des deutschen Volkes.

Das lautstarke Geschrei und die Obszönität des Protestes, der uns entgegenschlägt, ist ein untrüglicher Beweis dafür, dass wir etwas Wichtiges zu sagen, etwas Notwendiges zu vertreten, etwas Heiliges zu schützen haben.

Für mich ist dieser ökumenisch getragene Marsch für das Leben ein großes ökumenisches Hoffnungszeichen, ein Stück schon verwirklichter, sichtbarer Einheit der Kirche, besonders in diesem Jahr des 500-jährigen Reformationsgedenkens. Danke für dieses ökumenisch ermutigende Zeichen.

Einsatz für die natürliche Ethik und die „Goldene Regel“

Gerne greifen wir die Bitte unserer Schweizer Freunde auf, mit Ihnen zu beten für das Leben. Ja, wir sind gekommen, um zu beten für Frauen in schwierigen 

Entscheidungssituationen, dass sie die richtigen Ratgeber bekommen, um zu beten für Familien, die sich materiell und ideell schwertun zu überleben, um zu beten für die Beraterinnen, um zu beten für die Frauen, die unter einem Post-Abortion-Syndrom leiden, wovon nur wenig gesprochen wird, um zu beten für alle, die heimatlos sind, kein Dach über dem Kopf haben und sich sehnen nach einer lebenswerten Heimat und um zu beten für alle, die Dienst in den Hospizen und auf den Palliativstationen tun, um Menschen einen lebenswürdigen Lebensabend zu schenken, damit sie nicht durch die Hand anderer, sondern gehalten von der Hand anderer den letzten Weg antreten können.

Wenn wir zusammen gekommen sind, um zu beten und Gottes Wort zu hören, dann dürfen wir uns ruhig zuerst bewusst machen, dass uns nicht erst Gottes Wort und unser christlicher Glaube verpflichten, die Stimme zu erheben für das Leben, insbesondere für die Schwächsten in unserer Gesellschaft, sondern erst schon einmal die Vernunft und das natürliche Sittengesetz, das uns als Handlungsregel nahelegt, mit anderen so umzugehen, wie wir selbst es für uns wünschten: die Goldene Regel.

Darüber hinaus hat das Grundgesetz unseres Landes – unter dem Eindruck der Folgen einer menschenverachtenden Ideologie – im ersten Artikel festgehalten: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung der staatlichen Gewalt.“  – In Artikel 2 heißt es: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.“ 

Lebensrecht ab der Empfängnis

Diese Rechte gelten für das Leben jeder menschlichen Person vom ersten Augenblick der Empfängnis bis zu ihrem letzten Atemzug, unabhängig davon, ob die betreffende Person den ästhetischen, ökonomischen oder sonstigen Erwartungen und Vorstellungen anderer oder der Gesellschaft entspricht. Jede menschliche Person ist ein Zweck an sich selbst, darf dementsprechend auch nicht anderen Interessen geopfert werden.

Diese elementaren Einsichten, erarbeitet vor allem von der großen deutschen Philosophie, sind der menschlichen Vernunft evident. Und sie gehören zum Fundament unserer freiheitlichen Gesellschaft.

Wir sollten sie und ihren philosophisch einsichtigen Geltungsanspruch nicht leichtfertig preisgeben und uns nicht zu früh auf die Position des Glaubens stützen.

Das Thema Lebensrecht ist nicht erst ein christliches Thema, es ist ein Menschheitsthema. Es geht um das Recht, um die Anerkenntnis des Rechtes anderer, die meinem Handeln Grenzen setzen. Und es geht letzten Endes um das Funktionieren des Rechtsstaates.

Widersprüchlicher Umgang mit Behinderung

Wir stehen in diesem Zusammenhang vor dem Paradox, dass postnatal große und größte Anstrengungen unternommen werden für die Inklusion, für die Integration von behinderten Menschen in unsere Gesellschaft, sie teilhaben zu lassen an unserem Leben. Und ich kann hier nur allen Einrichtungen in unserem Land, den kirchlichen und den staatlichen mit ihren Tausenden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, von Herzen danken, dass sie mithelfen, dass unsere Gesellschaft ein so menschliches Antlitz zeigt.

