Singapur: Schwester Gerarda begleitete viele Todeskandidaten zur Hinrichtung

Gerarda Fernandez lebte und arbeitete 40 Jahre lang als Ordensfrau in Singapur im Bereich der Gefängnispastoral und begleitete während ihrer Tätigkeit insgesamt 18 Frauen und Männer, die zum Tode verurteilt auf ihre Hinrichtung warteten.

Die 1938 geborene Nonne wollte dabei vor allem Barmherzigkeit und die Liebe Christi zu den Gefangenen im Todestrakt bringen. Für ihr Engagement wurde die katholische Ordensschwester in die BBC-Liste der 100 einflussreichsten Frauen der Welt aufgenommen.

 Die Arbeit unter den Gefangenen im Changi-Gefängnis in Singapur bezeichnet sie als „etwas Besonders“ und erklärt:

„Alle Menschen im Todestrakt haben gegen Gottes Gebote gehandelt und damit ihr junges Leben zerstört. Aber dank der Barmherzigkeit Jesu verändert Gott diese letzte Phase ihres irdischen Lebens. Viele haben das Wunder der Bekehrung erlebt. Der gute Hirte hat seine Schafe gefunden.“

Ein Mörder habe ihr vor der Hinrichtung gesagt: „Mach dir keine Sorgen, Schwester. Ich weiß, dass Gott mich liebt. Morgen früh werde ich ihn von Angesicht zu Angesicht sehen.“

Die Ordensfrau sagt jedoch auch, sie sei gegen die Todesstrafe, „die unmenschlich ist und das Recht auf Leben verletzt“. Strafe sei erforderlich, doch solle sie „die Möglichkeit der Umkehr und Barmherzigkeit einschließen.“

Schwester Gerarda erklärt, ihre Bittgesuche seien vom Staat ernst genommen worden: „Es gibt heute eine Revision der Todesstrafe in Singapur und mehrere Kandidaten erhielten bereits eine Aussetzung ihres Todesurteils.“

Quelle: Fidesdienst


„Fernsehbischof“ Sheen wird heiliggesprochen

Am 5. Juli billigte Papst Franziskus das Dekret der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen, das ein Wunder anerkennt, welches auf die Fürsprache des amerikanischen Bischofs Fulton Sheen zurückgeführt wird.

Der Erzbischof wurde am 8. Mai 1895 in Illinois als Sohn irischer Einwanderer geboren und starb am 9. Dezember 1979 in New York.

„Meine größte Liebe war immer die Mission“, erklärte der Oberhirte noch kurz vor seinem Tod.

Von 1930 bis 1950 leitete er die abendliche Radiosendung „The Catholic Hour“ (Die katholische Stunde) bei NBC.

Später wurde er berühmt durch seine Fernsehsendung „Life is Worth Living“, die mehr als 30 Millionen Zuschauer erreichte und ihm zwei Emmy Awards für seine außergewöhnlichen Medienfähigkeiten einbrachte. 

Am 28. Mai 1951 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Weihbischof von New York. Er nahm am 2. Vatikanischen Konzil teil und wurde am 21. Oktober 1966 von Papst Paul VI. zum Bischof von Rochester ernannt.

Als Professor für Philosophie lehrte er an der Katholischen Universität Washington. Er gründete die Zeitschrift „Christ in the World“ und veröffentlichte etwa 300 Bücher und Artikel.

Der Erzbischof spielte eine hervorragende Rolle bei der Bekehrung bedeutender Persönlichkeiten zum katholischen Glauben, darunter Schriftsteller, Politiker und Unternehmer. Bekannt war er auch für seinen Humor.

Er starb am 9. Dezember 1979, als er in seiner privaten Kapelle vor dem Tabernakel betete. Zuvor hatte er sich einer schwierigen Operation unterzogen.

Quelle: Fidesdienst

 


Als der Gefängniswärter sich bekehrte und mit seiner ganzen Familie taufen ließ

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Apg 16,22-34:

Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen Loblieder im Gefängnis; und die Häftlinge hörten ihnen zu.

Plötzlich begann ein gewaltiges Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Mit einem Schlag sprangen die Türen auf, und allen fielen die Fesseln ab.

Als der Gefängniswärter aufwachte und alle Türen des Gefängnisses offen sah, zog er sein Schwert, um sich zu töten; denn er meinte, die Gefangenen seien entflohen. Da rief Paulus laut: Tu dir nichts an! Wir sind alle noch da.

