Das Höfesterben nicht staatlich begünstigen

In einer Kleinen Anfrage (BT-Drs. 19/30730) erkundigte sich die AfD-Bundestagsfraktion über die Auswirkungen der von der Bundesregierung beabsichtigten Klimaschutzmaßnahmen auf die deutsche Landwirtschaft. Die Frageschwerpunkte lagen auf dem beabsichtigten Umbau der Nutztierhaltung und der zum 1. Januar 2021 eingeführten nationalen CO2-Bepreisung.

Der agrarpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Protschka, erklärt zu den Antworten der Regierung, der geplante Umbau der Nutztierhaltung wäre ein „endgültiger ‚Todesstoß‘ für die kleinen und mittleren Tierhaltungsbetriebe.“

Ein weiterer Einwand lautet, die Bundesregierung mache bei der nationalen CO2-Bepreisung einen „fatalen Denkfehler“, wenn sie mein, dass die höheren landwirtschaftlichen Produktionskosten über die Produktpreise weitergegeben würden und somit zu keiner Mehrbelastung für die Betriebe führen.

Protschka erklärt hierzu: „Das ist schon deshalb nicht möglich, weil die deutschen Bauern sich im internationalen Wettbewerb befinden und mit den Dumpingpreisen der Agrarimporte konkurrieren müssen. Kompensationszahlungen, wie sie für andere Sektoren vorgesehen sind, gibt es für die Landwirtschaft nicht.“

Daher sei die nationale CO2-Bepreisung eine zusätzliche Belastung für die deutschen Bauern. Stattdessen sollten die Familienbetriebe in der Landwirtschaft geschützt werden.

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Online-Umfrage ab 16: Wer fühlt sich aktuell durch die Corona-Krise belastet?

Eine neue Studie untersucht mit Hilfe einer bundesweiten Online-Umfrage, wie es aktuell um die seelische Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden der Menschen in Deutschland steht.

Daran beteiligt sind Wissenschaftler/innen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) um Prof. Dr. Michael Witthöft, des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim unter Leitung von Prof. Dr. Josef Bailer und der Universität Konstanz unter Leitung von Prof. Dr. Daniela Mier.

Die Online-Befragung „Körperliche und psychische Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie“ beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen körperlich und psychisch auf diese Ausnahmesituation reagieren.

Wer hat die Corona-Krise gut überstanden? Wer fühlt sich nach wie vor seelisch oder körperlich durch die Covid-19-Pandemie belastet? Wie groß ist die Angst vor Ansteckung aktuell und bezogen auf die nächsten Wochen? Sind Personen mit bestimmten Risikofaktoren wie zum Beispiel ältere Menschen, Raucher, Personen mit Lungen- oder Herzerkrankungen, medizinische Berufsgruppen, etwa Pflegekräfte,  Ärzte, Therapeuten, stärker psychisch belastet als Personen ohne Covid-19-Risikofaktoren?

Die anonyme Umfrage richtet sich an alle Personen aus der Bevölkerung, die mindestens 16 Jahre alt sind. Die Bearbeitungsdauer liegt bei etwa 15 Minuten.

Die Teilnahme an der Befragung ist bis zum 31. August 2020 unter dem Link https://www.soscisurvey.de/covid-19-auswirkungen/ möglich.


Neues Wasserhaushaltsgesetz plus harte Düngeverordnung belasten den Bauernstand

Das Höfesterben wird erneut beschleunigt

Zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung für einen Entwurf eines 1. Gesetzes zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes (Bundestagsdrucksache 19/18469) erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Stephan Protschka:

„Mit der Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes werden Landwirte gesetzlich verpflichtet, auf landwirtschaftlich genutzten Flächen mit einer Hangneigung von durchschnittlich fünf Prozent einen fünf Meter breiten Gewässerrandstreifen anzulegen. Das ist nichts anderes als eine Teilenteignung.

BILD: Bauern-Demonstration mit Traktoren in Münster: „Eure Politik vernichtet die Landwirte“

Bislang konnten Landwirte Ausgleichszahlungen für Gewässerrandstreifen beantragen. Diese Fördermittel fallen mit der Gesetzesänderung ersatzlos weg. Auf den Kosten für das Säen, Nachsäen und die Pflege der Gewässerrandstreifen in Höhe von jährlich etwa 63 Euro pro Hektar sowie dem jeweiligen Ertragsausfall, bleiben nun die Landwirte sitzen.