Ja, noch nie wurde Menschen mit Behinderung so viel Fürsorge zuteil wie in unseren Tagen und in unserem Land ‑ postnatal. Pränatal haben wir gleichzeitig eine unbarmherzige und gnadenlose Exklusion und Selektion.

Ich stelle die Frage: Kann man wirklich gleichzeitig Tränen der Rührung vergießen beim Verlesen eines Briefes aus dem Jahr 1943 durch einen Schauspieler mit Down-Syndrom[2] – so geschehen hier neben uns in diesem hohen Hause am 27. Januar 2017, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus  –  und gleichzeitig schweigen über die pränatale Selektion unserer Tage?

Mindestens neun von zehn Trisomie 21 diagnostizierte Embryos dürfen das Licht der Welt nicht mehr erblicken in unserem Land.[3]

Von einem Augenblick zum anderen scheint sich die Rechtsposition einer menschlichen Person um einhundertachtzig Grad zu verändern. Ist das nicht irrationale Willkür? Ich kann in diesem Zusammenhang nur unterstreichen, was der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx im Grußwort zum diesjährigen Marsch für das Leben geschrieben hat:

„Die modernen vorgeburtlichen Diagnosemethoden entwickeln sich rasant. So wird es in unserer Gesellschaft zunehmend ,normal‘, Kinder während der Schwangerschaft auf ihre Gesundheit zu testen. Den vorgeburtlichen diagnostischen Möglichkeiten entsprechen jedoch nicht immer auch therapeutische Handlungsoptionen, so dass nicht selten eine Abtreibung an die Stelle fehlender Therapiemöglichkeiten gestellt wird. Dem gilt es klar zu widersprechen.“[4]

Wir sind gekommen, denen eine Stimme zu geben, die ihr Selbstbestimmungsrecht über ihre Leiblichkeit und über ihre Sexualität noch nicht selbst zum Ausdruck bringen können. Sie brauchen uns.

Der Wert des Menschen im Licht der Bibel

Die biblische Botschaft, auf die sich unser christlicher Glaube stützt, hat wesentlich zur Erkenntnis und zur vertieften Begründung der unveräußerlichen Rechte der menschlichen Person beigetragen. Wenn jeder Mensch ein Bild Gottes ist, berufen zum Dialog und zur Gemeinschaft mit ihm, hat er auch teil an seiner göttlichen Würde.

Wenn Gott in seiner Menschwerdung unser aller Menschenbruder geworden ist, unsere menschliche Natur angenommen hat, hat er damit den Menschen erhöht und geadelt. Jeden Menschen. Die Schrifttexte unserer ökumenischen Andacht jetzt hier und heute haben uns zwei herrliche Details der göttlichen Wertschätzung des Menschseins vor Augen gestellt. Psalm 139 beschreibt das Heranwachsen des Kindes im Mutterleib als göttliches Kunstschaffen:

„Du hast mein Inneres geschaffen, / mich gewoben im Schoß meiner Mutter. /
Ich danke Dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast.“

Und weiter geht es mit der Vorstellung, dass jedes menschliche Wesen vom ersten Augenblick seines Daseins bei Gott Ansehen hat, weil Er auf ihn schaut:

„Als ich geformt wurde im Dunkeln / kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, / waren meine Glieder dir nicht verborgen. / Deine Augen sahen, wie ich entstand, …“

Unser Ja zum Leben ist der Mitvollzug des göttlichen Ja zum Leben, ist Antwort auf sein Schöpfungshandeln. In diesem Glauben wird in der ganzen jüdisch-christlichen Tradition das Kind als ein Segen betrachtet, und jede Geburt als Beweis, dass Gott ein Freund des Lebens ist. Mit Papst Franziskus rufe ich Ihnen zu:

„Jedes Leben ist unantastbar! Bringen wir die Kultur des Lebens als Antwort auf die Logik des Wegwerfens und auf den demographischen Rückgang voran; stehen wir zusammen und beten wir gemeinsam für die Kinder, deren Leben durch einen Schwangerschaftsabbruch bedroht ist, wie auch für die Menschen, die am Ende des Lebens angelangt sind – jedes Leben ist unantastbar! –, dass niemand alleine gelassen werde und die Liebe den Sinn des Lebens verteidige. Rufen wir die Worte Mutter Teresas in Erinnerung: ‚Das Leben ist Schönheit, bewundere es; das Leben ist Leben, verteidige es!‘ sei es beim Kind, das kurz vor der Geburt steht, sei es bei dem Menschen, der dem Tod nahe ist: jedes Leben ist unantastbar!“[5]

Unser Herr Jesus, der selbst als hilfsbedürftiges und wehrloses Kind in der Krippe geboren wurde, hat noch einmal in besonderer Weise das Kindsein ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit gerückt. In einer Zeit, in der das „Kind-sein“ als „noch-nicht-erwachsen-sein“ galt, hat er die Haltung der Kindlichkeit den Erwachsenen zum Vorbild gemacht. „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder.“

Ohne des Kindsein naiv idealisieren zu wollen, gilt doch: Kindlich sein im guten Sinne, das bedeutet:

Staunen können, große Augen machen können über die kleinen und großen Wunder dieser Welt, sich gerne beschenken lassen und nicht gleich auf Revanche (Rache!) sinnen (wie die Erwachsenen), die Abhängigkeit vom Größeren (von Papa und Mama, Oma und Opa) anerkennen, sich gerne tragen lassen im Wissen, dadurch nicht klein, sondern im Aufblick selbst wahrhaft groß zu werden.

Der Geist schenke uns allen immer wieder diese Haltung echter Kindlichkeit, die wir – meiner Erfahrung nach – oft gerade noch einmal auch bei Menschen mit einer Behinderung in besonders herzlicher Weise erleben können. Der Herr sagt uns, wir haben es im Evangelium vorhin gehört, der Größte im Himmelreich muss sein wie ein Kind, das dankbar die Gnade der Erlösung annimmt. Und schließlich fügt er noch hinzu: „Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.“ (Mt 18,5)

Hier klingt schon die Verheißung des großen Gerichtsgleichnisses von Mt 25 auf: „Was ihr dem geringsten meiner Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ – die Identifizierung des Herrn mit den Schwachen und Hilfsbedürftigen gilt in besonderer Weise im Blick auf die Kinder. Dem wissen wir uns verpflichtet, und bei all diesem unseren Tun wissen wir uns dem Herrn in besonderer Weise nahe. „Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.“ (Mt 18,5). Amen.

Anmerkungen:
[1] Hinweis: Es handelt sich um eine sprachlich leicht überarbeitete und im biblischen Teil erweiterte Fassung der Predigt, die am 16. September in Berlin gehalten wurde.
[2] Sebastian Urbanski, * 1978 in Berlin, Schauspieler und Synchronsprecher.
[3] Vgl. Annett Stein, Neun von zehn Paaren lassen bei Trisomie abtreiben, auf: Welt online vom 08.03.2015, vgl. ebenfalls „Downsyndrom führt meist zu Abtreibung“, auf: Spiegel online vom 15.03.2017.
[4] Reinhard Marx, „Marsch für das Leben“. Grußwort des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2017.
[5] Papst Franziskus, 5. Februar 2017, Tag des Lebens in Italien; vgl. das Grußwort zum Marsch für das Leben 2017 von Nuntius Erzbischof Nikola Eterović.


Schauspieler Bernsen: Warum jene Abtreibung der schlimmste Tag meines Lebens war

Der Schauspieler und Filmemacher Corbin Bernsen erzählte zum ersten Mal öffentlich, wie ihn die Tragödie einer Abtreibung zu Gott hinführte. 

