Indonesien: Christen wurden mit Gewalt an Christmesse gehindert – Anti-Weihnachts-Fatwa erneut eingeschärft

Mit Gewalt haben rund 200 radikale Muslime im indonesischen Bekasi Christen an der Feier des Weihnachtsgottesdienstes gehindert. Die Randalierer bewarfen die Christen am Dienstag nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) mit faulen Eiern, Jauche und Urinbeuteln. Die gewalttätigen Muslime seien dabei von Polizisten unterstützt worden.

Das höchste islamische Gremium des Landes hatte zuvor die Muslime aufgefordert, nicht an Weihnachtsveranstaltungen teilzunehmen und Christen auch nicht zu beglückwünschen. 

Ma’ruf Amin, Chef der Abteilung für Richtsprüche (Fatwas) beim Indonesischen Rat der Rechtgelehrten (Ulamas), erinnerte daran, daß noch immer die Anti-Weihnachts-Fatwa aus dem Jahr 1981 gelte.

Knapp 90 Prozent der 240 Millionen Indonesier gehören dem Islam an. Damit ist der Inselstaat das bevölkerungsreichste von allen muslimisch geprägten Ländern der Welt.

Quelle: Ucanews, Radio Vatikan