Jener rief nach Licht, stürzte hinein und fiel Paulus und Silas zitternd zu Füßen. Er führte sie hinaus und sagte: Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden?

Sie antworteten: Glaube an Jesus, den HERRN, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus.  –  Und sie verkündeten ihm und allen in seinem Haus das Wort Gottes. Er nahm sie in jener Nachtstunde bei sich auf, wusch ihre Striemen und ließ sich sogleich mit allen seinen Angehörigen taufen.

Dann führte er sie in seine Wohnung hinauf, ließ ihnen den Tisch decken und war mit seinem ganzen Haus voll Freude, weil er zum Glauben an Gott gekommen war.


GEBET von Edith Stein nach ihrer Taufe

Mein Herr und Gott,
Du hast mich einen langen,

dunklen Weg geführt, steinig und hart.
Oft wollten meine Kräfte mir versagen,
fast hofft’ ich nimmer, je das Licht zu seh’n.
Doch als im tiefsten Schmerz mein Herz erstarrte,
da ging ein klarer, milder Stern mir auf.

Er führte mich getreu – ich folgt’ ihm,
zagend erst, dann immer sich’rer.
So stand ich endlich an dem Tor der Kirche.
Es tat sich auf – ich bat um Einlass.

Aus Deines Priesters Mund
grüßt mich Dein Segenswort.

Im Inneren reiht sich Stern auf Stern.
Rote Blütensterne weisen mir den Weg zu Dir.
Sie harren Dein zur Heil’gen Nacht.
Doch Deine Güte lässt sie mir leuchten
auf dem Weg zu Dir.

Sie führen mich voran.

Das Geheimnis,
das ich im Herzen tief verbergen musste,

nun darf ich laut es künden:
Ich glaube – ich bekenne!
Der Priester geleitet mich
die Stufen zum Altar hinauf:

Ich neige die Stirn.
Das heil’ge Wasser fließt mir übers Haupt.

Ist’s möglich, HERR,
dass einer neu geboren wird,

der schon des Lebens Mitte überschritten?
Du hast’s gesagt  – und mir ward’s Wirklichkeit.
Eines langen Lebens Last an Schuld und Leiden
fiel von mir.

Aufrecht empfang’ ich
den weißen Mantel,

den sie mir um die Schultern legen,
der Reinheit lichtes Bild.
Ich trag’ in meiner Hand die Kerze.
Ihre Flamme kündet,
dass in mir Dein heil’ges Leben glüht.

Mein Herz ist nun zur Krippe worden,
die Deiner harrt.
Nicht lange!

Maria, Deine und auch meine Mutter
hat ihren Namen mir gegeben.
Um Mitternacht legt sie ihr neugebor’nes Kind
mir in das Herz.

O keines Menschen Herz
vermag’s zu fassen,

was denen Du bereitet, die Dich lieben.
Nun hab’ ich Dich und lass Dich nimmermehr.
Wo immer meines Lebens Straße geht,
bist Du bei mir,
Nichts kann von Deiner Liebe
je mich scheiden.

Gedicht von Edith Stein für ihre Schwester Rosa nach deren Taufe

 


Die Apostel wurden vom Volk hochgeschätzt

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 5,12-16:

Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Alle kamen einmütig in der Halle Salomos zusammen. Von den übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschließen; aber das Volk schätzte sie hoch.
.
Immer mehr wurden im Glauben zum HERRN geführt, Scharen von Männern und Frauen.
Selbst die Kranken trug man auf die Straßen hinaus und legte sie auf Betten und Bahren, damit, wenn Petrus vorüberkam, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel.
.
Auch aus den Nachbarstädten Jerusalems strömten die Leute zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit  – und alle wurden geheilt.

Versinkt Medjugorje in einer Naturreligion?

Von Felizitas Küble

Die Medjugorje-Gebetsaktion aus Wien veröffentlicht online die Marienbotschaft aus dieser „Erscheinungsstätte“ vom 25. März 2019, die wir hier vollständig wiedergeben:

„Liebe Kinder! Dies ist eine Zeit der Gnade. Wie die Natur sich zum neuen Leben erneuert, seid auch ihr zur Umkehr aufgerufen. Entscheidet euch für Gott!

Meine lieben Kinder, ihr seid leer und habt keine Freude, weil ihr Gott nicht habt. Deshalb betet, bis das Gebet euch zum Leben wird.