Der 62-Jährige Ehemann und Vater von vier Kindern ist bekannt aus der TV-Serie „L.A. Law“; er sprach auf einer Konferenz christlicher Filmeschaffender und Gemeindeleiter. Er enthüllte dabei, welcher Tag der schlimmste in seinem Leben war:

„Meine Frau und ich zogen unser erstes Kind gross, ‚L.A. Law‘ lief gut und ich regte an, dass wir doch ein zweites Baby bekommen könnten. Meine Frau hatte gerade ihre Karriere als Schauspielerin beendet und sie mochte das Familienleben; sie wurde schwanger“, erinnert sich Bernsen: „Es sollte ein Junge werden, wir entschieden uns für den Namen Henry.“

Bei der Untersuchung wurde aber festgestellt, daß der Kleine kaum Nieren entwickelte. Der Arzt sagte, daß das Baby mit fast 100-prozentiger Sicherheit wohl nicht lange leben würde und Bernsens Frau Amanda gesundheitliche Probleme bekäme. Das Personal riet zur Abtreibung.

Lange wägte das Ehepaar die Lage ab, stimmte dann aber traurig einer Abtreibung zu.

Bald danach war Amanda wieder schwanger und bekam Zwillinge. Dies brachte Corbin näher zu Gott, wie er im Rückblick sagt: „Wir glaubten nicht an Gott. Doch für uns war es, als würde Henry zurückkehren.“ –  Sie hätten gespürt, dass da „etwas Grösseres“ am Werk war. In der Familie habe es bislang keine Zwillinge gegeben.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.jesus.ch/themen/people/portraits/306076-es_war_der_schlimmste_tag_in_meinem_leben.html


Ungeborene mit Down Syndrom werden noch stärker zum Abschuß freigegeben

Mathias von Gersdorff

M. von GersdorffDiese Meldung des „Ärzteblattes“ vom 16. Februar 2017 scheint auf dem ersten Blick alltäglich und harmlos:

„Die Mitglieder des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) haben Versicherteninformationen zur nicht invasiven Pränataldiagnostik (NIPD) zur Bestimmung des Risikos autosomaler Trisomien 13, 18 und 21 mit Hilfe von speziellen Tests in Auftrag gegeben. Das zuständige Institut für Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) soll die Informationen für werdende Eltern in den kommenden Monaten zusammenstellen.

Übersetzt man den Text ins Umgangsdeutsche, wird die Tragweite der oben erläuterten Entscheidung des Gremiums, in welchen Krankenkassen, Ärzte und sonstige Personen, die im Gesundheitswesen involviert sind, deutlicher:

Die deutschen Krankenkassen haben eine Informationsbroschüre für schwangere Mütter in Auftrag gegeben. Diese Broschüre wird über die existierenden Bluttests, die das Risiko angeben, dass das eigene Kind an Down-Syndrom oder einer ähnlichen genetischen Krankheit leidet, informieren.

Das deutsche Gesundheitswesen macht also in gewisser Weise Werbung für Bluttests, deren Hauptfunktion das Auffinden von Gendefekten ist.

Was das konkret bedeutet, sagt uns die Statistik, also eine kalte Zahl: Ca. 95 Prozent der Kinder mit Down-Syndrom (Trisomie 21) werden abgetrieben, also vor der Geburt getötet.

Richtigerweise müsste man sagen, 95 Prozent der Kinder, die möglicherweise Down-Syndrom haben, werden abgetrieben, denn absolute Sicherheit können auch die Bluttests nicht geben.

Foto: M. von GersdorffDer Schritt der Krankenkassen (sie vor allem wollen die Bluttests mehr oder weniger zu einer Standarduntersuchung bei Risikoschwangerschaften machen) scheint ein kleiner Schritt zu sein. Was kann man schon gegen Information haben?

Doch in der Tat ist es ein gewaltiger Schritt, der unternommen wird. Denn es geht um die endgültige Akzeptanz der fast kompletten Tötung einer Bevölkerungsgruppe durch unseren Gesundheitsapparat.

Kurz: Das deutsche Gesundheitssystem findet sich damit ab, dass fast alle diese Menschen mit bestimmten Gendefekten getötet werden.