Die Bundesregierung geht insgesamt von einer zusätzlichen finanziellen Belastung für die Landwirte von mindestens etwa 8 Millionen Euro pro Jahr aus.

Die Bundesregierung begründet die Änderung damit, dass sie damit die Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs zur Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie umsetzen würde. Das entspricht jedoch nicht der Wahrheit. Weder im EuGH-Urteil noch im Anhang der EU-Nitratrichtlinie über die Regeln der guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft, wird diese Maßnahme genannt. Es handelt sich hier um reine Willkür.

Zusätzlich zur neuen Verschärfung der Düngeverordnung kommen jetzt weitere Zusatzkosten auf die Landwirte zu. Damit schwächt die Bundesregierung die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft erneut und gefährdet die wirtschaftliche Existenz zehntausender bäuerlicher Familienbetriebe.

Weil vor allem die kleineren Betriebe diese Zusatzkosten nicht stemmen können, beschleunigt die Bundesregierung ein weiteres Mal das Höfesterben in der Landwirtschaft.“

 


Debatte um Özil und Gündogan belastete deutsche Spieler bei der Fußball-WM

Fußballnationalspieler Sami Khedira hat eingeräumt, daß die Diskussion um die Erdogan-Affäre die Spieler bei der Weltmeisterschaft belastet hat. Man habe die Unruhe in der Mannschaft nicht beenden können. 

Die Debatte um die Bilder der Spieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Erdogan „war ein Riesen-Thema und wurde unterschätzt“, gestand Khedira gegenüber der Tageszeitung Die Welt. Er räumte ein, er sei „kein Krisen-Manager, der sagt, wie man damit genau umzugehen hat. Aber man hat das Thema nicht ruhig bekommen“. Zugleich betonte er, damit keinen Grund für das Ausscheiden der DFB-Elf aus dem Turnier liefern zu wollen.

Mannschaftskollege Thomas Müller kritisierte ebenfalls die Ablenkung durch solche fußballferne Themen: „Jetzt haben wir die Quittung bekommen.“

Auch Kapitän Manuel Neuer sagte, er habe den Medienrummel um das Erdogan-Bild als „belastend“ empfunden. Unterdessen sei durchgesickert, daß zahlreiche Spieler nicht verstehen konnten, daß Özil selbst sich nicht zu dem Foto geäußert habe, um die Affäre zu beenden, berichtet die Welt.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2018/nationalspieler-beklagen-ablenkung-durch-erdogan-diskussion/


Christliche Polizeivereinigung half Kollegen in Hamburg mit Gesprächen und Gebeten

Mitglieder der Christlichen Polizeivereinigung (CPV) haben ihren Kollegen beim Einsatz auf dem G20-Gipfel in Hamburg seelsorgerlich zur Seite gestanden. Das Treffen am 7. und 8. Juli war überschattet von massiver Gewalt durch Linksradikale. Mehr als 200 Polizisten wurden verletzt.

„Das Bedürfnis nach Gesprächen bei den eingesetzten Kollegen war sehr groß“, sagte der Vorsitzende der CPV, Kriminalhauptkommissar Holger Clas (Hamburg), am 8. Juli gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Nach seinen Worten war die Belastung der Polizisten enorm groß. Manche hätten nach einem ganztägigen Einsatz nur 45 Minuten schlafen können, bevor sie wieder ausgerückt seien.

Viele sähen es sehr kritisch, dass der G20-Gipfel in Hamburg veranstaltet werde. Verbreitet sei die Meinung: „Wir dürfen auslöffeln, was uns die Politik eingebrockt hat.“

Die Polizei sei selbst mit massiven Einsatzkräften an ihre Grenzen gestoßen. 20.000 Polizisten hätten nicht ausgereicht, um die Sicherheit angesichts der eskalierenden Gewalt zu gewährleisten. Erstmals habe ein Sondereinsatzkommando eingesetzt werden müssen, um Bereitschaftspolizei zu schützen. Clas kritisierte ferner Medienberichte, in denen die Polizei als Aggressor dargestellt worden sei: „Hier werden Ursache und Wirkung auf den Kopf gestellt.“

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/g20-gipfel-gespraeche-und-gebete-mit-polizisten-bis-tief-in-die-nacht-101722.html


Christliche Studientagung über wirtschaftliche Belastung Deutschland durch die Asylpolitik

Wirtschaftlich sind die Flüchtlinge, die Deutschland und andere Länder aufgenommen haben, eine große Belastung. Schönrechnerei hilft nicht.

