Junger Mann für Zivilcourage geehrt: Sturz ins U-Bahn-Gleisbett und Beinbruch

Der 23-jährige Erik Golebiowski ist von der Berliner Polizei für seine Zivilcourage geehrt worden.

Der Chemiestudent hatte am 16. März um acht Uhr morgens in der U-Bahn-Haltestelle Voltastraße im Berliner Stadtteil Gesundbrunnen einen flüchtenden Dieb aufzuhalten versucht. Foto Leh - Ehrung Polizei Urkunde 1 schnitt

Dieser hatte einem Fahrgast in der U-Bahn ein teures Handy gestohlen und war davon gerannt. Golebiowski versuchte, ihm ein Bein zu stellen. Beim heftigen Zusammenprall mit dem Täter oder dem darauffolgenden Sturz in das Gleisbett der U-Bahn brach er sich das linke Schien- und Wadenbein, er musste operiert werden.

Wegen des Beinbruchs konnte Golebiowski nicht mehr ohne fremde Hilfe aus dem Gleisbett herausklettern. Es blieben nur wenige Minuten bis zur Einfahrt der nächsten U-Bahn.

Polizeioberrat Ralph Grambow vom Polizeiabschnitt 36 in der Pankstraße hat Golebiowski jetzt mit einer Dankurkunde im Beisein vieler Polizeibeamter geehrt (siehe Foto).

Außerdem erhielt der sympathische junge Mann einen Gutschein im Wert von 200 Euro für einen Elektronikmarkt. Wie die Polizei mitteilte, hatte Golebiowski eine detaillierte Beschreibung des Täters – der bis jetzt nicht gefasst ist – geben können.

Auf Anfrage der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ (PAZ) erklärte Golebiowski, dass es sich bei dem Täter um einen „Südländer“ handelt, „vermutlich einTürke“, Alter etwa 35 – 40 Jahre.

Obwohl es Fotos des Täters aus einer Überwachungskamera gibt, sind diese bis jetzt  –  mehr als zwei Monate nach der Tat  –  laut Polizei wegen „Datenschutz“ nicht veröffentlicht. K

eine einzige Berliner Zeitung hat über die Ehrung des tapferen Helfers berichtet, nur der Radiosender RBB brachte in seiner „Abendschau“ einen längeren Beitrag, allerdings „politisch korrekt“ ohne einen Hinweis über die mutmaßliche Herkunft des Täters.

Unser Autor Michael Leh (von ihm stammt auch das Foto) ist politischer Journalist und lebt in Berlin

Erstveröffentlichung in der Preußischen Allgemeinen Zeitung (PAZ) vom 31. Mai 2014.