Und es wird nicht bei dieser Broschüre bleiben. Angestrebt wird die Übernahme dieser Bluttests in den Katalog der regulären Krankenkassenleistungen.

Was machen unsere Politiker währenddessen?

Am 27. Januar 2017 lauschte der Bundestag beim Gedenktag der Opfer des Holocaust dem Schauspieler Sebastian Urbanski. Dieses Jahr wurde vor allem an die Opfer des NS-Euthanasieprogramms, das sog. „lebensunwertes Leben“ vernichtete, erinnert. Urbanski, der das Down-Syndrom hat, las einen Brief eines 1945 in diesem Vernichtungsprogramm Ermordeten.

Und unsere Medien? Die RTL-Serie „Unter uns“, eine der erfolgreichsten überhaupt, legt dieses Jahr einen Schwerpunkt auf Trisomie 21 (Down-Syndrom).

Ist das nicht makaber? Während Menschen mit Down-Syndrom in Politik und Medien sichtbar gemacht werden, verschwinden sie aus dem tatsächlichen Leben. Unser „Gesundheitssystem“ sorgt dafür.

Tun wir was dagegen! Erheben wir unsere Stimme gegen diese himmelschreiende Ungerechtigkeit.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ sowie SOS Leben – und schreibt regelmäßig hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

USA: Tragödie um den ermordeten Max, der am Angelman-Syndrom litt

Von Dr. med. Edith Breburda

Max war ein fröhlicher Junge. Ein Teenager voller Streiche, die er an seiner High-School in Madison im US-Bundestaat Wisconsin ausheckte. Er spielte oft mit seinen beiden Brüdern, besuchte seine vielen Tanten und Onkel und saß oft stundenlang am großen Fenster mit Seeblick im Haus seiner Großeltern. Dr. Breburda

Jeder, der ihn sah, war sofort eingenommen von seinem freundlichen Wesen und mitreißendem Lächeln. So steht es in der Todesanzeige des 16- Jährigen vom 25. Juli 2015.

Was in der Nachricht seltsam anmutet: Dass es heißt, Max hatte Angelman-Syndrom. Sein Vater verstarb einen Tag nach Max, am 23. Juli 2015.

Nachbarn erinnern sich gern an den sehr beliebten Max. Die Polizei gab an, dass der Vater mit Max am 22. Juli in einen Stadtpark fuhr, um dort seinen Sohn zu erschießen. Der 49-jährige Mann versuchte, sich danach selbst das Leben zu nehmen. Er erlag seinen selbst zugefügten Verletzungen am darauffolgenden Tag .

Durch seine Krankheit, dem Angelman-Syndrom, musste Max Tag und Nacht unter Aufsicht sein. Das kann an den Kräften einer Familie zehren.

Der Sheriff von Dane County, dem Landkries von Madison, bestätigte, dass Max unter einer seltenen genetischen Krankheit litt, die ihn in seiner Entwicklung beeinträchtigte. Oft litt er unter Krämpfen, konnte nicht sprechen oder hatte weisselberg_memoriamKoordinationsstörungen.

“Bis heute kann kein Erkrankter ein selbständiges Leben führen. Er braucht ein ganzes Leben rund um die Uhr Betreuung. Die Erkrankten leben oft 60 Jahre und länger.

Die Pflege ist kostspielig. Sie brauchen Krankengymnastik, Spezialbetten, Windeln, spezielle Rollstühle. Da kommt man leicht auf astronomische Zahlen. Wenn man nur 15 Dollars Betreuungsgeld pro Stunde rechnet, kommt man im Jahr auf 131.000 Dollars. Der Staat oder private Förderungsmittel können das nicht aufbringen“, sagt Eileen Braun, Direktorin der Angelman Syndrome Foundation.

„Angelmann-Patienten sind verhaltensauffällig und leiden unter Angstzuständen, wenn sich auch nur irgend etwas in ihrem Umfeld ändert“, erläutert Frau Braun weiterhin. Der Sheriff will untersuchen, ob eine neue Situation in der Pflege um Max entstand, die den Vater Theodore R. Peterson veranlasst haben könnte, seinen Sohn und sich selbst umzubringen.