Zu diesem Ergebnis kam ein „Forum christlicher Wirtschaftswissenschaftler“ an der Freien Theologischen Hochschule (FTH) Gießen. Die Fachtagung zählte 20 Teilnehmer – überwiegend Professoren. Nach Einschätzung von Prof. Michael Frenkel von der privaten Wirtschaftshochschule „WHU – Otto Beisheim School of Management“ in Vallendar ist die Zuwanderung für alle Aufnahmeländer auf lange Zeit mit ökonomischen Belastungen verbunden.

Das gelte auch bei Asylbewerbern, die einen Arbeitsplatz fänden. Denn sie seien wegen ihrer überwiegend geringen Arbeits- und Sprachqualifikation weiter auf Sozialleistungen angewiesen.

Ihre Abwanderung habe zudem negative Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung in ihren Herkunftsländern, weil sie dem Arbeitsmarkt dort nicht mehr zur Verfügung ständen.

Der Sozialethiker Prof. Andreas Rauhut aus Erfurt Universität Erfurt rechnet ebenfalls mit einer „ökonomischen Negativbilanz“. Doch es gebe starke humanitäre Gründe, die für eine Integration von Zuwanderern sprächen. Rauhut zitierte den Bibelvers „Der Herr hat die Fremdlinge lieb“ (5 Mose 10,18).

Der Ökonom Prof. Christian Müller aus Münster widersprach der Ansicht, der christlichen Ethik zufolge müssten alle Asylbewerber ungeachtet ihrer Herkunft, Religion und Qualifikation von Deutschland aufgenommen werden.

Schon die Bibel unterscheide im hebräischen Urtext zwischen heimisch gewordenen Zuwanderern, die zu schützen seien, und Fremden, etwa den Angehörigen anderer Völker. Es sei durchaus legitim, nur besonders Hilfsbedürtigen Aufnahme zu gewähren. 

Quelle und vollständiger Text der IDEA-Meldung hier: http://www.idea.de/gesellschaft/detail/fachtagung-asylbewerber-sind-wirtschaftlich-eine-belastung-100557.html


Aktueller Datenreport belegt starken Streß durch Mehrfachbelastung der Mütter

Müttergenesungswerk über „Bermuda-Dreieck“: Kinder, Haushalt, Beruf

Von rund 50.000 Müttern, die 2014 an einer Mutter-Kind-Kurmaßnahme im Müttergenesungswerk teilgenommen haben, leiden über 80 Prozent unter Erschöpfungszuständen bis hin zum Burn-out. 008_Index - Kopie

Von rund 72.000 mitreisenden Kindern sind zwei Drittel behandlungsbedürftig. Dies zeigt der aktuelle Datenreport des Müttergenesungswerkes (MGW).

Viele Mütter stehen nach wie vor als Hauptverantwortliche für Familienarbeit in einer permanenten Überlastungssituation mit Zeitstress und hohem Erwartungsdruck: Die Krankheiten von Kindern stehen oft in Verbindung mit belastenden Familiensituationen.

BILD: Glückliche Mutter, fröhliche Kinder – das ist bei großer Streßbelastung leider anders

Bei den Kindern nehmen insbesondere Atemwegserkrankungen (26 Prozent) und psychische Störungen (23 Prozent), beispielsweise Verhaltensauffälligkeiten, emotionale Störungen oder ADHS zu. Hinzu kommen oft krankmachende Familiensituationen (18 Prozent) wie Trennung und Trauer oder auch Gewalterfahrungen.

„Mütter sind durch die Vielzahl der Anforderungen und Erwartungen stark überlastet. Das ständige Hin und Her zwischen Kindern, Haushalt und Beruf ist zu einem Bermudadreieck für Mütter geworden, in dem ihre eigenen Bedürfnisse verloren gehen, sie werden krank. Die Folge ist die Schwächung des sozialen Systems ‚Familie‘ und damit auch der Kinder“, erläuterte die Kuratoriumsvorsitzende Dagmar Ziegler, MdB.

 Quelle: https://www.muettergenesungswerk.de/DesktopDefault.aspx?content=article&ID=1280&mid=3064