Sucht Gott, der euch erschaffen hat, in der Natur, denn die Natur spricht und kämpft für das Leben und nicht für den Tod.

Kriege herrschen in Herzen und Völkern, weil ihr keinen Frieden habt, und ihr, meine lieben Kinder, den Bruder nicht in eurem Nächsten seht. Deshalb, kehrt zurück zu Gott und zum Gebet. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.“

Was fällt uns an dieser angeblich himmlischen „Offenbarung“ auf?

  1. Es heißt dort: „Dies ist eine Zeit der Gnade.“ – Aber eine Gnadenzeit gibt es immer, in jedem Augenblick – und für jeden Menschen, denn Gott ruft alle zur Umkehr auf. Mit der „Natur“, die sich zum „neuen Leben erneuert“, hat dies allerdings kaum etwas zu tun, denn die Natur befindet sich in einem Kreislauf des Werdens und Vergehens, wogegen das christliche Leben sich immer mehr zu Gott erstreckt, was kein Kreislauf, sondern ein Aufbruch „nach oben“ ist, ein Streben dem Licht entgegen.
  2. Nach ca. 38 Jahren Erscheinungen – die Phänomene in Medjugorje begannen im Juni 1981  –  bestätigt die „Madonna“ also den „lieben Kindern“, dass sie „leer“ sind und keine Freude hätten, weil sie „Gott nicht haben“. Wozu dann die weit über vierzigtausend Botschaften, wenn die Empfänger derselben immer noch „leer“ und gott-fern sind?  
  3. Es fällt erneut auf – wobei dies für die meisten Medju-Kundgaben zutrifft  – dass von Christus keine Rede ist. Auch diesmal wird nur allgemein von „Gott“ gesprochen. Eine solche Botschaft könnte auch in anderen Religionen verbreitet werden, weil von einem speziell christlichen Inhalt nichts zu erkennen ist.
  4. Stattdessen heißt es auch noch ausdrücklich, Gott in der „Natur“ zu suchen, denn die Natur „kämpft für das Leben und nicht für den Tod“. Natürlich ist die Schöpfung ein Hinweis auf Gott, aber sie ist keineswegs paradiesisch, durch den Sündenfall des Menschen ist sie mitbetroffen – und in ihr gilt oftmals das Prinzip „Fressen und gefressen werden“. Eine mythische Verklärung der Natur ist weder christlich noch realistisch. Zudem ist das Erkennen Gottes durch die Schöpfung nur der erste Schritt zum Glauben, aber noch lange keine Bekehrung.
  5. Am Schluß erfolgt erneut der Aufruf, zu „Gott und zum Gebet zurückzukehren“ – kein Wort von Christus oder den Sakramenten der Kirche. Dieser allgemeine Appell könnte genauso an die Anhänger anderer Religionen ergehen, die sich als „gottgläubig“ verstehen und das Gebet kennen. Warum aber sollte die wahre Madonna ihren göttlichen Sohn unerwähnt lassen?

Unser 3. BILD zeigt den Titel des faktenstarken Buches „Der Medjugorje-Betrug“ (570 Seiten), das bei uns zum Sonderpreis von 15,80 € (statt 19,80 €) erhältlich ist: Tel. 0251-616768 – Mail: felizitas.kueble@web.de

 

 


Warnung vor einem vermessentlichen Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Sir 5,1-8:

Verlass dich nicht auf deinen Reichtum und sag nicht: Ich kann es mir leisten.
Folg nicht deinem Herzen und deinen Augen, um nach dem Begehren deiner Seele zu leben.
Sag nicht: Wer vermag etwas gegen meine Macht? – Denn der HERR rächt die Verfolgten.
Sag nicht: Ich habe gesündigt, doch was ist mir geschehen? Denn der HERR hat viel Geduld.
Verlass dich nicht auf die Vergebung, füge nicht Sünde an Sünde, indem du sagst: Seine Barmherzigkeit ist groß, ER wird mir viele Sünden verzeihen.
Denn Erbarmen ist bei ihm, aber auch Zorn, auf den Frevlern ruht sein Grimm.
Zögere nicht, dich zu ihm zu bekehren, verschieb es nicht Tag um Tag! Denn sein Zorn bricht plötzlich aus, zur Zeit der Vergeltung wirst du dahingerafft.
Vertrau nicht auf trügerische Schätze; sie nützen nichts am Tag des Zorns.