“Wir haben Glück, unsere Nachbarn wissen, dass unser Sohn krank ist. Das war bei Max nicht so”, sagt Mary Pipal aus dem kleinen Städtchen Dodgeville. Brendan ist 24. Auch er hat Angelman-Syndrom. Das Leben der Eltern richtete sich nach ihrem Kind. Immer muss jemand zuhause sein. Auch in den Urlaub fahren sie nur getrennt. 
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Mary arbeitet halbtags. Der Nachmittag gehört ihrem Sohn. Sobald er aus seiner Schule kommt, ist die Mutter für ihn da: “Brendan benimmt sich wie ein Kleinkind. Er ist fast 2 Meter groß, kann nicht sprechen, nicht alleine laufen und trägt spezielle Windeln. Er steht um 3 Uhr früh auf, wenn wir Vollmond haben. Ich kann ihn nicht mal alleine in die Küche lassen. Er würde sich verletzten, wenn keiner bei ihm ist.”

Seine Mutter ist voller Sorge um Brendans Zukunft. Sie und ihr Mann brauchen die Hilfe von Freunden, um auf den Sohn aufzupassen. Sie zahlen für seine Pflege mit dem Geld, das sie verdienen, mit Steuerfreibeträgen, mit ihrer Sozialversicherung und mit Hilfe von Medicaid.

Die Eltern sorgen sich, wer das alles mal übernimmt, wenn sie nicht mehr können oder gestorben sin? Die kleine Stadt unterstützt sie. Pipals Wunsch ist es, dass auch andere Patienten mit Angelman-Syndrom unterstützt werden und erfahren, was die Krankheit bedeutet.

In Fall von Max wollte sich der Sherriff die Anklage genauer überlegen und auf mildernde Umstände plädieren[i].

Verliert ein Mord seine Abscheulichkeit, wenn er aus Mitleid oder Geldnöten begangen wird? BILD0167

Dr. Charles Krauthammer, ein bekannter Kolumnist, spricht von einer Desensibilisierung, die er das erste Mal in Holland bemerkte, als man den assistierten Selbstmord legalisierte. Damals argumentierte man, man wolle Menschen vor unnützen Leiden erlösen. Heute wird ein Fünftel der Patienten euthanasiert, ohne dass diese dafür ihr explizites Einverständnis gegeben haben.

Der Skandal um den Organhandel mit abgetriebenen Babys

Als vor einigen Tagen auf einem Video auf YouTube (https://youtu.be/L4JZqpHubKA) eine Abtreibungsärztin von Planned Parenthood zu sehen war, die in ihrem Mittagsessen herumstocherte und so nebenbei beschrieb, wie sie Organe von abgetriebenen Kindern bestmöglichst erhält, um sie zu verkaufen, damit sie sich von dem Geld einen Luxuswagen kaufen kann, vermisste man jedes Mitgefühl mit den Ungeborenen.

„Diese Abgestumpftheit ist genau das, was passiert, wenn einige tagtäglich Leben zerstören. Abtreibungsgegner warnen schon lange vor den Folgen, die Abtreibungen auf die Gesellschaft haben“, bemerkt Krauthammer:

„Wir werden unsensibel. Planned Parenthood wird es vielleicht verboten werden, Organe von abgetriebenen Kindern zu verkaufen. Das Video über den Organhandel verdeutlicht jedoch ganz unverblümt, was wirklich bei einer Abtreibung passiert.

Die Organe eines gesunden Kindes werden zum Verkaufsobjekt. Deswegen benutzt Planned Parenthood eine <weniger zerstörende Technik. – Wir zertrümmern den Kopf, um die Organe zu schonen>, heißt es in dem Video.

Bereits Ultraschallbilder hatten ihren Effekt. Plötzlich war jedem klar, dass das Ungeborene ein lebendes Wesen ist. So könnte dieses Video den Effekt haben, eine Abtreibung nach der 20. Woche zu verbieten. Über das Schmerzempfinden eines Ungeborenen nach der 20. Woche scheint man sich inzwischen einig zu sein.

Generell werden Abtreibungen wahrscheinlich nicht verboten werden. Weil in den USA viel Uneinigkeit über den Status eines Ungeborenen in den ersten 3 Monaten herrscht. Ein Kind nach der 20. Woche hat allerdings jetzt Sympathien gewonnen, weil Experten dargelegt haben, wie man das Leben terminiert. Späte Abtreibungen könnten deshalb in Zukunft in den USA verboten werden”, schreibt Krauth.

Anmerkung: [i] Stein Kate: Life with Angelman syndrome puts pressure on families.

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

INFOs über Breburdas bioethisches Sachbuch in Romanform: https://charismatismus.wordpress.com/2014/05/22/buch-tip-dr-edith-breburdas-profunde-neuerscheinung-zu-bioethischen-themen/

Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

Päpstliche Akademie für das Leben feiert 20-jähriges Bestehen

Die zum Weltkrankentag am 11. Februar 1994 von Johannes Paul II. ins Leben gerufene Päpstliche Akademie für das Leben feiert ihren 20.Gründungstag.  Baby (2)

Aus diesem Anlass veranstalten die Verantwortlichen einen Workshop über Altern und Behinderung.

Der Präsident der Akademie, Bischof Ignacio Carrasco de Paula, sagte, die immer längere Lebensdauer des Menschen erfordere von der Kirche ein neues Nachdenken über die Frage, wie mit geistiger und körperlicher Behinderung im Alter angemessen umzugehen sei.

Die Päpstliche Akademie für das Leben widmet sich der Förderung der kirchlichen und einheitlichen Lebensethik und forscht in den Bereichen Bioethik und katholischer Moraltheologie.

Die Akademie ist eng mit dem Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst und anderen Dikasterien der römischen Kurie verbunden. Die Mitglieder der Akademie werden vom Papst aus verschiedenen Zweigen der Biomedizin und aus Bereichen der Förderung und Verteidigung des Lebens ernannt.

Das päpstliche Gremium entwickelt und fördert die kirchlichen Positionen zu Fragen der medizinischen Ethik wie Fortpflanzung, In-vitro-Befruchtung, Gentherapie, Sterbehilfe und Abtreibung.

Der Workshop findet vom 12. bis zum 22. Februar im Institut „Agostinianum“ in Rom statt und ist gleichzeitig Ort der Vollversammlung der Akademie für das Leben.

Quelle: kath. Nachrichtenagentur ZENIT


Indien: Kirche rettet ausgestoßene Kinder

In Varanasi im indischen Unionsstaat Uttar-Pradesh leben hunderte Kinder in den Slums in der Nähe des örtlichen Bahnhofs, wo sich täglich rund 300.000 Passagieren auf der Durchreise befinden.

Foto: Evita Gründler

Foto: Evita Gründler

In Charbjuja Shahid, einer Barackensiedlung in der Nähe des Bahnhofs, leben 200 Familien in Hütten. Hier sind Misshandlung und Ausbeutung von Kindern an der Tagesordnung.

Dies berichtet Schwester Manju, die zusammen mit Pater Abhishiktanand die Nichtregierungsorganisation DARE gründete, die sich um elternlose Kinder kümmert.

Viele dieser Kinder werden von ihren Familien ausgestoßen, weil sie mit einer Behinderung geboren wurden oder einfach nur, weil es sich um Mädchen handelt. Die meisten dieser Straßenkinder betteln, stehlen oder landen in der Prostitution.

Im Jahr 2010 gründete die Organisation DARE ein Zentrum für Mädchen in der Nähe von Varanasi, wo heute rund dreißig Minderjährige betreut werden. Oft stößt die Ordensschwester bei ihrer Arbeit jedoch auf den Widerstand von Eltern, die ihre Kinder ausbeuten wollen, während Schwester Manju versucht, ihnen zu helfen. Bald soll ein ähnliches Zentrum auch für Jungen entstehen.

Quelle: Fidesdienst